Börsen- und Industrie-Infos

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 19. Januar 2020, 21:50

Daimler-Chef Källenius mahnt IG Metall zur Mäßigung

Daimler-Chef Ola Källenius ruft die IG Metall laut einem Medienbericht zur Zurückhaltung bei den anstehenden Tarifverhandlungen auf. Einen weiteren Stellenabbau innerhalb der kommenden fünf Jahre wollte der CEO im Interview mit der Automobilwoche nicht ausschließen.

"Wir halten es in dieser Situation für sehr, sehr sinnvoll, die Ansprüche entsprechend anzupassen", sagte Källenius im Interview mit der Automobilwoche. "Ich kann nur die handelnden Personen auffordern, langfristig zu denken und zu erkennen, was in dieser Situation wichtig ist." Konkrete Zahlen wollte Källenius nicht nennen, aber Daimler müsse gerade mit unpopulären Maßnahmen wie Personalabbau die Kosten reduzieren.

"Es gibt Lieferanten der ersten, zweiten oder dritten Ebene in einer noch deutlich schwierigeren Situation. Diese Unternehmen können keine deutlichen Kostensteigerungen vertragen", fügte Källenius hinzu.

Einen weiteren Stellenabbau bei Daimler wollte Källenius nicht ausschließen. "Kein Unternehmen kann die nächsten fünf Jahre sicher vorhersagen. Wir haben ein Ziel gesetzt. Ob wir auf der Reise dorthin nochmals anpassen müssen, werden wir sehen", so Källenius.

Der Daimler-Konzern will bis Ende 2022 mehr als 10.000 Stellen abbauen und 1,4 Milliarden Euro einsparen. Auch Audi und Zulieferer wie Bosch oder Continental wollen in Deutschland Zehntausende Jobs streichen. In den Betrieben und regionalen Tarifkommissionen haben die Diskussionen zur Lohnerhöhung gerade begonnen. Ende Februar wird der IG-Metall-Vorstand dann die endgültige Forderung an die Arbeitgeber beschließen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 21. Januar 2020, 22:51

Fitch bestätigt Commerzbank mit BBB+; Ausblick negativ

Die Ratingagentur Fitch hat die Bonitätsbewertung der Commerzbank bestätigt. Sie gesteht der Bank weiterhin die Note BBB+ zu. Der Ausblick ist allerdings negativ.

Der negative Ausblick sei dem Umstand geschuldet, dass die Commerzbank noch nicht bewiesen habe, dass ihre neue Geschäftsstrategie funktioniert und sie damit eine nachhaltige Verbesserung ihrer Performance erreichen wird, so Fitch.

Gleichzeitig bescheinigt Fitch der Commerzbank eine solide Asset-Qualität, eine starke Liquidität und eine adäquate Kapitalausstattung. Damit würden negative Faktoren wie die niedrige Profitabilität ein Stück weit ausgeglichen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 26. Januar 2020, 22:43

Commerzbank zahlt Investor deutlichen Aufschlag für Comdirect-Paket

Die Commerzbank hat für den vor drei Wochen angekündigten Kauf des Comdirect-Aktienpakets von Petrus Advisers tief in die Tasche gegriffen. Wie die Comdirect in einer im Bundesanzeiger veröffentlichten Mitteilung meldete, hat Petrus Advisers in zwei Schritten 11,27 Millionen Comdirect-Aktien zum Preis von 15,15 Euro das Stück an die Commerzbank übertragen. Damit zahlte die Bank deutlich mehr als den übrigen Aktionären im allgemeinen Übernahmeangebot mit 11,44 Euro je Aktie. Der Kaufpreis für das Petrus-Advisors-Paket beläuft sich damit auf 170,8 Millionen Euro.

Die Commerzbank hatte Anfang Januar mitgeteilte, sich mit Petrus Advisers geeinigt zu haben. Mit dem Erwerb des Aktienpakets von dem aktivistischen Investor kommt die Bank auf eine Beteiligung von deutlich über 90 Prozent an ihrer Direktbanktochter, was die angestrebte Verschmelzung der Comdirect auf die Commerzbank über einen Squeeze-Out ermöglicht. Mit ihrem Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien war sie zuvor an der 90-Prozent-Schwelle gescheitert.

Die Commerzbank will die Tochtergesellschaft mit Sitz in Quickborn, an der sie vor Beginn des Übernahmeangebots bereits 82 Prozent hielt, stärker in den Konzern integrieren. Sie erhofft sich davon Synergien und Skaleneffekte.

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, hat Petrus-Partner Till Hufnagel eine Klage wegen Anfechtung von Beschlüssen der Comdirect-Hauptversammlung am 9. Mai 2019 zurückgenommen.

Zuvor hatte das Handelsblatt über den Kaufvertrag mit Petrus Advisers berichtet.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 30. Januar 2020, 22:32

Daimler Buses verkauft 500 Stadtbusse nach Marokko

Die Bussparte der Daimler AG hat einen Großauftrag über 500 Stadtbusse für Marokko erhalten. Abnehmer ist das spanische Busunternehmen Alsa, das zur britischen National Express Group gehört und seit 1999 in dem nordafrikanischen Land Nahverkehr anbietet. Die Stadtbusse sollen in Casablanca zum Einsatz kommen und werden im türkischen Werk von Daimler Buses produziert, wie das Unternehmen mitteilte. Bis Ende 2020 sollen alle Busse ausgeliefert sein.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 2. Februar 2020, 21:52

Daimler erwartet trotz Klimadebatte mehr SUV-Verkäufe

Ungeachtet der Klimadebatte und möglicher Sanktionen für größere Fahrzeuge erwartet der Daimler-Konzern wachsende Verkäufe im SUV-Segment. "Die Kunden sind weiter stark interessiert an SUVs", sagte Britta Seeger, Vertriebschefin von Mercedes, der Automobilwoche. "Sie schätzen den Platz, die Sicherheit, die höhere Sitzposition und den Komfort. Wir nehmen an, dass der Anteil in den nächsten Jahren weiter steigen wird."

Damit werde es für Daimler schwieriger, die CO2-Ziele der Europäischen Union zu erreichen, schreibt die Zeitung. Seeger wolle deshalb im Vertrieb gegensteuern. "Dazu gehört, gemeinsam mit Händlern und Verkäufern bei Kunden die positiven Aspekte verbrauchsarmer Fahrzeuge und das Produktversprechen hervorzuheben", sagte sie der Automobilwoche. Anders als bei anderen Herstellern solle es aber keine Quote geben. "Klar ist auch, dass wir weiter profitabel wachsen wollen", sagte Seeger weiter. "Eine strenge Vorgabe für die Händler wird es deshalb Stand heute nicht geben."

Bei den alternativen Antrieben setze die Managerin vor allem auf die Kombination aus Verbrenner und aufladbarer Batterie. "Wir sehen, dass sich bei der Nachfrage nach Plug-In-Hybriden in den letzten acht bis zehn Monaten ein kräftiger Zug einstellt. Dabei helfen auch die Kaufprämien der Regierung". Auf die Frage, ob Daimler die Vorgaben für 2021 erfüllen könne, sagte Seeger: "Das ist unser Ziel, aber am Ende entscheidet der Kunde mit seiner Kaufentscheidung maßgeblich mit."
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 3. Februar 2020, 19:59

Bahndamm 68 hat geschrieben:Daimler erwartet trotz Klimadebatte mehr SUV-Verkäufe



Durch die Umweltsäue? [grin]

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 3. Februar 2020, 20:10

augenzeuge hat geschrieben:
Bahndamm 68 hat geschrieben:Daimler erwartet trotz Klimadebatte mehr SUV-Verkäufe

Durch die Umweltsäue? [grin]
AZ

Äh, haben wir nicht die freie Marktwirtschaft?
Merke, die Industrie stellt Produkte her, die den Mark beleben.
Geld regiert die Welt! Ein Spruch schon Horn alt.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 4. Februar 2020, 21:42

Tesla bleibt 2020 mit Abstand Marktführer bei E-Mobilität - Studie


Tesla wird auch dieses Jahr weltweit Marktführer für reine Elektroautos bleiben. Die Wachstumsziele des US-Konzerns seien durchaus erreichbar, heißt es in einer Studie des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach. Tesla plant 2020 mit mehr als 500.000 (Vorjahr: 367.000) Neuzulassungen. Voraussetzung für die Steigerung sei der Hochlauf des neuen Werks in Schanghai und der Anlauf der Fertigung des Model Y im kalifornischen Fremont.

Tesla werde somit auch im laufenden Jahr mit "deutlichem Abstand" der Marktführer der E-Mobilität bleiben, geht aus dem Electromobility Report 2020 des CAM hervor. Gleichwohl hänge die Zielerreichung erheblich von den volatilen Rahmenbedingungen im chinesischen Automobilmarkt ab. Aktuell werde der Markt neben den Handelskonflikten mit den USA durch die Coronavirus-Epidemie "stark gebremst".

2019 lag Tesla mit einigem Abstand vor dem chinesischen Hersteller BYD, der 219.000 Pkw absetzte. Der US-Konzern profitierte vor allem von den Verkäufen des Model 3, das gleichzeitig weltweit mit über 300.000 Stück das meistverkaufte Modell des Jahres war, wie aus der Studie hervorgeht. Auf den weiteren Plätzen folgten als weitere chinesische Hersteller BAIC und SAIC. Die deutschen Automobilkonzerne BMW und Volkswagen kommen den weiteren Angaben zufolge auf Rang fünf und sechs.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon zonenhasser » 5. Februar 2020, 00:47

Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beträgt nun 140,36 Milliarden Dollar. Vor knapp vier Wochen hatte sie noch bei etwa 90 Milliarden Dollar gelegen. Damals war Tesla erstmals mehr wert als die beiden US-Autokonzerne General Motors und Ford zusammen. Nun ist Tesla mehr wert als die beiden deutschen Autobauer BMW und Volkswagen zusammen. Deren Marktkapitalisierung beläuft sich momentan auf umgerechnet rund 138 Milliarden Dollar. https://www.n-tv.de/wirtschaft/Tesla-ue ... 53358.html


Das ist krank!



Über 570 Dollar notiert die Tesla-Aktie zur Stunde - mehr als doppelt so hoch wie noch Ende Oktober. Das freut nicht nur die Anleger. Auch für Firmenchef Elon Musk bleibt die Rally nicht ohne Folgen.

Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Konzernchef Elon Musk eigene Aktien-Optionen ausüben kann - unter der Bedingung, dass der Aktienkurs von Tesla die Marke auch sechs Monate lang hält. In diesem Fall könnten bereits im Sommer dieses Jahres 346 Millionen Dollar in die Kassen des Konzernchefs fließen - so hoch ist nämlich der Wert der ersten von zwölf vertraglich vereinbarten Tranchen.

Die Regelung ist Teil einer 650-Milliarden-Dollar-Wette, die Musk damals abgeschlossen hatte. Sie besagt, dass der Konzernchef zwar nur ein symbolisches Gehalt von einem Dollar bekommt. Doch stehen ihm bei bestimmten Börsenbewertungen Meilensteinzahlungen zu. Die erste greift bei einem Aktienkurs von 550 Dollar.
Rasanter Kursanstieg

Dass die Aktie diesen Kurs überhaupt so rasch erreichen würde, hätte noch vor wenigen Monaten niemand für möglich gehalten. Zum Vergleich: Vor einem halben Jahr, Anfang Juni 2019, war sie noch auf 179 Dollar abgerutscht.

Doch der Elektroautobauer profitiert von einer positiven Stimmung, seit er seine Erwartungen wiederholt übertroffen hat. In den drei Monaten bis Ende Dezember wurden weltweit 112.000 Autos ausgeliefert. Der Großteil entfiel mit 92.550 Stück auf das günstige Model 3, mit dem die Firma den Massenmarkt erobern will. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bo ... e-103.html
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon HPA » 5. Februar 2020, 11:21

Nun ja, wenn man der Konkurrenz 2-3 Jahre voraus ist wird das honoriert.

Den Raketenmarkt mischt Musk ja auch bereits kräftigst auf. Niemand hatte es bis vor Kurzem noch für möglich gehalten ,dass die Wiederverwendung der Erststufe der Falcon 9 mittlererweile fast gewöhnliche Routine ist.

Die bezahlen die Fabrik in Grünheide aus der Portokasse. Oder lassen sich das noch von anderen Autoherstellern per Ablassbriefchen bezahlen welche ihre CO2 Emissionen nicht in den Griff bekommen. [flash]
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 9. Februar 2020, 21:22

T-Mobile US übertrifft Erwartungen und gibt starken Ausblick

Der Aufwärtstrend beim Mobilfunkanbieter T-Mobile US ist ungebrochen. Im vierten Quartal steigerte die US-Tochter der Deutschen Telekom AG den Umsatz und den Gewinn stärker als am Markt erwartet. Zudem gab das Unternehmen, das weiterhin auf die finale Genehmigung für die Fusion mit Sprint wartet, einen optimistischen Ausblick.

Von Oktober bis Dezember legte der Gesamtumsatz um 3,8 Prozent auf 11,88 Milliarden US-Dollar zu. Das bereinigte EBITDA stieg um 9 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente die Ertragsperle im Portfolio des Bonner DAX-Konzerns 751 (Vorjahr: 640) Millionen Dollar oder umgerechnet 0,87 Dollar je Aktie.

Analysten hatten der T-Mobile US Inc einen Gewinn je Anteil von lediglich 0,83 Dollar zugetraut, der Umsatz wurde bei 11,8 Milliarden Dollar gesehen.

Rückenwind erhielt das Unternehmen erneut vom rasanten Neukundenzuwachs. Im Schlussquartal konnte T-Mobile US, wie bereits Anfang Januar mitgeteilt, 1,3 Millionen Neukunden gewinnen. Damit wuchs das Unternehmen erneut schneller als die Konkurrenz.

Auch in diesem Jahr will T-Mobile US den Wachstumskurs fortsetzen: Das Unternehmen peilt ein Vertragskundenwachstum von 2,6 bis 3,6 Millionen an. Der freie Cashflow soll dieses Jahr zwischen 5,4 Milliarden bis 5,8 Milliarden Dollar liegen. Darin nicht enthalten sind unter anderem Kosten für die geplante Fusion.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 16. Februar 2020, 21:32

Bayer und BASF zu Schadenersatz von 265 Mio Dollar verurteilt

Eine US-Jury hat gegen Bayer und BASF in einem Fall von Ernteschäden entschieden und sprach einem Pfirsichbauern aus Missouri 265 Millionen Dollar zu, der behauptete, die Unternehmen hätten Bauern dazu ermutigt, in unverantwortlicher Weise ein schwer zu kontrollierendes Unkrautvernichtungsmittel zu spritzen.

Der Pfirsichbauer Bill Bader verklagte die Hersteller von Pestiziden und Saatgut, wobei er sagte, dass tausende seiner Obstbäume in den Jahren 2015 und 2016 Schäden erlitten hätten. Der Schaden sei durch ein Herbizid namens Dicamba verursacht worden, das von benachbarten Baumwollfeldern verweht wurde. Auf diesen Baumwollfeldern sei ein von Bayer und BASF entwickeltes Biotech-Saatgut eingesetzt worden, das resisent gegen Dicamba war.

Der Rechtsstreit um Dicamba vertieft die juristischen Probleme von Bayer in Bezug auf seine meistverkauften Herbizide. Der Fall Bader Farms war der erste, bei dem Dicamba vor Gericht ging und ist der Vorläufer von etwa 35 ähnlichen Klagen von Landwirten, die in Illinois, Arkansas, Missouri und anderen Bundesstaaten Schadenersatz verlangen.

Die Entscheidung eines Bundesgerichts in Missouri fiel am Samstag. Die Umweltschutzbehörde will bis Ende dieses Jahres entscheiden, ob es den Bauern weiterhin erlaubt ist, die auf Dicamba basierenden Herbizide der Unternehmen auf die Kulturen zu sprühen.

Bayer kämpft separat gegen mehr als 42.000 Kläger, die behaupten, ihr umsatzstärkstes Herbizid Roundup habe ihren Krebs verursacht. Das Unternehmen argumentierte, dass jahrzehntelange wissenschaftliche Forschung sowie Überprüfungen durch Aufsichtsbehörden, die Sicherheit von Roundup belegen. Bayer hat die ersten drei Verfahren verloren und legte gegen diese Urteile Berufung ein.

Ein Bayer-Sprecher sagte, das Unternehmen plane, gegen das Urteil von Bader Farms Berufung einzulegen, und Dicamba bleibe ein wertvolles Instrument für die Landwirte, das sicher eingesetzt werden könne. Eine BASF-Sprecherin sagte, das Unternehmen werde seine rechtlichen Möglichkeiten prüfen und weiter mit den Landwirten zusammenarbeiten, um die durch Dicamba verursachten Ernteschäden zu mildern.

Das Urteil, das Bader zugesprochen wurde, entsprach einem Schadenersatz in Höhe von 15 Millionen Dollar, um Bader für die Verluste aus dem Dicamba-Schaden zu entschädigen, sowie einem Strafschadenersatz in Höhe von 250 Millionen Dollar.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 17. Februar 2020, 20:46

Umwelthilfe warnt Diesel-Kläger vor dem VW-Entschädigungsangebot

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat betroffene Diesel-Kläger vor dem Abschluss individueller Vergleiche mit dem Autobauer Volkswagen gewarnt. "Nach dem Betrug von über 10 Millionen Dieselkunden europaweit könnte VW nun die in der Musterfeststellungsklage versammelten VW-Besitzer ein weiteres Mal über den Tisch ziehen", erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Am Freitag hatte Volkswagen nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) versprochen, eine Summe von 830 Millionen Euro direkt an die Verbraucher auszuzahlen.

Resch erklärte, bei Millionen Dieselfahrzeugen sei ein schlichtes Software-Update aufgespielt worden, welches aber immer noch Abschalteinrichtungen enthalte. "Gegen diesen vom Kraftfahrt-Bundesamt genehmigten Vorgang klagt die DUH vor dem Europäischen Gerichtshof." Sollte die Luxemburger Richter der Rechtsauffassung des Vereins folgen, seien Hardware-Nachrüstungen oder gar Stilllegungen der Autos die mögliche Konsequenz, so Resch. "Wir raten daher dringend davor ab, ein Angebot anzunehmen, in dem alle zukünftigen Ansprüche ausgeschlossen sind."

Mit einer allgemeinen Abgeltungsklausel könnten sich Verbraucher aller Rechte berauben, die sie in einem solchen Fall gegenüber Volkswagen hätten, sagte der DUH-Geschäftsführer. Vielmehr sollten die Kunden darauf bestehen, dass VW die Abgaskatalysatoren austausche. Die Abschalteinrichtungen bewirken, dass die vorgeschriebene Abgasreinigung bei bestimmten niedrigen Außentemperaturen deutlich reduziert wird. Das führt laut der Umwelthilfe zu einem hohen Anstieg der gesundheitsschädlichen Stickoxidemissionen.

Der Verkehrsclub ADAC hatte das VW-Vergleichsangebot am Freitag indes als "akzeptabel" bezeichnet. Es entspreche dem Ergebnis der Vergleichsverhandlungen, erklärte der Leiter der Juristischen Zentrale beim ADAC, Markus Schäpe. Verbraucher könnten sich nun entscheiden, ob sie die Zahlung annehmen oder weiterhin auf die juristische Auseinandersetzung setzen.

Am Freitag waren die Verhandlungen zwischen Volkswagen und der Verbraucherzentrale Bundesverband im Musterfeststellungsverfahren geplatzt, obwohl das Oberlandesgericht Braunschweig den Parteien einen Vergleich nahegelegt hatte. Beide Seiten schoben sich gegenseitig die Schuld zu. VW nannte eine pauschale 50-Millionen-Euro-Forderung für Anwaltshonorare als Grund. Der vzbv erklärte, beide Seiten hätten sich bereits auf die Kosten geeinigt gehabt und sprach von erneutem Betrug bei VW.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 18. Februar 2020, 22:45

Siemens liefert weitere Kraftwerksturbinen nach Weißrussland

Der staatliche weißrussische Versorger Minskenergo hat bei Siemens erneut Gasturbinen für ein neues Kraftwerk bestellt, das Ende nächsten Jahres in Betrieb gehen sollen. Nach einer Mitteilung von Siemens umfasst der Auftrag sechs Industriegasturbinen vom Typ SGT-800 sowie Generatoren, Leittechnik, Gasempfangsstation und Spannungsausrüstung. Ein Auftragsvolumen wurde nicht genannt.

Das Kraftwerk soll die Zuverlässigkeit und die Flexibilität des Netzes in Weißrussland erhöhen. Siemens hatte erst kürzlich einen Auftrag für die Ausrüstung von zwei neuen Spitzenlastkraftwerken aus dem Land bekommen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 19. Februar 2020, 21:42

Telekom-Chef Höttges soll in Daimler-Aufsichtsrat - Achleitner geht

Timotheus Höttges, CEO der Deutschen Telekom, soll in den Aufsichtsrat von Daimler einziehen. Das Kontrollgremium werde der Hauptversammlung am 1. April diesen Vorschlag machen, kündigte die Daimler AG an. "Timotheus Höttges ist ein erfahrener Vorstandsvorsitzender und ein ausgewiesener Fachmann für Digitalisierung in der Telekommunikation", sagte Daimler-AR-Chef Manfred Bischoff laut Mitteilung. Mit seiner Qualifikation passe er "hervorragend" in den Aufsichtsrat.

Paul Achleitner werde nach zehnjähriger Tätigkeit den Aufsichtsrat des Autokonzerns verlassen. Er habe frühzeitig mitgeteilt, nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren zu wollen. "Das Verständnis über angemessene Fristen für Gremienzugehörigkeit hat sich in jüngster Zeit stark verändert. Ich kann und will zu diesem Zeitpunkt deshalb keine Zusage für weitere fünf Jahre geben", erläuterte Achleitner laut Mitteilung.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 20. Februar 2020, 21:19

VW und Verbraucherschützer sprechen wieder über Diesel-Vergleich

Rund eine Woche nach dem Scheitern ihrer Vergleichsverhandlungen um manipulierte Dieselfahrzeuge werden Volkswagen und die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) wieder miteinander reden. Sie haben sich dazu nach entsprechendem Anraten des Gerichts entschlossen, wie das Oberlandesgericht Braunschweig mitteilte. Dort sollen die Verhandlungen bei dem Güterichter fortgesetzt werden. Die Verhandlungsführung übernehme auf Antrag beider Parteien der Präsident des Oberlandesgerichts, Wolfgang Scheibel.

Der vzbv teilte separat mit, das Gespräch werde in Kürze stattfinden. An der Forderung des Verbandes, dass ein Vergleich fair, transparent und überprüfbar abgewickelt werden muss, habe sich nichts geändert.

Nach dem Scheitern der Verhandlungen in der vergangenen Woche hatte VW angekündigt, die im Dieselskandal geschädigten Verbraucher direkt zu entschädigen. Der Konzern bot ein Vergleichspaket von insgesamt bis zu 830 Millionen Euro - also genau die Summe, die der Konzern bereits mit der Verbraucherzentrale vereinbart hatte. Laut VW war eine verbindliche Einigung aber wegen der "unbegründeten hohen Forderungen der Prozessanwälte" nicht zustande gekommen. Diese hätten pauschal 50 Millionen Euro für die Abwicklung der Vergleiche verlangt, der vzbv habe aber keinen ausreichend konkreten Nachweis für die zu erbringende Leistung vorgelegt.

Dem hatte der vzbv vehement widersprochen. Der Vergleich sei vielmehr "an der mangelnden Bereitschaft von Volkswagen gescheitert, ein transparentes, vertrauenswürdiges und für Verbraucher sicheres System der Abwicklung zu ermöglichen". Der Verband könne bei individuellen Vergleichen mit den Kunden nicht mehr nachprüfen, ob das Unternehmen seinen Verpflichtungen auch wirklich nachkomme.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnte betroffene Diesel-Kläger sogar davor, ein Angebot anzunehmen, in dem alle zukünftigen Ansprüche ausgeschlossen seien. VW könne sie "ein weiteres Mal über den Tisch ziehen".
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 22. Februar 2020, 17:44

IG Metall warnt Regierung wegen Alstom-Bombardier-Plan vor "Kahlschlag"

Angesichts der geplanten Übernahme des Eisenbahngeschäfts des kanadischen Zug- und Flugzeughersteller Bombardier durch den französischen Konkurrenten Alstom haben Arbeitnehmervertreter den Druck auf die Bundesregierung erhöht. Man werde "nicht hinnehmen, dass eine Übernahme zu Lasten deutscher Standorte und Arbeitsplätze beider Unternehmen geht", heißt es in einem offenen Brief von Betriebsräten und Vertretern der Gewerkschaft IG Metall an Kanzleramtschef Helge Braun, Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Der Zusammenschluss weise Parallelen zu der im vergangenen Jahr gescheiterten Fusion bei Siemens und Alstom auf. Damals habe die Regierung in Paris mit den französischen Arbeitnehmervertretern "klare Regelungen zur Sicherung der Arbeitsplätze und Standorte" durchgesetzt. "Es kann davon ausgegangen werden, dass die französische Regierung auch heute so handelt", schreiben die Gewerkschafter. Sie erwarteten nun "ein ebenso durchsetzungsstarkes Engagement und Handeln" in Deutschland, um die Standorte und Jobs von Bombardier und Alstom Deutschland zu erhalten.

Die Arbeitnehmervertreter forderten die Bundesregierung auch auf, einen Ansprechpartner zu benennen, um angesichts des Fusionsvorhabens die nächsten Schritte zu beraten. Bislang habe sich der Bund dazu noch nicht positioniert, erklärte eine IG-Metall-Sprecherin.

Der französische TGV-Hersteller hatte den deutschen Arbeitnehmern in dieser Woche keine Stellengarantien geben wollen und auf die künftige Auslastung der Werke verwiesen. Alstom beschäftigt in Deutschland rund 2.600 Mitarbeiter, bei Bombardier sind es etwa 6.800 einschließlich des Konzernsitzes der Transportsparte in Berlin.

Alstom hatte am Montag rund 6 Milliarden Euro für den angeschlagenen Bahnhersteller Bombardier geboten. Wenn die EU-Kommission die Transaktion genehmigt, entstünde dem Umsatz nach der zweitgrößte Hersteller der Welt nach dem staatlichen chinesischen Anbieter CRRC.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 22. Februar 2020, 17:53

Daimler erhöht Rückstellungen für Prozessrisiken auf 4,9 Mrd Euro

Daimler hat die Rückstellungen für Haftungs- und Prozessrisiken spürbar erhöht. Wie aus dem Geschäftsbericht 2019 hervorgeht, wurden die Rücklagen auf 4,9 Milliarden von 2,1 Milliarden Euro erhöht. Die drohenden Kosten für den Dieselskandal schätzt der Stuttgarter DAX-Konzern somit deutlich höher ein. Daimler begründete den Anstieg vor allem mit einer Neueinschätzung von Risiken insbesondere bei Mercedes-Benz Cars und Vans.

Daimler hatte im vergangenen Jahr unter anderem wegen Kosten für den Diesel-Abgasskandal deutlich weniger verdient.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 24. Februar 2020, 21:27

Volkswagen: Meisten Werke in China produzieren wieder

Trotz weiterhin diverser Herausforderungen infolge des neuartigen Coronavirus produziert Volkswagen wieder in den meisten chinesischen Werken. In allen Fabriken des Gemeinschaftsunternehmens FAW-Volkswagen werde derzeit gearbeitet, teilte der Autokonzern mit. Beim Gemeinschaftsunternehmen Saic Volkswagen laufe die Produktion in den meisten Fabriken. In zwei Werken würde der Beginn der Fertigung vorbereitet. Dagegen laufe die Fertigung in allen Komponentenwerken der Volkswagen Group China bereits wieder.

Angesichts der teils verlängerten Werksferien im Zuge des Ausbruchs des Coronavirus seien die Produktionspläne angepasst worden. Aktuell arbeite VW weiter daran, wieder zum normalen Produktionsbetrieb zurückzukehren. Es gebe aber nach wie vor Probleme wegen beschränkter Reisemöglichkeiten für Mitarbeiter oder Engpässe bei Lieferketten.

VW besitzt in China insgesamt 33 Werke, darunter 15 Fahrzeugwerke - 6 FAW-Volkswagen, 8 Saic Volkswagen, 1 JAC Volkswagen -, der Rest sind Komponentenwerke.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 26. Februar 2020, 20:41

MÄRKTE EUROPA/Berg- und Talfahrt - Nerven liegen blank

Die Schwankungen in Tagen des Coronavirus sind massiv. Während es für den DAX nach der Eröffnung zunächst um gut 300 Punkte nach unten ging, folgte ein Anstieg um 481 Zähler oder vom Tief gut 4 Prozent. In Werten der dritten Reihe sind die Ausschläge teilweise noch höher. Bei einigen Marktteilnehmern liegen allmählich die Nerven blank. Weiterhin ist schwer zu greifen, inwieweit die Auswirkungen des Corona-Virus den globalen Konsum, die Lieferketten und das Wirtschaftswachstum belasten und beschädigen.

Nach Einschätzung von Berenberg steigt das Risiko einer Pandemie und damit einer längeren Belastung der Konjunktur. In den USA hat derweil die Gesundheitsbehörde CDC vor einer Ausbreitung des Coronavirus und erheblichen Auswirkungen auf das öffentliche Leben gewarnt. Die Behörde sagte, Geschäfte, Schulen und Kommunen sollten nun Pläne für Virusausbrüche vorbereiten. Damit sei das Virus nun auch in den USA angekommen, heißt es im Handel.

Derweil breitet sich das Virus in Europa weiter aus. In Italien ist die Zahl der Infizierten auf über 300 gestiegen. Auch in Deutschland ist das Coronavirus angekommen. Erstmals wurden Infektionen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bestätigt.

Unterstützung für die europäischen Aktienmärkte kam am Nachmittag von der Wall Street, wo alle drei großen Indizes über 1 Prozent im Plus starteten. Daraufhin wagte auch der DAX den Ausflug ins Plus. Inzwischen notiert der Index wieder 0,3 Prozent tiefer bei 12.751 Punkten. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um einen Punkt auf 3.571 Punkte nach unten. Die europäischen Staatsanleihen kommen leicht von den Hochs der vergangenen Tage zurück. Gold profitiert von der Risikoaversion und steigt, die Feinunze kostet aktuell 1.639 Dollar.

Touristiksektor im Auge des Coronavirus-Sturms

Leichter tendieren einige Werte aus dem Luftfahrt- und Touristiksektor. "Die Unternehmen stehen an vorderster Front, was die Virusfolgen angeht", sagt ein Händler. Kreuzfahrt-Unternehmen seien noch empfindlicher als Airlines betroffen, da sie auch mit mittelfristigen Stornos und komplett geänderten Urlaubsplänen zu kämpfen hätten. So geben die Aktien von Tui um 3,1 Prozent nach, Carnival notieren 2,2 Prozent tiefer. Der Sektor stellt mit einem Abschlag von 2,6 Prozent den größten Verlierer.

Positiv wird an der Börse gewertet, dass die Fluglinien auf die geänderten Umstände schnell reagieren und die Sparbemühungen hochfahren. So hat die Lufthansa ein Paket mit Sparmaßnahmen beschlossen. Die Analysten der NordLB begrüßen das Paket, gehen aber je nach weiterer Entwicklung der Epidemie davon aus, dass die Auswirkungen des Coronavirus das aktuelle Geschäftsjahr ordentlich verhageln könnten. Auch Air France-KLM hat in der Zwischenzeit Sparmaßnahmen beschlossen, um die Folgen des Corona-Virus abzufedern. Die Aktie der Lufthansa notiert 1,4 Prozent tiefer und hat sich vom Tagestief deutlich erholt, Air France-KLM handeln 0,7 Prozent im Minus.

Als "sehr ordentlich" werden die Zahlen des Zeitarbeitsvermittlers Adecco (plus 1,8 Prozent) im vierten Quartal bezeichnet. Adecco habe sich angesichts der wirtschaftlichen Abschwächung gut gehalten, die Erwartungen der Analysten wurden leicht übertroffen. Vor allem die Margenstärke dürfte positiv gewertet werden, merkt ein Händler an. Die Dividende bleibt daher unverändert, dazu kommt ein Aktienrückkauf im Volumen von 600 Millionen Euro.

Der italienische Saipem-Konzern hat starke Gewinnzahlen vorgelegt. Der operative Gewinn auf EBITDA-Basis liegt 20 Prozent über den Erwartungen, wie ein Händler sagt. Für die Aktie geht es 4,7 Prozent nach oben, obwohl der Umsatzausblick leicht unter der Erwartung liegt.

"Mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen", so ein Händler mit Blick auf die Geschäftszahlen von Thales. Positiv sei der starke Auftragseingang. Mit über 19,1 Milliarden Euro liege er gut 5 Prozent über den Schätzungen. Thales gewinnen gut 5 Prozent.

Aber es gibt auch Gewinner

Positiv für französische Autobauer werden Aussagen von Peugeot-CEO Carlos Tavares zu China auf der Pressekonferenz gewertet. Man werde wohl nicht mit Lieferunterbrechungen wegen China zu tun haben, da es noch ausreichend Lagerbestände gebe. "Verkauf und Marketing können weitergehen, selbst wenn die Produktion für einige Zeit stillsteht", sagte er. Die Fusion mit Fiat Chrysler werde noch zwölf bis 15 Monate dauern, ließ er zudem wissen. Fiat Chrysler und Peugeot legen um bis zu 5,3 Prozent zu, Faurecia steigen um 2,1 Prozent.

Die Aktien von ASM International steigen gegen den schwachen Markt und bauen ihre Gewinne sogar noch auf 9,1 Prozent aus. "Der Markt kauft heute alles, was ohne Belastung durch das Virus auskommt", kommentiert ein Händler. Denn eigentlich habe es bei den vorgelegten finalen Zahlen nicht viel neues gegeben, ASM International sei bereits mit den vorläufigen Daten Mitte Januar gefeiert worden. Neu seien aber die bessere Marge und der zuversichtliche Ausblick auf das Jahr.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 1. März 2020, 20:54

VW-Lkw-Tochter Traton strebt Squeeze-out bei MAN an

Volkswagens Lkw-Tochter Traton will ihre Marke MAN vollständig übernehmen. Der Vorstand der Traton SE übermittelte dem Vorstand der MAN SE am Freitag den Vorschlag zur Aufnahme von Verhandlungen über einen Verschmelzungsvertrag sowie das förmliche Verlangen, das Verfahren zur Durchführung eines verschmelzungsrechtlichen Squeeze-outs einzuleiten. Traton hält derzeit 94,36 Prozent an MAN. Die Höhe der angemessenen Barabfindung für die Minderheitsaktionäre steht noch nicht fest.

Seit der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen Traton und MAN mit Wirkung zum 1. Januar 2019 beendet worden sei, bestehe ein faktisches Konzernverhältnis. Entfalle MAN SE als Zwischenholding, könne Traton die Gesamtkonzernstruktur effizienter gestalten und Entscheidungen schneller umsetzen. Zudem könne der Verwaltungsaufwand verringert werden, teilte das Unternehmen mit.
Zuletzt geändert von Bahndamm 68 am 1. März 2020, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 1. März 2020, 20:56

Audi erwartet 20 Prozent Wachstum bei SUVs

Ungeachtet der Klimadebatte will die VW-Tochter Audi ihre Kunden bei der Wahl eines Neuwagens nicht bevormunden. "Wenn die Kunden SUV fahren wollen, werden sie SUV fahren. Ich halte es nicht für zielführend, Kunden bevormunden zu wollen und ihnen zu sagen, sie dürften jetzt keine SUVs mehr fahren", sagte Hildegard Wortmann, Audis Vertriebs- und Marketingvorständin, im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Ihren Worten zufolge ist der Trend zum SUV ungebrochen: "Ich rechne damit, dass wir im kompakten SUV-Segment mit e-tron oder Q8 im Jahr 2020 noch einmal um 20 Prozent wachsen. Weltweit liegen wir dann bei rund 45 Prozent SUVs gegenüber 55 Prozent in anderen Segmenten." Audi müsse sich dem Trend stellen und das SUV möglichst nachhaltig machen, mit E-Antrieb und CO2-neutraler Autoproduktion.

Nach Ansicht der Audi-Managerin hat der Ingolstädter Autohersteller die Wende geschafft. "Sicher hat Audi schwierige Zeiten hinter sich. Aber weltweit sind wir im vierten Quartal 2019 um 20,7 Prozent gewachsen. Auch im Januar 2020 haben wir um gute 1,8 Prozent zugelegt - trotz des chinesischen Neujahrsfests und der beginnenden Corona-Krise." Der Turnaround setze sich fort.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 1. März 2020, 22:01

Mal sehen ob das die Börse morgen ebenso sieht.

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 7. März 2020, 20:40

DJ Lufthansa-Chef fordert Aussetzung der Slot-Regel wegen Coronavirus

Wegen der Flugstreichungen in Folge des Coronavirus fordert Lufthansa-Chef Carsten Spohr die Aussetzung einer Regel, die zum Verlust von Start- und Landerechten führen kann. "Corona trifft die ganze Luftfahrtindustrie", sagte Spohr dem Magazin Spiegel. "Das sind außergewöhnliche Umstände, auf die wir unsere Flugpläne hin anpassen müssen. Wir brauchen deshalb eine gezielte Aussetzung der aktuellen Slot-Regelung, damit Fluggesellschaften nicht gezwungen werden, mit leeren Flugzeugen zu fliegen, nur um die Start- und Landerechte zu erhalten", forderte Spohr. "Das wäre ökologisch und ökonomisch sinnlos."

Lufthansa gehört - wie auch andere Airlines - zu den wirtschaftlich vom Coronavirus besonders hart getroffenen Unternehmen. Deutschlands größte Fluglinie hat ihr Flugprogramm bereits kräftig zusammengestrichen und 150 Maschinen, 20 Prozent ihrer Flotte, aus dem Verkehr gezogen. Wird eine Strecke nicht mehr regelmäßig bedient, könnten nach bisheriger Regelung Verkehrsrechte an stark frequentierten Flughäfen verloren gehen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 8. März 2020, 22:45

Nach dem Scheitern der Gespräche zwischen der Opec und Russland wechselt Saudi-Arabien die Strategie. Die Scheichs erhöhen die Fördermengen, der Ölpreis gerät zusätzlich zur Corona-Krise unter Druck. Das hat dramatische Folgen für die Finanzmärkte.

Für Montag erwarten Analysten einen schwarzen Tag an den Rohstoffmärkten. Bereits am Freitag waren die Notierungen für Brent-Öl um mehr als zehn Prozent eingebrochen.
Das Überangebot womöglich auf zwei Millionen Fass pro Tag hochschnellt. Der Preis für die Sorte Brent könnte in der Folge bis auf 37 Dollar absacken.

Ein ausgewachsener Preiskrieg zwischen der Opec und Russland könnte die Notierungen bis auf 35 Dollar fallen lassen.

An den Finanzmärkten sorgte die Attacke für Turbulenzen. An den Börsen der Golfregion, die am Sonntag geöffnet haben, befanden sich die Kurse am Sonntag teilweise im freien Fall.

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon zonenhasser » 9. März 2020, 19:00

Heute verliert der DAX fast 8 % - 917 Punkte. Dies ist auf Schlusskursbasis gerechnet der größte prozentuale Tagesverlust seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Ich weiß, das ist zynisch: Lange habe ich auf das Platzen der Blase gewartet - doch wie heißt es: "Greife nie in ein fallendes Messer."
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 9. März 2020, 19:02

Ich geh davon aus, dass die Talsohle noch nicht erreicht ist.

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 9. März 2020, 21:05

MÄRKTE EUROPA/Kursabsturz - Globale Rezession wird eingepreist


Der Abverkauf an Europas Börsen setzt sich am Montagnachmittag fort. Die immer beunruhigender klingenden Nachrichten zur Coronavirus-Epidemie und ein von Saudi-Arabien angezettelter Preiskrieg am Ölmarkt sorgen für panikartige Verkäufe am Aktienmarkt. Die italienische Regierung hat 16 Millionen Menschen unter Quarantäne gesetzt. Davon betroffen ist besonders der Norden Italiens und damit das Wirtschaftszentrum des Landes.

Das Barrel Brent-Öl kostet 36,36 Dollar, das fast 20 Prozent weniger als am Freitag. Im Tief war es schon für knapp über 31 Dollar zu haben. Am Freitag waren die Ölpreise bereits um rund 10 Prozent eingebrochen, weil sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) nicht mit ihren Verbündeten, allen voran Russland, auf eine Förderkürzung hatte einigen können. Saudi-Arabien will deswegen nun die Produktion trotz der Bedrohung der Nachfrage durch das Coronavirus stark erhöhen. Damit steht ein Preiskrieg am Ölmarkt ins Haus.

Kreisen zufolge soll Saudi-Arabien planen, die tägliche Ölförderung um 10 bis 11 Millionen Barrel auszuweiten. Am Donnerstag hatten sich zwar die Opec-Minister auf einen Produktionsrückgang um 1,0 Millionen Barrel verständigt, dies jedoch von der Zustimmung von Russland abhängig gemacht, im Verein mit den anderen Nicht-Opec-Alliierten seinerseits die Produktion um 500.000 Barrel pro Tag zu reduzieren.

Der DAX bricht um 7,6 Prozent auf 10.650 Punkte ein, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 7,8 Prozent auf 2.981 nach unten. Die Börse Mailand sinkt um 9,9 Prozent. Auch an Wall Street gibt es kein Halten, zeitweise wurde der Handel wegen der massiven Verwerfungen ausgesetzt. Beobachter befürchten nun eine Pleitewelle von Unternehmen aus dem Energiesektor mit entsprechenden Ansteckungsgefahren in den gesamten Kreditmarkt. Hier bestehe mit Blick auf die Zentralbanken dringender Handlungsbedarf.

An den Finanzmärkten wird zunehmend die Illusion einer Konjunkturerholung aufgegeben. Ein Indiz dafür, dass die globalen Börsen nun eine ebenso globale Rezession einpreisen, hat der Sentix-Konjunkturindex am Vormittag gegeben. Nie seien die Sentix-Konjunkturdaten innerhalb eines Monats in allen Weltregionen so deutlich eingebrochen, teilten die Analysten mit. Die Region Asien ex Japan falle ebenso in eine Rezession wie Europa oder Japan. Auch in den USA sei ein Abschwung zu erwarten.

Gesucht sind sichere Häfen, allen voran Anleihen. Die deutsche Zehnjahresrendite ist auf ein Rekordtief von minus 0,90 Prozent gefallen. Eine Ausnahme machen die Renditen in Italien, die deutlicher anziehen.

Am Devisenmarkt legen der Franken und insbesondere der Yen zu. Der Dollar kostet nur noch 102,41 Yen nach 105,40 am Freitag. Das ist der höchste Yen-Kurs seit Herbst 2016. Auf der anderen Seite bricht der Rubel ein.

Der Ölsektor bricht um mehr als 15 Prozent ein

Bei den Branchen sackt der Index der Öl- und Gasaktien um 15,8 Prozent ab, der Index der Rohstoffaktien ist mit einem Minus von 10,4 Prozent der zweitschwächste. Der Bankenindex verliert 10,1 Prozent. Die Bankaktien werden belastet von den teils auf Rekordtiefs gesunkenen Renditen am Anleihemarkt. Auch könnten Insolvenzen am Energiemarkt Löcher in die Bankbilanzen reißen.

Am besten schlagen sich wie üblich in Krisenzeiten sogenannte defensive, also weniger zyklische Sektoren wie Nahrungsmittel, Pharma und Einzelhandel. Aber selbst hier geht es um jeweils mehr als 4 Prozent abwärts.

Nachrichten von Unternehmen gehen in dieser Gemengelage weitestgehend unter. Gegen den Markt stemmen sich Vopak mit einem Plus von 3 Prozent. Vopak ist ein niederländischer Lagerbetreiber, der von den Verwerfungen am Ölmarkt profitiert. Je größer die Preisdifferenzen zwischen kurz- und langlaufenden Ölkontrakten, desto attraktiver ist für Vopak-Kunden die Einlagerung von physischem Öl.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon zonenhasser » 9. März 2020, 22:04

Bahndamm 68 hat geschrieben:MÄRKTE EUROPA/Kursabsturz - Globale Rezession wird eingepreist
Hier der Link zum Text: http://www.finanztreff.de/news/maerkte- ... t/19550568

augenzeuge hat geschrieben:Ich geh davon aus, dass die Talsohle noch nicht erreicht ist.
Das wird noch lange dauern bis die Anleger wieder Vertrauen fassen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 11. März 2020, 14:49

Deutsche Lufthansa streicht wegen Coronavirus weitere 23.000 Flüge

Die Deutsche Lufthansa hat "aufgrund der außergewöhnlichen Umstände durch die Ausbreitung des Coronavirus" auch ihren Flugplan für April massiv zusammengestrichen. Im Zeitraum vom 29. März bis zum 24. April müssten bei allen Passagierairlines der Gruppe in Summe 23.000 Flüge gestrichen werden, teilte der Konzern mit.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Deutsche Lufthansa AG angekündigt, die Kapazität um bis zu 50 Prozent zu senken, die finanziellen Folgen des Nachfrageeinbruchs zum Teil abzufedern. Weitere Annullierungen seien für die nächsten Wochen zu erwarten, teilte der Konzern nun mit. Flugplananpassungen für die Zeit ab dem 25. April erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Kapazitätsanpassungen betreffen hauptsächlich Europa, Asien und den Nahen Osten. Bei den Streichungen werde darauf geachtet, alle Destinationen auf allen Kontinenten mit einer Airline der Lufthansa Group über die Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich, Wien und Brüssel erreichbar zu halten.
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