Interessierter hat geschrieben:Bezüglich der Koalition in Thüringen scheint die SPD vergessen zu haben, dass " Die Linke " die alte SED ist, die aus einem Zusammenschluß von KPD und SPD entstand. Dieser Zusammenschluß hat die Ideen und Grundsätze der SPD einfach ignoriert und es den Mitgliedern sehr schwer gemacht, bis sie verschwanden. Die SED hat sich schrittweise über die PDS zur Linken gewandelt, aber keineswegs grossartig geändert.
Deshalb ist es für mich schwer nachvollziehbar, dass die SPD erneut diesen Weg geht.
" Der Interessierte "

Danny_1000 hat geschrieben:
Und die Führungsmannschaft der LINKEN, welche da in Thüringen gemeinsam mit SPD und B90 die Grünen auch mal an die berühmten Fleischtöpfe möchte, hat nun nichts aber auch gar nichts mit der alten SED gemeinsam.
Danny
Volker Zottmann hat geschrieben:
Das glaube ich Dir einfach nicht! Wenn dem so wäre, könnte die "neue" Linke, also die alte PDS-SED, sich zu allererst mal von den begangenen Verbrechen unter der SED distanzieren. Das geschieht aber nur immer scheibchenweise, niemals bisher komplett und radikal.
Solange keine wirkliche Distanz zu damals hergestellt ist, muss ich fürchten, dass die alte Brut neuen Samen keimen lässt.
Vertrauen? Nein!
Gruß Volker
Danny_1000 hat geschrieben:Interessierter hat geschrieben:Bezüglich der Koalition in Thüringen scheint die SPD vergessen zu haben, dass " Die Linke " die alte SED ist, die aus einem Zusammenschluß von KPD und SPD entstand. Dieser Zusammenschluß hat die Ideen und Grundsätze der SPD einfach ignoriert und es den Mitgliedern sehr schwer gemacht, bis sie verschwanden. Die SED hat sich schrittweise über die PDS zur Linken gewandelt, aber keineswegs grossartig geändert.
Deshalb ist es für mich schwer nachvollziehbar, dass die SPD erneut diesen Weg geht.
" Der Interessierte "
Das kann ich nun wiederum nachvollziehen. Jemand wie Du, der fast ausschließlich hier die Schlachten von gestern ausfechtet als fänden sie im Heute statt, hat natürlich Probleme, die Realitäten wahrzunehmen. Dein verengter ideologische Tunnelblick versperrt dir ganz einfach die Sicht auf 25 Jahre Entwicklung im Osten.
Und dass sich die „alte SED“ sehr wohl veränder hat, könntest du eigentlich an zwei Zahlen erkennen: In den Hochzeiten der DDR hatte die SED über 2 Millionen Mitglieder. Davon sind heute noch etwa 15 000 in der knapp 63 000 Mitglieder zählenden LINKEN organisiert.
Und die Führungsmannschaft der LINKEN, welche da in Thüringen gemeinsam mit SPD und B90 die Grünen auch mal an die berühmten Fleischtöpfe möchte, hat nun nichts aber auch gar nichts mit der alten SED gemeinsam.
Volker Zottmann hat geschrieben: Wie viele tausend SPD-Mitglieder wurden denn im Zuge der Zwangsvereinigung durch die KPD-Genossen kurz nach dem Krieg kaltgestellt, verbannt, ermordet?
Zu was die KPD bereit war, um ihre eigene Macht zu verfestigen, ist heute anscheinend vergessen.
Und da gehe ich mit Sirius... Was geschähe unter gleichen Bedingungen heute? Wer sagt mir, dass nicht zumindest die Radikalen in den Reihen der Linken Gleiches wieder tun würden? Distanziert haben sie sich von früherem Geschehen jedenfalls nie.
Gruß Volker
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karnak hat geschrieben:Volker Zottmann hat geschrieben: Wie viele tausend SPD-Mitglieder wurden denn im Zuge der Zwangsvereinigung durch die KPD-Genossen kurz nach dem Krieg kaltgestellt, verbannt, ermordet?
Zu was die KPD bereit war, um ihre eigene Macht zu verfestigen, ist heute anscheinend vergessen.
Und da gehe ich mit Sirius... Was geschähe unter gleichen Bedingungen heute? Wer sagt mir, dass nicht zumindest die Radikalen in den Reihen der Linken Gleiches wieder tun würden? Distanziert haben sie sich von früherem Geschehen jedenfalls nie.
Gruß Volker
Vergessen ist es sicher nicht und soll es auch nicht. Aber völlig unwichtig sind diese unschönen geschichtlichen Ereignisse für eine gegenwartsorientierte Politik. Und dazu gehörte nun mal auch Sicherung bzw. Schaffung von politischen Machtverhältnissen in einem Parlament, natürlich, wie willst Du denn sonst erfolgreich Politik machen? Das Eingehen von Kompromissen dürfte dabei in aller Regel unvermeidlich sein, außer Du schaffst es eine absolute Mehrheit zu realisieren.
Und der Ramelow ist kein klassischer SED-Funktionär. Er ist Niedersachse, ein alter Gewerkschafter und Protestant
Volker Zottmann hat geschrieben:Keineswegs Kristian, da unterscheiden wir uns völlig in der Betrachtung.
Für eine gegenwartsorientierte Politik können doch nur Parteien in Frage kommen, die sich von diesen Machenschaften in der Vergangenheit distanzieren.
Wie will ich sonst je sicher sein, dass die Linke ohne Distanzierung von ihrer eigenen Vergangenheit nicht irgendwann wieder meuchelt?
Gruß Volker
Und der Ramelow ist kein klassischer SED-Funktionär. Er ist Niedersachse, ein alter Gewerkschafter und Protestant

Spartacus hat geschrieben:( Schlagt die Weissen mit dem roten Keil ) SPD und Grüne werden sich da auch noch umschauen, wenn der Typ alles gegen die
Wand fährt, die sind dann nämlich mit dran. Könnte gar nicht besser laufen, für die AfD.
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karnak hat geschrieben:Spartacus hat geschrieben:( Schlagt die Weissen mit dem roten Keil ) SPD und Grüne werden sich da auch noch umschauen, wenn der Typ alles gegen die
Wand fährt, die sind dann nämlich mit dran. Könnte gar nicht besser laufen, für die AfD.
Das wird sich zeigen und dann entscheidet der Souverän, der Wähler, neu. So ist die Reihenfolge in etwas was sich Demokratie nennt.
Ach ja und die Weissen waren nun auch nicht ganz ohne, was ihren Umgang mit ihren Feinden angeht. Aber das ist schon wieder ein anders Thema. Und was Demagogie und dummes Zeug erzählen, Stammtischparolen bedienen angeht, da ist die AfD nun wirklich nicht an letzter Stelle.
Und was Demagogie und dummes Zeug erzählen, Stammtischparolen bedienen angeht, da ist die AfD nun wirklich nicht an letzter Stelle.
Klarheit über die eigentlichen Absichten der Linken könnte ein Blick ins Wahlprogramm schaffen.
Lange nicht mehr so gelacht, Pentium, denn da brauche ich gar nicht reinschauen, da ich schon weiß,Volker Zottmann hat geschrieben:
Dem Souverän hat auch nicht gefallen, dass hier ins Forum eine Guillotine geschleppt wurde....
Doch warum muss man denn erst warten, statt dem Verherrlicher alter Zeiten gleich die rote Karte zu zeigen? Es rennt doch auch keiner mit Hakenkreuzbinde zur Wahl.
nicht, also darf man das und das mit dem Hakenkreuz nicht. So ist das nun mal, zumindest in einem Rechtsstaat und da scheint auch ein ähnliches Problem zu existieren wie bei der Demokratie.
Und nebenbei, so ein Forum ist keine Demokratie, wäre es das, es würde einfach nicht funktionieren, es gebe es längst nicht mehr, man hätte einfach zerlegt.Es ist das alte Prinzip das mich nervt, Demokratie passt mir nur solange in den Kram wie sie in meine Wertvorstellungen passt
Daher finde ich es immer scheinheilig, wenn heute diese Menschen das einfordern, was sie früher exessiv bekämpft haben.
Interessierter hat geschrieben:
Das alte Prinzip hat Dich die ganzen Jahre aber nicht genervt, als das MfS, für das Du gearbeitet hast, in der ach so demokratischen Republik Andersdenke verfolgt, zersetzt und in Zuchthäuser geworfen hat.
Da hast Du recht, wenn ich zu meiner Ehrrettung auch sagen will, je mehr ich in die Jahre, auch MfS-Dienstjahre gekommen bin hat es mich mehr und mehr "gestört", eher beunruhigt und zwar in dem Sinne, dass es nach der Methode schwierig werden könnte das Volk für die Errichtung des Soz. zu begeistern. Eine vielleicht irgendwann fällig gewordene Grundsatzentscheidung hat mir die geschichtliche Entwicklung abgenommen, letztlich bin ich dankbar dafür, es wäre schwierig für mich geworden, die Vorstellung einen vermeintlichen Verrat zu begehen.![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
karnak hat geschrieben:Eine vielleicht irgendwann fällig gewordene Grundsatzentscheidung hat mir die geschichtliche Entwicklung abgenommen, letztlich bin ich dankbar dafür, es wäre schwierig für mich geworden, die Vorstellung einen vermeintlichen Verrat zu begehen.

augenzeuge hat geschrieben:
Du hast also nach dem Mauerfall einer "neuen" DDR keine Chance mehr gegeben?
AZ
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