Was ist Freiheit?

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon pentium » 17. Juni 2018, 17:29

karnak hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Am Ende waren es die Wessis..... [flash]
AZ

Das habe ich nicht behauptet, ich habe nur festgestellt, dass die Millionen die Du auf dem Bildschirm gesehen hast und die Millionen die Du nicht auf dem Bildschirm gesehen hast einschließlich der Bürgerbewegten mit einem anderen Anspruch angetreten sind und unteranderem und durchaus vordergründig die Bild Zeitung " dem Volk" und "den Millionen " ihren Realitätssinn etwas auf die Sprünge geholfen hat. Das sind mit etwas Abstand betrachtet nun mal die Realitäten. Genauso wie es eine letztliche Realität ist, dass wir mal ein Volk waren, selbst Verantwortung dafür tragen, dass wir zwei wurden und auf Grund des ökonomischen Versagens der Führungsriege des einen Teils dieser Teil des ehemaligen Volkes sich entschlossen hat die Flucht nach vorne anzutreten und dem anderen Teil als zukünftiger Bundesbürger beizutreten, nicht die schlechteste Entscheidung aber eben nicht dieses Wiedervereinigungsgedöhns wegen dem einige so gerne onanieren, dass hst nun mal so nicht stattgefunden.


Aha, ich verstehe, der Sozialismus ist im Felde unbesiegt und wurde nur aufgrund der hinterhältigen Dolchstöße des untauglichen Menschenmaterials in den Rücken der selbstlosen, -ernannten, -gefälligen und -beweihräuchernden 'Avantgarde' auf das Tückischste feige zu Fall gebracht.

Das wird dem undankbaren Pöbel beim nächsten Mal hoffentlich ausgetrieben, zumindest will man ja heute bereits wieder festlegen, mit welchen materiellen Werten sich der deutsche Michel gefälligst zufriedenzugeben hat, oberhalb derer nach Votum der allwissenden Partei 'kein Gewinn an Lebensglück' mehr erzielt werden kann ... vielleicht gehen diese Maximalbedarfssätze fürs Lebensglück mal als 'Kipping I' in die Geschichte ein ... und wir können sagen, wir waren dabei...

...
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon AkkuGK1 » 17. Juni 2018, 19:25

naja wenn man nur ND, AK und Schnitz als Quelle herzieht... im übrigen heißt das masturbieren, die Sünde Onans war ein Koitus Interruptus... ach immer diese Halbwahrheiten... aber im Osten nix neues [laugh] Mr. RWA72 - Dig it.
Ich bin zu schön, als das man auf mich wütend sein könnte!*

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Dr. 213 » 17. Juni 2018, 19:55

Beethoven hat geschrieben:
Dr. 213 hat geschrieben:n noch wenige Wochen vor dem Mauerfall auf Menschen geschossen, die sich die Freiheit nicht verbieten lassen wollten.

Klingt jetzt vielleicht für die Ehemaligen hart, aber der Vorwurf gilt zunächst nur bis zur Wende.
Ab da an hat fast jeder dieser Menschen die Chance gehabt, der SED abzuschwören und viele haben ja auch ihren Weg gefunden.

Für die echten Täter, die Stasi- Vernehmer, Mauerschützen, IM's, das übergriffige Gefängnispersonal in Hoheneck, Bautzen,
in den Elektrolyse- Giftküchen der Republik, die Richter und Staatsanwälte in politischen Prozessen, die volkseigenen Henker,
und all die, welche man aus Platzmangel garnicht alle hier aufzählen kann, für Die kann es keine Nachsicht geben.
Das waren nämlich die Gegner der Freiheit.

Herzlichst
Dr. 213


Hm, das ist natürlich eine Aussage, die Du nur schwerlich beweisen kannst.

Da habe ich mal eine Frage.

Warum wurde der SS-Mann, der auf dem Turm eines KZ stand, der Häftlinge eine KZ geschunden hat, der in den Weiten Russlands Frauen und Kinder erschossen hat, nicht der gleiche Hass und die Verachtung entgegen gebracht, wie den Männern die einst treu zur DDR standen ohne auch nur einen einzigen Menschen gequält oder gar getötet zu haben?

Diese Herren beziehen, so sie noch leben, dicke Renten. Dem Koch, der beim MfS die Suppe in die Teller gemacht hat, wird dieses Recht nicht zugestanden. Wie kann das sein?

Freundlichst

KZ- Opas sind nun definitiv die falsche Baustelle.
Die Erschiessungen sind auch so ein Thema, mit dem man sich verbrennen kann. Fakt ist, es hat diese scheußlichen Sachen gegeben.
Ein alter Herr, Militärarzt oder SD vermute ich mal und er lebt leider heute nicht mehr, hat es mir mal so erklärt.
Solche Aktionen wurden z.B. angeordnet, wenn aus dem Wald heraus Scharfschützen der Partisanen einen Konvoi Deutscher beschossen hatten.
Natürlich hatten die Partisanen alles Recht der Welt dazu, die Sowjetunion wurde schließlich überfallen.
Diese kleine Geschichte zeigt, wie einfach auch kleine Mitläufer zum Täter werden konnten, die sich mit dem Befehlsnotstand sicher fühlten.

So viele von der Sorte gab es nun auch wieder nicht, die Mehrzahl wurde für ihre Täterschaft nach Kriegsende bestraft.
Dafür haben die Siegermächte gesorgt, um die zunächst Untergetauchten haben sich ganz lange so Leute wie Simon Wiesenthal gekümmert.

Man muß jedoch aus naheliegenden Gründen bei der Aufarbeitung einer Diktatur irgendwo eine praktikable Grenze finden.
Wo soll es sonst hinführen ? In der DDR z.B. hätte man nahezu alle Schuldirektoren, Kaderleiter, IM's usw vor den Richter zerren müssen.
Richter und Staatsanwälte in politischen Prozessen ebenso. Nur, wo sollte man die vielen unbefleckte Richter dafür nehmen sollen ?

Vor allem, würde es dem Klima einer Gesellschaft wirklich gut tun, wenn die Siegerjustiz all zu gründlich loslegt ?
Wenn es bei der Aufarbeitung Defizite in der angemessenen justiziablen Würdigung solcher Untaten gibt, so ist das unausweichlich.
Täter wie Honecker, Krenz, Hoffmann, Mielke, Wolf, Schalck und und und...... sind viel zu billig weggekommen.
Ein Makel in unserem Rechtssystem und keine ausreichende Abschreckung für die Täter von morgen.

Wenn der angeführte Stasi- Koch "nur" in der Küche stand, dann hat er damit auch die Bäuche der Unterdrücker gefüllt.
Er ist genauso dabei gewesen wie der Hausmeister, der die fiese Beleuchtung in den Stasi - Privatknästen am laufen gehalten hat.
Oder die Putzfrau, welche die Blutrinne nach einem "unerwarteten Nahschuss in den Kopf" anschließend aufgewischt hat.

Oder auch die Stasi- Schreibkraft, die ohne zu Ekel dabei zu empfinden, das Vernehmungsprotokoll abgetippt hat, mit dem Wissen,
dass das arme Opfer wegen so Nichtigkeiten wie "unkonventionelles Reisen im Kofferraum" hinter volkseigene Gitter kommen würde.

Und so Stasiköche haben bestimmt auch aus dem privaten Wohnumfeld berichtet, etwa wenn die Familie aus dem 2. Stock
mal wieder Westbesuch hatte. Denn Tschekisten waren immer im Dienst.
Das wurde von diesem ganz speziellen Arbeitgeber so erwartet und diese Loyalität wurde auch überprüft.


Herzlichst
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Volker Zottmann » 17. Juni 2018, 21:49

Diese Klientel (Stasiköche), lieber Dr.213, haben zumeist im gemeinsamen Wohnblock ihr freiheitliches Leben gefristet. Ob die sich nun stets gegenseitig Salz in die Suppe kippten? Ich glaube das nicht. Andere anscheißen schon eher.
@Beethovens erklärte Freiheit finde ich genauso bemerkenswert verlogen, wie die einiger Verwandter. Die waren auch immer frei, trällerten ihre freiheitlichen Arbeiterlieder bis zur Beerdigung. Sie ließen sich aber nicht zwei mal bitten, endlich (!) auch mal als PDS-Gruppe in Paris am Eifelturm einen PDS-Stand zu eröffnen.
Wenn in Potsdam das Bier nicht zu stark war, wird sich Kristian noch erinnern, wie ich die ganzen mir bekannten Hintergründe erörterte. Würde hier zu weit führen...
Auf alle Fälle sind diese alten Genossen, so borniert sie auch "ihrer" Sache verfallen waren, gern in den bisher versagten Westen gereist. Warum nur? Wo die DDR doch das schönste Land auf dem Globus war?

Freiheit war ich für mich immer bestrebt zu erreichen. Natürlich auch zu DDR-Zeiten, so begrenzt es auch ging...
Frei ist man aber erst, wenn man sich nicht verbiegen lässt und seinen Weg beharrlich verfolgt. Geld ist sehr wichtig, war mir/uns aber stets zweitrangig. Frei, richtig frei kann man nur sein, wenn man sich selbst erstmal mit seinen eigenen Zielen auseinander setzt und diese dann beharrlich verfolgt. Und genau das ist heute JEDEM möglich! Jedem! Keiner wird verfolgt oder bekommt von staatlicher Stelle seinen Weg vorgeschrieben.

Gruß Volker
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Beethoven » 17. Juni 2018, 22:45

Dr. 213 hat geschrieben:
Wenn der angeführte Stasi- Koch "nur" in der Küche stand, dann hat er damit auch die Bäuche der Unterdrücker gefüllt.
Er ist genauso dabei gewesen wie der Hausmeister, der die fiese Beleuchtung in den Stasi - Privatknästen am laufen gehalten hat.
Oder die Putzfrau, welche die Blutrinne nach einem "unerwarteten Nahschuss in den Kopf" anschließend aufgewischt hat.

Oder auch die Stasi- Schreibkraft, die ohne zu Ekel dabei zu empfinden, das Vernehmungsprotokoll abgetippt hat, mit dem Wissen,
dass das arme Opfer wegen so Nichtigkeiten wie "unkonventionelles Reisen im Kofferraum" hinter volkseigene Gitter kommen würde.

Und so Stasiköche haben bestimmt auch aus dem privaten Wohnumfeld berichtet, etwa wenn die Familie aus dem 2. Stock
mal wieder Westbesuch hatte. Denn Tschekisten waren immer im Dienst.
Das wurde von diesem ganz speziellen Arbeitgeber so erwartet und diese Loyalität wurde auch überprüft.


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Mal davon abgesehen, dass es keinen "Privatknast" gab, ist das doch ausgemachter Unsinn, was Du da schreibst.

Wenn Du das hoch oder von mir aus auch runter transformierst, so ist jede Putzfrau beim CIA oder von mir aus beim BND, denn auch da werden Verstöße gegen geltendes Recht fabriziert, daran auch verantwortlich.
Der Koch beim MfS, dem Geheimdienst eines souveränen Staates, war es doch völlig Bockwurst, ob er nun die Suppe einen Arzt im Krankenhaus oder dem Hptm. des MfS auf den Teller schaufelt.
Und dass Du an einer Paranoia leidest, hast Du wohl soeben bewiesen. Der Koch als Zuträger. Ja, das mag es durchaus gegeben haben aber wie kannst Du solche Gedanken verallgemeinern?

Die Putzfrau und die Blutrinne. Wenn es nicht ein so ernstes Thema wäre würde ich [flash]. Wenn ein zum Tode Verurteilter (möge ihm die Erde leicht sein) hingerichtet wurde, dann hatte besagte Dame wohl eher wenig zu tun, wenn überhaupt. Na ja, Du wirst mir schon die Lifitten lesen ob dieser Aussage.


Freundlichst
Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.
Sie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

Winston Churchill

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Beethoven » 17. Juni 2018, 22:52

Volker Zottmann hat geschrieben:Diese Klientel (Stasiköche), lieber Dr.213, haben zumeist im gemeinsamen Wohnblock ihr freiheitliches Leben gefristet. Ob die sich nun stets gegenseitig Salz in die Suppe kippten? Ich glaube das nicht. Andere anscheißen schon eher.
@Beethovens erklärte Freiheit finde ich genauso bemerkenswert verlogen, wie die einiger Verwandter. Die waren auch immer frei, trällerten ihre freiheitlichen Arbeiterlieder bis zur Beerdigung. Sie ließen sich aber nicht zwei mal bitten, endlich (!) auch mal als PDS-Gruppe in Paris am Eifelturm einen PDS-Stand zu eröffnen.
Wenn in Potsdam das Bier nicht zu stark war, wird sich Kristian noch erinnern, wie ich die ganzen mir bekannten Hintergründe erörterte. Würde hier zu weit führen...
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Gruß Volker


Schreibt ein Mann, der mindestens ein Jahr Kandidat der SED war und anschließend, ich weiß nicht wie viele, Jahre, den Beitrag ordentlich zum Parteigruppenkassierer gebracht hat.

Im Übrigen hast Du natürlich das Recht, wie leben ja in einer Demokratie, meine Äußerungen für verlogen zu halten. Für mich ist es jedoch die Wahrheit und Du kannst mir schon zubilligen, dass ich über mein Leben, Denken und Fühlen einen Tick besser Bescheid weiß als Du.

Und das staatliche Stellen einem Menschen seinen Weg nicht vorschreiben, mag schon stimmen, aber verbauen des eigenen Weges ist an der Tagesordnung. Das ist zwar kein "vorschreiben" aber man kann den Weg eben doch nicht so gehen, wie man möchte. Wenn Du magst, kannst Du da einige Beispiele hören. [mad]

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon HPA » 17. Juni 2018, 22:56

Und dass Du an einer Paranoia leidest, hast Du wohl soeben bewiesen.


Lass Dir mal langsam was neues einfallen. Mit dieser Nummer kommst Du doch nun schon seit gefühlten Jahrzehnten bei Leuten, deren Meinung Dir nicht gefällt. [grin]

Ich wüsste nicht ,dass Du über entsprechende fachliche Kompetenzen verfügst , darüber befinden zu können. Noch dazu per Ferndiagnose. Du unterstellst hier nämlich jemanden psychische Defizite.

Aber das kennen wir doch, gell?

Was Du hier selber für Mist zusammenschreibst hat Dir kürzlich auch schon ein anderer bescheinigt. Ich kann ihn ja gern nochmal zitieren. [flash]
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon augenzeuge » 18. Juni 2018, 07:30

Beethoven hat geschrieben:Der Koch beim MfS, dem Geheimdienst eines souveränen Staates, war es doch völlig Bockwurst, ob er nun die Suppe einen Arzt im Krankenhaus oder dem Hptm. des MfS auf den Teller schaufelt.
Freundlichst


Nee, ganz und gar nicht. Er hat sich viel mehr als der Doc im Kh freiwillig angepasst, um die vom MfS gestellten Hürden zu überspringen. Denn es ging nie um die Suppe, sondern um den Kopf! Und weil er am Ende einfach mehr davon hatte als der Doc im Kh. Da fragt man gern, darfs ne IM-Kelle mehr sein? [grins] Tja, und heute hat er sein Tun zu verantworten.

Beethoven, weißt du was das große Glück war? Das es den Einigungsvertrag gab. Hätte die Opposition wirklich eine neue DDR bauen dürfen, wäre es den MfSlern ganz sicher schlechter ergangen.
Denn die Hunderttausenden Unterdrückten der DDR wären nicht so nachgiebig gewesen. Sie hatten es ja von ihren früheren Herrn nicht anders gelernt!
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Volker Zottmann » 18. Juni 2018, 11:11

Beethoven hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Diese Klientel (Stasiköche), lieber Dr.213, haben zumeist im gemeinsamen Wohnblock ihr freiheitliches Leben gefristet. Ob die sich nun stets gegenseitig Salz in die Suppe kippten? Ich glaube das nicht. Andere anscheißen schon eher.
@Beethovens erklärte Freiheit finde ich genauso bemerkenswert verlogen, wie die einiger Verwandter. Die waren auch immer frei, trällerten ihre freiheitlichen Arbeiterlieder bis zur Beerdigung. Sie ließen sich aber nicht zwei mal bitten, endlich (!) auch mal als PDS-Gruppe in Paris am Eifelturm einen PDS-Stand zu eröffnen.
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Auf alle Fälle sind diese alten Genossen, so borniert sie auch "ihrer" Sache verfallen waren, gern in den bisher versagten Westen gereist. Warum nur? Wo die DDR doch das schönste Land auf dem Globus war?

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Frei ist man aber erst, wenn man sich nicht verbiegen lässt und seinen Weg beharrlich verfolgt. Geld ist sehr wichtig, war mir/uns aber stets zweitrangig. Frei, richtig frei kann man nur sein, wenn man sich selbst erstmal mit seinen eigenen Zielen auseinander setzt und diese dann beharrlich verfolgt. Und genau das ist heute JEDEM möglich! Jedem! Keiner wird verfolgt oder bekommt von staatlicher Stelle seinen Weg vorgeschrieben.

Gruß Volker


Schreibt ein Mann, der mindestens ein Jahr Kandidat der SED war und anschließend, ich weiß nicht wie viele, Jahre, den Beitrag ordentlich zum Parteigruppenkassierer gebracht hat.

Im Übrigen hast Du natürlich das Recht, wie leben ja in einer Demokratie, meine Äußerungen für verlogen zu halten. Für mich ist es jedoch die Wahrheit und Du kannst mir schon zubilligen, dass ich über mein Leben, Denken und Fühlen einen Tick besser Bescheid weiß als Du.

Und das staatliche Stellen einem Menschen seinen Weg nicht vorschreiben, mag schon stimmen, aber verbauen des eigenen Weges ist an der Tagesordnung. Das ist zwar kein "vorschreiben" aber man kann den Weg eben doch nicht so gehen, wie man möchte. Wenn Du magst, kannst Du da einige Beispiele hören. [mad]

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Rund 15 Jahre habe ich gezahlt, mein lieber Beethoven.
Na klar, volle 15 Jahre zu viel! Meine freiheitlichen Ideale aber habe ich mir weitgehend erhalten.
Denn hätte man mich unter Honecker schon so, wie laut Helsinki beteuert, ausreisen lassen, wäre ich damals nach Kanada gegangen . Dort aber hätte ich genauso meinen Wunsch nach eigener Firma in Freiheit verwirklicht, wie ich es unter beschissensten Bedingungen in der der DDR schon begann.
Insofern kannst Du faseln was Du willst, mein damaliges Einknicken war Mittel zum Zweck, meines beruflichen Weiterkommens.

Gruß Volker
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Beethoven » 18. Juni 2018, 11:43

Volker Zottmann hat geschrieben:
Insofern kannst Du faseln was Du willst, mein damaliges Einknicken war Mittel zum Zweck, meines beruflichen Weiterkommens.

Gruß Volker


Hm, aber die, die nicht "eingeknickt" sind und auch heute noch zu Ihrem Tun stehen, wirfst Du deren Verhalten vor. Sie sollen doch bitte schön heute in Sack und Asche gehen (wobei das mehr der Wunsch von Deinem Freund "Kumpel" ist). Na, wie charakterlos ist das denn?

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Beethoven » 18. Juni 2018, 11:53

augenzeuge hat geschrieben:
Beethoven, weißt du was das große Glück war? Das es den Einigungsvertrag gab.

AZ


Du meinst den Vertrag, den Herr Schäuble und der krimminelle Herr Krause der Bevölkerung der DDR übergestülpt haben?

Na ja, da kann man durchaus geteilter Meinung sein. Einiges ist gut, anderes eher nicht. Frag doch mal die Menschen, die ihre Häuschen und Grundstücke verloren haben, weil Herr Krause der Außerkraftsetzung des § 937 BGB in diesem Vertrag zugestimmt hat.
Aber in der Kürze der Zeit ist das schon ein Dokument mit welchem die Meisten, so auch ich, leben können.

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon HPA » 18. Juni 2018, 12:12

Jo Krause ist kriminell. aber nicht im Zusamenhang mit dem Einigungvertrag

Da gint es auch noch andere Kaliber. So wie eine ExStasiSpitzel und NVA Nase namens Frank Marczinak dem und seinen wackeren Mitstreitern jetzt wohl doch noch der Prozess gemacht wird

Zur Erinnerung: http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/1128381/

Der Prozess soll Ende des Jahres beginnen. Da schau mer mal.

https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1663751/

Außerkraftsetzung des § 937 BGB in diesem Vertrag zugestimmt hat.


Angesichts dessen wer sich zu Ostzeiten alles Häuser und Grundstücke unter den Nagel gerissen hat, war diese Außerkraftsetzung gut und richtig.
Bild

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Dr. 213 » 18. Juni 2018, 13:34

Beethoven hat geschrieben:
Dr. 213 hat geschrieben:
Wenn der angeführte Stasi- Koch "nur" in der Küche stand, dann hat er damit auch die Bäuche der Unterdrücker gefüllt.
Er ist genauso dabei gewesen wie der Hausmeister, der die fiese Beleuchtung in den Stasi - Privatknästen am laufen gehalten hat.
Oder die Putzfrau, welche die Blutrinne nach einem "unerwarteten Nahschuss in den Kopf" anschließend aufgewischt hat.

Oder auch die Stasi- Schreibkraft, die ohne zu Ekel dabei zu empfinden, das Vernehmungsprotokoll abgetippt hat, mit dem Wissen,
dass das arme Opfer wegen so Nichtigkeiten wie "unkonventionelles Reisen im Kofferraum" hinter volkseigene Gitter kommen würde.

Und so Stasiköche haben bestimmt auch aus dem privaten Wohnumfeld berichtet, etwa wenn die Familie aus dem 2. Stock
mal wieder Westbesuch hatte. Denn Tschekisten waren immer im Dienst.
Das wurde von diesem ganz speziellen Arbeitgeber so erwartet und diese Loyalität wurde auch überprüft.


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Mal davon abgesehen, dass es keinen "Privatknast" gab, ist das doch ausgemachter Unsinn, was Du da schreibst.

Wenn Du das hoch oder von mir aus auch runter transformierst, so ist jede Putzfrau beim CIA oder von mir aus beim BND, denn auch da werden Verstöße gegen geltendes Recht fabriziert, daran auch verantwortlich.
Der Koch beim MfS, dem Geheimdienst eines souveränen Staates, war es doch völlig Bockwurst, ob er nun die Suppe einen Arzt im Krankenhaus oder dem Hptm. des MfS auf den Teller schaufelt.
Und dass Du an einer Paranoia leidest, hast Du wohl soeben bewiesen. Der Koch als Zuträger. Ja, das mag es durchaus gegeben haben aber wie kannst Du solche Gedanken verallgemeinern?

Die Putzfrau und die Blutrinne. Wenn es nicht ein so ernstes Thema wäre würde ich [flash]. Wenn ein zum Tode Verurteilter (möge ihm die Erde leicht sein) hingerichtet wurde, dann hatte besagte Dame wohl eher wenig zu tun, wenn überhaupt. Na ja, Du wirst mir schon die Lifitten lesen ob dieser Aussage.


Freundlichst



Mal davon abgesehen, dass es keinen "Privatknast" gab, ist das doch ausgemachter Unsinn, was Du da schreibst.

Wenn Du das hoch oder von mir aus auch runter transformierst, so ist jede Putzfrau beim CIA oder von mir aus beim BND, denn auch da werden Verstöße gegen geltendes Recht fabriziert, daran auch verantwortlich.
Der Koch beim MfS, dem Geheimdienst eines souveränen Staates, war es doch völlig Bockwurst, ob er nun die Suppe einen Arzt im Krankenhaus oder dem Hptm. des MfS auf den Teller schaufelt.
Und dass Du an einer Paranoia leidest, hast Du wohl soeben bewiesen. Der Koch als Zuträger. Ja, das mag es durchaus gegeben haben aber wie kannst Du solche Gedanken verallgemeinern?

Die Putzfrau und die Blutrinne. Wenn es nicht ein so ernstes Thema wäre würde ich [flash]. Wenn ein zum Tode Verurteilter (möge ihm die Erde leicht sein) hingerichtet wurde, dann hatte besagte Dame wohl eher wenig zu tun, wenn überhaupt. Na ja, Du wirst mir schon die Lifitten lesen ob dieser Aussage.


Freundlichst[/quote]


Natürlich gab es in der DDR kein Gebäude wo druff stand "Privatgefängnis des Genossen Minister".
Ich bezeichne es aber trotzdem so. Die Stasi hat unbestritten eigene U- Haftanstalten betrieben, abgeschottet und fernab
jeder Möglichkeit einer wirksamen Verteidigung durch Anwälte, und zwar solchen, die diesem Namen auch gerecht wurden.
Sie konnten sich beliebig oft beim Staatsanwalt Verlängerung abholen, in echt reichte bestimmt ein kurzer Anruf, man kannte sich ja.
Und wenn ich mir die Berichte von ehemaligen Kunden ansehe, dann hatten die Stasis sogar ein schlechtes Gewissen dabei.
Immer wieder höre ich von "Anklageschrift und Urteil nur mal kurz zum Unterschreiben gesehen, niemals in Schriftform ausgehändigt"
Drohungen, man hätte über die Haftumstände Stillschweigen zu bewahren und so weiter. Und das soll kein Privatknast gewesen sein?

"dem Geheimdienst eines souveränen Staates"
dazu fehlt eigentlich nur noch die Phrase, die so typisch für die DDR war "international geachtet und anerkannt"

Das ist echt der Brüller. Man Beethoven, das hat man euch doch nur glauben lassen, damit es für die Insassen der "DDR" ein wenig
erträglicher ist, der Zugang zu Westberlin praktikabel abgewickelt werden konnte usw. Die "DDR" gierte nach Helsinki wie im
Göpelantrieb der Esel nach der Möhre. Man hat der "DDR" den Gefallen getan, so wie man auch einem Geiselnehmer (passt wunderbar [grins] ) seine Lieblingspizza in die Bank liefert, damit es den festgehaltenen Geiseln unter dem Strich etwas erträglicher wird.

Der Stasi- Koch der wirlich nur seine Suppe gerührt hat ist kein Problem.
Nur wer ziemlich ungefragt und im Anfall tschekistischer Gefühle Spitzeldienste übernommen hat, der muß sich das vorwerfen lassen.

Warum sollte ich an einer Paranoia leiden, das ist absurd.
Ich habe mich damals mit der Diktatur angelegt, und bin ziemlich gut dabei heraus gekommen.
Mein Konto mit dieser SED- Diktatur ist glattgestellt, ich könnte also recht entspannt zurückblicken.
Und wenn es da nicht imer wieder die frechen Versuche der Diktatur- Verklärer gäbe, so würde ich es wohl auch tun.

Dir die Leviten zu lesen wäre wohl vermessen.
Ich schreibe hier nur aus Spass, und so erst isset nun ooch wieder nich.
Wenn ich mal eine clevere Teilungserklärung aufsetzen müßte, ich glaub da würde ich auf deinen Rat hören.

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon karnak » 18. Juni 2018, 14:34

augenzeuge hat geschrieben:
Karnak, wer so reisebegeistert wie du ist, sollte langsam den Unterschied zur DDR Freiheit begriffen haben. [flash]



AZ

Aus heutiger Sicht betrachtet, so richtig erklären kann ich mir das auch nicht [flash] , warum mich das damals nicht über die Maßen angekotzt hat. Es ist und war aber aber so, kann es auch nicht ändern. 1957 geboren, in einem entsprechenden Umfeld aufgewachsen kannte ich nichts anderes als die Einsicht in Notwendigkeiten, ich hatte ein Land das mein Vaterland war oder was ich dafür hielt, dem fühlte ich mich verpflichtet. Heute ist es anders und in gewisser Hinsicht einfacher, ich wurde in die Bundesrepublik eingemeindet, durchaus mit einer Verbesserung der persönlichen Lebensituation. Ich habe das aber niemanden zu verdanken, es hat sich niemand um mich gekümmert und ich habe nicht darum gebeten Bundesbürger zu werden, ein neues Vaterland habe ich nicht bekommen, bin letztlich das geworden was der am Land uninteressierte DDR -Bürger ohne Aufsässigkeitsallüren war, ich bin ein loyaler Bürger mit BRD Personalausweis der die Nationalhymne nicht mit singt und dazu auch nicht aufsteht, dass muss reichen bis zu meinem biologischen Abgang und ist die Erklärung zu meiner Haltung.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Beethoven » 18. Juni 2018, 15:41

HPA hat geschrieben:Jo Krause ist kriminell. aber nicht im Zusamenhang mit dem Einigungvertrag

Da gint es auch noch andere Kaliber. So wie eine ExStasiSpitzel und NVA Nase namens Frank Marczinak dem und seinen wackeren Mitstreitern jetzt wohl doch noch der Prozess gemacht wird

Zur Erinnerung: http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/1128381/

Der Prozess soll Ende des Jahres beginnen. Da schau mer mal.

https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1663751/

Außerkraftsetzung des § 937 BGB in diesem Vertrag zugestimmt hat.


Angesichts dessen wer sich zu Ostzeiten alles Häuser und Grundstücke unter den Nagel gerissen hat, war diese Außerkraftsetzung gut und richtig.


Vom Herrn Marczinek, den ich vor seiner Staatssekretärsstellung nicht kannte, hielt ich nie allzu viel. Schon dass er noch während des Studiums seine politische Drehung um 180° vollendet hat, war für mich sehr anrüchig. Er hat seinerzeit mit dem Studium an der MAK begonnen, als ich diese beendet habe. Daher kenne ich den Herren nicht. Aber er ist wohl ein ähnlich krimminelles Kaliber wie Herr Krause. So tun als ob man was fürs Volk machen will aber nur an seinen eigenen Gewinn denken. Und das er IM beim MfS war, las ich soeben auch das Erste mal. Nun sind IM´s in meinen Augen per se nicht gleich schlechte Menschen. Aber beim Herrn Marczinek könnte ich mich mit dem Gedanken, dass er eigentlich (in meinen Augen) nur eine karieregeiler Lump war, anfreunden.

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon AkkuGK1 » 18. Juni 2018, 16:37

Freiheit ist zB. auch, zu behaupten, die DDR wäre ein souveräner Staat gewesen - wir hatten doch schon mal in einem Fred festgestellt, das die DDR nur ein Marionettensystem der UdSSR war. Ohne Legitimation durch das Volk. Aber ich lasse dir gern deine Meinung, ist es doch egal was wir hier vorbringen, Dein Klassenstandpunkt kann nicht verbogen werden.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Beethoven » 19. Juni 2018, 08:50

AkkuGK1 hat geschrieben:Freiheit ist zB. auch, zu behaupten, die DDR wäre ein souveräner Staat gewesen - wir hatten doch schon mal in einem Fred festgestellt, das die DDR nur ein Marionettensystem der UdSSR war. Ohne Legitimation durch das Volk. Aber ich lasse dir gern deine Meinung, ist es doch egal was wir hier vorbringen, Dein Klassenstandpunkt kann nicht verbogen werden.


Ich finde, dass hat nichts mit Klassenstandpunkt zu tun. Den lass ich mir sowieso nicht nehmen.

Mir geht es so, dass ich sehr wohl erkennen, dass in der DDR nicht alles rosig war, wie auch nicht in diesem Staat in dem wir heute leben aber eben bei weitem nicht alles so wr, wie es hier oftmals dargestellt wird. Die unheimliche Kracke des MfS, pausenlos getötete Menschen an der Grenze. Das sind Facetten der DDR, die für den Einen oder Anderen Hauptlebensinhalt waren. Aber die Masse der Bevölkerung merkte davon gar nichts behaupte ich, wohl wissend, dass in diesem Forum eine andere Meinung der Mainstream ist.

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Grenzwolf62 » 19. Juni 2018, 09:15

Die Masse der DDR-Bürger hatte sich halt angepasst und die Politik über sich ergehen lassen, es blieb dir ja auch gar nichts anderes übrig.
Da kümmerte man sich halt um das private kleine Glück, eine erträgliche Wohnung ergattern, eventuell noch einen Schrebergarten, einen Trabant und genug Ostmark um auch mal ins Deli oder den Exquisit zu gehen.
Am Stammtisch beim Bierchen, oder im Kollegenkreis im VEB, sah man halt das man sich nicht verplapperte und schon kam man zurecht.
So lebt man halt unter diktatorischen Bedingungen und wenn man sich an die Regeln hielt auch ruhig.
Beim Merkellismus, wo wieder jemand den alternativlosen Anführer gibt, zucken doch auch schon wieder viele mit den Schultern und vergraben sich ins Private nach dem Motto ändern kann man sowieso nichts, die Kanzlerin wird schon wissen was gut für uns ist.
Bald wird es ja so sein das junge Leute Mitte/Ende 20 in ihrem bewussten Leben nur die Überkanzlerin als Chefin kennen.
Diskussion wie gewohnt abgewürgt und wer aufmuckt ist sofort Nazi.
Warum mucken denn die Graukappen 60+ im Osten auf, eventuell weil sie alternativlose Politik kennengelernt haben?
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon AkkuGK1 » 19. Juni 2018, 10:40

na selbstverständlich kannst Du gegen Merkel sein, ich finde das sie schon 2 Wahlperioden zu lange regiert. Es gibt nie eine Alternativlosigkeit.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Interessierter » 19. Juni 2018, 10:42

Beim Merkellismus, wo wieder jemand den alternativlosen Anführer gibt, zucken doch auch schon wieder viele mit den Schultern und vergraben sich ins Private nach dem Motto ändern kann man sowieso nichts, die Kanzlerin wird schon wissen was gut für uns ist.


Also dein Vergleich mit Zuständen und sich anpassen in der DDR - Diktatur, kann doch niemand ernstnehmen. Wieso demonstrieren denn Bürger mit rechter Gesinnung lautstark auf den Straßen und fordern im Bundestag " Merkel muss weg " ? Wo war das denn in der DDR möglich? Wieso soll das ein duckmäuserhaftes Vergraben ins Private sein, wie es in der DDR - Diktatur nach deiner Aussage üblich war?
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Grenzwolf62 » 19. Juni 2018, 11:10

Interessierter hat geschrieben:
Beim Merkellismus, wo wieder jemand den alternativlosen Anführer gibt, zucken doch auch schon wieder viele mit den Schultern und vergraben sich ins Private nach dem Motto ändern kann man sowieso nichts, die Kanzlerin wird schon wissen was gut für uns ist.


Also dein Vergleich mit Zuständen und sich anpassen in der DDR - Diktatur, kann doch niemand ernstnehmen. Wieso demonstrieren denn Bürger mit rechter Gesinnung lautstark auf den Straßen und fordern im Bundestag " Merkel muss weg " ? Wo war das denn in der DDR möglich? Wieso soll das ein duckmäuserhaftes Vergraben ins Private sein, wie es in der DDR - Diktatur nach deiner Aussage üblich war?


Wenn du nochmal richtig liest was ich geschrieben habe, dann wirst du feststellen das ich mich auf die Resignation vor der Stagnation bezogen habe, also die Hinnahme des lange gewohnten Seins im Inneren, bezogen auf die politisch uninteressierte Masse.
Und bitte, das du versuchst mir die DDR zu erklären in der ich gelebt habe, irgendwie wird das wohl nicht so richtig von Erfolg gekrönt sein befürchte ich.
Da kannst du tausende Abhandlungen durchstudiert haben, das erlebte Gefühl wirst du nie nachvollziehen können.
Und wieder nicht den Nagel aus dem Brett gezogen mit dem gebetsmühlenartigem es demonstrieren nur die mit der "rechten" Gesinnung, okay, du kannst wohl nicht anders, aber da artikulieren sich auch viele die mit rechtsradikaler Gesinnung gar nichts am Hut haben.
Eventuell sehen die dringendere Baustellen hierzulande als die hingebungsvolle Zuwendung zur alternativlosen Weltrettung, die uns sowieso nicht gelingen wird, aber halt verlegt wird auf die Errettung der Armen der Welt.
An den westafrikanischen Gestaden warten schon hunderttausende Zentralafrikaner auf die Überfahrt ins gelobte Land Europa und was machen unsere Lenker um da eine Lösung zu finden?
Bisher so gut wie nichts außer um Verteilungsquoten zu feilschen wie auf dem Jahrmarkt.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Interessierter » 19. Juni 2018, 12:50

Zitat Grenzwolf62:
Und bitte, das du versuchst mir die DDR zu erklären in der ich gelebt habe, irgendwie wird das wohl nicht so richtig von Erfolg gekrönt sein befürchte ich.


Zunächst einmal kannst du meinen kurzen Beitrag rauf und runterlesen, dir die DDR erklärt habe ich mit keinem Wort. Ganz im Gegenteil, ich habe dich zitiert.
Diese Standardparole, dass man als Westdeutscher dir die DDR erklären wolle, verfängt doch schon lange nicht mehr. Wie sollte man auch dir und anderen seine persönlichen Erlebnisse und Gefühle erklären können? Also ich kann das jedenfalls nicht.

Was ich aber kann, ist meine Meinung über die Dinge zu schreiben, die während der Existenz der DDR im Westen bekannt wurden, von denen viele DDR Bürger nichts erfuhren und ich kann zu den Dingen schreiben, die nach der Wende erst den Bürgern der DDR und auch den Bürgern in Westdeutschland bekannt wurden.


Mit großem Zeitaufwand und großem Interesse konnte ich mir in den letzten Jahren somit ein Wissen aneignen, das erheblich umfangreicher ist, als das vieler Ostdeutscher, die beispielsweise wegen ihrer Berufstätigkeit oder mangelndem Interesse, diesen Zeitaufwand gar nicht betreiben konnten oder wollten.

Wenn das diesem Personenkreis missfällt, verwundert mich das überhaupt nicht. Der Versuch es diesen Menschen zu erklären, wäre " Perlen vor die Säue werfen ".

Schlußendlich nehme bitte zur Kenntnis, dass ich nichts gegen deine andere politische Meinung habe; aber mich stört erheblich, dass zu eingebrachten Themen wie " Liberalismus/Neo - Liberalismus " oder " Neo Liberalismus/ Neo - Nationalismus " außer Einlassungen zu Usern, zur Sache gar nichts kommt. Das ist sicherlich einer sachlichen Diskussion nicht förderlich, die du selbst gerne von anderen forderst.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Grenzwolf62 » 19. Juni 2018, 14:39

Interessierter hat geschrieben:Zitat Grenzwolf62:
Und bitte, das du versuchst mir die DDR zu erklären in der ich gelebt habe, irgendwie wird das wohl nicht so richtig von Erfolg gekrönt sein befürchte ich.


Zunächst einmal kannst du meinen kurzen Beitrag rauf und runterlesen, dir die DDR erklärt habe ich mit keinem Wort. Ganz im Gegenteil, ich habe dich zitiert.
Diese Standardparole, dass man als Westdeutscher dir die DDR erklären wolle, verfängt doch schon lange nicht mehr. Wie sollte man auch dir und anderen seine persönlichen Erlebnisse und Gefühle erklären können? Also ich kann das jedenfalls nicht.

Was ich aber kann, ist meine Meinung über die Dinge zu schreiben, die während der Existenz der DDR im Westen bekannt wurden, von denen viele DDR Bürger nichts erfuhren und ich kann zu den Dingen schreiben, die nach der Wende erst den Bürgern der DDR und auch den Bürgern in Westdeutschland bekannt wurden.


Mit großem Zeitaufwand und großem Interesse konnte ich mir in den letzten Jahren somit ein Wissen aneignen, das erheblich umfangreicher ist, als das vieler Ostdeutscher, die beispielsweise wegen ihrer Berufstätigkeit oder mangelndem Interesse, diesen Zeitaufwand gar nicht betreiben konnten oder wollten.

Wenn das diesem Personenkreis missfällt, verwundert mich das überhaupt nicht. Der Versuch es diesen Menschen zu erklären, wäre " Perlen vor die Säue werfen ".

Schlußendlich nehme bitte zur Kenntnis, dass ich nichts gegen deine andere politische Meinung habe; aber mich stört erheblich, dass zu eingebrachten Themen wie " Liberalismus/Neo - Liberalismus " oder " Neo Liberalismus/ Neo - Nationalismus " außer Einlassungen zu Usern, zur Sache gar nichts kommt. Das ist sicherlich einer sachlichen Diskussion nicht förderlich, die du selbst gerne von anderen forderst.


Da hast dir nun mal, was allgemein bekannt ist, zwei vordergründige Dinge zu eigen gemacht, erstens die, ich nenne es mal Erklärung der Verhältnisse in der DDR und den rhetorischen Kampf gegen den, ich nenne es mal Rechtspopulismus.
Da tust du dich hervor und da musst du leider nun mal auch Reaktionen auf diese zwei Felder deiner Obsession hinnehmen, auch persönlich und darüber kannst du dich nicht einseitig beschweren.
Du hast mir auch oft meine ganz eigene neoliberale Sichtweise vorgehalten.
Ist für mich übrigens in Ordnung, ich vertrete ja meine Ansichten offen und da kann ich nicht in die Schmollecke gehen und dann mit dem Trick der Kritisierung der persönlichen Gegenrede meines Gegenübers zu versuchen den moralisch zu deklassieren.
Funktioniert nicht, wenn man sich selbst aus dem Fenster lehnt muss man mit einem leichten Gegenluftzug rechnen.
Übrigens, noch mal der dezente Hinweis meine Beiträge noch mal in Ruhe nachzulesen, da ist allerhand faktische Einlassung auf die Thematik, ganz ohne deine Person zu benennen, vorhanden.
Ich erkenne die Art wie du argumentativ arbeitest und welche Mechanismen du benutzt ganz locker, kann man so machen, ist sogar sehr clever, aber auch andere haben das was du versuchst ihnen unterschwellig abzusprechen wenn sie zu einer gewissen Gruppierung gehören, Gehirn und das sogar einsatzbereit.
Wenn solche, sorry, Berufsbeinanpikler wie du das registrieren, werdet ihr offensichtlich nervös weil nicht sein kann was nicht sein darf, der ostdeutsche "Nazi" hat naturgemäß vollkommen hohl zu sein und basta.
Zuletzt geändert von Grenzwolf62 am 19. Juni 2018, 14:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon augenzeuge » 19. Juni 2018, 14:47

Beethoven hat geschrieben:Ich finde, dass hat nichts mit Klassenstandpunkt zu tun. Den lass ich mir sowieso nicht nehmen.
Freundlichst


Ganz ehrlich, ich will ihn auch nicht. [grins]
Dieser Standpunkt hat viele Menschen um ihr Lebensglück gebracht. Zumindest in der weltweiten Praxis...
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Interessierter » 19. Juni 2018, 18:41

Zitat Grenzwolf62:
Da hast dir nun mal, was allgemein bekannt ist, zwei vordergründige Dinge zu eigen gemacht, erstens die, ich nenne es mal Erklärung der Verhältnisse in der DDR und den rhetorischen Kampf gegen den, ich nenne es mal Rechtspopulismus.


Die DDR haben Zeitzeugen, Historiker und Politikwissenschaftler ausreichend erklärt. Da mußt du das mir nicht schon wieder, wahrheitswidrig unterstellen.

und den rhetorischen Kampf gegen den, ich nenne es mal Rechtspopulismus.


Ich habe in meinem Leben bisher nur Wettkämpfe im Sport geführt. Wenn ich hier im Forum meine Kenntnisse anderslautenden Auffassungen gegenüberstelle, so ist das für mich nicht mehr, als ein ganz normaler Meinungsaustausch.

Du hast mir auch oft meine ganz eigene neoliberale Sichtweise vorgehalten.


Ich habe dir 2 Beiträge mit dem Thema Neoliberalismus eingestellt,zu denen dir wenig oder nichts eingefallen ist, außer dich als " Ansbeinpinkler "
zu bestätigen, um einmal deinen Begriff zu verwenden, den du mir gerne andichten möchtest. Der aber auch deutlich macht wie du überreagierst, wenn man deine Meinung nicht teilt.
Wie ich schon einige Male schrieb, sachliche Erwiderungen jedes mal Fehlanzeige. Ob du zu einer sachlichen Erwiderung nicht fähig bist, oder es nicht kannst, entzieht sich meiner Kenntnis.

Schlussendlich teile ich dir mit, dass ich deine und persönliche Angriffe anderer User mit großer Gelassenheit lese. Dazu gehören auch die permanenten Angriffe von rechtschreibschwachen Usern. [grins]

Fazit: Auch jetzt wieder von dir nur Einlassungen auf der persönlichen Schiene. Das wiederum widerspricht deiner Behauptung, in der AFD wären viele überdurchschnittlich intelligente Menschen.

Das Thema ist hier die Freiheit und nicht der Interessierte.

Soweit nur meine Reaktion auf deine Unterstellungen. Und nun bitte das Thema nicht weiter zerschießen.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Grenzwolf62 » 19. Juni 2018, 20:24

Ja doch, mach, meinen Segen hast du.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Volker Zottmann » 19. Juni 2018, 20:54

Beethoven hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:
Insofern kannst Du faseln was Du willst, mein damaliges Einknicken war Mittel zum Zweck, meines beruflichen Weiterkommens.

Gruß Volker


Hm, aber die, die nicht "eingeknickt" sind und auch heute noch zu Ihrem Tun stehen, wirfst Du deren Verhalten vor. Sie sollen doch bitte schön heute in Sack und Asche gehen (wobei das mehr der Wunsch von Deinem Freund "Kumpel" ist). Na, wie charakterlos ist das denn?

Freundlichst


Interessant ist, dass Du mir nun schon die Freunde zuteilst! [laugh] Das aber nur am Rande.

Ich werfe den "Nichteingeknickten" ihr Verhalten nicht vor. Die haben damals daran geglaubt. Das sollen die guten roten Genossen mit sich selbst ausmachen, Dich eingeschlossen.
Du begreifst die Begrifflichkeit der Freiheit betreffend eben nicht, was mich oder Meinesgleichen damals schon bewegte. Ich habe mir unter Freiheit eben schon immer mehr vorgestellt, nämlich selbst und frei entscheidend leben zu können.
Du scheinst damals an Dein Leben keine großen Ansprüche gestellt zu haben, wenn Du als Schaf, als Herdentier in der DDR richtig glücklich warst. Ich war es nicht.
Sogar beim genehmigten Selbständigmachen gab es doch all die bekannten DDR-Hemmnisse, von denen Du in Deiner roten Wunderblase gar nie was mitbekommen konntest. Wie sollte denn der Normalo jemals Vertrauen in die DDR setzen, wenn dieses verlogene "demokratische Gebilde" ihn und alle anderen eigenen Bürger einsperrte und allenfalls abgezählt mal in den Osten reisen ließ, überwacht natürlich....
Ich werfe Dir und Gleichgesinnten lediglich heute vor, dies auch heute immer noch als FREI empfunden zu haben, propagierst. Das ist in meinen Augen verlogen, Da lebst Du weiter in einer verklärten Scheinwelt, in Deiner damaligen DDR.

Gruß Volker
http://baupionier.zottmann.org/
http://Mein-DDR-Leben.de/

Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Beethoven » 20. Juni 2018, 06:26

Volker Zottmann hat geschrieben:. Das ist in meinen Augen verlogen, Da lebst Du weiter in einer verklärten Scheinwelt, in Deiner damaligen DDR.

Gruß Volker


Na ja, was in Deinen Augen verlogen ist, sollte mich eigentlich nicht weiter berühren.

Du solltest mir jedoch schon zubilligen, dass ich meine eigenen Empfindungen habe. Und als Schaf habe ich mich nie gefühlt in der DDR. Eher schon als Wolf [wink]

Trennung

Mein "Lieblingsuser", der sich "Interessierter" Nennende schreibt in etwa, "dass er mehr Ahnung oder Kennung von der DDR hat, als manch ehemaliger DDR-Bürger."
Dem stimme ich insofern zu, wenn er da an Kinder und Jugendliche denkt, die zur Wende so 1 bis 12 Jahre alt waren und sich somit über nichts ne Platte machen brauchten.

Ansonsten weiß er für meine Begriffe nur, wie man die Suchmaschine bedient. [grins]

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon AkkuGK1 » 20. Juni 2018, 06:59

Nun ja, es soll Menschen geben, die sollen was haben, das nennt sich Empathie... Eine Eigenschaft, die den DDR Machthabern und deren Erfüllungsgehilfen weitgehend fremd war. Desweiteren zeichneten sie sich durch Humorlosigkeit aus, es sei denn, es ging gegen das NSW. Ach ja, einen miesen Musikgeschmack hatten die auch noch [laugh]
Ich bin zu schön, als das man auf mich wütend sein könnte!*

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon augenzeuge » 20. Juni 2018, 07:35

Beethoven hat geschrieben:Und als Schaf habe ich mich nie gefühlt in der DDR. Eher schon als Wolf

Freundlichst


Wenn's danach geht, als was man sich fühlte.....da hatte man bis in die Staatsführung dauerhaft Probleme. [flash] Aber das Fühlen war ja noch frei, in der DDR.
Übrigens, Wölfe hat man in der DDR erschossen, wenn man sie sah. [angst]

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