Was ist Freiheit?

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Was ist Freiheit?

Beitragvon Interessierter » 12. Juni 2018, 11:17

Was ist Freiheit?
Das Gefühl „der Berliner“, die doch nur die West-Berliner waren? Und im Osten die armen Brüder und Schwestern? Unfrei.
Hatten die West-Berliner Freiheit? Die Frauen, die erst 12 Jahre vor der Maueröffnung ohne Erlaubnis des Ehemanns arbeiten durften? Die sogenannten Gastarbeiter, die nur den halben Lohn bekamen und dafür mehr arbeiten mussten? Die Schwulen, die sogar erst fünf Jahre nach dem Mauerfall nicht mehr unter dem § 175 leiden mussten?

Was ist Freiheit?
Freiheit ist Reichtum, aber nur wer Reichtum hat, hat auch die Freiheit. Zum Beispiel die, den einfachen Bürgern jetzt die Wohnungen luxuszusanieren oder sie gleich „freizusetzen“: Freiheit, juhu, nie wieder Miete zahlen! Und mit etwas Glück eine Matratze in der Obdachlosen-Notunterkunft.
Geld macht nicht glücklich heißt es. Armut schon?

Was ist Freiheit?
Freiheit ist, seine Meinung sagen zu können, ohne Angst vor Verfolgung. Aber niemand hört zu, niemanden interessiert die Meinung des Anderen. Weil längst alles überfrachtet ist, verdummt und hirngeleert. Durch BILD und RTL und Abendschau. Durch erschlagende Werbung, die keinen Millimeter mehr frei lässt.
Argumente sind nicht mehr wichtig, nur noch das Geschrei der Populisten, das so inhaltsvoll ist wie Waschmittelwerbung.
Noch weißer als weiß.

Was ist Freiheit?
Große Buchstaben am Hauptbahnhof, die meterhoch FREIHEIT BERLIN schreien? Bunt bemalt, aber trotzdem erdrückend? Ein künstlicher Mythos, speziell hier in Berlin, der sich in der einstigen Opferrolle der Stadt suhlt, um den Glanz der „Novemberrevolution“ zu verstärken. Ein Marketingbegriff, längst von der Werbung übernommen. Ausgeschlachtet. Morgen dann ein anderer.
Lächerlich.

Was ist Freiheit?
Etwa, dass jeder Mensch selber bestimmen kann, wie er leben möchte? Ohne den Zwang, irgendeinen Job anzunehmen, oder zwei, damit man seine Kinder ernähren kann und die Wohnungsmiete bezahlen? Ohne die scheelen Blicke der Nachbarn, wenn man mit Kippa herumläuft oder mit Kopftuch oder als Mann im Rock? Ohne Angst zu sein vor dem teutonischen Pöbel, weil man zufällig nicht hier geboren wurde? Akzeptiert und respektiert zu werden, selbst wenn man nicht super aussieht, selbstbewusst ist, oder reich.
Schön wärs.

Was ist Freiheit?
Nur eine leere Phrase. Und der Gedanke in einem kleinen Kopf.
Aber leider keine Realität.


http://www.berlinstreet.de/15482

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Spartacus » 12. Juni 2018, 17:03

Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.

DDR Definition. [flash]

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon augenzeuge » 12. Juni 2018, 18:55

Spartacus hat geschrieben:Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.

DDR Definition. [flash]

Sparta


Ok, also Sparta weiß es schon mal nicht. [laugh]
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Grenzwolf62 » 13. Juni 2018, 06:28

Schwieriges Feld, da sind sich auch die Philosophen nicht einig.
Vielleicht sollte man grundsätzlich erst mal schauen was die Freiheit eines Menschen generell nicht einschränken soll.
Die UN-Menschenrechtscharta als Grundlage definiert das recht gut.
Was dann jeder für sich als seine persönliche Freiheit oder Unfreiheit wahrnimmt wird naturgemäß variieren.
Sex und Golf können Spaß machen auch wenn man davon nicht viel Ahnung hat.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Beethoven » 13. Juni 2018, 08:05

Spartacus hat geschrieben:Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit.

DDR Definition. [flash]

Sparta



Na, eigentlich ist dieser Satz vom Philosophen G. W. F. Hegel und F. Engels hat ihn aufgegriffen, politisch gesehen und erläutert.

Bei Hegel ging es eigentlich mehr um die Naturgesetze, die nicht änderbar sind und somit anerkannt werden müssen und man besser daran tut diese zu akzeptieren
und somit sich im Kopf freier / frei fühlt.
Engels hat diesen Satz dann auf eine politische Ebene gehoben. Die DDR hat sich diese Auslegung nun zu eigen gemacht.

Und man kann es glauben oder nicht, ich habe mich z.B. in der DDR, trotz der Einschränkungen und des Fehlens so einiger Dinge, frei gefühlt, weil ich diese Mängel
akzeptiert habe.

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon AkkuGK1 » 13. Juni 2018, 09:21

naja du warst ja auch in der Wärtermannschaft - da fühlte man sich sicher nicht so unfrei [hallo]

Freiheit ist, dass Du selber bestimmen kannst, z.B. wo du leben willst. Freiheit sollte nicht mit Sicherheit verwechselt werden.

ach ja, John Lennons Song Imagine trifft es da ziemlich gut. BTW - am Samstag geht es zu Ringo - diese Freiheit habe ich heute. In der DDR nicht. Dieses YEAH, YEAH, YEAH.... [laugh]
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Interessierter » 13. Juni 2018, 11:18

Und man kann es glauben oder nicht, ich habe mich z.B. in der DDR, trotz der Einschränkungen und des Fehlens so einiger Dinge, frei gefühlt, weil ich diese Mängel
akzeptiert habe.


Wie man lesen kann, gibt es Menschen die sich ohne Meinungs-, Presse-und Reisefreiheit, richtig frei fühlen. Besonders natürlich wenn sie willfährige Diener einer menschenverachtenden und in Teilen verbrecherischen Diktatur waren und an deren " Futtertrog " saßen.
Glücklicherweise wurde diese Minderheit 1989/90 gleich mitentsorgt. Was sie aber in ihrer überbordenden Intelligenz nicht davon abhält, fast 30 Jahre später, ihr entartetes Freiheitsverständnis auch noch kundzutun. [flash]
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon karnak » 13. Juni 2018, 13:16

Nun kotz doch endlich mal die verschluckte Schallplatte aus. [flash]
Und es gibt kaum einen Begriff wie den von der Freiheit der nicht mehr benutzt ,missbraucht und für die eigenen politischen Zwecke irgendwelcher Gesellschaften und Organisationen eingespannt wurde. Letztlich ist er aber individuell und von der jeweiligen Lebenssituation abhängig. Einem Menschen in der Sahelzone geht Deine Presse und Meinungsfreiheit sowas von am A... vorbei, der hat ganz andere Probleme. Das schwülstige Getue zur Presse und Meinungsfreiheit und natürlich zur Reisefreiheit [flash] ,dass trägt er erst dann theatralisch vor sich her wenn er auch zu dem Teil der Welt gehört in den Du, und ich natürlich auch, ohne irgendeinen eigenen Verdienst hineingeboren wurde. Dein bundesdeutsches Geschwafel zu dem Thema geht einem manchmal sowas von auf den Zeiger.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon augenzeuge » 13. Juni 2018, 15:00

Das ist Freiheit....



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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon AkkuGK1 » 13. Juni 2018, 15:09

nun er hat uns gefragt...

Deinem Quotenneger ist deine Meinung aber genauso egal.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Interessierter » 14. Juni 2018, 08:10

karnak hat geschrieben:Nun kotz doch endlich mal die verschluckte Schallplatte aus. [flash]
Und es gibt kaum einen Begriff wie den von der Freiheit der nicht mehr benutzt ,missbraucht und für die eigenen politischen Zwecke irgendwelcher Gesellschaften und Organisationen eingespannt wurde. Letztlich ist er aber individuell und von der jeweiligen Lebenssituation abhängig. Einem Menschen in der Sahelzone geht Deine Presse und Meinungsfreiheit sowas von am A... vorbei, der hat ganz andere Probleme. Das schwülstige Getue zur Presse und Meinungsfreiheit und natürlich zur Reisefreiheit [flash] ,dass trägt er erst dann theatralisch vor sich her wenn er auch zu dem Teil der Welt gehört in den Du, und ich natürlich auch, ohne irgendeinen eigenen Verdienst hineingeboren wurde. Dein bundesdeutsches Geschwafel zu dem Thema geht einem manchmal sowas von auf den Zeiger.


Natürlich kann niemand etwas dazu wo er geboren wurde; aber das entbindet ihn nicht von der Verantwortung, wie er später mit der Freiheit dort umging.

Du hast doch in der DDR " die Freiheit mit Füßen getreten ", in dem du dich der Stasi verdingt hast und an der Grenze ( zusammen mit anderen ) den Bürgern die Reisefreiheit genommen hast. Genau von dieser Reisefreiheit machst du doch jetzt ausgiebig Gebrauch, was ich dir selbstverständlich gönne.

Du hast doch in der DDR freiwillig einer Diktatur gedient, die Begriffe wie Freiheit, Demokratie, Menschrechte usw. permanent missbraucht hat.
Und jetzt fällt dir nichts besseres ein, als einen Menschen in der Sahelzone anzuführen, dem in erster Linie es wichtig ist, für sich und seine Familie genug zu essen zu haben und nicht die erwähnten Freiheiten?

Übringens schreibe ich hier nicht meine Meinung, damit sie dir gefällt. Wenn sie dir, wie auch dieser Beitrag missfallen wird, wundert mich das nicht im Geringsten. Demokratie und Freiheit gehören für mich unabdinglich zu einem Leben in einer zivilisierten Gesellschaft dazu. Dazu bedarf es weder eines " schwülstigen Getues " noch einem " bundesdeutschen Geschwafel " wie du absurderweise schreibst.

Du hast mit deiner Stasi - Tätigkeit Unrecht begangen und die " Freiheit mit Füßen getreten ". Daher mußt gerade Du mir den Begriff der Freiheit nicht erklären. Vor allem nicht auf so eine absurde Art und Weise.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Dr. 213 » 14. Juni 2018, 10:50

Da muss man die Erwartungen an die alten ehemaligen Systemgaranten doch etwas herunter schrauben.
Das sind in der Mehrzahl leistungslos und schon überhaupt nicht aus Überzeugung in die neue Zeit herüber gemogelte
ehemalige Gefängniswächter der zweitschlimmsten Diktatur auf deutschem Boden.
Die verkleideten Stempeldrücker an der "Staatsgrenze", die bewaffneten Organe und die Falschirmelite sowieso, all diese Systemdiener
hätten noch wenige Wochen vor dem Mauerfall auf Menschen geschossen, die sich die Freiheit nicht verbieten lassen wollten.

Klingt jetzt vielleicht für die Ehemaligen hart, aber der Vorwurf gilt zunächst nur bis zur Wende.
Ab da an hat fast jeder dieser Menschen die Chance gehabt, der SED abzuschwören und viele haben ja auch ihren Weg gefunden.
Das gestehe ich jedem Mitläufer zu, schließlich konnte man auch mit Verlockungen und viel Rotlicht zum SED- Jünger werden.
Ich selbst bin ja beinahe auch in diese "ehrenwerten Kreise" hineingeraten und war schon für das Wachregiment gemustert.

Für die echten Täter, die Stasi- Vernehmer, Mauerschützen, IM's, das übergriffige Gefängnispersonal in Hoheneck, Bautzen,
in den Elektrolyse- Giftküchen der Republik, die Richter und Staatsanwälte in politischen Prozessen, die volkseigenen Henker,
und all die, welche man aus Platzmangel garnicht alle hier aufzählen kann, für Die kann es keine Nachsicht geben.
Das waren nämlich die Gegner der Freiheit.

Herzlichst
Dr. 213
Sie lügen, sie lügen und wir müssen uns barmherzig zeigen, denen gegenüber, die lügen. (Colonel Kurtz)
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon AkkuGK1 » 14. Juni 2018, 11:45

Thumbs up Doc!
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Beethoven » 17. Juni 2018, 06:37

Dr. 213 hat geschrieben:n noch wenige Wochen vor dem Mauerfall auf Menschen geschossen, die sich die Freiheit nicht verbieten lassen wollten.

Klingt jetzt vielleicht für die Ehemaligen hart, aber der Vorwurf gilt zunächst nur bis zur Wende.
Ab da an hat fast jeder dieser Menschen die Chance gehabt, der SED abzuschwören und viele haben ja auch ihren Weg gefunden.

Für die echten Täter, die Stasi- Vernehmer, Mauerschützen, IM's, das übergriffige Gefängnispersonal in Hoheneck, Bautzen,
in den Elektrolyse- Giftküchen der Republik, die Richter und Staatsanwälte in politischen Prozessen, die volkseigenen Henker,
und all die, welche man aus Platzmangel garnicht alle hier aufzählen kann, für Die kann es keine Nachsicht geben.
Das waren nämlich die Gegner der Freiheit.

Herzlichst
Dr. 213


Hm, das ist natürlich eine Aussage, die Du nur schwerlich beweisen kannst.

Da habe ich mal eine Frage.

Warum wurde der SS-Mann, der auf dem Turm eines KZ stand, der Häftlinge eine KZ geschunden hat, der in den Weiten Russlands Frauen und Kinder erschossen hat, nicht der gleiche Hass und die Verachtung entgegen gebracht, wie den Männern die einst treu zur DDR standen ohne auch nur einen einzigen Menschen gequält oder gar getötet zu haben?

Diese Herren beziehen, so sie noch leben, dicke Renten. Dem Koch, der beim MfS die Suppe in die Teller gemacht hat, wird dieses Recht nicht zugestanden. Wie kann das sein?

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon karnak » 17. Juni 2018, 07:09

Das ist eine der großen Peinlichkeiten deutscher Geschichtsaufarbeitung, hat Gründe in gewissen ideologischen Grundüberzeugungen einer ganz speziellen Klientel denen das ökonomische System viel wichtiger ist als das Politische, eben weil sie aus dem ökonomischen viel mehr profitieren, da nimmt man ein bisschen Diktatur schon mal eher hin, dass würde man NATÜRLICH auf's Verrecken nicht zugeben, zur Erklärung des Ganzen hat man diverse Weisheiten parat UND es ist gelungen , durchaus und unbestritten mit propagandistischen Geschick, des Volkes Meinung auf Linie zu bringen.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Hamiota » 17. Juni 2018, 07:38

Das es Menschen in der DDR gab, die nicht zu den "Wärtern, Volkseigenen Henkern, Mauerschützen, Giftköchen, IM's" usw. gehörten; und sich trotzdem sie sich nicht am Ballerman den Freiheitlichen Verstand wegsaufen konnten, in diesem Land wohl fühlten und auch frei, entzieht sich schlicht ihrer vernagelten Weltsicht. Im Kopf sind diese nämlich befangen und somit gefangen in ihrer eigenen beschränkten Vorstellungswelt! Ich wünche ihnen dass sie sich davon befreien können und dann auch "Frei" sind! [wink]

Ich wünsche allenn einen schönen sommerlichen Sonntag! [hallo]

der Peter
Der größte Schuft im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant

„Die sogenannten ‘whataboutists’ stellen das bisher nicht in Frage Gestellte infrage und bringen Widersprüche, Doppelstandards und Heuchelei ans Tageslicht. […], es ist die Herausforderung, kritisch über die (manchmal schmerzhafte) Wahrheit unserer Stellung in der Welt kritisch nachzudenken." (Christian Christensen, Professor für Journalismus in Stockholm)
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon augenzeuge » 17. Juni 2018, 07:48

Kein Mensch bezweifelt, dass sich Menschen in der DDR wohl fühlen konnten. Aber dieses Gefühl muss am Ende abhanden gekommen sein.
Was die Freiheit betrifft, oder sich frei fühlen, da kann ich nur sagen, ich kannte keinen der sich frei fühlte. Man akzeptierte zwar die Situation, aber zufrieden waren die wenigsten.
Welches Brett müssen jene vorm Kopf haben, dass sie sich frei fühlen konnten, auf welcher Basis sollte das denn sein?
Peter, schau dir doch das Video oben an, das waren Millionen DDR Bürger!
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Beethoven » 17. Juni 2018, 07:55

Im Memorandum zur Herstellung der deutschen Einheit vom 2. September 1956,
versicherte die Bundesregierung:

,,Die Bundesregierung ist der Überzeugung, daß freie Wahlen in ganz Deutschland, wie sie auch immer ausgehen mögen, nur den Sinn
haben dürfen, das deutsche Volk zu einen und nicht zu entzweien. Die Errichtung eines neuen Regierungssystems darf
daher in keinem Teile Deutschlands zu einer politischen Verfolgung der Anhänger des alten Systems führen. Aus diesem
Grunde soll nach Auffassung der Bundesregierung dafür Sorge getragen werden, daß nach der Wiedervereinigung Deutschlands
niemand wegen seiner politischen Gesinnung oder nur, weil er in Behörden oder politischen Organisationen in einem Teil
Deutschlands tätig gewesen ist, verfolgt wird."


(Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung vom 8. September 1956, Nr. 169, S. 1630)"


Zitat Ende


Na, danke dass dies ein anderer User ausgegraben hat.

Heute weiß die Bundesregierung davon vermutlich nichts mehr und die anwesenden User sowieso nicht. [wink]

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon karnak » 17. Juni 2018, 08:12

Davon mal abgesehen, dass der Freiheitsbegriff sowas von relativ ist, was ist denn das für eine Argumentation mit den Millionen, wenn es denn so viele waren auf den Bildschirmen, was ist denn mit den Millionen die nicht zu sehen waren?
Natürlich herrschte eine große Unzufriedenheit und unter anderem und nicht ganz unmaßgeblich wegen der mangelhaft gefüllten Fleischtöpfe, übrigens auf bei den meisten der 90 000 Stasis, die hatten die Misslichkeiten genauso an der Backe. Die historische Wahrheit ist, man wollte Veränderung in diesem Land und System und nicht Abschaffung desselben, dass konnte man sich nämlich gar nicht vorstellen. Wenn auch sehr schnell klar wurde, dass das eine Illusion ist, logisch hat sich dann die Stimmung verändert aber weil sich bei Millionen die Du nicht auf Deinem Bildschirm gesehen hast der Realismus durchgesetzt hat, die Propaganda der politisch unabhängigen Medien der Bundesrepublik haben dann ihren Teil dazu geliefert. Unter anderem die geniale Schlagzeile der Bildzeitung, dass "Wir sind das Volk" in "Wir sind ein Volk" zu verändern, was im Nachinein betrachtet ja sogar stimmte aber nicht der eigentliche Anspruch der Millionen war die Du nicht auf Deinem Bildschirm gesehen hast.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon augenzeuge » 17. Juni 2018, 08:24

Beethoven hat geschrieben:

Na, danke dass dies ein anderer User ausgegraben hat.


Freundlichst


steht nicht nur auf den Kundschafter Seiten... [grins] weitaus detaillierter auf Seiten des Bundestages....
Die Umstände dazu sind noch wichtiger.
http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-43064011.html

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon augenzeuge » 17. Juni 2018, 08:33

Die historische Wahrheit ist, man wollte Veränderung in diesem Land und System und nicht Abschaffung desselben, dass konnte man sich nämlich gar nicht vorstellen.

Ja, stimmt.

Aber dazu gehört auch, daß MfS wusste früh über die Realität bescheid. Nicht zuletzt sorgte es mit selbst dafür,dass eine Veränderung nicht möglich wurde.

Karnak, wer so reisebegeistert wie du ist, sollte langsam den Unterschied zur DDR Freiheit begriffen haben. [flash]

Ich weiß nicht, wie man sich in der Gängelei unter den DDR Umständen frei fühlen konnte. [angst] Ich habe das erst richtig verstanden, als ich im Westen die ersten Schritte machte.

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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon augenzeuge » 17. Juni 2018, 08:38

aber nicht der eigentliche Anspruch der Millionen war die Du nicht auf Deinem Bildschirm gesehen hast.


Den Anspruch der stillen Millionen hat man im März 90 erleben können. Karnak, bitte versuch nicht der Bild Zeitung etwas zuzuschreiben, was zuerst im Volk der DDR zu sehen war.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon karnak » 17. Juni 2018, 08:57

Der "Anspruch " der Millionen war eben diesem Realitätssinn geschuldet, völlig logisch und nachvollziehbar nach dem 40 Jahre in wesentlichen Teilen Nichtfunktionieren, der gleichzeitig 40 Jahre immer vorhandene gute Geruch des Westens und des Intershops hat dazu beigetragen, dass dem Volk das Wasser im Munde zusammengelaufen ist, auch nachvollziehbar und die Geschichte mit der Bild Zeitung ist ein historischer Fakt. Die übermächtige Fähigkeit von Medien und populären Politikern die Stimmung zu beeinflussen hat sein Übriges dazu beigetragen. Bei heutigen Wünschen nach Metallgitterzäunen und Mauern organisiert über einen immer noch geheimnisvollen " Masterplan " ist das übrigens nicht viel anders. Zu welcher Dramatik sich das heute zu entwickeln vermag kann ich noch nicht abschließend beurteilen, können wir in ein paar Jahren noch mal drüber reden, hoffend, dass das dann noch öffentlich möglich ist ohne das ein OV eröffnet wird. Dabei will ich gerne zugestehen, dass das etwas Schwarzmalerei ist, obwohl einige auf diesen Zustand hinzuarbeiten scheinen und Teile "des Volkes" es scheinbar kaum abwarten können. Das nur um zur Erklärung gewisser Unstände ein paar Parallelen zu ziehen.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon augenzeuge » 17. Juni 2018, 09:32

Zur Klärung: Wir sind ein Volk!

Es ist bis zum heutigen Tag nicht geklärt, wann der Wechsel der Demonstrationsparole erstmals erfolgte, vermutlich aber erst nach der Maueröffnung am 9. November 1989.

Auf dem Flugblatt vom 9. Oktober 1989 ist der Satz „Wir sind ein Volk“ gesperrt geschrieben. Das Schreiben wandte sich aber an Demonstranten und Einsatzkräfte gleichermaßen und forderte diese zum Verzicht auf "Gewalt unter uns", also gegenüber der jeweils anderen Seite auf. Die Wiedervereinigung Deutschlands war damit nicht gemeint.

Am 11. November 1989 titelte die Bild (Untertitel: Die Wiedervereinigung Deutschlands – Das ist unser Auftrag!):

„Wir sind das Volk“ rufen sie heute – „Wir sind ein Volk“ rufen sie morgen!

Bei der ersten Montagsdemonstration nach der Maueröffnung in Leipzig am 13. November 1989 wurde Augenzeugenberichten zufolge von kleineren Gruppen der neue Demonstrationsruf skandiert. Da die Berliner Mauer offen gewesen ist, bleibt ungeklärt, ob dieser Ausruf von West- oder Ostdeutschen ausging.


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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon pentium » 17. Juni 2018, 09:35

augenzeuge hat geschrieben:
Am Ende waren es die Wessis..... [flash]
AZ


Ja, wie am 17.Juni....da waren es ja auch finstere imperialistische Mächte!




Schreibt Karnak dazu, habe wieder mal den falschen Button erwischt, nicht das gleich wieder Verschwörungstheorien hochkochen. [flash]
[grin] So ganz unsympathisch war es ihnen jedenfalls nicht und zwar am Wenigsten weil sie sich das Leiden der Brüder und Schwestern so wünschten und deswegen wird die Wahrheit wohl in der Mitte liegen.

...
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon karnak » 17. Juni 2018, 09:45

augenzeuge hat geschrieben:
Am Ende waren es die Wessis..... [flash]
AZ

Das habe ich nicht behauptet, ich habe nur festgestellt, dass die Millionen die Du auf dem Bildschirm gesehen hast und die Millionen die Du nicht auf dem Bildschirm gesehen hast einschließlich der Bürgerbewegten mit einem anderen Anspruch angetreten sind und unteranderem und durchaus vordergründig die Bild Zeitung " dem Volk" und "den Millionen " ihren Realitätssinn etwas auf die Sprünge geholfen hat. Das sind mit etwas Abstand betrachtet nun mal die Realitäten. Genauso wie es eine letztliche Realität ist, dass wir mal ein Volk waren, selbst Verantwortung dafür tragen, dass wir zwei wurden und auf Grund des ökonomischen Versagens der Führungsriege des einen Teils dieser Teil des ehemaligen Volkes sich entschlossen hat die Flucht nach vorne anzutreten und dem anderen Teil als zukünftiger Bundesbürger beizutreten, nicht die schlechteste Entscheidung aber eben nicht dieses Wiedervereinigungsgedöhns wegen dem einige so gerne onanieren, dass hst nun mal so nicht stattgefunden.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon pentium » 17. Juni 2018, 09:50

Beethoven hat geschrieben:
Da habe ich mal eine Frage.

Warum wurde der SS-Mann, der auf dem Turm eines KZ stand, der Häftlinge eine KZ geschunden hat, der in den Weiten Russlands Frauen und Kinder erschossen hat, nicht der gleiche Hass und die Verachtung entgegen gebracht, wie den Männern die einst treu zur DDR standen ohne auch nur einen einzigen Menschen gequält oder gar getötet zu haben?

Diese Herren beziehen, so sie noch leben, dicke Renten. Dem Koch, der beim MfS die Suppe in die Teller gemacht hat, wird dieses Recht nicht zugestanden. Wie kann das sein?

Freundlichst


Eine schwierige Frage? Irgendjemand hat mal geschrieben, man Versteckt sich hinter der DDR, also hinter all den Opfern und Tätern damals in der DDR, damit man all die Leichenberge nicht sehen braucht, welche die NS-Zeit hinterlassen hat....

...
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Spartacus » 17. Juni 2018, 14:12

Wie hat mir das mal meine kluge Wessi Frau erklärt?

Wir hatten die Freiheit, aber nicht das Geld etwas daraus zu machen. ( meine Frau stammt aus ärmlichen Verhältnissen)
Ihr hattet das Geld, aber nicht die Freiheit, etwas damit anzufangen.

Ich glaube das trifft es ganz gut, denn was nutzt einem Hartz IV Empfänger all die Freiheit, die er hat?

Womit wir wieder bei den Fleischtöpfen von Kristian angekommen sind, denn auch meiner Meinung nach definiert sich Freiheit heute
über das persönliche Vermögen.

Sprich: Vermögen = Freiheit, Armut = Unfreiheit. [shocked]

Sparta
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denn es gibt ja noch zum Glück, als Beruf die Politik.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon Beethoven » 17. Juni 2018, 14:26

pentium hat geschrieben:
Eine schwierige Frage? Irgendjemand hat mal geschrieben, man Versteckt sich hinter der DDR, also hinter all den Opfern und Tätern damals in der DDR, damit man all die Leichenberge nicht sehen braucht, welche die NS-Zeit hinterlassen hat....

...


Ja, da gehe ich mit. Aber ist das nicht Doppelzüngig und unfaier auch mit Sicht auf den Satz den ich in blewuer Farbe einkopiert habe?

Freundlichst
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Sie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

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Dein Charakter ist das, was Du wirklich bist, doch Dein Ruf ist nur das, was andere von dir halten.
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Re: Was ist Freiheit?

Beitragvon pentium » 17. Juni 2018, 14:45

Beethoven hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
Eine schwierige Frage? Irgendjemand hat mal geschrieben, man Versteckt sich hinter der DDR, also hinter all den Opfern und Tätern damals in der DDR, damit man all die Leichenberge nicht sehen braucht, welche die NS-Zeit hinterlassen hat....

...


Ja, da gehe ich mit. Aber ist das nicht Doppelzüngig und unfaier auch mit Sicht auf den Satz den ich in blewuer Farbe einkopiert habe?

Freundlichst


Das war doch 1956...das hat man im laufe der Jahre einfach vergessen....

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