Das waren noch Zeiten - Die 60er

Wie lief der Alltag in beiden deutschen Staaten zur Zeit der Teilung ab? Wie wurde gearbeitet? Was waren typische Berufe? Was wurde nach Feierabend gemacht? Wohin gings in den Urlaub?
Dies ist der Bereich zum Thema "Alltag"

Das waren noch Zeiten - Die 60er

Beitragvon Interessierter » 19. Oktober 2016, 10:25

Freizeit

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Freizeit in den 60ern war rar. Die Samstage waren noch normale Arbeitstage. Schulfreie Samstage gab es die ganzen 60er-Jahre nicht Waren die Vormittage mit Schulunterricht vollgestopft, saß man an den Nachmittagen oft stundenlang an den Hausaufgaben.
Genaugenommen war nicht einmal der Sonntag ein freier Tag. Nach dem obligatorischen Kirchgang am Vormittag galten für den Rest des Tages vielfältige Regelungen wie vorgeschriebene Bekleidungsordnung, Verbot der Verschmutzung jener Bekleidung, Anwesenheitspflicht bei Verwandtenbesuchen usw., was den Umfang und die Art der Freizeitaktivitäten stark einschränkte.

Freizeit unterteilte sich generell in "draußen" und "drinnen". Die eigentliche Freizeit war "draußen", "drinnen" nur eine notgedrungene Alternative bedingt durch unabänderliche äußere Einflüsse wie Sonntage, extrem schlechtes Wetter oder Krankheit. Spielgefährten für "drinnen" waren nur schwer zu bekommen, so dass man sich "drinnen" meist alleine beschäftigen musste. "Drinnen" drohte ständig das Gespenst Langeweile. Ganz anders "draußen". "Draußen" war Freizeit mit einem Hauch von Freiheit.

Mehr erfährt man hier und fühlt sich dabei in die eigene Kindheit und Jugend versetzt:
http://www.das-waren-noch-zeiten.de/alltag.htm
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Re: Das waren noch Zeiten - Die 60er

Beitragvon Edelknabe » 20. Oktober 2016, 16:32

Uns Interessierter mit seinem:

" Nach dem obligatorischen Kirchgang am Vormittag galten für den Rest des Tages vielfältige Regelungen wie vorgeschriebene Bekleidungsordnung, Verbot der Verschmutzung jener Bekleidung, Anwesenheitspflicht bei Verwandtenbesuchen usw., was den Umfang und die Art der Freizeitaktivitäten stark einschränkte."
Textauszug ende

Köstlich Mann, war das der euer Westen damals in die 60er Jahre....das mit dem treuen Kirchgang? Unvorstellbar in der sozialistisch "moderneren" DDR, solcher irgend wie verstaubter Religions-Kram HAAAAAaaaaaaaaaaaaaa

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Und einen guten Abend allen ins Forum
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Re: Das waren noch Zeiten - Die 60er

Beitragvon pentium » 20. Oktober 2016, 16:49

Edelknabe hat geschrieben:Uns Interessierter mit seinem:

" Nach dem obligatorischen Kirchgang am Vormittag galten für den Rest des Tages vielfältige Regelungen wie vorgeschriebene Bekleidungsordnung, Verbot der Verschmutzung jener Bekleidung, Anwesenheitspflicht bei Verwandtenbesuchen usw., was den Umfang und die Art der Freizeitaktivitäten stark einschränkte."
Textauszug ende

Köstlich Mann, war das der euer Westen damals in die 60er Jahre....das mit dem treuen Kirchgang? Unvorstellbar in der sozialistisch "moderneren" DDR, solcher irgend wie verstaubter Religions-Kram HAAAAAaaaaaaaaaaaaaa

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Wenn der sonntägliche Kirchgang in deiner modernen DDR unvorstellbar war Edelknabe, dann frage ich mich, wohin haben mich dann meine Eltern und Großeltern immer am Sonntag mitgenommen? Es war ein mittelgroßes Gebäude, mit großen bunten Fenstern, einer großen Eingangstüre, dann gab es einen hohen Turm....

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Re: Das waren noch Zeiten - Die 60er

Beitragvon Edelknabe » 20. Oktober 2016, 16:58

Was, du armes Würstchen Pentium, du musstest als Kind mit in die Kirche? Wo hast du denn gewohnt, in der DDR, etwa im Hinterwald? So wie uns Volker Zottmann etwa?

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Re: Das waren noch Zeiten - Die 60er

Beitragvon pentium » 20. Oktober 2016, 17:09

Edelknabe hat geschrieben:Was, du armes Würstchen Pentium, du musstest als Kind mit in die Kirche? Wo hast du denn gewohnt, in der DDR, etwa im Hinterwald? So wie uns Volker Zottmann etwa?

Rainer-Maria


Nicht im Hinterwald Edelknabe, aber an der Vierenstraße und der Sehma...

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Re: Das waren noch Zeiten - Die 60er

Beitragvon Volker Zottmann » 20. Oktober 2016, 17:17

Edelknabe hat geschrieben:Was, du armes Würstchen Pentium, du musstest als Kind mit in die Kirche? Wo hast du denn gewohnt, in der DDR, etwa im Hinterwald? So wie uns Volker Zottmann etwa?

Rainer-Maria


Denk an die neuen Forenregeln Edelknabe! Oder hat Dein Hirn wieder Aussetzer?

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Re: Das waren noch Zeiten - Die 60er

Beitragvon augenzeuge » 20. Oktober 2016, 18:21

Edelknabe hat geschrieben: Unvorstellbar in der sozialistisch "moderneren" DDR


Hahaaaaaaaaaaaaaaa [laugh]

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Re: Das waren noch Zeiten - Die 60er

Beitragvon Interessierter » 20. Oktober 2016, 18:34

Ob man in die Kirche ging, das entschied jede Familie frei und ganz allein für sich. Je ausgeprägter die Gläubigkeit war, desto eher ging man Sonntags in die Kirche.
In meiner evangelischen Familie ging kaum jemand Sonntags in die Kirche. In katholischen Familien traf das, aus meiner Erfahrung, schon eher zu.

Auf jeden Fall gab es weder Druck, Zwang noch Repressalien, wenn man kein Kirchgänger war.
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Re: Das waren noch Zeiten - Die 60er

Beitragvon Merkur » 20. Oktober 2016, 18:48

Interessierter hat geschrieben:Auf jeden Fall gab es weder Druck, Zwang noch Repressalien, wenn man kein Kirchgänger war.


Das war in der DDR auch so. [grins]
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Das waren noch Zeiten - Die 60er

Beitragvon augenzeuge » 20. Oktober 2016, 18:55

Interessierter hat geschrieben:Auf jeden Fall gab es weder Druck, Zwang noch Repressalien, wenn man kein Kirchgänger war.


Es gab im Westen und Süden des Landes Gebiete, wo Druck ausgeübt wurde. Dann kam der Pfarrer schon mal abends für ne Belehrung nach Hause... [flash]

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Re: Das waren noch Zeiten - Die 60er

Beitragvon Interessierter » 4. April 2017, 12:36

Erinnert ihr euch noch?

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Alte Kaffeemühlen und ihre historischen Wurzeln

Alte Kaffeemühlen und der Mahlstein: Die Geschichte der Mühlen beginnt, lange bevor die Kultivierung von Kaffee und damit auch das Mahlen von Kaffee bekannt war. Man kennt erste steinerne Handmühlen aus Mesopotamien, die auf ca. 3.700 Jahre v. Chr. eingeordnet werden.

Die Technik war denkbar einfach: Das Mahlgut wird zwischen zwei meist radähnlichen schweren Steinen zerkleinert. Während die untere Steinscheibe feststand, wurde die obere, der Mahlstein, gedreht. Auf solchen Handmühlen wurde hauptsächlich Getreide gemahlen.

Das älteste Zerkleinern von Getreiden oder Kräutern geschah mit Mörser und Stößel. Hierauf basierten später die Mörsermühlen. Hierbei wurde der Stößel lediglich mit einer Handkurbel versehen, um jenen effektiver und weniger kraftaufwendig einzusetzen.

Diese Mörsermühlen oder Handmühlen, welche schon die Römer benutzten und sie als „mola trusatilis“ oder „mola manuaris“ bezeichneten, waren in den Haushalten der frühen Jahrhunderte durchaus verbreitet.

Die Technik verfeinerte sich mit der Zeit. Da der Verlust durch Abrieb, z.B. beim Buntsandstein, enorm war, ersetzte nach und nach Metall den Stein als Mahlwerk. Eisen, Gußeisen oder Stahl nutzten sich weit weniger ab als Stein.

Der länger Beitrag geht hier weiter:
http://www.sammeln-sammler.de/kaffeemuehlen/

Als Kind und Jugenlicher war es immer meine Aufgabe, auf einem Stuhl sitzend, die Kaffeemühle zwischen den Knien haltend, den Kaffee zu mahlen. Lang ist es her.....
Schöne Erinnerungen auch an die schon verstorbenen Familienmitglieder... [denken]
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