Lokaljournalismus in der DDR

Wie lief der Alltag in beiden deutschen Staaten zur Zeit der Teilung ab? Wie wurde gearbeitet? Was waren typische Berufe? Was wurde nach Feierabend gemacht? Wohin gings in den Urlaub?
Dies ist der Bereich zum Thema "Alltag"

Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Interessierter » 28. Juli 2015, 09:26

„WER AM TISCH DER MÄCHTIGEN SITZEN DURFTE“

(Interview mit Ullrich ERZIGKEIT)

Von Paul-Josef RAUE

Als uns Ullrich Erzigkeit bei der Grenzwanderung begleitete, kehrten wir zum Abendessen in den „Schwarzen Adler“ in Bad Lobenstein ein. „Hier habe ich im Herbst 1968 mein Volontariat begonnen“, erzählte er, „im heutigen Gastraum standen früher die Schreibtische der Volkswacht-Lokalredaktion.“ Wir sprachen mit ihm über den Lokaljournalismus an der Grenze:

Gab es in der DDR einen unabhängigen Journalismus, wie wir ihn heute kennen und pflegen?


Nein, wir waren eine Parteizeitung, abhängig von den Weisungen der SED, die dirigistisch eingriff, eben ein Teil der umfassenden Propaganda, mit der die Partei die DDR überzog. Als sich die Volkswacht zur unabhängigen Tageszeitung wandelte, verabschiedeten wir ein Redaktionsstatut: Von dem Tag an waren wir Anwalt der Bürger und nicht mehr Anwalt einer Partei und ihrer Funktionäre.

Wie berichteten Sie in einer Grenz-Redaktion wie Lobenstein über die Grenze?

Wir durften über die Grenze nichts berichten, die war komplett tabu. Nur an Silvester war das anders: Da gingen die hohen SED-Funktionäre zu den Soldaten und dankte ihnen für den „vorbildlichen Dienst“ mit den üblichen Floskeln; darüber berichteten wir mit Foto und vorgeschriebenem Text.

Waren auch verhinderte Fluchten kein Thema? Immerhin gab es für die Soldaten Lob und Auszeichnung.

Nein, wir erfuhren auch offiziell nichts davon. Wenn wir abends mit den Grenzern ein Bier tranken, erfuhren wir schon, was an der Grenze los war. Aber das war inoffiziell, das durften wir eigentlich gar nicht wissen, erst recht durften wir davon nichts schreiben.
Fluchtversuche passten so gar nicht in das Bild vom sozialistischen Paradies der Arbeiter und Bauern.

Hatten die Grenzer keine Angst, dass sie plötzlich doch in der Zeitung standen?


Nein, die wussten genau: Das bleibt eine vertrauliche Verschlusssache. Hätte ich etwas über eine Flucht geschrieben, wäre das in der mehrfachen Zensur sicher rausgeflogen – und ich gleich hinterher; keinen Tag länger wäre ich Redakteur geblieben. Wir mussten die vorgestanzten Texte von oben mitnehmen, das war unsere Aufgabe, das sicherte uns auch die Ruhe.

Prahlten die Grenzoffiziere nicht damit, wenn sie eine Flucht verhindert hatten?

Einige schon, aber manche fragten sich schon: Ist es das wert? Müssen wir wirklich ein Menschenleben zerstören, nur weil einer fliehen will?

Weiter mit dem Interview geht es hier:
http://www.thueringer-allgemeine.de/web ... 1674641818
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon EMW-Mitarbeiter » 28. Juli 2015, 12:15

Wir haben eine freie Presse?

Sagt mir mal jemand, um welche Zeitung es sich handelt, damit ich diese abonnieren kann?
Oder es das hier das Science Fiction Forum?
Ich lese nur noch.
Manchmal platzt mir der Kragen, manchmal schmunzel ich.
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Interessierter » 28. Juli 2015, 13:12

EMW-Mitarbeiter hat geschrieben:Wir haben eine freie Presse?

Sagt mir mal jemand, um welche Zeitung es sich handelt, damit ich diese abonnieren kann?
Oder es das hier das Science Fiction Forum?


Jeder Beitrag eines Journalisten ist auch geprägt von seiner Einstellung und politischen Denkweise. Bedingt durch die große Vielfalt der Medien, haben wir nicht erst seit der Wiedervereinigung die Möglichkeit uns aus diesen unterschiedlichen Berichten, uns eine eigene Meinung zu bilden.

Dazu müßte man allerdings mehr als nur die Schlagzeile lesen.. [wink] Wenn Du allerdings meinst, alleine aus den Berichten einer einzigen Zeitung, Dir eine objektive Meinung bilden zu können, so ist dann völlig gleich welche Du abonnierst. Nur objektiv informiert wirst Du nicht sein.

Aber du kannst ja gerne einmal einen Thread eröffnen über die Pressefreiheit im jetzigen Deutschland, bevor Du mit diesem Thema hier den Thread zerschießt.
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon EMW-Mitarbeiter » 28. Juli 2015, 13:29

Nee, lass mal, ich wrde mich politisch keineswegs mehr äussern.

Umd zum Thema Medien: ich habe da Verbindungen zu einigen Leuten aus TV und Zeitung. Aber bei dem Thema "freie Berichterstattung" würdest Du nur ein müdes Lächeln erhalten.
Ich lese nur noch.
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Danny_1000 » 28. Juli 2015, 15:30

EMW-Mitarbeiter hat geschrieben:Wir haben eine freie Presse?

Sagt mir mal jemand, um welche Zeitung es sich handelt, damit ich diese abonnieren kann?
Oder es das hier das Science Fiction Forum?

…eine ähnliche Frage hatte ich auch schon auf der Zunge. Nur an der angeblichen Vielfalt der Medien heute sich brustklopfend über die fehlende Pressefreiheit in der vor mehr als 25 Jahren untergegangenen DDR abzuarbeiten, ist ein wenig dünn. Es ist halt eine Frage des Anspruches, welchen man an unabhängigen Journalismus stellt.
In der DDR wußte man, dass Journalismus in erster Linie Parteipropaganda der SED und deren Blockflöten war.

Wie verwoben heute große deutsche Medien und deren Lautsprecher mit diversen Einrichtungen sind, zeigt das folgende Video hier:

Danny
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Interessierter » 28. Juli 2015, 15:45

@Danny
Dein Beitrag ist leider auch OT. Vielleicht kann jemand vom Team ja die OT Beiträge verschieben.
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Bahndamm 68 » 28. Juli 2015, 16:54

Interessierter hat geschrieben:„WER AM TISCH DER MÄCHTIGEN SITZEN DURFTE“

(Interview mit Ullrich ERZIGKEIT)

Von Paul-Josef RAUE

Weiter mit dem Interview geht es hier:
http://www.thueringer-allgemeine.de/web ... 1674641818

Ein bemerkenswerter Artikel.
Und was verdeutlicht uns dieser Artikel?
Das ganze DDR-System war nur auf Lug und Betrug ausgerichtet. Glitzer Glanz und Gloria wenn die rote Fahne wehte. Das waren alles machtgeile Bonzen, die die Arbeiter und Bauernklasse betrogen haben. Wer den Parteibonbon auf der Jacke oder unter dem Revers trug, das waren die Träger dieser Diktatur. Sie hatten alle ihr Auskommen und waren froh und glücklich dabei. Viele davon leben heute in der dunkelroten Vergangenheit und sehnen sich zurück in die alte Zeit.
Jede Gesellschaft ist veränderbar, eine Stagnation ist gleich Stillstand und Stillstand ist Rückschritt.
Ich war und bin zufrieden, wer gearbeitet hat, der hatte auch sein Auskommen und auch sein Wohlstand.
Wer die heutige Gesellschaft grundlegend ändern möchte, dem gebe ich den guten Rat, in das Land der aufgehenden Sonne, sprich China und auch nach Russland aus zuwandern. Da gibt es noch die Verhältnisse, wie sie 40Jahre in der DDR gab.
Das vorangegangene Video vom ZDF „Die Anstalt“; verstehe ich nicht ganz in diesem Thread. Wir haben Pressefreiheit und jeder kann seine Meinung offen kundgeben, ich hoffe auch hier im Forum. Diese Sendung, dieses Video wäre vor 40Jahren nicht vorstellbar, wenn das Sicherheitssystem der DDR oder das Neue Deutschland kritisiert worden wäre.

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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Jago » 28. Juli 2015, 18:04

Bahndamm 68 hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:„WER AM TISCH DER MÄCHTIGEN SITZEN DURFTE“

(Interview mit Ullrich ERZIGKEIT)

Von Paul-Josef RAUE

Weiter mit dem Interview geht es hier:
http://www.thueringer-allgemeine.de/web ... 1674641818

Ein bemerkenswerter Artikel.
Und was verdeutlicht uns dieser Artikel?
Das ganze DDR-System war nur auf Lug und Betrug ausgerichtet. Glitzer Glanz und Gloria wenn die rote Fahne wehte. Das waren alles machtgeile Bonzen, die die Arbeiter und Bauernklasse betrogen haben. Wer den Parteibonbon auf der Jacke oder unter dem Revers trug, das waren die Träger dieser Diktatur. Sie hatten alle ihr Auskommen und waren froh und glücklich dabei. Viele davon leben heute in der dunkelroten Vergangenheit und sehnen sich zurück in die alte Zeit.
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Ich war und bin zufrieden, wer gearbeitet hat, der hatte auch sein Auskommen und auch sein Wohlstand.
Wer die heutige Gesellschaft grundlegend ändern möchte, dem gebe ich den guten Rat, in das Land der aufgehenden Sonne, sprich China und auch nach Russland aus zuwandern. Da gibt es noch die Verhältnisse, wie sie 40Jahre in der DDR gab.
Das vorangegangene Video vom ZDF „Die Anstalt“; verstehe ich nicht ganz in diesem Thread. Wir haben Pressefreiheit und jeder kann seine Meinung offen kundgeben, ich hoffe auch hier im Forum. Diese Sendung, dieses Video wäre vor 40Jahren nicht vorstellbar, wenn das Sicherheitssystem der DDR oder das Neue Deutschland kritisiert worden wäre.

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Hallo Hermann

meine volle Zustimmung dast du dir erarbeitet

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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Wosch » 28. Juli 2015, 20:19

EMW-Mitarbeiter hat geschrieben:Wir haben eine freie Presse?

Sagt mir mal jemand, um welche Zeitung es sich handelt, damit ich diese abonnieren kann?
Oder es das hier das Science Fiction Forum?




Am besten wird es für Dich sein alle hier in der BRD erscheinenden Presseerzeugnisse zu abbonieren, so könntest Du Dir diese diesbezügliche Frage in Eigenverantwortung selbst beantworten. Ich verweise hier mal nur auf die Vielseitigkeit von journalistischen Ansichten in den unterschiedlichsten Medien (Printmedien eingeschlossen) im vereinten Deutschland, ohne dafür von einer "Obrigkeit" gemaßregelt zu werden.
Mir als ehemaliger DDR-Bürger ist ausgerechnet die hiesige Presse-und Meinungsfreiheit nach meiner Flucht, aus dem Staat ohne diese gewährleisteten Rechte, im nachhinein immer noch eine der wichtigsten und positivsten Errungenschaften welcher ich mich hier "bedienen" konnte und kann.
Auf die gleichgeschaltete und zensierte "Lügenpresse" in der von kriminellen Politikern bestimmten Deutschen Demokratischen Republik verweise ich nur kurz und auch nur deswegen weil ich meine daß die besser in die Sparte ""Science Fiction" passen würde.


Wosch. [ich auch]
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 29. Juli 2015, 08:34

Interessierter hat geschrieben:
EMW-Mitarbeiter hat geschrieben:Wir haben eine freie Presse?

Sagt mir mal jemand, um welche Zeitung es sich handelt, damit ich diese abonnieren kann?
Oder es das hier das Science Fiction Forum?


Jeder Beitrag eines Journalisten ist auch geprägt von seiner Einstellung und politischen Denkweise. Bedingt durch die große Vielfalt der Medien, haben wir nicht erst seit der Wiedervereinigung die Möglichkeit uns aus diesen unterschiedlichen Berichten, uns eine eigene Meinung zu bilden.
politischen Denkweise
Dazu müßte man allerdings mehr als nur die Schlagzeile lesen.. [wink] Wenn Du allerdings meinst, alleine aus den Berichten einer einzigen Zeitung, Dir eine objektive Meinung bilden zu können, so ist dann völlig gleich welche Du abonnierst. Nur alleine aus den Berichten einer einzigen Zeitung. Nur objektiv informiert wirst Du nicht sein.

Aber du kannst ja gerne einmal einen Thread eröffnen über die Pressefreiheit im jetzigen Deutschland, bevor Du mit diesem Thema hier den Thread zerschießt.


Sag mal Interessierter, teilst du hier gerade deine eigene Vorgehensweise der "freien" Meinungsbildung mit?

- geprägt von seiner Einstellung

- politischen Denkweise

- Dazu müßte man allerdings mehr als nur die Schlagzeile lesen

- alleine aus den Berichten einer einzigen Zeitung

- objektiv informiert wirst Du nicht sein


Das Märchen von der freien und unabhängigen Presse/Medien wird uns tagtäglich mehr oder minder erfolgreich erzählt.

Thoth
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 29. Juli 2015, 08:39

Bahndamm 68 hat geschrieben:
Mein Schlusswort dazu ist die Signatur eines User hier im Forum: LIEBER TOT, ALS ROT.

VG Bahndamm 68


Ach, und welcher User soll das sein? Ich kenne keinen der diese Signatur benutzt.
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 29. Juli 2015, 08:52

Thoth hat geschrieben:
Bahndamm 68 hat geschrieben:
Mein Schlusswort dazu ist die Signatur eines User hier im Forum: LIEBER TOT, ALS ROT.

VG Bahndamm 68


Ach, und welcher User soll das sein? Ich kenne keinen der diese Signatur benutzt.



Deine Aufmerksamkeit lässt nach Thoth....was ist los mit dir.... [shocked] [ich auch]


groetjes

Mara
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 29. Juli 2015, 09:01

Mara, du bist wohl kein Grammatik und Rechtschreibfan?

Hier wird man doch schon wegen fehlender Kommata von einer gewissen Klientel als doofe Sau durch's Forendorf getrieben und die Herren ergötzen sich daran, Naja, deren Befriedigung im Alter ......

Aber ein falsches Zitat, was durch das falsch geschriebene Wort auch noch sinnentstellend ist, das wird toleriert denn es wird von Einem der Ihren benutzt, denjenigen die vom Hass auf Andersdenkende zerfressen sind.
Soll ich dir dazu ein paar User-Namen auflisten?

Schönen Tag noch, egal wo.


Thoth
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 29. Juli 2015, 09:19

Thoth hat geschrieben:Mara, du bist wohl kein Grammatik und Rechtschreibfan?


Doch schon, über meine Fehler denk ich lange nach, wie ich sie am besten mache....das du dich allerdings zu einem aufplusterst, verwundert sicher nich nur mich.... [smile]


Mara.... [hallo]
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 29. Juli 2015, 09:24

Mara, auch ich denke darüber nach wie ich den alten Herren eine Freude machen kann ...... [crazy]
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 29. Juli 2015, 09:29

Thoth hat geschrieben:Mara, auch ich denke darüber nach wie ich den alten Herren eine Freude machen kann ...... [crazy]


Jaja, du Hobby-Schizo, in echt bist du bestimmt ganz anders.... [flash]


groetjes

Mara
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 29. Juli 2015, 09:55

Deine Schmeicheleien gefallen mir echt, nur werde ich mich nicht auf dein Niveau wie "Hobby-Schizo" begeben.

Schreib lieber was zum Thema statt hier auf unflätige Weise rumzupöbeln.

-----------------------------------------------------

Einen interessanten Einblick in die Arbeit eines Journalisten bei einem Bezirksblatt; in diesem Fall die SED Bezirkszeitung des Bezirkes Erfurt; gibt Sergej Lochthofen in seinem stark autobiografischen Roman "Grau".
Finde ein empfehlenswertes Buch.
Die darin geschilderten Probleme, bezogen auf die journalistische Arbeit, kenne ich so ähnlich aus endlosen Diskussionen zum "Thema" im Freundes- und Bekanntenkreis zu dem auch Journalisten zählten welche entweder beim Fernsehen oder Printmedien arbeiteten.

Die im Artikel geschilderten Sachverhalte sind aus meiner Sicht natürlich heutigen Erwartungshaltungen und Sichtweisen; Funktionäre oder 'Bonzen' waren per se dumm; angepasst aber entkleidet man das Interview von den ideologisch und propagandistischen Einsprenkelungen so kommt er der damaligen Wirklichkeit was die Medien betrifft ziemlich nahe.


Thoth
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon EMW-Mitarbeiter » 29. Juli 2015, 10:11

Bahndamm 68 hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben:„WER AM TISCH DER MÄCHTIGEN SITZEN DURFTE“

(Interview mit Ullrich ERZIGKEIT)

Von Paul-Josef RAUE

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Ein bemerkenswerter Artikel.
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Das ganze DDR-System war nur auf Lug und Betrug ausgerichtet. Glitzer Glanz und Gloria wenn die rote Fahne wehte. Das waren alles machtgeile Bonzen, die die Arbeiter und Bauernklasse betrogen haben. Wer den Parteibonbon auf der Jacke oder unter dem Revers trug, das waren die Träger dieser Diktatur. Sie hatten alle ihr Auskommen und waren froh und glücklich dabei. Viele davon leben heute in der dunkelroten Vergangenheit und sehnen sich zurück in die alte Zeit.
Jede Gesellschaft ist veränderbar, eine Stagnation ist gleich Stillstand und Stillstand ist Rückschritt.
Ich war und bin zufrieden, wer gearbeitet hat, der hatte auch sein Auskommen und auch sein Wohlstand.
Wer die heutige Gesellschaft grundlegend ändern möchte, dem gebe ich den guten Rat, in das Land der aufgehenden Sonne, sprich China und auch nach Russland aus zuwandern. Da gibt es noch die Verhältnisse, wie sie 40Jahre in der DDR gab.
Das vorangegangene Video vom ZDF „Die Anstalt“; verstehe ich nicht ganz in diesem Thread. Wir haben Pressefreiheit und jeder kann seine Meinung offen kundgeben, ich hoffe auch hier im Forum. Diese Sendung, dieses Video wäre vor 40Jahren nicht vorstellbar, wenn das Sicherheitssystem der DDR oder das Neue Deutschland kritisiert worden wäre.

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Sei froh, das es noch Kräfte gibt, die Dich zufrieden sein lassen. Von allein kommt das nämlich nicht.
Aber um das zu verstehen, dazu gehört ........
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon EMW-Mitarbeiter » 29. Juli 2015, 10:12

Wosch hat geschrieben:
EMW-Mitarbeiter hat geschrieben:Wir haben eine freie Presse?

Sagt mir mal jemand, um welche Zeitung es sich handelt, damit ich diese abonnieren kann?
Oder es das hier das Science Fiction Forum?




Am besten wird es für Dich sein alle hier in der BRD erscheinenden Presseerzeugnisse zu abbonieren, so könntest Du Dir diese diesbezügliche Frage in Eigenverantwortung selbst beantworten. Ich verweise hier mal nur auf die Vielseitigkeit von journalistischen Ansichten in den unterschiedlichsten Medien (Printmedien eingeschlossen) im vereinten Deutschland, ohne dafür von einer "Obrigkeit" gemaßregelt zu werden.
Mir als ehemaliger DDR-Bürger ist ausgerechnet die hiesige Presse-und Meinungsfreiheit nach meiner Flucht, aus dem Staat ohne diese gewährleisteten Rechte, im nachhinein immer noch eine der wichtigsten und positivsten Errungenschaften welcher ich mich hier "bedienen" konnte und kann.
Auf die gleichgeschaltete und zensierte "Lügenpresse" in der von kriminellen Politikern bestimmten Deutschen Demokratischen Republik verweise ich nur kurz und auch nur deswegen weil ich meine daß die besser in die Sparte ""Science Fiction" passen würde.


Wosch. [ich auch]

Tolle Antwort ohne kausalen Inhalt....
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 29. Juli 2015, 10:37

Bahndamm 68 hat geschrieben:
Jede Gesellschaft ist veränderbar, eine Stagnation ist gleich Stillstand und Stillstand ist Rückschritt.

VG Bahndamm 68


Lehnst du dich mit dieser Feststellung nicht ein wenig zu weit aus dem Forenfenster?

Ist es doch ein eherner Grundsatz der "Erkenntnis" und der wahren Wahrheit das die aktuelle Gesellschaft, also die Form der Herrschaft weniger alles besitzender Reiche über die Masse derer die nicht so viel haben, ein gottgegebenes Gesetz sei und damit für alle Ewigkeiten zementiert, ist.

Es war schon immer gefährlich für diejenigen die meinten die Macht zu haben darauf zu bauen dass das System welches sie repräsentieren das allein Selig machende sei.


Thoth
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 29. Juli 2015, 12:29

Thoth hat geschrieben:Deine Schmeicheleien gefallen mir echt, nur werde ich mich nicht auf dein Niveau wie "Hobby-Schizo" begeben.

Schreib lieber was zum Thema


Na klar gefallen dir die Reaktionen auf deine Texte, darum schreibst du ja auch hier....und das Niveau von mir hast du doch eh schon selbst längst unterschritten....und wenn du jetzt genauso lachend vorm Rechner sitzt wie ich, is doch alles gut....

....zum Thema....hmmmm....ja, mir gefielen die DDR-Zeitungen, man konnte se prima bündeln und beim Sero-Stützpunkt richtig Geld dafür kriegen..... [super]


groetjes

Mara
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon EMW-Mitarbeiter » 29. Juli 2015, 13:03

Aber heute sind Zeitungen sicher wertvoller...

Mal im Ernst: es gab eine Zeit, so November 1989 bis Sommer 1990, da waren viele Redaktionen im Osten tatsächlich weitestgehend Frei im Wirken.
Der Chefredakteur der TA hat das relativ lange auch weitgehend beibehalten, bis man ihn endlich weggemobt hatte.
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Nostalgiker » 29. Juli 2015, 13:28

Damit gebe ich Dir unbedingt recht!
In der kurzen Zeit zwischen Ende 1989 bis zur Vereinnahmung der DDR durch die BRD herrschte in der DDR in allen Medien ein freier, unabhängiger Journalismus.

Da machte es Spaß wieder Zeitungen zu lesen, die Aktuelle Kamera zu schauen und Rundfunk zu hören.
Soviel Unabhängigkeit und Freiheit des gedruckten, gesprochenen Wortes in den Medien hat es weder in der alten noch in der "vereinigten" BRD gegeben.

Das war die Zeit wo die heutigen Hetzer nicht anderes zu tun hatten um nach der DM gieren .......
Jeder wie es halt braucht.


Ja und der von Dir erwähnte Chefredakteur der TA war der von mir genannte Sergej Lochthofen ........
Einer von vielen, und auch sein Vater, denen Schlimmes widerfuhr, die aber ihre Grundüberzeugung und Haltung nicht wie andere zwangsrekutierte "Genossen" für ein paar Bananen und Billigreisen über Bord warfen, sondern zu ihrer Geschichte und damit zu ihrem Leben und ihren Idealen stehen, und heute einem nicht weismachen wollen das sie schon immer dagegen waren. Das sind sie die Duckmäuser die den Mund nur aufreißen wenn es völlig ungefährlich ist.
Das schlimme daran ist mehr das sie meinen sich über aufrechte Menschen lustig machen zu können und dabei nicht merken wie erbärmlich und moralisch verkommen sie selbst sind.


Thoth
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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Bahndamm 68 » 29. Juli 2015, 19:29

Thoth hat geschrieben:
Bahndamm 68 hat geschrieben:
Mein Schlusswort dazu ist die Signatur eines User hier im Forum: LIEBER TOT, ALS ROT.

VG Bahndamm 68


Ach, und welcher User soll das sein? Ich kenne keinen der diese Signatur benutzt.

Ist schon interessant, was sich hier im Thread entwickelt hat.

Ich korrigiere meinen Fehler und schreibe: LIEBER TOD, ALS ROT, und möchte mich entschuldigen für meine Dummheit.

Füge ein Zitat von einem Großfürst hinzu:
Mit Adlersaugen sehen wir die Fehler andere,
mit Maulwurfsaugen unsere eigenen.

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Re: Lokaljournalismus in der DDR

Beitragvon Interessierter » 19. Januar 2020, 11:26

"40 Jahre Nicht-Journalismus" in der DDR

Nicht über Nacht ändern

Professor Manfred von Ardenne bat zu Kaffee und Kuchen in sein Haus in Dresden. Die Eingeladenen, eine Delegation von Politikern und Prominenten aus der Partnerstadt Hamburg, boten einigen Reportern der Dresdner Lokalpresse die Mitfahrt zu dem berühmten DDR-Wissenschaftler an. Doch die Dresdner Journalisten wehrten erschrocken ab: "Da dürfen wir doch nicht stören."

Damals, im März 1990 vor der Volkskammerwahl, begriff der mitgereiste Peter Kruse, 52, Chefredakteur des Hamburger Abendblatts, zum erstenmal die "unglaublichen Berührungsängste der DDR-Journalisten gegenüber Vertretern offizieller Institutionen".

Was "40 Jahre Nicht-Journalismus" in den Köpfen der Ost-Kollegen angerichtet haben, konnte der Chef der Hamburger Regionalzeitung seitdem häufiger beobachten. Denn Kruse und seine Leute arbeiten mit mehreren Zeitungsredaktionen in der einstigen SED-Republik zusammen.

Die längeren, interessanten Ausführungen gehen hier weiter:
https://www.spiegel.de/spiegel/spiegels ... 81771.html

Na da wird es ja wohl noch auch dem letzten Menschen klar, warum auch heute noch Menschen mit bestimmter Gesinnung sich gerne in deren Räumen, von ehemaligen teils wegen Totschlags vorbestraften Ex-DDR-Größen, die angebliche so wunderbare DDR erklären lassen.

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