Der Palast der Republik - Erinnerungs Thread

Wie lief der Alltag in beiden deutschen Staaten zur Zeit der Teilung ab? Wie wurde gearbeitet? Was waren typische Berufe? Was wurde nach Feierabend gemacht? Wohin gings in den Urlaub?
Dies ist der Bereich zum Thema "Alltag"

Der Palast Der Republik

Beitragvon SkinnyTrucky » 12. Oktober 2010, 20:11

Hier gibt es einen Rundgang durch den Palast der Republik.....

....einfach mal die einzelnen Videos anklicken und viel Kuckgenuß gewünscht.... [wink]

groetjes

Mara
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon turtle » 12. Oktober 2010, 22:39

Ich hatte dafür den Namen "Palazzo Prozzi" gehört. Eigentlich fand ich schade das er abgerissen wurde. Er war ein Stück DDR Geschichte und hätte genauso wie die Häuser der "Stalinallee" als Baudenkmal erhalten werden müssen. Ob es wirklich nur am Asbest lag das abgerissen werden musste???
Gruß Peter(turtle)
turtle
 

Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon SkinnyTrucky » 12. Oktober 2010, 23:02

Ja Peter, im Volksmund hatte er mehrere Namen....Erichs Lampenladen oder Ballast der Republik zB..... [flash]

Der Palast muß der Hammer gewesen sein....ich kenne ihn allerdings nur von aussen....schade eigendlich....und ja, auch schade, das sie ihn abgerissen haben....ich bin dagegen gewesen und wie ich finde, mit den Argumenten hätten se genausogut auch gleich den Fernsehturm abreissen können....

groetjes

Mara
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon Edelknabe » 13. Oktober 2010, 05:40

Guten Morgen Mara und Peter, ja, wir haben die Freiheit gewählt und die "freiheitlichen Denker"oder nennen wir sie Entscheider meinten wohl..".was Kunst und Kultur der DDR war, das kann nicht gut fürs bundesdeutsche Volk sein, also weg damit? "Denn es birkt so unbekannte Risiken in sich, könnte eventuell die Köpfe infizieren mit dem Virus Klarsicht und Nachdenken.Auch diesen drei W...Warum, wieso und weshalb?
"Dafür her mit einer alten verstaubten muffigen preußischen Garnisonskirche, den Jugend, was kümmert uns deutsche Jugend, soll sie doch sehen, wo sie bleibt".
Einen guten Tag allen ins Neue Forum.

Rainer-Maria
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon manudave » 13. Oktober 2010, 05:56

Den Palast hat man damals sicherlich bewundert - stellte er eine Insel in der DDR dar.
Als Gebilde in Gesamtdeutschland dann einfach nur noch ein asbestverseuchter und heruntergekommener Lampenladen. Mit Kunst hatte das nix mehr zu tun - es wäre wohl eher eine (zusätzliche) Geldvernichtungsmaschine geworden.

Insofern ist der Abriss meines Erachtens O.K.
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon SkinnyTrucky » 13. Oktober 2010, 07:40

Man wird das Richtige getan haben....aber schade is scho....immerhin gab es genug Discussionen um einen Erhalt.....

fijne dag verder

Mara
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon turtle » 13. Oktober 2010, 08:04

Hätte man nicht am Eingang ein Schild anbringen können "Achtung Asbest " Asbest kann Krebs auslösen,oder ihre Gesundheit beeinträchtigen" so a la Zigarettenpackung? Rentner und Invaliden haben freien Eintritt! Ab 1 000.Besuch gibt es gratis Sarg aus Original Duro Plast! Die Linken müssen ihre Parteitage im Palast abhalten. Für Schäden welche auf den Besuch des Palastes zurückzuführen sind haftet der Besucher selber. Die Krankenkasse ist dafür nicht zuständig! [laugh] [laugh]
Na ja man wird doch einige Gedanken einbringen können zur Kostensenkung und nicht wie das andere sehen das der Palast nur Kosten verursacht hätte. [grins]
Gruß Peter(turtle)
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon SkinnyTrucky » 13. Oktober 2010, 08:22

Naja....die Reichskanzlerei hat man ja damals auch abgerissen.... [flash]
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon turtle » 13. Oktober 2010, 09:05

SkinnyTrucky hat geschrieben:Naja....die Reichskanzlerei hat man ja damals auch abgerissen.... [flash]


Ja aber die Reichskanzlei war 1945 zum großen Teil bereits zerstört! Übrigens hat man die Trümmer teilweise beim Bau des sowjetischen Ehrenmal verwendet. Der Marmor der U-Bahn Station Mohrenstrasse soll ebenfalls aus der Reichskanzlei stammen.
Vielleicht können Berliner hierzu mehr schreiben.
Gruß Peter
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon augenzeuge » 13. Oktober 2010, 09:14

Wenn man weiß, dass die Asbesterkrankten den größten Teil aller in Europa auftretenden Berufserkrankungen darstellen, hatte man zum Abriß keine Alternative.
AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon Nordlicht » 13. Oktober 2010, 09:26

turtle hat geschrieben:Hätte man nicht am Eingang ein Schild anbringen können "Achtung Asbest " Asbest kann Krebs auslösen,oder ihre Gesundheit beeinträchtigen" so a la Zigarettenpackung? Rentner und Invaliden haben freien Eintritt! Ab 1 000.Besuch gibt es gratis Sarg aus Original Duro Plast! Die Linken müssen ihre Parteitage im Palast abhalten. Für Schäden welche auf den Besuch des Palastes zurückzuführen sind haftet der Besucher selber. Die Krankenkasse ist dafür nicht zuständig! [laugh] [laugh]


Nicht schlecht, deine Ideen [flash] .Hättest mal eine Eingabe im Bundestag machen sollen [wink] .
Ob der Abriss gerechtfertigt war?Ich weiß es nicht, ich halte allerdings nicht viel davon, das alte Stadtschloß wieder aufzubauen.
Viele Grüße von der Ostseeküste

Du watt Du wullt, de Lüd schnackt doch.
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon Affi976 » 13. Oktober 2010, 09:45

Zitat AZ: ....hatte man zum Abriß keine Alternative.

Wenn Du danach gehst @AZ, dann hätte, nehmen wir mal nur Berlin, das ICC in Westberlin ebenfalls abgerissen werden müssen. Beim World Trade Center z.b. waren die Stahlträger schlampig mit Asbest verkleidet.
Ich kenne ja nun einige Theater, Hallen und was weiss ich noch alles für Auftrittsorte.
Ich kann nicht mehr sagen, wie oft ich im PdR gespielt habe, ob als Zivilmusiker oder Militär.
Fakt ist, an diesem Bau hätten sich viele, viele andere eine ganz dicke Scheibe abschneiden können.
Ich rede jetzt nur von der baulichen Seite, über die politische Ausrichtung sind wir uns ja einig.
Dort war alles so, wie man es brauchte, ob im großen Saal oder im TIP ( Theater im Palast ).
Hätte man sich doch ein bißchen Zeit nehmen können und z.b. jetzt, wo die Staatsoper saniert wird, den Spielbetrieb dort hinein verlegen können. Selbst im leergräumten Palast fanden noch Veranstaltungen statt, die große Resonanz hatten.
Zweifellos dürfte eine Asbestsanierung mega teuer sein. Aber ein abgerissener Kulturbau ist für immer weg und das gilt nicht nur für den PdR. Ein einmal geschlossenes Theater oder Kino, wird in aller Regel nicht wieder eröffnet.
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon icke46 » 13. Oktober 2010, 10:28

Nur zur Info:

Laut wikipedia wurde der im Baukörper des PdR vorhandene Asbest zwischen 1998 und 2003 entsorgt. Danach hatte man immer noch die Möglichkeit, zwischen Abriss und Sanierung zu entscheiden. Das man sich schlussendlich für den Abriss entschied, hatte sicher vornehmlich politische Gründe.

Ich war ja nur zweimal im PdR - einmal zum gucken, einmal zum Essen. Es war fraglos in beiderlei Hinsicht wie auch in kultureller Hinsicht ein lohnenswertes Ziel. Man darf gespannt sein, mit welchen Macken ein Neubau zu kämpfen hat - aber zur Not kann man den auch wieder abreissen, immerhin hat man Übung darin.

Gruss

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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon karl143 » 13. Oktober 2010, 10:34

Da werden wohl immer kontroverse Meinungen im Spiel sein. Für oder gegen Abriss. Er stand sicherlich für den Begriff "DDR" und war darunter sehenswert. Architektonisch war er ne Nullnummer, so richtig der 70er Look, wie er im Westen auch gebaut wurde. Im Abreissen haben die Berliner ja so ihre Erfahrungen, ich meine damit gleichbedeutend die West- und Ostberliner.

Die Stalinallee mit ihrem Zuckerbäckerstil halte ich hingegen wirklich für sehenswert. Abgesehen davon, man kann nicht einfach die Leute dort aus ihren Wohnungen werfen, der PdR war ja wohl unbewohnt [flash] .

Aber die Stalinallee hat was - welche Hauptstadt eines westlichen Landes hat so eine Straße? Ich wüßte keine.
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon SkinnyTrucky » 13. Oktober 2010, 10:48

Ja Karl, die Stalinallee hat was.....aber ich finde auch der Style des Palastes hatte irgendwie was....immerhin ein Spiegel der Zeit....und naja, als eine kulturelle Mehrzweckhalle im Herzen von Berlin absolut funktionstüchtig und technisch perfekt....eine Kombination aus neuer Nutzung und irgendwie Museum wär doch schön gewesen.....

.....ich find übrigens auch schade, das man die Güst Checkpoint Charly auf östlicher Seite komplett abgerissen hat, grade da hätte man schön zeigen können wie unterschiedlich der Aufwand an beiden Seiten war....okee, damit konnte man weiter nichts anfangen aber zu einer touristische Attraktions wäre das Ding ohne Beispiel geworden....ja okee, der Palast hätte dat noch getrumpft und den hätte man wirtschaftlich noch besser nutzen können als nur als touristischer Punkt....

groetjes

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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon Heldrasteiner » 13. Oktober 2010, 17:41

Meine Mutter war in den siebziger Jahren mal im Palast - sie und ihre kleine Gruppe wandten damals einen Trick an, um einen der begehrten Plätze im Restaurant zu bekommen: sie schlossen sich kurzerhand einer russischen Reisegruppe an (und gaben den Obern großzügige Trinkgelder). [grins]
Vielleicht schaffe ich es in den nächsten Wochen oder Monaten, auch Bilder dieser Berlinreise ausfindig zu machen und hier einzustellen.

Ich war Anfang der neunziger Jahre mal dort - aber da war Erichs Lampenladen bereits geschlossen und verfiel. Es war ein trauriger Anblick, aber ich wollte dieses Bauwerk unbedingt gesehen haben.
Aus einer Fernsehdokumentation weiß ich, daß der PdR eine einzigartige Bühnen- und Saalbestuhlungstechnik (oder wie man das nennt) hatte.
Hilfe noch am Grabesrand wird vom Heldrastein gesandt!
http://www.heldrastein.de
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon karl143 » 13. Oktober 2010, 17:50

Heldrasteiner hat geschrieben:Meine Mutter war in den siebziger Jahren mal im Palast - sie und ihre kleine Gruppe wandten damals einen Trick an, um einen der begehrten Plätze im Restaurant zu bekommen: sie schlossen sich kurzerhand einer russischen Reisegruppe an (und gaben den Obern großzügige Trinkgelder). [grins]
Vielleicht schaffe ich es in den nächsten Wochen oder Monaten, auch Bilder dieser Berlinreise ausfindig zu machen und hier einzustellen.

Ich war Anfang der neunziger Jahre mal dort - aber da war Erichs Lampenladen bereits geschlossen und verfiel. Es war ein trauriger Anblick, aber ich wollte dieses Bauwerk unbedingt gesehen haben.
Aus einer Fernsehdokumentation weiß ich, daß der PdR eine einzigartige Bühnen- und Saalbestuhlungstechnik (oder wie man das nennt) hatte.



@ Susanne, mit der Bühnentechnik - verwechselst du das vielleicht mit dem Friedrichsstadtpalast. Der hat nämlich diese Bühnentechnik, wo innerhalb von ein paar Minuten alles gedreht und versenkt werden kann. Vielleicht gibt es sowas aber auch im PdR, da war ich noch nie drin, im Friedrichstadtpalast hingegen schon 4 mal.
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon SkinnyTrucky » 13. Oktober 2010, 18:23

Karl, klick dich mal durch die Videos die ich am Anfang verlinkt hab....da kannste sehen, das der Palast das mit der Bestuhlungstechnik auch hatte....die konnten bis zu 5000 Plätze kreieren in kurzer Zeit, oder genausoschnell, den Saal in einen Ballsaal verwandeln.....

groetjes

Mara
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon Affi976 » 13. Oktober 2010, 18:29

Zitat Karl: ...im Friedrichstadtpalast hingegen schon 4 mal.

@Karl,
Du hast wohl Beziehungen oder kennst Du den Parteisekretär gut???? [laugh]
Karten gab es offiziell nur über die Betriebe oder wo man sonst noch arbeitete, ooooder man kannte wieder einen, der wieder einen kannte und dann gabs die auch mal so.
Die Kartenpreise waren natürlich sehr stark subventioniert. So konnte sich auch der Arbeiter oder Bauer , die Krankenschwester oder der Rentner eine Karte leisten.
Und Besucher aus der "Republik", also aus der Zone, wollten auch mal live über Helga Hahnemann lachen. [sick]
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon karl143 » 13. Oktober 2010, 18:32

Siehste, wieder was dazugelernt. Das so etwas im PdR auch ging wußte ich nicht. Und zu den Karten, die erste Vorstellung im Rahmen einer Woche Berlin übers Reisebüro und dann noch dreimal übers Internet. Die Vorstellungen da haben was Ich fand die alle ausnahmslos gut.
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon Stachelschwein » 14. Oktober 2010, 21:47

Der "PdR" war aus meiner bescheidenen Sicht eine High - Tech Einrichtung. Warum er Platt gemacht wurde, ich weiß es nicht. Nur wegen dem Schloss - Neubau in Mitte? Hallo? Was hat der Abriss des "PdR" für Kosten verusacht. Asbest ist - wenn man ihn in Ruhe lässt - nicht gefährlich. Dem gemeinen "Ossi" musste dieses Gebäude aber aus dem Leib gerissen werden. Es wird Zeit den Reichstag abzureißen, weil der ja schon so viele "Unrechtsepochen" durchgemacht hat....
Leute, ich verstehe die Welt nicht Mehr...
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon karl143 » 15. Oktober 2010, 09:21

Stachelschwein hat geschrieben:Der "PdR" war aus meiner bescheidenen Sicht eine High - Tech Einrichtung. Warum er Platt gemacht wurde, ich weiß es nicht. Nur wegen dem Schloss - Neubau in Mitte? Hallo? Was hat der Abriss des "PdR" für Kosten verusacht. Asbest ist - wenn man ihn in Ruhe lässt - nicht gefährlich. Dem gemeinen "Ossi" musste dieses Gebäude aber aus dem Leib gerissen werden. Es wird Zeit den Reichstag abzureißen, weil der ja schon so viele "Unrechtsepochen" durchgemacht hat....
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@ Stacheslschwein,
sicher wird es einigen Verantwortungsträgern leicht gefallen sein, dem Abriss seinerzeit zuzustimmen. Das will ich nicht abstreiten. Aber so einfach wie du es dir mit dem Risiko Asbest machst ist es nicht. Du mußt unterscheiden zwischen gebundenen Asbest wie er als Beimischung zum Beton z. B. verwendet wird. Davon geht wirklich kaum eine Gefahr aus. Außerdem handelt es sich bei diesen Flächen überwiegend um Außenwände.

Dann gibt es aber noch den gespritzten Asbest, welcher im inneren von Gebäuden früher als Isolierung oder Brandschutz verwendet wird. Diese Asbestart ist kaum gebunden und löst auch Fasern bei vollkommener Ruhe ab. Diese dringen dann in die Lunge und diese vernarbt an dieser Stelle. Asbestose ist seit den späten 80er Jahren übrigens anerkannte Berufskrankheit. Es wurden wegen Asbest auch schon ganz andere Gebäude abgerissen.
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon Berliner » 5. November 2010, 00:05

hier ein Clip zum Thema. Die Musik kommt mir irgendwie bekannt vor... [denken]


Quelle: PdR-Willkommen im Palast

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Nichts auf dieser Welt kann die Beharrlichkeit ersetzen.
Talent kann es nicht - nichts ist verbreiteter als erfolglose Maenner mit Talent.
Genie kann es nicht - unbelohntes Genie ist nahezu ein Sprichwort.
Ausbildung kann es nicht - Die Welt ist voll von ausgebildeten Obdachlosen.


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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon Harsberg » 5. November 2010, 08:23

manudave hat geschrieben:Den Palast hat man damals sicherlich bewundert - stellte er eine Insel in der DDR dar.
Als Gebilde in Gesamtdeutschland dann einfach nur noch ein asbestverseuchter und heruntergekommener Lampenladen. Mit Kunst hatte das nix mehr zu tun - es wäre wohl eher eine (zusätzliche) Geldvernichtungsmaschine geworden.

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Da spricht du mir aus dem Herzen, und ich weiß wovon ich als Mitarbeiter in einem Baukombinat rede.
Während für diese Baustelle alles vorhanden war, wurden wir im "volkseigenem Wohnungsbau" mit Materiallieferungen vertröstet, die Planerfüllung blieb aber oberstes Gebot, ebenso die Fertigstellung von Wohnungen, jedoch ohne Wohnumfeld.Die neuen Mieter mussten durch Schlammlöcher und unbefestigte Wege ihre neue Behausung erreichen.
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon Edelknabe » 6. November 2010, 12:32

Karl, ich halte es mit Stachelschwein und seinem Text. "Asbest"?..da bau ich was davor, eine Vorwandisolierung und gut isses, verkleidet mit einem wunderbaren Trockenbau und wunderbar gestrichen von einer Malerfirma, eventuell hinterbelüftet und die Fasern, die fang ich in Spezialfiltern, so einfach ist das.
Mann, heute ist soviel bautechnisch möglich? Nein, war nicht gewollt, das Ding musste weg, weil, ja weil es für den Osten stand, für ostdeutsche Kultur und Architektur, für die DDR.
Ihr "westdeutschen Kulturbanausen", und Karl, das geht wirklich nicht auf dich oder den Normalbürger West, das ist für Diese bestimmt, die das zu verantworten haben, also, "Ihr westdeutschen Kulturbanausen, Euch sollte man zum Teufel jagen für soviel Unverfrorenheit, diesen wunderbaren Palast der Republik platt zu machen".
Muss ich mal so ruhig und unkompliziert sagen,texten.

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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon SkinnyTrucky » 19. November 2010, 00:34

Wußtet ihr, das einige tausend Tonnen recycleter Stahl des Palastes für die oberenen Etagen des Burdsch Chalifa verwendet wurden....der Sozialismus ist also immer noch ganz oben..... [flash]

groetjes

Mara
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon Ganzunten » 19. November 2010, 00:36

Mara, ich dachte ich bin immer ganz oben, der Bergmensch. [laugh] [laugh] [laugh]
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon SkinnyTrucky » 19. November 2010, 00:39

Bergmensch hat geschrieben:Mara, ich dachte ich bin immer ganz oben, der Bergmensch. [laugh] [laugh] [laugh]


Ja Bergmensch, vielleicht bei den Menschen, die die meisten Kilometer zurückgelegt haben...... [flash]

Grüsse von zu Hause

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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon Affi976 » 19. November 2010, 10:20

@all,
ich habe ja gehört, dass der Stahl vom Palazzo zur Herstellung von Motoren bei VW verwendet wird [peinlich]
Da weiss man dann wenigstens was man hat [mundzu] [blush] und wo das Öl bleibt. [flash]
VG Affi
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Re: Der Palast Der Republik

Beitragvon SkinnyTrucky » 19. November 2010, 10:32

Affi976 hat geschrieben:@all,
ich habe ja gehört, dass der Stahl vom Palazzo zur Herstellung von Motoren bei VW verwendet wird [peinlich]
Da weiss man dann wenigstens was man hat [mundzu] [blush] und wo das Öl bleibt. [flash]
VG Affi


Da war das Politbüro und ich etwas schlauer und sattelten um auf Volvo.... [grins]

groetjes

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