Mode in der DDR

Wie lief der Alltag in beiden deutschen Staaten zur Zeit der Teilung ab? Wie wurde gearbeitet? Was waren typische Berufe? Was wurde nach Feierabend gemacht? Wohin gings in den Urlaub?
Dies ist der Bereich zum Thema "Alltag"

Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 19. Mai 2010, 19:12

Not macht erfinderisch. Wer chic gekleidet sein wollte, brauchte eine Nähmaschine, Strick- und Häkelnadeln und natürlich die Fähigkeit, sie zu bedienen. Denn das, was in HO und Konsum zu kaufen war, erfüllte selten die Ansprüche.

Quelle: Mode in der DDR - mdr


War es moeglich sich in der DDR modisch zu bekleiden ? War die Kleidung erhaeltlich, preiswert und robust ? Gab es bestimmte Kleidungsstuecke die hoch begehrt waren ?

Wie war das mit "Mode in der DDR" ? [ich auch]

Berliner [hallo]
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 19. Mai 2010, 19:50

Ich sach ma soviel....wir waren regelmässig froh über die prallen Westpakete mit Second-Hand-Klamotten vom Bekanntenkreis meiner Tante im Sauerland....ansonsten gab es in der grossen Familie verteilt auch einige Nähmaschinen und meine Mutter war ganz stolz auf ihre Strickmaschine.....

....und naja auf neue Jeans wurde jedes Jahr auf's Neue Westmark gespart, die man sich dann zu Weihnachten im Intershop gekauft hat....ich immer ne Wrangler und mein Bruder ne Levi's.....

....später in Salzwedel hab ich Leute aus Angola kennengelernt, die um die Ecke im Wohnheim untergebracht waren, die hatten auch mal wat Schickes im Angebot....und mein Bruder hat sich auf seinen regelmässigen Touren zum Hungaroring auch aus Ungarn immer was mitgebracht....

Aber ansonsten kenn ich die DDR nur als ein echtes Modeentwicklungsland....wenn man in die Kaufhäuser ging verlor man schon beim Betreten gänzlich den Mut weiter zu suchen....ausser im Exquesit gab es doch nichts Vernünftiges....

....einmal hab ich mich von ausländischen Klinkendrücker verarschen lassen, die über die Dörfer gezogen sind....die haben mir nen Pullover für 60,-OM verkauft, den ich später im Exquesit für 40,-OM hängen sah....achja....

groetjes

Mara
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 19. Mai 2010, 20:07

hier ein Clip der behauptet mehr Miniroecke wurden produziert, weil weniger Stoff dafuer benoetigt wurde (zahlenmaessig stuende man besser da).

Berliner [hallo]



Quelle: Das war die DDR, Teil 3: Vom Plan zur Pleite
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 19. Mai 2010, 20:10

hier die Aussage einer DDR-Familie, die bei der Textima gearbeitet hatte. Anscheinend gab es z.T. Engpaesse, was die Kleiderversorgung anging.

Berliner [hallo]


Quelle: Das war die DDR, Teil 4: In Fuersorge fuer das Volk
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon CASI » 19. Mai 2010, 20:39

Moin,
Mode in der DDR. Das war auch so ein Thema für sich...
Als ich 1989 das erste mal auf der Cebit war liefen dort unter den ganzen Schlipsträgern auch ein paar herum, die irgendwie anders aussahen, aber Deutsch sprachen und auch nicht mittags im Oktoberfestbierzelt umkippten wie die Japaner und Skandinavier! *Prost!* [laugh] (Die waren echt der Hit, nach 2 Maß vollkommen Hacke, das nur am Rande!)
Die anders aussehenden haben ich dann auf einem kleinen, recht hübsch gestalteten, aber komplett anders aussehenden Messestand wieder getroffen. VEB Robotron stand oben drüber und da klingelte es sofort. Da ich ja auch im Besitz eines Präsident Druckers der Version "unzerstörbar" war, entwickelte sich ein nettes Gespräch.
Als ich dann im Januar 1990 das erste mal in der DDR war, war ich in der Altmark derjenige, der sofort als Wessi erkannt wurde. Nicht durch mein Wesen, sondern einfach nur durch die Kleidung und ich bin nicht unbedingt der Modebewussteste!
Was mir bei der DDR Mode auffiel: Das war alles irgendwie ohne Pepp, hatte keinen wirklichen Schnitt, Jeans sahen noch künstlicher aus, wie diejenigen, die bei uns beim Wühlwolf zu kaufen waren und die waren schon grausam. [angst]
Was bei den gleichaltrigen Ostjungs auch auffiel, das die alle so komische ich sage einmal "Römerlatschen" trugen, mit denen ich mich niemals vor die Tür begeben hätte, aber die haben die dort geliebt und auch heute sehe ich die ab und an bei Treffen. [laugh] - Wie geschrieben: Ich bin wirklich nicht Modebewusst, aber das fiel wirklich auf.

Das waren halt 2 komplett verschiedene Welten, die da frontal aufeinandergeschlagen sind.
Mein Vater hat mir vor meiner ersten Osttour geraten, nicht zu werten, sondern alle Eindrücke aufzunehmen, sich als Gast in die vollkommen anderen Lebensbedingungen hereinzuversetzen. Das habe ich beherzt und fahre damit seit 20 Jahren absolut gut.

Viele Grüße,
Carsten
Zuletzt geändert von CASI am 19. Mai 2010, 20:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon l'ange de paix » 19. Mai 2010, 20:40

Ich hatte das Glück, dass meine Oma Leiterin einer PGH (Produktionsgenossenschaft) des Schneiderhandwerks war. Sie nähte mir mit ihren Kolleginnen eine "Adidasjacke". Original war natürlich weder eine zu bekommen, noch konnte ich als Offiziersbewerber mit dem Schriftzug "adidas" auf der Jacke in der Schule aufkreuzen. Oma hat das gelöst, indem sie nur die drei Steifen auf die Ärmel nähte, ohne Logo und Schriftzug. Nun war es ein individuelles Kleidungsstück mit drei Streifen, gegen das niemand etwas sagen konnte. Aber jeder konnte mit den drei Streifen was anfangen.
Später habe ich die Jacke auch noch in der Dienststelle in der Bezirksverwaltung getragen und habe keine Schwierigkeiten bekommen.

Wir lesen uns,
Thomas.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Was keiner geglaubt haben wird,
was keiner gewusst haben wollte,
was keiner geahnt haben durfte,

das wird dann wieder das gewesen sein,
was keiner gewollt haben wollte.
(Erich Fried)
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 19. Mai 2010, 23:29

SkinnyTrucky hat geschrieben:Ich sach ma soviel....wir waren regelmässig froh über die prallen Westpakete mit Second-Hand-Klamotten vom Bekanntenkreis meiner Tante im Sauerland....ansonsten gab es in der grossen Familie verteilt auch einige Nähmaschinen und meine Mutter war ganz stolz auf ihre Strickmaschine.....

....und naja auf neue Jeans wurde jedes Jahr auf's Neue Westmark gespart, die man sich dann zu Weihnachten im Intershop gekauft hat....ich immer ne Wrangler und mein Bruder ne Levi's.....

....später in Salzwedel hab ich Leute aus Angola kennengelernt, die um die Ecke im Wohnheim untergebracht waren, die hatten auch mal wat Schickes im Angebot....und mein Bruder hat sich auf seinen regelmässigen Touren zum Hungaroring auch aus Ungarn immer was mitgebracht....

Aber ansonsten kenn ich die DDR nur als ein echtes Modeentwicklungsland....wenn man in die Kaufhäuser ging verlor man schon beim Betreten gänzlich den Mut weiter zu suchen....ausser im Exquesit gab es doch nichts Vernünftiges....


Hallo Mara, [knuddel]

vielen Dank fuer Deine Schilderung. Ich hatte schon gehofft, dass sich hier eine Frau melden wuerden.
Wenn ich das so lese, ist die Aussage klar: DDR-Produkte zu kaufen hiess "sich nicht modisch zu bekleiden". War es wirklich so schlimm ? [ich auch]

CASI hat geschrieben:Was mir bei der DDR Mode auffiel: Das war alles irgendwie ohne Pepp, hatte keinen wirklichen Schnitt, Jeans sahen noch künstlicher aus, wie diejenigen, die bei uns beim Wühlwolf zu kaufen waren und die waren schon grausam. [angst]
Was bei den gleichaltrigen Ostjungs auch auffiel, das die alle so komische ich sage einmal "Römerlatschen" trugen, mit denen ich mich niemals vor die Tür begeben hätte, aber die haben die dort geliebt und auch heute sehe ich die ab und an bei Treffen. [laugh] - Wie geschrieben: Ich bin wirklich nicht Modebewusst, aber das fiel wirklich auf.

Das waren halt 2 komplett verschiedene Welten, die da frontal aufeinandergeschlagen sind.
Mein Vater hat mir vor meiner ersten Osttour geraten, nicht zu werten, sondern alle Eindrücke aufzunehmen, sich als Gast in die vollkommen anderen Lebensbedingungen hereinzuversetzen. Das habe ich beherzt und fahre damit seit 20 Jahren absolut gut.


Hallo Carsten, [knuddel]

ich muss sagen es taten mir die armen "Ossis" wirklich leid, als ich Deine Geschichte lass. Nie im Traum waere ich daraufgekommen, dass Du so lustig sein kannst.
Das sollte nur ein Dankeschoen sein, ich habe sehr herzlich gelacht. [grins]

l'ange de paix hat geschrieben:Ich hatte das Glück, dass meine Oma Leiterin einer PGH (Produktionsgenossenschaft) des Schneiderhandwerks war. Sie nähte mir mit ihren Kolleginnen eine "Adidasjacke". Original war natürlich weder eine zu bekommen, noch konnte ich als Offiziersbewerber mit dem Schriftzug "adidas" auf der Jacke in der Schule aufkreuzen. Oma hat das gelöst, indem sie nur die drei Steifen auf die Ärmel nähte, ohne Logo und Schriftzug. Nun war es ein individuelles Kleidungsstück mit drei Streifen, gegen das niemand etwas sagen konnte. Aber jeder konnte mit den drei Streifen was anfangen.
Später habe ich die Jacke auch noch in der Dienststelle in der Bezirksverwaltung getragen und habe keine Schwierigkeiten bekommen.


Thomas, ich hatte ehrlich keine Ahnung, dass Du in der Tat ein Bourgeoisiesoehnchen warst (Entschuldigung, RMR). [laugh]

Spass beiseite, vielen Dank fuer die Schilderung und das Foto. Super! [rose]

Berliner [hallo]
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Hans-Peter » 20. Mai 2010, 02:05

[hallo] Hallo Thomas Mode made in GDR - Anfang der 70er da waren junge Modedesigner in der DDR im Aufbruch: Jugendmode made in GDR, gestaltet nach eigenen Ideen, wäre ein Kontrapunkt zur Mode Made in Western Germany geworden. Als ich 1973 einen kurzen Schnack mit Klaus-Dieter Henkler hatte (Duo Monika Hauff/Klaus-Dieter Henkler) - er trug einen dunklen Anzug mit beigefarbener Steppnaht - winkte er ab. Er sagte ungefähr folgendes, was ich vom Inhalt her nicht vergessen habe: "Lass es und frag nicht nach, gute Ideen haben keine Chance gegen Parteimagnaten..." Die Entwürfe junger DDR-Modedesigner würden nur von DDR-Schlagerstars zum Vorzeigen bei öffentlichen Auftritten im Fernsehen getragen.

Ich selber habe erlebt, wie junge Leute bei einer Jugendtanz-Veranstaltung mit einer Modenschau dieser neuen Creationen konfrontiert wurden und anschließend fragten, wo man das kaufen könne und was es koste. Viel blauer Dunst, aber befriedigende Antworten gab es nicht, weil Leute mit kompetenten Antworten nicht anwesend waren. Die Mädchen und Jungen zwischen 15 und 18 liefen kopfschüttelnd und achselzuckend ab zum Tanzen nach Klängen einer Jugendband, die einen alten Hit von den Beatles nachspielte. gruß hp [ich auch]
Hans-Peter
 

Re: Mode in der DDR

Beitragvon turtle » 20. Mai 2010, 08:47

Als Jugendlicher bzw. Halbstarker in den 60er Jahren,waren die Schlaghosen modern. Die mussten schon per Hand genäht werden ohne Westverwandtschaft. Lederjacken gab es kaum zu kaufen. Aber in der DDR gab es Chemie für Schönheit und Wohlstand . Na so stand es auf den Plakaten [laugh] Elaste und Plaste da war man wer ! Im Westen Nylonhemden ,wir hatten Dederon. Und statt Leder gab es Lederol ,denn die Jugend fühlt sich wohl in Lederol. Und wie fortschrittlich die DDR Chemie Industrie war ,konnte man in Bitterfeld sehen. Schwarz färben war kostengünstig . Einfach über Nacht der guten Bitterfelder Luft aussetzen . Und wer kennt es nicht Produkte aus Malimo! Sogar die Briefmarken zum Tag des Chemiearbeiters war aus Kunstfaser. Selbst in der Musik gab es die neue Mode bzw. Tanz.
Scheiße auf Beat Musik mit ihren Yääh,yääh,yääh,. Ulbricht wusste es als Leipziger der Lipsi Schritt war angesagt.
Schade leider haben so wenig auf Ulbricht gehört und weiter Twist getanzt.
Gruß Peter (turtle) [hallo]
turtle
 

Re: Mode in der DDR

Beitragvon karl143 » 22. Mai 2010, 15:53

Es gab doch sogar im DDR Fernsehen ein Modemagazin. Daran kann ich mich irgendwie erinnern. Irgendwie
bin ich da aber mal reingezappt ( mit aufstehen, und am TV drehen [laugh] ).
karl143
 

Re: Mode in der DDR

Beitragvon Rostocker » 22. Mai 2010, 20:32

karl143 hat geschrieben:Es gab doch sogar im DDR Fernsehen ein Modemagazin. Daran kann ich mich irgendwie erinnern. Irgendwie
bin ich da aber mal reingezappt ( mit aufstehen, und am TV drehen [laugh] ).

Karl--Ich kenne nur die Jugendsendung[/color[color=#FF0000]]--Rund--- wo in der Sendung auch immer die Neusten Jugendmodeartikel vorgestellt wurden.Die Sendung lief immer am Sonnabend-Nachmittag.Einmal habe ich eine Karte ergattert über die FDJ das lief die Sendung im Teepott in Warnemünde und ich glaub da trat die Gruppe ABBA auf oder Middle of the Road auf.Echt ,genau weiß ich es nicht mehr--aber es war klasse.
Rostocker
 

Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 22. Mai 2010, 21:26

Rostocker hat geschrieben:Ich kenne nur die Jugendsendung--Rund--- wo in der Sendung auch immer die Neusten Jugendmodeartikel vorgestellt wurden.Die Sendung lief immer am Sonnabend-Nachmittag.


Hallo Juergen, [knuddel]

hier ein kleiner Clip (sehr kurz) ueber diese Sendung. Die jugendlichen sehen tatsaechlich sehr modisch bekleidet aus. [grins]

Duane [hallo]



Quelle: Das war die DDR, Kapitel 5: Geist und Macht
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 1. Juni 2010, 03:07

Berlin, 9.11.1989, dieser Mann hat Probleme eine Hose Groesse 48 zu finden.

Wurden die Versorgungsluecken immer groesser je naeher die Wende rueckte ? [ich auch]

Berliner [hallo]

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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 4. Juli 2010, 15:16

Mara hat was hier gesagt, das mit diesem Thema zu tun hatte:

SkinnyTrucky hat geschrieben:....wir an der Luftgrenze hatten ziemlich oft unsern Dienst in privaten T-Shirts versehen oder sassen abends auf Bude damit....ab und an wenns dem UvD zuviel wurde gab es dann mal Ärger deswegen....das aber sehr selten, kann mich nur an einmal erinnern....nach ner Woche legte sich das wieder und naja, wenn keine Aufdrücke auf den T-Shirts waren und se farblich neutral zur Uniform paßten war es doch eher geduldet.....


bei uns in den 70er Jahren gab es die Modeerscheinung der T-Shirts mit aufgedrueckten Design. Es waren entweder Bands, irgendein Spruch, oder Werbung etc...

Habt Ihr in der DDR auch so einen Trend gehabt ? [ich auch]

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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Edelknabe » 4. Juli 2010, 17:05

CASI hatte so sinngemäß geschrieben...da liefen welche herum, die irgendwie Anders aussahen und das könnte man so schön auf die heutige Zeit übertragen.
Dazu eine schöne Geschichte, da wir in Familie so gern an die Ostsee fahren und ich beobachte so gerne Menschen, sehe zum Beispiel aus meiner Zeit in den sowjetischen Kasernen sofort, wer aus der ehemaligen UdSSR kommt, da braucht Er/Sie noch nicht einmal den Mund aufmachen.
So geht es mir auch mit unseren Brüdern und Schwestern und die Trefferquote ist enorm, wenn wir so über die Mole oder Strandpromenade pendeln, dann wette ich mit meiner Frau, das Er oder Sie von der anderen Seite, also nicht aus dem Osten kommt.
Woran man das sieht, werden jetzt welche fragen? Ganz einfach. Ihnen fehlt einfach die Natürlichkeit und es schrieb mal Einer in einer Zeitung...ist jetzt wirklich nicht von mir: " Sie sehen aus wie Schaufensterpuppen".
CASI, das ist jetzt wirklich nicht böse gemeint oder hämisch, es ist die Gegenwart.Dieses Ausstaffieren und da passt kein Ring mehr an die Finger und keine Creme mehr aufs Gesicht und als Mann würde es mich bei mancher "Schönen" schütteln ob dem übertriebenen Angeschminke. Da liebe ich doch Susanne in ihrer Natürlichkeit kommt sie doch aus dem Wessilande.
Die Ausnahme bestätigt also die Regel.
Und eh, die Römerlatschen, ich wollte immer welche und als ich sie dann hatte, da war ich stolz und wir wurden doch nicht so "zuverkonsumiert" wie ihr Westgeborenen, wir waren auch bescheiden und stolz über kleine Dinge.
Aber wie geschrieben, es ist wie im Zirkus, besser, wie im Panopticum, wenn du mal über die Strandpromenade von zum Beispiel Warnemünde läufst.
Meistens gewann ich die Wette mit meiner Frau...ich lausch dann immer der Gespräche oder verwickle sie in ein Gespräch, denn auf den Mund gefallen bin ich nicht.
Ach, was sind wir Ossis so natürlich, gehen auch ohne große Kleiderordnung durch und das unterscheidet...aber es vermischt sich schon Alles, eigentlich schade, denn ich bin noch etwas altmodisch, zumindest menschlich gesehen.

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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 4. Juli 2010, 19:10

Edelknabe hat geschrieben:Dieses Ausstaffieren und da passt kein Ring mehr an die Finger und keine Creme mehr aufs Gesicht und als Mann würde es mich bei mancher "Schönen" schütteln ob dem übertriebenen Angeschminke.

hier ist einer RMR... [wink]

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Ich denke Du meinst etwas ein bisschen anders, aber ein solches Bild fand ich auch nicht.

Ja, das ist manchmal ein Preis des Erfolges. Jeder meint es mit sich herumtragen zu muessen... [flash]

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Re: Mode in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 4. Juli 2010, 23:17

Berliner hat geschrieben:bei uns in den 70er Jahren gab es die Modeerscheinung der T-Shirts mit aufgedrueckten Design. Es waren entweder Bands, irgendein Spruch, oder Werbung etc...

Habt Ihr in der DDR auch so einen Trend gehabt ?


Duane, wir haben jede Menge Westpakete bekommen mit Second Hand Klamotten......da war dann genau der Trend drin, den du da meinst....halt nur 1-3 Jahre zeitversetzt.....

....ich hab mal Ärger in der Schule bekommen wegen eines T-Shirts wo man wegen des ausgewaschenen Aufdrucks schon genauer hinkucken mußte.....abgebildet war die Weltkugel und links und rechts daneben der aktuelle Herrscher der beiden politischen Lager denen Raketen aus den Köpfen wuchsen und bedrohlich jeweils zur gegenüberliegenden Seite ausgerichtet waren....noch ein Spruch drunter, den ich aber nich mehr weiß....jedenfalls durfte ich dieses T-Shirt nich mehr anziehen zur Schule, was ich irgendwie nicht verstand, zeigte es doch stilistisch die weltpolitische Lage und war echt nich kriegsverherrlichend...nee im Gegenteil....

....ansonsten Duane, war es so wie heute mit den Markenklamotten....ohne Westklamotten ging garnich....mußte aber oft....

....im Übrigen ließ ich ab 15-16 grundsätzlich alle meine Klamotten schwarz färben....auch die mit Aufdruck....ja sogar auch meine weißen halbhohen Nike's.....und ja, das machte ich dann auch mit meinen Haaren....

....hier erfährst du warum.....und wenn du fleissig nach unten scrollst, dann findest du noch ein Absatz über diese Subkultur in der DDR.....und ich nehm mal stark an, das ich zu den 600 gehörte im Text....die Stasi hatte mich auf jeden Fall dazu vernommen im Frühjahr 1988 auf der Feldstation Heidberg auf der ich berufsausgebildet wurde......

....ansonsten viel Spaß beim Lesen..... [wink]

Mara
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 4. Juli 2010, 23:36

Edelknabe hat geschrieben:Und eh, die Römerlatschen, ich wollte immer welche und als ich sie dann hatte, da war ich stolz


Diese Jesuslatschen waren absolute Hippiescheiße(Orginalzitat der damaligen Jugendsprache)....ohne Turnschuhe ala Robert Smith von The Cure oder Springerstiefel bei 30 oder mehr Grad ging bei mir garnich.....auch wenn der Schweiß die hochtoupierte Frisur und das kunstvolle Makeup zu zerstören wagte, in Jesuslatschen ging ich verreckt nicht vor die Tür....

....dat war echt nur was für Tramper und Blueser....Hippies ebend....und das war ich beileibe nich....und noch heute nich.... [flash]

groetjes

Mara, die heute fast ausschliesslich Sommer wie Winter nur in echte nederlandse Legerschoenen(holländische Armee-Schnürstiefeln) rumrennt....immer mit roten Schnürsenkeln(ala Antifa)...... [grins]
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 6. Juli 2010, 02:11

Hallo Mara, [knuddel]

SkinnyTrucky hat geschrieben:....ich hab mal Ärger in der Schule bekommen wegen eines T-Shirts wo man wegen des ausgewaschenen Aufdrucks schon genauer hinkucken mußte.....abgebildet war die Weltkugel und links und rechts daneben der aktuelle Herrscher der beiden politischen Lager denen Raketen aus den Köpfen wuchsen und bedrohlich jeweils zur gegenüberliegenden Seite ausgerichtet waren....noch ein Spruch drunter, den ich aber nich mehr weiß....jedenfalls durfte ich dieses T-Shirt nich mehr anziehen zur Schule, was ich irgendwie nicht verstand, zeigte es doch stilistisch die weltpolitische Lage und war echt nich kriegsverherrlichend...nee im Gegenteil....

vielleicht nicht eine Frage fuer Dich, aber ich wuerde auch gerne wissen wieso solch ein T-Shirt nicht getragen werden durfte... [denken]

SkinnyTrucky hat geschrieben:....im Übrigen ließ ich ab 15-16 grundsätzlich alle meine Klamotten schwarz färben....auch die mit Aufdruck....ja sogar auch meine weißen halbhohen Nike's.....und ja, das machte ich dann auch mit meinen Haaren....


OK, vielleicht a bissle bloed, aber Farbe bzw. Lack war in der DDR Mangelware. Aber die Farbe fuer Kleidung war doch normal erhaeltlich, finde ich interessant. Gab's auch andere Farben ausser schwarz ? [ich auch]

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Re: Mode in der DDR

Beitragvon SkinnyTrucky » 6. Juli 2010, 07:51

Keine Ahnung Duane ob's noch andere Farben gab....mich interessierte halt nur schwarz zu der Zeit und in Salzwedel damals gab's ne chemische Reinigung, wo man wie gesagt auch Schuhe färben lassen konnte....und die machten das sogar richtig gut...... [super]

Ach und das mit dem T-Shirt war wohl so, das beide Lager als agressive Kriegsherren dargestellt waren.....das war wohl, was dem Lehrer nicht schmeckte....

best regards from my hometown.... [hallo]

Mara
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 7. Juli 2010, 04:32

SkinnyTrucky hat geschrieben:damals gab's ne chemische Reinigung, wo man wie gesagt auch Schuhe färben lassen konnte....und die machten das sogar richtig gut...... [super]

Danke, Mara (wieder)... [grins]

das gefaellt mir auch an Mexiko. Die haben noch viele "artesanos" ("Kuenstler" oder "Handwerker"), die die Dinge noch in althergebrachter Art machen. Viele solche Moeglichkeiten gibt es z.B. bei uns nicht mehr. Das finde ich zum Teil Schade... [frown]

Gruss ueber den Teich, [hallo]
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 29. Juli 2010, 03:35

hier ein interessanter Film, Comrade Couture - Ein Traum in Erdbeerfolie, ueber den Mode-Underground der DDR, Trailer unten.

Berliner [hallo]

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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Tine » 29. Juli 2010, 06:09

Hi und Guten Morjen!

ich war damals auch in gewisser Weise im Mode-Underground! [wink]

Ich musste häufig die abgetragenen Klamotten meines Bruders oder eben von Mädels aus dem Bekanntenkreis meiner Eltern tragen.

"Westbeziehung" ;-) hatten wir keine und so richtig viel Geld eben auch nicht.

Na ja, ich habs überstanden!

Es war ja nur dann doof, wenn man zur Schule ging, da kamen die Teile zum Einsatz. Zu festlichen Gelegenheiten hatte ich dann auch mal was Neues und zum Spielen war mir das selber egal, weil ich viel Outdoor unterwegs und dementsprechend rustikal mit mir und den Sachen umging. Ladylike war das nicht! Nee! Eine weiße Strumpfhose z.B. hätte innerhalb von 10 min einen erbärmlichen Eindruck gemacht - ahh, jetzt geht mir ein Licht auf, warum Mara immer "Schwarz" trug ... [flash]

Mit vielen Grüßen,
Tine [smile]
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 29. Juli 2010, 14:01

Hallo Tine, vielen Dank fuer die Geschichte. [rose]

Tine hat geschrieben:Ich musste häufig die abgetragenen Klamotten meines Bruders oder eben von Mädels aus dem Bekanntenkreis meiner Eltern tragen.


Gab es in der DDR auch andere Wege, an gebrauchte Kliedungsstuecke zu kommen ? Gab es staatlich-gefoerderte Hilfsorganisationen oder gar kirchliche ? [ich auch]

Vielen Dank, [knuddel]
Duane [hallo]
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Tine » 30. Juli 2010, 07:56

Berliner hat geschrieben:Gab es in der DDR auch andere Wege, an gebrauchte Kliedungsstuecke zu kommen ? Gab es staatlich-gefoerderte Hilfsorganisationen oder gar kirchliche ?


Lieber Duane,

na so arm waren nun auch wieder nicht! [wink] Wir hatten sogar einen Trabant(en)! [flash] (Wie kam das Mobil denn überhaupt zu diesem, heute finde ich, merkwürdigen Namen?)

Nee, im Ernst, ich weiß es gar nicht mehr, aber denke, dass es sowas auch gegeben hat.

Mit vielen Grüßen über den Gartenteich meines Nachbarn,
Tine [smile]
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 30. Juli 2010, 18:21

Hallo Tine, [knuddel]

Tine hat geschrieben:
Berliner hat geschrieben:Gab es in der DDR auch andere Wege, an gebrauchte Kliedungsstuecke zu kommen ? Gab es staatlich-gefoerderte Hilfsorganisationen oder gar kirchliche ?


na so arm waren nun auch wieder nicht! [wink]

...

Nee, im Ernst, ich weiß es gar nicht mehr, aber denke, dass es sowas auch gegeben hat.


nee, wollte ich auch nicht andeuten. [rose]

Haette mich aber trotzdem interessiert, ob es solche Organisationen gegeben hat. Auch mit einem sicheren Arbeitsplatz, gab es bestimmt das eine oder das andere was gefehlt hatte. Vielleicht weiss jemand noch mehr ? [ich auch]

Danke, [hallo]
Duane
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 30. Juli 2010, 18:25

hier eine Diashow:

Wie "schick" war die DDR?

Vom Rundstrick-Anzug bis zur Dederon-Kittelschürze


hier zur Diashow


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Re: Mode in der DDR

Beitragvon augenzeuge » 31. Juli 2010, 14:45

Berliner hat geschrieben:
Gab es in der DDR auch andere Wege, an gebrauchte Kliedungsstuecke zu kommen ? Gab es staatlich-gefoerderte Hilfsorganisationen oder gar kirchliche ?


Nein, Duane, ich kann mich nicht erinnern, dass es solche Hilfsorganisationen gab. Auch die Kirchen waren sehr arm.

Ich persönlich hatte den ersten Kontakt zu diesen Organisationen, als ich in Westberlin war. Dort gab es ein riesiges Kleiderlager, teils auch mit guten Sachen.

Es ist so, wie Tine es schrieb, häufig trug man auch Sachen von älteren Verwandten, die sie nicht mehr tragen konnten....

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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Affi976 » 31. Juli 2010, 18:10

@all,
ob`s Hilfsorganisationen, ganz gleich ob Kirche oder sonstwer gab, kann ich auch nicht sagen.
Aber A & V Geschäfte, also An-und Verkauf, die gabs. Und so konnte man "Löcher" stopfen, die durch Engpässe entstanden.
Also ich kenne natürlich Musikinstrumenten A+V, Haushalts A+V, da waren also wirklich Sachen zu bekommen, die man sonst nur vom Hören/Sagen kannte. Wie es bei Klamotten aussah, kann ich mich nicht erinnern, aber die Westpakete brachten `ne Menge frischen Wind in Sachen Kleidung und ich meine ein Kollege hat auch `ne Menge Westklamotten im A+V verkauft, aaaber....
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Re: Mode in der DDR

Beitragvon Berliner » 1. August 2010, 03:13

Hallo Joerg, [knuddel]

augenzeuge hat geschrieben:ich kann mich nicht erinnern, dass es solche Hilfsorganisationen gab.
...
Ich persönlich hatte den ersten Kontakt zu diesen Organisationen, als ich in Westberlin war.


OK, das beantwortet meine Frage, vielen Dank. [rose]


Hallo Affi, vielen Dank ! [knuddel]

Affi976 hat geschrieben:Aber A & V Geschäfte, also An-und Verkauf, die gabs. Und so konnte man "Löcher" stopfen, die durch Engpässe entstanden.
Also ich kenne natürlich Musikinstrumenten A+V, Haushalts A+V, da waren also wirklich Sachen zu bekommen, die man sonst nur vom Hören/Sagen kannte.


Waren diese A&V Geschaefte wie ein Pfandleihgeschaeft, oder eher wie ein Flohmarkt ? Wurden sie vom Staat betrieben ? [ich auch]

Nochmals Danke, sehr interessant ! [super]

Duane [hallo]
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