Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Alles über die Schulsysteme, die Hochschulen und Universitäten in der DDR/BRD u.s.w.

Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon Edelknabe » 21. Mai 2017, 11:02

Oh Gott Volker....schon in der Schule begann das bei dir mit dem....kein Wunder Mann, das du von klein auf Jedem und Jeder in dieser DDR mißtraut hattest.Oder wars doch nicht so ....weil, du hast das ja erst später erfahren?

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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 21. Mai 2017, 11:08

Edelknabe hat geschrieben:Oh Gott Volker....schon in der Schule begann das bei dir mit dem....kein Wunder Mann, das du von klein auf Jedem und Jeder in dieser DDR mißtraut hattest.Oder wars doch nicht so ....weil, du hast das ja erst später erfahren?

Rainer-Maria


Du hast es ja nicht weit: Brauchst nur mal in Leipzig Jens-Paul Wollenberg befragen. Der weiß wesentlich mehr noch als ich....

Gruß Volker
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Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon Merkur » 21. Mai 2017, 13:30

Volker Zottmann hat geschrieben:Kein Mensch hat was gewusst oder gar bemerkt.
Gruß Volker


Das ist der Sinn von konspirativer Tätigkeit @Volker. Und nicht mal Du hast was gemerkt.
[flash]
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon Volker Zottmann » 21. Mai 2017, 14:46

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Kein Mensch hat was gewusst oder gar bemerkt.
Gruß Volker


Das ist der Sinn von konspirativer Tätigkeit @Volker. Und nicht mal Du hast was gemerkt.
[flash]


Dazu brauchts keinen Lacher!
Ist es nicht traurig wie moralisch verkommen die DDR im Inneren mit den eigenen Bürgern, damals noch Schulkindern, umging?
Du Merkur magst das lustig finden, mich ekelt der Gedanke, was damals an meiner Schule ablief, ohne dass einer von uns was ahnte. So schlecht dachte in den 60ern keiner von uns Schülern über die DDR. Man konnte sich solche Perfidität einfach nicht vorstellen.

Gruß Volker
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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon Spartacus » 21. Mai 2017, 14:47

augenzeuge hat geschrieben:Ich kenne es anders. Wohnen in einer Wg. Kosten 200,-. Eigener Job bringt 450,-. Im Semesterticket ist die Monatskarte incl.,.
Und mit dem Einkommen sind 2 Europareisen, Flug für 15 EUR drin. Gewohnt wird dort im Hostel. Ich kann gerne noch mehr berichten. BAFÖG hat heute keiner, wenn die Eltern einen Job haben.
AZ


Kommt halt immer drauf an, wo man wohnt bzw. studiert. [hallo]

Sollte meine Tochter sich doch noch dazu durchringen ( und es sieht ganz danach aus), dann zahle ich das aus der Portokasse. [flash]

Hochschule in der eigenen Stadt vor der Haustüre gewissermaßen, wohnen zu Hause, Semesterticket kostet einmalig 72 Euro. Arbeiten gehen muss sie dann nicht, sondern kann
in Ruhe studieren und das Studentenleben genießen. Taschengeld gibt`s von Papa noch obendrauf, obwohl, was braucht sie schon? Raucht nicht, trinkt nicht, geht nicht groß weg.

Was nun die Bildung in der DDR betrifft, so empfinde ich diese aus heutiger Sicht als sehr gut. Die heutige Bildung hängt auch zunehmend stark von der Finanzkraft der jeweiligen
Kommune / Gemeinde ab. Wir haben das Glück, in einer reichen Gemeinde zu wohnen. Das wurde mir erst bewußt, als ich das erste mal das Klassenzimmer meiner Tochter in unserer
Realschule sah. Hightech wohin das Auge blickte, im Pult eingelassene Tablets, verbunden mit der riesigen elektronischen Tafel, die vom Lehrer über einen PC gesteuert wurde und
natürlich auch per Touchscreen. Die selben Verhältnisse hat sie jetzt auch in der Berufsschule, ist auch nichts anderes gewohnt und da macht das Lernen schon Freude.

LG

Sparta
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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon steffen52 » 21. Mai 2017, 15:16

Spartacus hat geschrieben: Taschengeld gibt`s von Papa noch obendrauf, obwohl, was braucht sie schon? Raucht nicht, trinkt nicht, geht nicht groß weg.



Sparta


Aber Sparta, ein Hobby wird sie wohl haben oder? Denke so ein paar super teure Marken-Klamotten bestimmt auch. Nun warte erstmal ab wenn der erste
Freund auftaucht, dann sieht alles schon etwas anders aus. Kenne das von meiner Tochter, ist nun zum Glück auch ruhiger geworden, verheiratet und
2 mal Mama. Passt!! [hallo]
Gruß steffen52
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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon Edelknabe » 21. Mai 2017, 15:38

Oh Mann Sparta wenn ich das so alles lese mit deinem "Goldtöchterlein". Wahnsinn wenn dann der erste Freund auftaucht, so leicht "abgehalftert", dazu nicht gerade "Standesgemäß", sein eventuell geklautes Rad schließt Junge in eurem Hausflur nicht unbedingt ab weil.....iss doch nur ...keine Ahnung wann und wo...und dann stellt Junge seine Schuhe mehr übereinander wie nebeneinander. Dazu grinst Junge noch dazu recht frech den zukünftigen Schwiegerpapa an und dummerweise will er dann gleich deine vielen Blechorden von der alten Zeit sehen, wegen, der Junge kennt da Jemanden, der wieder Jemanden kennt, der könnte eventuell die Dinger sinngemäß versilbern.

Nu lach doch mal mit Sparta, weil, das war Humor, weil wieder ....Wo die Liebe hinfällt, ....da ist wirklich was wahres dran. Ich sehe heute noch den Blick von meinem Schwiegervater(Beruflich beim MdI) wie ich so von seiner "MdI"Tochter der Familie vorgestellt wurde.Genau so habe ich wohl geschaut, als meine Töchter ihre zukünftigen Männer mitbrachten.

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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon Spartacus » 21. Mai 2017, 15:45

steffen52 hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben: Taschengeld gibt`s von Papa noch obendrauf, obwohl, was braucht sie schon? Raucht nicht, trinkt nicht, geht nicht groß weg.



Sparta


Aber Sparta, ein Hobby wird sie wohl haben oder? Denke so ein paar super teure Marken-Klamotten bestimmt auch. Nun warte erstmal ab wenn der erste
Freund auftaucht, dann sieht alles schon etwas anders aus. Kenne das von meiner Tochter, ist nun zum Glück auch ruhiger geworden, verheiratet und
2 mal Mama. Passt!! [hallo]
Gruß steffen52


Meine Kleine ist so ein bisschen "spezial", was mir eigentlich ganz recht ist, denn als Introvertierte schwimmt sie nicht mit dem Strom, sondern macht ihr
eigenes Ding. Sie ist sehr stark künstlerisch veranlagt, malt wunderschöne Bilder. Sie liest auch sehr viel und schreibt eigene Geschichten, die sie auf einem
eigenen Blog veröffentlicht. Sie schreibt nur in englisch und mittlerweile schon sehr erfolgreich, denn sie hat schon 538 Follower und fast 1 Million
Klicks.

Marken-Klamotten sind ihr egal, aber sie steht auf teuren Schmuck. [flash]

Nu lach doch mal mit Sparta


Ich lache andauernd und viel, denn ich habe ja noch das große Glück, meine Tochter in meinem Alter zu Hause zu haben. Nie langweilig, immer was los
und viel Gesprächsstoff, vor allem am Abendbrottisch.

LG

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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon pentium » 21. Mai 2017, 15:53

Edelknabe hat geschrieben:Oh Mann Sparta wenn ich das so alles lese mit deinem "Goldtöchterlein". Wahnsinn wenn dann der erste Freund auftaucht, so leicht "abgehalftert", dazu nicht gerade "Standesgemäß", sein eventuell geklautes Rad schließt Junge in eurem Hausflur nicht unbedingt ab weil.....iss doch nur ...keine Ahnung wann und wo...und dann stellt Junge seine Schuhe mehr übereinander wie nebeneinander. Dazu grinst Junge noch dazu recht frech den zukünftigen Schwiegerpapa an und dummerweise will er dann gleich deine vielen Blechorden von der alten Zeit sehen, wegen, der Junge kennt da Jemanden, der wieder Jemanden kennt, der könnte eventuell die Dinger sinngemäß versilbern.

Nu lach doch mal mit Sparta, weil, das war Humor, weil wieder ....Wo die Liebe hinfällt, ....da ist wirklich was wahres dran. Ich sehe heute noch den Blick von meinem Schwiegervater(Beruflich beim MdI) wie ich so von seiner "MdI"Tochter der Familie vorgestellt wurde.Genau so habe ich wohl geschaut, als meine Töchter ihre zukünftigen Männer mitbrachten.

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Und das Alles als Folge alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR....Herrlich diese plötzlichen Themenwechsel der Themenwechsel...Eben noch die Diktatur der Erziehung in der DDR und die IM-Quote in der Lehrerschaft damals in der DDR und dann tauchen die "Goldtöchter" und mit ihren Schwiegersöhnen auf...

pentium

PS. Hier mal ein Link zum Fahrplan der Fichtelbergbahn hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, aber macht ja nichts.
http://www.fichtelbergbahn.de/fahrplan-tarif/
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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon Spartacus » 21. Mai 2017, 16:09

PS. Hier mal ein Link zum Fahrplan der Fichtelbergbahn hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, aber macht ja nichts.


Habe gerade herzlich über deinen Humor gelacht.

Es geht doch, oder ist es pure Verzweiflung? [flash]

LG

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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon steffen52 » 21. Mai 2017, 16:14

Spartacus hat geschrieben:







Ich lache andauernd und viel, denn ich habe ja noch das große Glück, meine Tochter in meinem Alter zu Hause zu haben. Nie langweilig, immer was los
und viel Gesprächsstoff, vor allem am Abendbrottisch.

LG

Sparta

Das ist schön für Dich, meine Kinder sind aus dem Haus, aber dafür habe ich das Glück das die Enkel oft zu uns kommen und es gibt halt auch
viel zu lachen mit ihnen, sie kommen gern zu Opa, denn der unternimmt viel mit ihnen, bekommen alles, aber spuren müssen sie und das klappt, besser
als bei den Eltern! [hallo]
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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon pentium » 21. Mai 2017, 16:21

Spartacus hat geschrieben:
PS. Hier mal ein Link zum Fahrplan der Fichtelbergbahn hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, aber macht ja nichts.


Habe gerade herzlich über deinen Humor gelacht.

Es geht doch, oder ist es pure Verzweiflung? [flash]

LG

Sparta


Nö keine Verzweiflung @Sparta. Es ist nur so, da gibt sich jemand ganz viel Mühe mit einem Thema, kopiert einen langen Text, stellt ihn, also den Text, hier ins Forum
und dann wird darauf so richtig nichts geschrieben, wenn man mal von den Töchtern der User und deren Schwiegersöhne absieht...
Wenn ich Themen-Treue haben will, gehe ich ins Eisenbahn oder NVA-Forum.

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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon Edelknabe » 21. Mai 2017, 16:42

Das ist doch das Schöne Männer, in dem Forum hier wird es einfach nicht langweilig, gerade weil du recht unkompliziert texten kannst.Mal kurz ausgerutscht(sinngemäß) und dann geht es weiter,korrekt mit dem Thema eben. Denn dafür Pentium haben wir ja dich und ja, ich erkenne sowas hoch an...aber das schrieb ich schon mal irgendwo?

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Re: Die alltägliche „Erziehungsdiktatur“ DDR

Beitragvon Interessierter » 30. November 2017, 14:11

Schule in der DDR - Verhör vor laufender Kamera

Inquisitorische Gespräche, Denunziation, Propaganda: Jahrelang war über die Lehrmethoden an DDR-Schulen nur wenig bekannt. 2007 geben Unterrichtsmitschnitte aus den siebziger Jahren Einblick - und offenbaren unerwartete Praktiken.

Bild
DDR-Unterrichtsstunde: Zur Aufzeichnung von Unterrichtsstunden war im Aufnahmeraum der Humboldt-Universität Berlin in der sogenannten "Kommode", Unter den Linden 9, ein komplettes Klassenzimmer eingerichtet worden. Das Foto entstand um 1978. Rund 30 Jahre später wurden Filmaufnahmen aus dieser Zeit wiederentdeckt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Über den Schulunterricht in der DDR wird wieder viel geredet. Solch schlechte PISA-Ergebnisse hätte es in der DDR nicht gegeben, überhaupt sei das Schulsystem der Einheitsschule in Ostdeutschland vorbildlich gewesen, weil niemand sozial benachteiligt worden sei - meinen die einen. Die anderen betonen vor allem die ideologische Indoktrinierung der Schüler durch die DDR-Pädagogik. Die Erinnerungen von Zeitzeugen sind bekanntermaßen nicht sehr zuverlässig, weil standortabhängig. Lehrpläne und Unterrichtshilfen sagen nur aus, wie der Unterricht sein sollte, nicht wie er war. Einblicke in den konkreten DDR-Unterricht gibt es bislang nicht.

Aufnahmestudio "Kommode"

Vor vier Jahren waren an der Berliner Humboldt-Universität rund 100 Filme zu verschiedenen Unterrichtsfächern in unterschiedlichen Klassenstufen und Schulformen aufgetaucht. Aufgenommen worden waren sie in einem eigens dafür eingerichteten Aufnahmestudio der Universität, Unter den Linden 9, in der sogenannten "Kommode". Doch so, wie sie aufgefunden wurden, waren die Aufnahmen nicht brauchbar. Die Abspieltechnik war nach der Wende an der Universität entsorgt worden. Da es in den siebziger Jahren noch keine Standards für Videotechnik gab, schien es somit fast ausgeschlossen, ein geeignetes Gerät zum Abspielen der Bänder zu finden.

Schließlich gelang es doch. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft half, den Fundus an 1-Zoll-Videobändern der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Material wurde auf internetkompatible Formate überspielt. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für internationale pädagogische Forschung (DIPF) entstand beim größten pädagogischen Portal Deutschlands eine Videodatenbank zum Schulunterricht in der DDR, die jetzt eröffnet wurde.

Bedrohungslage im O-Ton

Einer der aufgefundenen Filme zeigt eine Geschichtsstunde aus dem Jahr 1977. Das Thema: "Sicherung der Staatsgrenze am 13. August 1961". Die Lehrerin will mit den Köpenicker Schülern die Leitfrage bearbeiten, weshalb der Bau der Berliner Mauer ein Beitrag zur Sicherung des Friedens war. Für die im Lehrplan vorgeschriebene Unterrichtseinheit wird eine Schallplatte des DDR-Verlages SCHOLA eingesetzt. In der Manier der TV-Propagandasendung "Schwarzer Kanal" suggeriert der Beitrag mit Versatzstücken von O-Tönen westdeutscher Politiker eine akute Bedrohungslage. Die DDR habe sich nur noch durch den Bau der Mauer wehren können und den Imperialisten so "die Grenzen ihrer Macht" aufgezeigt...


Der Ausschnitt findet sich auf einer DVD, die das Medieninstitut FWU und die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgegeben haben. Es war es gelungen, die Schüler und Lehrer des Mitschnitts zu identifizieren und zu interviewen. Doch der Fund ist noch weit umfangreicher.

Einige der Unterrichtsstunden muten an, als seien sie als Musterstunden konzipiert und durchgeführt worden. In einer Aufzeichnung - einer Biologiestunde zum Skelettbau der Vögel - wird eine Szene sogar leicht verändert wiederholt. Die Lehrerin gibt Regieanweisungen, erklärt, wer sich jetzt zu melden habe. Zumindest für diese Stunde lässt sich eine bewusste Inszenierung nachweisen.

Viele Stunden werden ausschließlich im Frontalunterricht durchgeführt. Andere Aufzeichnungen dokumentieren dagegen den keineswegs mit DDR-Pädagogik assoziierten Gruppenunterricht.

Mit dem jetzt erschlossenen Videomaterial kann das Schulsystem der DDR in seiner ganzen Ambivalenz erfahren werden. Von der Integration aller in dieses System - die gerade nach den PISA-Ergebnissen wieder entdeckt wurde - bis hin zur Exklusion und von einem Lehrer in der Klassendiskussion beförderten Denunziation einzelner Schüler als Streber finden sich Zeugnisse auf diesen Bändern.

Weitere Fotos hier:
http://www.spiegel.de/einestages/schule ... 46445.html
Wer mit 20 kein Kommunist ist hat kein Herz .Wer mit 30 noch Kommunist ist hat keinen Verstand .
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