Die lange Nacht des Henkers

Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon pentium » 3. November 2019, 17:25

augenzeuge hat geschrieben:Hatten Sie eine Chance den PA abzulehnen? Ich kann mich erinnern, welche Probleme es gab, ihn nicht dabei zu haben.

Und deine 100000 sind ein Witz, denk mal nach, warum die DM so schnell kam.

AZ


Die Probleme kannst du heute auch haben, so ohne PA...in gewissen Gegenden angetroffen zu werden. Der PA ist doch kein Merkmal für eine Legitimation eines Staates durch sein Volk.
Wiki sagt oder besser schreibt dazu:
Legitimation bezeichnet in der Politikwissenschaft im engeren Sinne die Rechtfertigung eines Staates für sein hoheitliches oder nichthoheitliches Handeln bzw. dessen Ergebnis. Sie stellt die Legitimität solchen Handelns, seiner Ergebnisse oder der Herrschaft her;[1][2] Legitimität erfordert Legitimation. Der Begriff wird jedoch auch auf supranationale Organisationen und transnationale Akteure angewandt,[3] vergleiche Demokratiedefizit und Demokratiedefizit der Europäischen Union.

Es wird zwischen verschiedenen Formen der Legitimation unterschieden:

Die Input-Legitimation beruht auf dem normativen Prinzip der Zustimmung der Beherrschten (government by the people). Sie ist die in der Rechtswissenschaft vorherrschende Kategorie von Legitimation. Zu der die Input-Legitimation betreffenden Kritik siehe Legitimationskettentheorie.

Beispiel: Die Entscheidung eines demokratisch gewählten Parlaments, Fahrzeugführern in Zukunft die Pflicht aufzuerlegen, alle zwei Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren, ist vom Volk dadurch legitimiert, dass es die Parlamentarier, die nun diese Entscheidung getroffen haben, vorher gewählt hat.

Die Throughput-Legitimation beruht auf der Partizipation der Beherrschten beim Rechtssetzungsprozess. Ansätze in diese Richtung sind die Formen direkter Demokratie wie Volksinitiativen oder Volksabstimmungen. Eine solche Beteiligung setzt immer auch die Möglichkeit des Zugangs der Partizipanten zu Informationen, mithin Verwaltungstransparenz bzw. Informationsfreiheit, voraus.

Beispiel: Nach der Reformierung der Rechtschreibung spricht sich das Volk durch Volksentscheid für die Revidierung der Rechtschreibreform aus. Die daraufhin durchgeführte Revidierung der Rechtschreibreform ist vom Volk (mit-)legitimiert. Solch ein System gibt es derzeit nur in der Schweiz.

Die Output-Legitimation beruht auf dem funktionalen Prinzip der Nützlichkeit (government for the people). Die Akteure, die die nützlichen Leistungen erzeugen, müssen nicht unbedingt demokratisch gewählt sein oder einer anerkannten Regierung angehören.

Beispiel: Eine von den Vereinten Nationen als Rebellengruppe bezeichnete Organisation baut Straßen, Krankenhäuser und Schulen in einer von ihr kontrollierten Region, in der die offizielle Regierung diese Leistungen nicht erbringt. Wegen dieser Handlungen empfinden die von den Rebellen beherrschten Ortsansässigen die Herrschaft der Rebellen als legitim.

Das Gottesgnadentum wird in der Regel von den Herrschern in Monarchien angewandt, nach welchem sie ihre Macht allein durch die Auserwählung ihrer durch Gott legitimieren. In den meisten Teilen der Welt gilt diese Art von Legitimation als veraltet, auch in Monarchien wie bspw. den Niederlanden. Andere Monarchien wie das Vereinigte Königreich oder Monaco halten hingegen am Gottesgnadentum fest.


Weiter dazu:

Der Kritische Rationalismus lehnt die politische Legitimationstheorie mit ähnlichen Argumenten ab wie er das bei der erkenntnistheoretischen Verallgemeinerung tut. Die Legitimationstheorie behaupte, eine Regierung habe das Recht, zu herrschen, wenn sie „legitim“ sei, d. h. gemäß den Regeln gewählt sei. Jedoch sei auch Hitler und das Ermächtigungsgesetz in diesem Sinne legitim zustande gekommen. Daher reiche das Legitimitätsprinzip nicht hin. Es sei eine Antwort auf die Frage „Wer soll herrschen?“. Diese Frage sei falsch gestellt. Sie müsse ersetzt werden durch die Frage, wie die Verfassung gestaltet werden könne, so dass man die Regierung ohne Blutvergießen loswerden könne. Nicht auf die Art der Einsetzung der Regierung komme es an, sondern die Möglichkeit ihrer Absetzung.[4]

...
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon augenzeuge » 3. November 2019, 17:30

pentium hat geschrieben:Die Probleme kannst du heute auch haben, so ohne PA...in gewissen Gegenden angetroffen zu werden.

...


Nein, kann ich nicht. Im Gegensatz zur DDR besteht heute keine Pflicht, ihn mitzuführen.
Ich bin in Jahrzehnten nie öffentlich kontrolliert worden. In der DDR passierte mir das als junger Motorradfahrer monatlich.

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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon zonenhasser » 3. November 2019, 17:37

Merkur hat geschrieben:Ich fürchte, in fünf Jahren sinnieren wir hier darüber, ob die DDR jemals existierte.

Bielefeld hatte 1 Mio € für den Beweis seiner Nichtexistenz ausgelobt. Da sollte sich die Bundesregierung betr. DDR nicht lumpen lassen.
https://www.spiegel.de/panorama/bielefe ... 87245.html
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon pentium » 3. November 2019, 17:43

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Die Probleme kannst du heute auch haben, so ohne PA...in gewissen Gegenden angetroffen zu werden.

...


Nein, kann ich nicht. Im Gegensatz zur DDR besteht heute keine Pflicht, ihn mitzuführen.
Ich bin in Jahrzehnten nie öffentlich kontrolliert worden. In der DDR passierte mir das als junger Motorradfahrer monatlich.

AZ


Gibt es Personengruppen, für die eine Ausweispflicht besteht?

Es gibt jedoch bestimmte Personengruppen, welche dazu verpflichtet sind, einen Personalausweis oder Reisepass mit sich zu führen. Zu diesen zählen Arbeitnehmer in bestimmten Branchen, zum Beispiel in der Gastronomie oder auf dem Bau: gemäß dem Gesetz zur Bekämpfung von Schwarzarbeit unterliegen diese Personen der Mitführpflicht, damit sie sich gegenüber Zollbeamten ausweisen können: „Bei der Erbringung von Dienst- oder Werkleistungen sind die in folgenden Wirtschaftsbereichen oder Wirtschaftszweigen tätigen Personen verpflichtet, ihren Personalausweis, Pass, Passersatz oder Ausweisersatz mitzuführen und den Behörden der Zollverwaltung auf Verlangen vorzulegen:

1. im Baugewerbe,

2. im Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe,

3. im Personenbeförderungsgewerbe,

4. im Speditions-, Transport- und damit verbundenen Logistikgewerbe,

5. im Schaustellergewerbe,

6. bei Unternehmen der Forstwirtschaft,

7. im Gebäudereinigungsgewerbe,

8. bei Unternehmen, die sich am Auf- und Abbau von Messen und Ausstellungen beteiligen,

9. in der Fleischwirtschaft.“ (§ 2a SchwarzArbG)

Auch derjenige, der eine Waffe mit sich führt, unterliegt der Mitführpflicht. Die gesetzliche Grundlage hierfür findet sich in § 38 Abs. 1 WaffG.

https://www.juraforum.de/ratgeber/oeffe ... eutschland

Im übrigen ist es Ausland auch nicht schlecht einen PA mit dabei zu haben.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon AkkuGK1 » 3. November 2019, 17:46

100.000...das sind dann wohl eher die, die dann übrig geblieben wären.

Lieber Beethoven, ohne die UdSSR hätte es doch nie eine DDR gegeben. Was passierte als die schützende Hand verschwand? Puff weg war se, de kleene DDR.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon augenzeuge » 3. November 2019, 17:57

pentium hat geschrieben:Gibt es Personengruppen, für die eine Ausweispflicht besteht?



Im Dienst ist es klar, da hab ich den auch dabei. Es ging aber um privat. Und da brauchts keine Personengruppe. In manchen Regionen reicht der Parteiausweis.... [laugh]

100.000...das sind dann wohl eher die, die dann übrig geblieben wären.

Ja, Akku, auch wenn du übertreibst, aber wenn man die DM nicht eingeführt hätte, ich möchte nicht wissen, wo man 1990 gelandet wäre. Was aber betrachtet werden muss, wer ging?

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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon pentium » 3. November 2019, 18:02

augenzeuge hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Gibt es Personengruppen, für die eine Ausweispflicht besteht?



Im Dienst ist es klar, da hab ich den auch dabei. Es ging aber um privat. Und da brauchts keine Personengruppe. In manchen Regionen reicht der Parteiausweis.... [laugh]

100.000...das sind dann wohl eher die, die dann übrig geblieben wären.

Ja, Akku, auch wenn du übertreibst, aber wenn man die DM nicht eingeführt hätte, ich möchte nicht wissen, wo man 1990 gelandet wäre. Was aber betrachtet werden muss, wer ging?

AZ


In Weipert oder Komotau hilft dir dein Parteiausweis auch nicht viel weiter, wenn du dich Ausweisen musst.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Grenzwolf62 » 3. November 2019, 18:12

Allgemeine Verkehrskontrolle durch die deutsche Polizei, bitte Führerschein und Personalausweis.
Wenn ich zum Bäcker um die Ecke gehe, brauch ich ihn wohl wirklich nicht einstecken haben.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon AkkuGK1 » 3. November 2019, 18:34

Nein, man braucht nicht den Ausweis, aber man kann bis zur Feststellung auf eine Wache gebracht werden...
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon augenzeuge » 3. November 2019, 19:09

Grenzwolf62 hat geschrieben:Allgemeine Verkehrskontrolle durch die deutsche Polizei, bitte Führerschein und Personalausweis.


Selbst beim Verkehrsunfall, an dem ich mal beteiligt war, reichte mein FS.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon zonenhasser » 3. November 2019, 19:13

Beethoven hat geschrieben:Das es da 100.000 Bürger gab, die die DDR nicht mochten

Von der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 bis in den Juni 1990 verließen über 3,8 Millionen Menschen den Staat, davon viele illegal und unter großer Gefahr. Eingeschlossen sind in diese Zahlen aber auch 480.000 seit 1962 legal ausgereiste DDR-Bürger. Etwa 400.000 kehrten im Laufe der Zeit wieder in die DDR zurück
https://de.wikipedia.org/wiki/Flucht_aus_der_Sowjetischen_Besatzungszone_und_der_DDR
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon SkinnyTrucky » 3. November 2019, 19:38

Was ist es eigentlich sich von den einstigen Idealen zu verabschieden und dann selbst zum verhassten Kapitalist zu werden....nach Definition des einstigen Brötchengebers und Bruder im Geiste ist dies ja wohl der größte Verrat....

Beethoven, sei du mal ganz still und sehr froh das kein geistig verwirrter Hardliner dir noch keine Kugel durch den Kopf gejagt hat....ich möchte nicht wissen was dein ehemaliger Oberchef zu deiner Karriere denkt, ganz zu schweigen von diesem kleinen garstigen doppelten Mörder, der es in der DDR bis zum Minister geschafft hat....

Ich bin nur eine Deserteurin die aber sonst der Arbeiterklasse treu geblieben ist, du aber bist ein Verräter und hätte die DDR überlebt, hätte dir da auch das Todesurteil gedroht....und denk mal nicht, da's es dir durch die Abschaffung des betreffenden Paragraphen nicht gedroht hat....das bestimmte Ministerium hatte da seinen ganz eigenen Spielraum....

Hör endlich auf deine Verflossene zu verteidigen, der du jetzt selbst auf höchstem Niveau verraten hast....



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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Merkur » 3. November 2019, 19:46

SkinnyTrucky hat geschrieben:Was ist es eigentlich sich von den einstigen Idealen zu verabschieden und dann selbst zum verhassten Kapitalist zu werden....nach Definition des einstigen Brötchengebers und Bruder im Geiste ist dies ja wohl der größte Verrat....

Beethoven, sei du mal ganz still und sehr froh das kein geistig verwirrter Hardliner dir noch keine Kugel durch den Kopf gejagt hat....ich möchte nicht wissen was dein ehemaliger Oberchef zu deiner Karriere denkt, ganz zu schweigen von diesem kleinen garstigen doppelten Mörder, der es in der DDR bis zum Minister geschafft hat....

Ich bin nur eine Deserteurin die aber sonst der Arbeiterklasse treu geblieben ist, du aber bist ein Verräter und hätte die DDR überlebt, hätte dir da auch das Todesurteil gedroht....und denk mal nicht, da's es dir durch die Abschaffung des betreffenden Paragraphen nicht gedroht hat....das bestimmte Ministerium hatte da seinen ganz eigenen Spielraum....

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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon SkinnyTrucky » 3. November 2019, 20:27

Merkur hat geschrieben:Was ist denn mit Dir passiert?


Wieso Merkur....was hättest du denn vor über 30 Jahren über einen Eliteverteidiger der DDR gedacht, der zum typischen Kapitalist mutiert.... [ich auch]

Ihr seid doch hoffentlich nicht vergessen, welche harte Denkweise bis kurz vor Schluss durchgängig geherrscht hat.... [denken]


groetjes

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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Merkur » 3. November 2019, 20:37

SkinnyTrucky hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:Was ist denn mit Dir passiert?

Wieso Merkur....was hättest du denn vor über 30 Jahren über einen Eliteverteidiger der DDR gedacht, der zum typischen Kapitalist mutiert....
groetjes
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Er hat bis zum letzten Tag gemäß dem Eid seinem Staat gedient. Danach kam der Staat abhanden und er musste sich neu orientieren. Das respektiere ich und ich finde es auch völlig in Ordnung, dass ehemalige DDR-Offiziere in der neuen Gesellschaft erfolgreich ihren Platz gefunden haben. Das hat nichts mit Verrat zu tun.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon SkinnyTrucky » 3. November 2019, 20:55

Ja, zo ähnlich habe ich das auch schonmal geschrieben Merkur aber aus damaliger Sicht ist es trotzdem verwerflich.... [wink]


groetjes

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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Grenzwolf62 » 4. November 2019, 04:31

Da frag ich mich wie das mit den Unternehmern in der Links-Partei ist, sind etliche mit einer eigenen Plattform, die müssten ja dann die vollkommenen schuftigen Verräter an der Sache des Sozialismus sein.
Alles wird, vielleicht, gut.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Beethoven » 4. November 2019, 08:24

SkinnyTrucky hat geschrieben:Was ist es eigentlich sich von den einstigen Idealen zu verabschieden und dann selbst zum verhassten Kapitalist zu werden....nach Definition des einstigen Brötchengebers und Bruder im Geiste ist dies ja wohl der größte Verrat....

Beethoven, sei du mal ganz still und sehr froh das kein geistig verwirrter Hardliner dir noch keine Kugel durch den Kopf gejagt hat....ich möchte nicht wissen was dein ehemaliger Oberchef zu deiner Karriere denkt, ganz zu schweigen von diesem kleinen garstigen doppelten Mörder, der es in der DDR bis zum Minister geschafft hat....

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Hm, ich muss mal ganz freundlich anfragen, ob Du beim Schreiben des o.g. Beitrages unter Narkotika gestanden hast?
Wenn ja - na dann - erklärbar.
Wenn nicht - dann sei mir nicht gram - ist das absoluter Blödsinn.

Ich könnte den Beitrag Satz für Satz auseinander nehmen. Aber was bringt es?

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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Kumpel » 4. November 2019, 08:37

Hi Mara,

diese Art der Diskussion mit denen ist sinnlos.
Du hast Ideale und dafür etwas riskiert. Das haben die nicht , die lehnen sich immer am System an , weil ihnen ihr materieller Vorteil vor allem geht.
Das Getue ich bin Llnks und die DDR war im Großen Ganzen prima ist auch nur Geseier der eigenen Biographie willen.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Nostalgiker » 4. November 2019, 08:52

Du hast recht kumpel, eine Diskussion mit dir ist völlig sinnlos.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Kumpel » 4. November 2019, 09:45

AkkuGK1 hat geschrieben:Lieber Beethoven, ohne die UdSSR hätte es doch nie eine DDR gegeben. Was passierte als die schützende Hand verschwand? Puff weg war se, de kleene DDR.


So muss man das wohl hinnehmen mit der DDR , ein Furz der Geschichte.
Ein paar Rentner ziehen noch pöbelnd durch das Internet , aber sonst..........
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon AkkuGK1 » 4. November 2019, 12:16

aber ein ziemlich verklemmter Furz!
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Sperrbrecher » 4. November 2019, 13:19

Beethoven hat geschrieben:Das es da 100.000 Bürger gab, die die DDR nicht mochten - nun, sei es wie es sei.

....und warum hat man dann diese nur "100.000 Bürger" nicht einfach ziehen lassen?

Damit hätte sich doch die DDR aller Nörgler, Unzufriedenen und Feinden der DDR
entledigen können und mit den anderen, die alle treue Gefolgsleute der DDR waren,
ihren Staat weiterführen können.

Leider waren es aber, wie man bereits vor 1989 feststellen durfte, nicht nur
100.000 Personen. Wahrscheinlich war es eher umgekehrt und es waren bloß
100.000 Personen, die dem DDR.Staat wirklich treu ergeben waren?

Immerhin flüchteten rund 45.000 Personen zwischen 1961 bis 1989 aus dem
Arbeiter- und Bauernparadies. Wie viele davon geträumt und es es sich aus naheliegenden und nachvollziehbaren Gründen nicht getraut haben, dürfte
kaum zu ermitteln sein?

Ich wäre jedenfalls damals auch viel lieber mit Sack und Pack auf offiziellen
Wege in die Bundesrepublik umgezogen, als unter unwägbaren Risiken über
mehrere Grenzen zu schleichen, nur mit dem was ich am Leibe trug.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Kumpel » 4. November 2019, 13:48

Beethoven hat geschrieben:Das es da 100.000 Bürger gab, die die DDR nicht mochten - nun, sei es wie es sei.



Diese Aussage muss man sich mal auf der Zunge zerlaufen lassen.
Da erzählt jemand , das er so ziemlich alles an diesem System prima fand und dafür sein Leben eingesetzt hätte und irgendwann stellt sich heraus
er hat überhaupt keine Ahnung von diesem System.
Abgefahren.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Beethoven » 4. November 2019, 13:55

Kumpel hat geschrieben:Hi Mara,

diese Art der Diskussion mit denen ist sinnlos.
Du hast Ideale und dafür etwas riskiert. Das haben die nicht , die lehnen sich immer am System an , weil ihnen ihr materieller Vorteil vor allem geht.
Das Getue ich bin Llnks und die DDR war im Großen Ganzen prima ist auch nur Geseier der eigenen Biographie willen.


Lieber Kumpel,

eine Diskussion ist dann sinnlos, wenn schon die Grundlage der Diskussion an den Haaren herbei gezogen ist und in keiner Weise den offensichtlichen Tatsachen entspricht.
Von Deiner Seite aus - reine und auch noch, verzeih mir, dümmliche, Polemik, die es nun wirklich nicht wert ist, darauf näher einzugehen.

Freundlichst
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Kumpel » 4. November 2019, 14:10

Du darfst das natürlich nennen wie du möchtest Beethoven.
Deine Reaktion auf Mara's Beitrag zeigt mir allerdings , daß du überhaupt nicht verstanden hast worum es ihr eigentlich geht.
Ich kann dein Unverständnis mittlerweile in Teilen nachvollziehen.Selbst 30 Jahre nach dem Verschwinden der DDR bist du nicht fähig zu reflektieren
was sie überhaupt einmal war.
Es ist dieses Unverständnis für alles was anders ist und anders denkt als ihr. In dieser Denke gibt es nur dafür oder dagegen. Heute ist dir das alles egal , denn du bist mit
Geldverdienen beschäftigt , aber genau diese Denke hast du und du nutzt sie für deinen materiellen Vorteil, auch schon in der DDR.
Irgendwie ekelig.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon karnak » 4. November 2019, 14:30

Na nu, bei der letzten Volkskammerwahl war die SED/PDS drittstärkste Kraft, hinter CDU und SPD . Und nun mal besser die Aufblaserei des eigenen edlen Charakters nicht ganz so übertreiben. 99 % aller Menschen werden immer und zu jeder Zeit sehen wie sie mit dem A ... an die Wand kommen. Wenn sich die gesellschaftlichen Verhältnisse grundlegend ändern ist diese Reaktion alternativlos um mit der Merkel zu sprechen. Man müsste doch eine Vollmeise haben wenn man sich als Individuum versucht gegen solche gesellschaftlichen Veränderungen zu stemmen. Was also bitte schön hätte man denn von einem Beethoven erwartet was er hätte machen sollen, dorthin gehen? [flash] Und deswegen hatten auch 99 % derer die vor 89 dieses Land verlassen haben in Wahrheit nur einen Hintergrund, die besser gefüllten Fleischtöpfe und nichts anderes, dass behaupte ich nach wie vor und das soll auch legitim sein. Was nervt ist das Wichtiggetue zu dem Thema von wegen man hatte ganz andere Gründe ob seines edlen Charakters und ausgeprägten Sinn hinsichtlich der Menschenrechtskonvention der UNO. [flash]
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon zonenhasser » 4. November 2019, 14:31

Kumpel hat geschrieben:Ein paar Rentner ziehen noch pöbelnd durch das Internet , aber sonst..........

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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon Kumpel » 4. November 2019, 15:07

karnak hat geschrieben:.................. Und nun mal besser die Aufblaserei des eigenen edlen Charakters nicht ganz so übertreiben. .................Was nervt ist das Wichtiggetue zu dem Thema von wegen man hatte ganz andere Gründe ob seines edlen Charakters ....................


Soviel Charakter auf ein mal.
Na ja , der Beethoven selbst scheint hier einer der Wenigen zu sein , die sich ganz besonders außenwirksam um ihr Charakterabbild kümmern.
Sowas macht verdächtig.
Den ganzen anderen Klamauk mal außen vor gelassen.
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Re: Die lange Nacht des Henkers

Beitragvon augenzeuge » 4. November 2019, 16:59

Nostalgiker hat geschrieben:Du hast recht kumpel, eine Diskussion mit dir ist völlig sinnlos.

Du bist sein erklärter Fan, also ist es nie sinnlos. [denken]

AZ
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augenzeuge
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