Horrorfahrt im Barkas

Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon augenzeuge » 30. November 2019, 09:21

karnak hat geschrieben: Die DDR war doch in dieser Hinsicht in einer ganz anderen Situation als die Länder des Ostblocks in denen der Westen schon immer Ausland war. Daraus ergab sich natürlich auch ein ganz anderes Grenzregime.


Mag ja sein. Aber auch das rechtfertigt in keinster Weise die Schikane an den Grenzen. Diese gab es ja nicht nur zum Westen, sie gab es ebenso zur CSSR.
Was glaubst du, wie deine Kollegen die DDR Bürger schikaniert haben, die sich dort mit ihrer Familie trafen, treffen mussten. Und sie wussten es genau. Sie trugen doch mit diesem Handeln dazu bei, dass jene, die noch im Land blieben, auch über den Weggang nachdachten.

Dieses Grenzsystem war in der Art und Weise nicht notwendig. Immerhin haben das einige Verantwortliche auch zugegeben.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon karnak » 30. November 2019, 09:35

Schikane als Definition wäre jemand unnötig Schwierigkeiten bereiten. Jemand der im Rahmen von dienstlicher Aufgabenstellung seine Pflicht tut und seinen Dienst nach bestehender Vorschrift macht ist das unmöglich anzulasten.
Und die ganzen Geschichten wie stundenlang in der Sonne stehen lassen ohne Grund weil man gerade beim Leberwurststulle essen ist, einfach mal so ein Auto zerlegen oder nackig machen veranlasst durch einen kleinen Kontrolleur, was offensichtlich Schikane und nebenher noch maßlose Amtsanmaßung wäre sind schlichtweg dummes Zeug und fanden niemals statt.
Und wenn das Grenzsystem nicht notwendig war, der kleine willfährige Helfer des unmenschlichen System vor Ort sollte das ändern und mal nicht so sein , lieber gemeinsam mit den zu Kontrollierenden ein Käffchen trinken?
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon AkkuGK1 » 30. November 2019, 09:44

karnak hat geschrieben:Schikane als Definition wäre jemand unnötig Schwierigkeiten bereiten. Jemand der im Rahmen von dienstlicher Aufgabenstellung seine Pflicht tut und seinen Dienst nach bestehender Vorschrift macht ist das unmöglich anzulasten.
Und die ganzen Geschichten wie stundenlang in der Sonne stehen lassen ohne Grund weil man gerade beim Leberwurststulle essen ist, einfach mal so ein Auto zerlegen oder nackig machen veranlasst durch einen kleinen Kontrolleur, was offensichtlich Schikane und nebenher noch maßlose Amtsanmaßung wäre sind schlichtweg dummes Zeug und fanden niemals statt.



hihihi du bist n Scherzbold! Als wir die Brigadefahrt nach Prag Anfang Oktober 89! gemacht haben, wurden wir vom DDR Zoll gründlichst durchsucht. Sie waren auf der Suche nach Zeugnissen ecc., haben allerdings nichts gefunden, weil wir auch nichts mithatten. Du siehst den Aspekt sowieso von der falschen Seite, der Täter sieht sich selbst doch meistens unschuldig.

Die gesamte DDR war doch ne Schikane [zunge]


PS. fragt doch mal Nick Rivers über seine Einreise in die DDR! Gibt's auch bei YouTube zu sehen [flash]
Zuletzt geändert von AkkuGK1 am 30. November 2019, 09:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon augenzeuge » 30. November 2019, 09:50

was offensichtlich Schikane und nebenher noch maßlose Amtsanmaßung wäre sind schlichtweg dummes Zeug und fanden niemals statt.


Natürlich fand das statt. Kenne zig Leute. [flash] Ein falsches Wort (eine einzige Beschwerde, warum es so lange dauert) und schon durfte man beim Transit rausfahren.
Einmal war ich selbst dabei, als ich in der Bahn zur CSSR vor der DDR Kontrolle meine Socken ausziehen musste....das hab ich nie irgendwo ähnlich auf der Welt erlebt.
Nun erzähle bitte nicht, dass war notwendig, weil ich so ein böser war. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinen Ausreiseantrag gestellt. [grins]

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon karnak » 30. November 2019, 09:56

Tatsächlich, also ich musste in Tegel schon mal meine Winterstiefel ausziehen und die wurden irgendwo hin gebracht, keine Ahnung warum. Und ich muss fast jedesmal zum Abstrich für den Sprengstofftest und habe auch keinen Ausreiseantrag gestellt. [flash] Ich würde deswegen nie ein Wort verlieren, ich habe keine Ahnung nach welchen Kriterien die dort kontrollieren, es interessiert mich auch nicht weil es mich nicht umbringt und ich mir bewusst bin, dass ich an diesem Ort kontrolliert werden könnte.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon augenzeuge » 30. November 2019, 10:12

Karnak, es ist ein großer Unterschied, warum ich meine Schuhe am Flughafen ausziehen muss, oder meine Socken in der Bahn. Ich denke nicht, dass ich weiter erklären muss.

Warum änderte sich nach Ende der DDR die Kontrolle zur CSSR? Warum konnte man plötzlich anders, einfacher verfahren? Warum änderte sich das Verhalten gravierend? Warum wurde es dort plötzlich so, wie in Europa üblich?

Wohl gemerkt, zuvor war es ein "Bruderstaat" ....


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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Nov65 » 30. November 2019, 10:18

karnak hat geschrieben:Tatsächlich, also ich musste in Tegel schon mal meine Winterstiefel ausziehen und die wurden irgendwo hin gebracht, keine Ahnung warum. Und ich muss fast jedesmal zum Abstrich für den Sprengstofftest und habe auch keinen Ausreiseantrag gestellt. [flash] Ich würde deswegen nie ein Wort verlieren, ich habe keine Ahnung nach welchen Kriterien die dort kontrollieren, es interessiert mich auch nicht weil es mich nicht umbringt und ich mir bewusst bin, dass ich an diesem Ort kontrolliert werden könnte.

Es war doch das stetige Gefühl nicht rauszukönnen(jedenfalls nicht ins westliche Ausland), eingesperrt zu sein. Dazu dann die Kontrollen-egal ob normal oder total übertrieben. Sicher setzten Kontrolleure der DDR noch einen auf die Dienstvorschriften drauf. Man war ja wer gegenüber denen im Zug oder an der Schranke. Hier fruchtete sicher das eingeimpfte Feindbild. Und Diensteifer wurde schließlich auch belohnt.
Nach 1990 nahm man die Kontrollen anders wahr, ob ins westliche oder östliche Ausland. Ich musste in Russland auch meine Schuhe ausziehen. Na und? Hatte frische Socken an. Bei Einsetzen der Terrorgefahr mokiert sich keiner wegen der Kontrollen.
Du, @Karnak, bist in einer misslichen Lage, wo du und deine damaligen Genossen berechtigt als direkte Regimemitwirkende gesehen und gewertet werden. Ihr wart die Exekutive (Schild und Schwert..)Das schmeckt dir sicher nicht, weshalb du dann abschwächst oder gar verneinst. Du magst ja einer von den "Normalen" gewesen sein, aber differenziert wird nicht, kann auch nicht werden.
Eine objektive Wertung ist schwierig, aber wenn viele Zeitzeugen dasselbe sagen, kommen diese Aussagen einer objektiven sehr nahe. Siehe bei Gericht: Zeugen...Urteil.
Gruß, Andreas
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Beethoven » 30. November 2019, 10:28

Oh je, ich fass es nicht.
Übrigens laufen auf den unterschiedlichsten Kanälen im TV, Sendungen, wo der Zoll unterschiedlichster Länder, bei der Arbeit gefilmt wird. Dort werden Menschen bis auf die Unterhose ausgezogen, wenn man bei ihnen Schmuggelgut vermutet. Und diese Reisenden sind nicht mal aus Staaten, die man seinerzeit als "gegnerisch" betrachtet hat.

Das die Grenzer und Zöllner der damaligen DDR an der sensibelsten Grenze der damaligen Zeit ihren Dienst taten, schließt wohl eine Bespaßung der zu kontrollierenden Reisenden aus. Ich denke, wenn diese Grenzer und Zöllner einfach nur höflich waren, auch bei Kontrollen die dem Kontrollierten nicht so sehr gefielen, ist das in Ordnung.

Trennung

Volker Z., Du warst 4 x in der BRD zu Zeiten der DDR, wie ich las. Na man, da bist Du ja echt ein Privilegierter. Wie hast Du denn das geschafft? Und warum bist Du dann freiwillig in das "Gefängnis" DDR zurück gekommen?
Oder hast Du Dir die Reisen durch Lügen erschlichen? Wenn ja, dann, verzeih mir, vermute ich, dass das Lügen bei Dir zum normalen Alltag gehört, was natürlich Deine vielen Behauptungen, Erzählungen, Erlebnisse & Bekannten sehr unglaubhaft erscheinen lässt.

Na ja, ich persönlich glaube Dir sowieso kaum noch etwas. Was Du so alles persönlich erlebt haben willst, schafft ein Normalo nicht in drei Leben, denke ich.

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Sperrbrecher » 30. November 2019, 10:32

karnak hat geschrieben:Aber Du musst doch zugeben, dass so ein Mensch von der Sache her dazu da ist Dich mit einer Kontrolle zu belästigen und nicht mit Dir Spass zu haben und Kaffee zu trinken.

Damit unterstellst Du, dass nur die Grenzbediensteten der DDR ihre Arbeit richtig
gemacht haben und alle anderen Grenzkontrolleure anderer Länder ihren Auftrag
nicht ordnungsgemäß nachgekommen sind.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Erfolgsquoten der DDR-Kontrolleure
durch ihre unfreundliches, arrogantes und inquisitorische Auftreten und Verhalten,
im Gegensatz zu ihren Kollegen in anderen Ländern, wesentlich nutzbringender
ausgefallen sind und ein positives Image des DDR-Staates bei den Reisenden aus
anderen Ländern hätte bewirken können.

Über das Verhalten und die Maßnahmen der DDR-Kontrolleure haben selbst ihre
polnischen Kollegen oftmals den Kopf geschüttelt und im persönlichen Umfeld ihr Unverständnis zum Ausdruck gebracht. Wie mir ein polnischer Verwandter, der in
Frankfurt am Grenzübergang seinen Dienst versah, in privaten Gespräch erklärte.
Die polnischen Zoll- und Grenzbeamten hatten keine gute Meinung von ihren DDR-
Kollegen. Schließlich wurden sie doch tagtäglich Augenzeugen, wie diese die Reisenden
schikanierten.
Zuletzt geändert von Sperrbrecher am 30. November 2019, 11:07, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon augenzeuge » 30. November 2019, 10:37

Beethoven, die Grenze wurde von einer Seite zur Sensibelsten nur gemacht. Das stimmte nie. In Berlin schon gar nicht. Oder was drohte dir aus Westberlin?

Wenn eine Grenze sensibel ist, dann immer von 2 Seiten. Die Grenze entsprach eigentlich nur der einseitigen Absperrung eines Gefängnisses.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon zonenhasser » 30. November 2019, 10:42

augenzeuge hat geschrieben:Oder was drohte dir aus Westberlin?
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Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2019, 10:50

Nov65 hat geschrieben:@Nost. schrieb:
Übrigens habe auch ich die Aussage der armen Referentin sehr aufmerksam vernommen als sie sich für ihr lückenhaftes Wissen sinngemäß mit den Worten verteidigte/entschuldigte das eine Zusammenarbeit mit ehemaligen GÜST Mitarbeitern von der Leitung der Gedenkstätte absolut nicht erwünscht sei; also faktisch verboten, denn sie, die Gelenkstätte, habe schließlich einen "Bildungsauftrag! dieser Bildungsauftrag lautet nun mal Diffamierung der DDR, ihrer Organe, ihres Grenzregimes auf der ganzen Linie um dem unbedarften Besucher im Nachgang das Gruseln beizubringen.

@Nost. schrieb an @Volker Zottmann über seine oben geäußerte Erinnerung:
Es ist dir bei deiner Intelligenz nicht aufgefallen das der letzte Satz meine Meinung dazu ist und keine Aussage der Referentin? Da muß ich wohl meine Meinung über deine Intelligenz revidieren.
Übrigens haben diese Aussage mehrere gehört die an der Führung teilgenommen haben und karnak hat es ja bereits sinngemäß bestätigt das es so gesagt wurde.

Da staun` ich aber. Wie anders als von der Referentin geäußert kann deine Aussage gewertet werden? Da willst du die deutsche Sprache aber tüchtig vergewaltigen, damit das deine geäußerte Meinung sein soll. Du schiebst ihr einfach deine Meinung, nein, deine Unterstellung unter!! Du hast den letzten Satz weder von der Aussage der Referentin abgerückt, noch unmissverständlich als deine Meinung dargeboten.
So einfach kommst du hier nicht vom Platze. Wer sich etwas besser in der Deutschen Sprache als @Nost. auskennt, wird mir recht geben.
Andreas


Na nun bin ich beruhigt, dass zumindest mein Deutschverständnis noch auf der Höhe der Zeit zu liegen scheint.
Lieber Nov65, mir war es gestern einfach zu dusselig, um auf das unqualifizierte und verschleierte Zurückrudern vom Nostalgiker einzugehen. Er ist offenbar heillos überfordert seine eigenen und Fremdreden deutlich zu trennen, versucht aber mir den schwarzen Peter unterzuschieben.
Ich lass den Forentod gewähren, er ist mir einfach trotz seines Studiums zu blöd.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon andr.k » 30. November 2019, 10:58

Interessierter hat geschrieben:Weil ich dir mit einem Schreiben des MfS bewiesen habe, dass du ohne jegliches Wissen erst einmal alles bestreitest und Beweise forderst, die du selbst nie erbringst, schreibst du ich hätte dir eine Falle gestellt?


Der Beweis dafür fehlt heute immer noch. Nur vom erzählen wird die Geschichte nicht glaubhafter. [hallo]
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2019, 11:08

karnak hat geschrieben:Schikane als Definition wäre jemand unnötig Schwierigkeiten bereiten. Jemand der im Rahmen von dienstlicher Aufgabenstellung seine Pflicht tut und seinen Dienst nach bestehender Vorschrift macht ist das unmöglich anzulasten.
Und die ganzen Geschichten wie stundenlang in der Sonne stehen lassen ohne Grund weil man gerade beim Leberwurststulle essen ist, einfach mal so ein Auto zerlegen oder nackig machen veranlasst durch einen kleinen Kontrolleur, was offensichtlich Schikane und nebenher noch maßlose Amtsanmaßung wäre sind schlichtweg dummes Zeug und fanden niemals statt.
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Du beweist mit Deiner Einschätzung, dass Du keinerlei Wissen zu den Handlungen an anderer GÜST hattest.
Frankfurt, von Polen kommend haben wir, anfangs 6 oder 7 PKW, volle 3 Stunden warten müssen, bis wir dranwaren. Da war der Stulle kauende Blödmann am Ruder.
Grenze Linken nach Polen, habe ich eine volle Stunde in praller Sonne mit meinem Sohn, damals Kleinkind im Kindersitz im Trabant sitzen und warten müssen, bis die Trakturen gegen meine Frau ein Ende fanden. Auf die Frage, ob ich unter einen schattenspendenden Baum fahren kann, gingen die Pinsel nicht ein.
Grenze bei Duderstadt, rauswärts: Trotz Nieselregen mussten wir den Kofferraum ohne schützendes Dach drüber leer räumen, dann hüpfte ein Claun in Uniform über die Hintersitze.
Sag mir mal, was da noch normal war?
Ist ja schön, wenn Du Deine Zunft verteidigen willst. Mir aber zu unterstellen das wäre nie so gewesen, ist anmaßend.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Nostalgiker » 30. November 2019, 11:24

Interessierter hat geschrieben:


Nur weil Volker vom realen Leben in der DDR mehr erfahren hat, als du es jemals wirst, ist er ein Schwätzer?



Von welchem reale Leben in der DDR soll Volker Zottmann erfahren haben?
Wenn dem so sei dann sind alle seine sogenannten "Erlebnis"berichte wiedergegebenes aus zweiter oder dritter Hand.
er hat demzufolge in keiner realen DDR gelebt sondern im Nachgang hat er sich eine Phantasie DDR aus den Erzählungen zusammengebastelt und das Ergebnis verkauft er dir, Interessierter, als reale DDR Erlebnisse welche in der Regel nur aus Erniedrigungen, Repressionen und grenzenloser Angst bestanden.
Vom allgegenwärtigem Mangel, dem Denkverbot etc. fange ich nicht an.

Jeder der hier schreibt hat soweit er im Osten lebte die Realität des Lebens in der DDR subjektiv bedingt verschieden wahrgenommen.
Und selbst bei stark ähnelnden Erlebnissen wie Grenzkontrollen kommt es meiner Meinung immer auf die charakterlichen Eigenschaften desjenigen an der sie Erlebt hat.
Wenn natürlich jemand extrem nachtragend und überhaupt über viele negative Charaktereigenschaften verfügt kann es passieren das derjenige bestimmte Prozeduren von damals an der Grenze auch heute noch sehr persönlich nimmt und darüber immer noch hadert und schimpft wie ein Rohrspatz.
Manno das ist 30 oder 40 Jjahre oder teilweise noch länger her.

In Zypern bin ich kürzlich mit den Reisepass eingereist.
Als ich in Nicosia über den Checkpoint der Green Line wollte (das erste Mal) und ich meinen Personalausweis zeigte wurde mir die 'Ausreise' verweigert obwohl sie meine Daten im Computer gefunden haben. Aber die ID Nummer Pass/Personalausweis stimmten nicht überein.
Nun könnte ich daraus eine Empörungsstory basteln das sich die Wände wackeln. Nur war es mehr meine Schuld, hätte mich informieren sollen. Beim zweiten Grenzübertritt wußte ich Bescheid und hatte den Pass bei ......
Das als aktuelles Beispiel und es betraf die Passkontrolle.

Wie oft wurde mein Gepäck bei der Einreise aus Polen oder der CSSR von "unmenschlichen" DDR Zöllnern durchwühlt, ich weiß es nicht mehr. Selbst auf dem Flughafen Schönefeld war aus der SU kommend des öfteren Koffer auspacken angesagt. Und da mußte jedes Wäschestück auseinander gefaltet werden und die paarweise zusammengerollten Strümpfe auch auseinandergenommen werden.
Das witzigste war bei eine Ausreise passiert nach der CSSR, ich mußte die mitgeführte Toilttenpapierrolle komplett aufrollen und der Zoll begutachtete dann das ellenlange Papierband ob da eventuell geheime Nachrichten draufstanden .....
Damals fand ich es nicht wirklich witzig aber heute kann ich über solche Episoden nur lachen. So etwas war nie permanent in meinem Leben und es hat auch nicht dauerhaft belastet.
Es war eben so und irgendwann machte man sich auch einen Spass daraus gerade die vom Zoll und Passkontrolle ein wenig zu verarschen. Nicht zu doll, denn das hätte auch nach hinten los gehen können.
Natürlich haben das die ewigen Nörgler und Miesepeter ganz anders gesehen.
Und heute fabulieren sie von Grenzkkontrollschikanen und ähnlichen Mythen.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2019, 11:28

Beethoven hat geschrieben:Volker Z., Du warst 4 x in der BRD zu Zeiten der DDR, wie ich las. Na man, da bist Du ja echt ein Privilegierter. Wie hast Du denn das geschafft? Und warum bist Du dann freiwillig in das "Gefängnis" DDR zurück gekommen?
Oder hast Du Dir die Reisen durch Lügen erschlichen? Wenn ja, dann, verzeih mir, vermute ich, dass das Lügen bei Dir zum normalen Alltag gehört, was natürlich Deine vielen Behauptungen, Erzählungen, Erlebnisse & Bekannten sehr unglaubhaft erscheinen lässt.

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Freundlichst


Was Du glaubst ist mir schnurz.
Ich kannte die Tante seit 1955 persönlich. Sie, die (nur) Schwester meiner leiblichen Tante war, hätte ich aber 1987 zu ihrem 75. Geburtstag nie besuchen dürfen. Also hab ich was erfunden. Dazu bewusst meine verstorbene Oma und "Tantes" verstorbenen Mann zur Legendenbildung benutzt. Hätte man meine Lüge erkannt, hätten sie trotzdem nie eine Handhabe gegen mich haben können. (Die mir das so falsch erzählten, waren ja schon tot)
Was hat das aber mit normalem Lügen zu tun, wenn man nur mal raus wollte aus der DDR? Notlüge allenfalls! Tausende Male wurde das praktiziert und zwar zu recht! Das Verbrechen beging nämlich nicht ich, das war die DDR, die mich grundlos hinter Stacheldraht hielt.
Und warum kam ich zurück?
Weißt Du, ich hatte Dich für intelligenter gehalten! Familie blieb als Geisel weiter in DDR-Obhut. Dann hatte ich mein Haus, mein Geschäft. Für mich war gefühlt ein Neuanfang zu spät.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2019, 11:30

Beethoven hat geschrieben:Na ja, ich persönlich glaube Dir sowieso kaum noch etwas. Was Du so alles persönlich erlebt haben willst, schafft ein Normalo nicht in drei Leben, denke ich.

Freundlichst

Zumindest nicht, wenn er in einer Blase lebt!
Alle um mich rum, haben es auch erlebt, nur nicht immer die Selben. Gerade deshalb setze ich gern Namen und Orte und die Daten dazu.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Merkur » 30. November 2019, 11:40

Volker Zottmann hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Na ja, ich persönlich glaube Dir sowieso kaum noch etwas. Was Du so alles persönlich erlebt haben willst, schafft ein Normalo nicht in drei Leben, denke ich.

Freundlichst

Zumindest nicht, wenn er in einer Blase lebt!
Alle um mich rum, haben es auch erlebt, nur nicht immer die Selben. Gerade deshalb setze ich gern Namen und Orte und die Daten dazu.

Gruß Volker


Na ja Volker, man kann sich gewisse Dinge auch so lange einreden, bis man selbst dran glaubt.
Und manche Deiner Geschichten wirken reichlich ausgeschmückt und sind widersprüchlich. Nimm zum Beispiel die Story von der Bedrohung mit der Pistole. Eine Version besagt, Du hast mit der Polizei gesprochen, eine andere Version berichtet, dass Deine Frau mit der Polizei gesprochen hat. Du musst dann schon bei einer Variante bleiben.
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2019, 11:41

Nostalgiker hat geschrieben:
Von welchem reale Leben in der DDR soll Volker Zottmann erfahren haben?
Wenn dem so sei dann sind alle seine sogenannten "Erlebnis"berichte wiedergegebenes aus zweiter oder dritter Hand.
.

Tatsächlich? [denken]

https://mein-ddr-leben.de/01.html

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Volker Zottmann » 30. November 2019, 11:46

Merkur hat geschrieben:Na ja Volker, man kann sich gewisse Dinge auch so lange einreden, bis man selbst dran glaubt.
Und manche Deiner Geschichten wirken reichlich ausgeschmückt und sind widersprüchlich. Nimm zum Beispiel die Story von der Bedrohung mit der Pistole. Eine Version besagt, Du hast mit der Polizei gesprochen, eine andere Version berichtet, dass Deine Frau mit der Polizei gesprochen hat. Du musst dann schon bei einer Variante bleiben.

Da musst Du schon alles lesen.
Sicher ist es nun auch schon lange her.
Aber ich schrieb dass die Polizei kam. Ebenso, dass zu Protokolliererei tags drauf nochmal einer da war. Und auch ein drittes mal, weil Namen verwechselt wurden, seitens der Polizei. Wir haben also beide mit den damaligen Polizisten geredet.
Es ist unerheblich, wer mit denen zuerst sprach.

Gruß Volker
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon zoll » 30. November 2019, 11:50

Karnak schrieb: ihre Stoßdame im Osten besucht haben und die hatten bei Leibe kein Problem mit den mürrischen Grenzbediensteten, man kannte sich und begrüßte sich.
Wie war es früher bei dir, also bevor du zu den uniformierten Wachleuten gehörtest, als du dich mit wummernden Herzen und prickelnden Gefühle im Unterleib zu deiner Liebsten begeben hast? Erinnerst du dich noch?
Da waren dir die Ermahnungen deiner Eltern, also die gingen dir peripher am A... vorbei. Dein ganzes sinnen und trachten war nur darauf ausgerichtet diesen Druck, dieses Gefühl dort unten endlich zu befriedigen.
Siehst du, so ging es deinen Stammkunden, denen du angeblich so freundlich zugenickt hast, ebenfalls. Oder hast du ihnen ein fröhliches "guten Ritt auf der sozialistischen Matratze" gewünscht?
Denen warst du in diesem Moment so was von egal, egaler geht schon gar nicht mehr.
Das alles hat zwar nichts mit einem Barkas zu tun, aber die Fahrt durch die Zone war ein Horror. Schon der Aufwand auf Hin- und Rückfahrt viermal streng kontrolliert zu werden. Aber das nahm der Westberliner gerne auf sich, konnte er doch ein WE im Harz verbringen, ohne Mauer und Stacheldraht.
Und der .......gesteuerte Westberliner in Richtung Osten dachte eben an andere Freuden.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Nostalgiker » 30. November 2019, 11:52

Papier oder in diesem Fall das Internet ist geduldig und nur weil du, Volker Zottmann, da Geschichten veröffentlichst hast bedeutet das noch lange nicht das sie auch der Wahrheit entsprechen.

Solange du alle Erlebnis oder meinetwegen auch Zeitzeugenberichte von anderen Usern, weil sie nicht mit deinen leidvollen Erfahrungen welche du in der DDR machen mußtest halbwegs übereinstimmen in erbärmlicher Weise als Lüge verdammst brauchst du dich nicht zu wundern wenn deine Geschichten langsam aber sicher den charakter von Märchen bekommen.
Schuld sind natürlich nur die die das sagen, du sagst und schreibst nur die Wahrheit, außer du lügst gerade .......
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon zoll » 30. November 2019, 11:54

Nostalgiker hat geschrieben:zoll, wer sind denn die herren Ex-Stasis hier im Forum?

Wie genau werden deine Wahnvorstellungen bezeichnet?

PKE war Staatssicherheit.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Merkur » 30. November 2019, 11:55

Volker Zottmann hat geschrieben: Da musst Du schon alles lesen.
Sicher ist es nun auch schon lange her.
Aber ich schrieb dass die Polizei kam. Ebenso, dass zu Protokolliererei tags drauf nochmal einer da war. Und auch ein drittes mal, weil Namen verwechselt wurden, seitens der Polizei. Wir haben also beide mit den damaligen Polizisten geredet.
Es ist unerheblich, wer mit denen zuerst sprach.

Gruß Volker


Alles klar Volker. [wink]
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon zoll » 30. November 2019, 12:06

karnak hat geschrieben:Und " stichprobenartig " an einer Grenze die eine sein soll ist sinnlos, schade ums Geld. Wenn schon Grenze dann die Prüfung als Regel oder man lässt es bleiben mit Grenze und trägt die Konsequenzen.
Ansonsten, dass Schengen System gab es zum Zeitpunkt der DDR Grenze noch nicht.

Glaube es oder glaube es nicht. Ich kenne div. Grenzübergänge zu sog. Drittstaaten als Schengen noch nicht existierte. Wenn die Grenzbeamten dort solche Kontrollen durchgeführt hätten wie deine Kumpels von PKE und Zoll es getan haben, wäre nicht nur der private Reiseverkehr, auch der Warenverkehr, zusammen gebrochen und die Bundesrepublik hätte auf dem gleichen Entwicklungsstand wie das von dir geschützte, aber gleichsam zusammen gebrochene Land, gestanden.
Bei den DDR Kontrollen ging doch erstrangig nicht Verbrechen zu verhindern. Vorrangig war auch nicht der Warenverkehr. Es ging um Fluchtverhinderung!
Du schreibst oben, schade ums Geld, wie schade war es denn um das knappe Volksvermögen der DDR bestellt?
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon steffen52 » 30. November 2019, 12:36

Also wer von der DDR aus über einen Grenzübergang auch zu einen sogenannten Bruderland ging wurde von den DDR-Zöllnern nicht gerade mit Freundlichkeit kontrolliert. Mit kurzen Ansagen im Kasernenton wurde
man aufgefordert dieses oder jenes zu öffnen zu zeigen, dann immer die selbigen Fragen wohin und warum. Antwortete man etwas zu locker und machte vielleicht noch einen Scherz dabei da war Schluss mit lustig,
dann wollten sie noch mehr kontrollieren und am liebsten das ganze Auto auseinander nehmen. Also an freundlich schauende Genossen an den Grenzübergängen( egal ob nach Polen oder CSSR) kann ich mich nicht
erinnern. Über die (nette) Behandlung nach einen Besuch in der CSSR wo ich mich mit meiner Westverwandtschaft getroffen hatte, darüber habe ich ja schon geschrieben. So ist meine Erfahrung mit den Staatsorganen der DDR an den Güst gewesen!!! [mad] Da ich nun nach der Wende in einige Länder
gereist bin und diese Mitarbeiter an den Übergängen auch ihre Arbeit machen müssen und halt ihre Vorschriften haben, ein lächeln oder mal ein nettes Wort haben sie immer. Auch als wir bei der Ausreise aus der Dom.Rep.
alle die Schuhe ausziehen mussten und abgetastet wurden!
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Kumpel » 30. November 2019, 12:41

Nostalgiker hat geschrieben:Es war eben so und irgendwann machte man sich auch einen Spass daraus gerade die vom Zoll und Passkontrolle ein wenig zu verarschen. Nicht zu doll, denn das hätte auch nach hinten los gehen können.


Und da du im real existierenden Sozialismus das Glückskind schlechthin warst ist dieses Verarschen bei dir nie nach hinten los gegangen.
Ich wurde in Bad Schandau aus dem Zug geholt weil ich den Zöllner fragte was es ihn angeht ob ich eine Wohnung bekommen habe nachdem er in meinem Notizbuch einen Eintrag über die KWV im Zugabteil laut vorgelesen hatte.
Einer dieser Typen sagte , das geht auch anders.
Zusammen packen aussteigen.Ich wurde dann die gesamte Zuglaenge zum Bahnhofsgebäude eskortiert und durfte mein Gepäck komplett auspacken.
Ein rein erzieherische schikanoese Massnahme.
Zuletzt geändert von Kumpel am 30. November 2019, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon augenzeuge » 30. November 2019, 12:43

Ich erinnere mich an die Fahrten in die CSSR über Bayern. Mindestens 2x pro Jahr waren wir dort. Auf bayrischer Seite zeigte ich den PA. Niemals dauerte es länger als 30s. Kofferraum musste ich nie aufmachen. Dann konnte ich fahren. Über die Grenze der Militärblöcke, in ein anderes System.....

Umgekehrt, von CSSR nach Bayern, war es schlimm.....mind. 30 min. Manchmal dauerte es auch 1h.

Es war also doch sehr einseitig.

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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Interessierter » 30. November 2019, 13:21

Merkur » 30. November 2019, 11:40

Na ja Volker, man kann sich gewisse Dinge auch so lange einreden, bis man selbst dran glaubt.
Und manche Deiner Geschichten wirken reichlich ausgeschmückt und sind widersprüchlich. Nimm zum Beispiel die Story von der Bedrohung mit der Pistole. Eine Version besagt, Du hast mit der Polizei gesprochen, eine andere Version berichtet, dass Deine Frau mit der Polizei gesprochen hat. Du musst dann schon bei einer Variante bleiben.


Merkur » 30. Nov 2019, 11:55

Volker Zottmann hat geschrieben:
Da musst Du schon alles lesen.
Sicher ist es nun auch schon lange her.
Aber ich schrieb dass die Polizei kam. Ebenso, dass zu Protokolliererei tags drauf nochmal einer da war. Und auch ein drittes mal, weil Namen verwechselt wurden, seitens der Polizei. Wir haben also beide mit den damaligen Polizisten geredet.
Es ist unerheblich, wer mit denen zuerst sprach.

Gruß Volker



Alles klar Volker.


Hauptsache der User Merkur, der unser Forum abwertend lediglich als seine Spielwiese bezeichnet, konnte mal wieder Öl ins Feuer gießen bzw. stänkern. [denken]
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Re: Horrorfahrt im Barkas

Beitragvon Merkur » 30. November 2019, 13:30

Interessierter hat geschrieben:Hauptsache der User Merkur, der unser Forum abwertend lediglich als seine Spielwiese bezeichnet, konnte mal wieder Öl ins Feuer gießen bzw. stänkern.


Typen wie Du und andere Geschichtenerzähler werden von mir auch weiterhin keine Ernsthaftigkeit erfahren. [hallo]
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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