Herbert Rübler - Die Koko - Die Stasi und sein Tod

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Herbert Rübler - Die Koko - Die Stasi und sein Tod

Beitragvon Interessierter » 15. Juni 2014, 09:14

Wie bei der Mafia üblich, tummelten sich im Dunstkreis des Paten Schalck-Golodkowski zwielichtige Figuren, die immer bereit waren zur schnellen Mark. Etwa Herbert Rübler, ein schwergewichtiger Österreicher, der in der luxuriösen Suite 8026/8027 des Ost-Berliner Palasthotels - die Regiefirma Interhotel gehört zu Schalcks Imperium - ein Dauerwohnrecht besaß und in der Hotelgarage zwei Parkplätze für seine amerikanischen Karossen, direkt am Lichtschacht.

In Herbert Rüblers feiner Suite gaben sich hochkarätige DDR-Funktionäre die Klinke in die Hand. Hans Fruck, stellvertretender Leiter der "Hauptverwaltung Aufklärung" im Ministerium für Staatssicherheit (MfS), hatte bis zu seiner Pensionierung besonders oft hier zu tun, sein Chef Markus Wolf kam manchmal inkognito - als "Herr Feuchtenberger".

Gedeckt und gefördert von der Schalck-Behörde, organisierte der Oldsmobile-Fahrer Rübler unter anderem das politisch besonders pikante Handelsgeschäft mit den Klassenfeinden der DDR in aller Welt. Meist lief es über SEDgesteuerte Firmen in West-Berlin. So wurde, oftmals via Rotterdam, Kohle aus dem Südafrika des verhaßten Apartheid-Regimes in die DDR geschafft, Gemüse aus Taiwan oder Öl aus dem Iran - schon zu Schahs Zeiten und entgegen allen moralischen Aufrufen der Staatspartei. Und entgegen allen Friedensbeteuerungen des DDR-Regimes haben Rübler und andere Geschäftsleute sowie die von Schalck geleitete Valutabehörde "Kommerzielle Koordinierung" (KoKo) offensichtlich auch Waffengeschäfte mit der Dritten Welt gefingert.

Im März 1989 wurde der österreichische Kaufmann Herbert Rübler tot im "Palasthotel" in Ost-Berlin aufgefunden. Er stand beim MfS im Verdacht, Doppel-Agent zu sein. Laut einem Stasi-Bericht soll er durch einen Sturz mit dem Kopf auf die Badewannenkante im Hotelzimmer gestorben sein. Andere Informationen verweisen allerdings auf einen Herzinfarkt ?!

http://www.yasni.info/ext.php?url=http% ... =de&rip=de

Im obigen Link wird auch über weitere ungeklärte, spektakuläre Todesfälle berichtet.

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Re: Herbert Rübler - Die Koko - Die Stasi und sein Tod

Beitragvon Merkur » 15. Juni 2014, 15:13

Was aus den damaligen Ermittlungen geworden ist, dürfte ja hinlänglich bekannt sein. Insbesondere was den "DDR-Auftragskiller" Jürgen G aus Rheinsberg betrifft.
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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