Was wusste der Westen über KOKO?

Alles zum Bereich Kommerzielle Koordinierung

Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon augenzeuge » 23. Mai 2012, 21:35

Ingrid Köppe mischte nach 1990 die Untersuchungen zu den Westfirmen der Stasi auf. Sie schrieb einen offiziell bis heute geheimen Sonderbericht. Wir veröffentlichen den Bericht inklusive Anlagen.
Verantwortlich/Konzept: David Schraven / WAZ Recherche

http://stasi.derwesten.de/#8-0-Der-Kppe-Bericht.html

P.S. Der Klick auf Inhalt kann interessant sein...
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon karnak » 24. Mai 2012, 06:23

Zu KOKO fällt mir wieder eine von meinen kleinen Geschichten ein.Ich habe schon mal geschrieben,ich habe regelmäßig die aktuelle Westpresse für unsere Führung zum Frühstückei besorgen müssen.Natürlich habe ich sie noch VOR dem Politbüro gelesen.
In der Wendezeit titelte die Bild-Zeitung "Die neue Regierung der DDR"alle mit Foto .Jedenfalls wurde der Wirtschaftsexperte Dr.Alexander Schalck-Golodkowski als neuer Wirtschaftsminister einer neuen DDR-Regierung angepriesen.Der Name war mir zu dem Zeitpunkt völlig unbekannt.Mir ist aber der Name in Erinnerung geblieben weil mir so ein Doppelname ungewohnt war. Und ich habe mich an den Name wieder erinnert als er ein paar Wochen oder Monate später in anderen Zusammenhängen in den Medien erschien.
Ich bin mir sicher,daß man im Westen genau wusste mit wem man es so zu tun hatte und zwar über Jahre.Denn auch mit der DDR wurde gutes Geld verdient und dann ist es mit der ach so gelobten politischen Moral halt auch vorbei.Man hat uns ja sogar die Pflastersteine abgekauft und in den schicken Fußgängerpassagen im Westen verbaut.Aber wenigstens sind wir dadurch die eine oder andere Holperstrasse losgeworden.
Dasselbe trifft übrigens auch auf die ganze Terroristengeschichte zu.Wie" entsetzt" war man, daß die DDR die bösen Terroristen aufgenommen hatte.Dabei wusste man ganz genau wo die stecken und war heilfroh,daß man die loswar.Eingesperrt hinter der Mauer,ein besseres Hochsicherheitsgefängniss gab es garnicht.
Ich kann garnicht so viel fressen wie ich kotzen möchte.Aber das ist schon wieder mal eine andere Geschichte.
Jedenfalls verschwand der gute Alexander dann in seine Villa in Bayern und man hat an den Teufel getan ihn noch irgendwie zu" belästigen"War ja auch kein Dummer,er hat sich einen schönen Stapel Akten mitgenommen,als Lebensversicherung.
Und die Stasiakten von einem Helmut Kohl darf man ja nicht einsehen auch die Journalisten nicht"Ein SCHALCK der Böses dabei denkt"!
p.s.Vieleicht ist die Innenstadt von Goslar auch mit unseren Pflastersteinen gepflastert,dann können wir ja sozusagen auf den Steinen der Geschichte wandern.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Alfred » 24. Mai 2012, 06:57

Was es nicht alles gab ...
Und er ist im Video nicht mal böse auf Herrn Mielke...
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon rafimo » 24. Mai 2012, 08:38

also über die koko war hier im westen vor der wende nach meinem dafürhalten nichts bekannt. ich kann mich jedenfalls nicht erinnern davon jemals etwas gehört zu haben, bis zu dem zeitpunkt, wo dann dieser füllige herr mit dem doppelnamen in den gazetten auftauchte.

sag mal, karnak.....westpresse besorgt...wie ging das denn, so technisch meine ich.....gabs da getarante abos oder sowas, oder bist da dafür jeden tag in den westen gefahren?
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon karnak » 24. Mai 2012, 08:53

Ich habe da mal was geschrieben dazu.Musst Du mal etwas kramen,dann findest Du das sicher.Muss ja nicht alles doppelt schreiben.Ihr Wessis wart uns da durchaus behilflich sage ich mal.Ohne das Euch das unbedingt bewußt war,muß ich zu Eurer Ehrenrettung sagen.
Und was KOKO angeht,daß man da nun in West und Ost kein großes Interesse hatte was in die Öffentlichkeit zu bringen ist sicher einleuchtend.
Übrigens gab es in einem kleinen Dorf in der Nähe von Potsdam eine kleine unscheinbare Firma.Die bestand eigentlich nur aus einen paar Hallen in Leichtbauweise.Abgesichert war der Laden aber drumherum wie ein Gefängniss mit mörderischen Stacheldrahtzaun.Dort sind die West-LKW ein und ausgefahren,viele Holländer dabei.das war das Antiquitätenlager vom guten alten Alexander.Die wurden dort gelagert und dann in den Westen abgeholt.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Alfred » 24. Mai 2012, 09:22

Das ist doch mal eine Aussage im Text :

"Lediglich durch ein Steuerhinterziehungsverfahren eines Bochumer Gerichts ist bekanntgeworden,
daß der Geschäftsführer der SED-Parteifirma Noha ein Agent des Bundesamtes für
Verfassungsschutz war.
Diese Vorgänge lassen die Bewertung zu, daß die Bundesregierung mit Absicht ihre schützenden
Hände über bestimmte Strukturen des ehemaligen MfS und des Bereiches KoKo hält.
Inzwischen hat auch die ZERV wiederholt vor der Gefahr dieser Entwicklung gewarnt. Mit Sorge
beobachtet diese Ermittlungsgruppe, daß die Spuren heute fast vollständig verwischt wurden und
sagt voraus, daß bei weiterer Untätigkeit der politisch Verantwortlichen in wenigen Jahren
kriminelle, mafia-ähnliche Einflußnetze in den neuen und alten Bundesländern entstanden sein werden, die dann nur noch schwer zu kontrollieren sind.
Bundesregierung setzt Konspiration fort
Westdeutsche Geheimdienste horten noch immer ihre Erkenntnisse über die DDR und das MfS als Staatsgeheimnisse in ihren Panzerschränken. Dies gilt u.a. für die Erkenntnisse der BND-Mitarbeiter oder Überläufer aus dem Bereich KoKo, die dem Untersuchungsausschuß nur eingestuft und unvollständig oder gar nicht übergeben werden.
Über die dem BND und dem BfV gelieferten Informationen der zahlreichen MfS-Überläufer ab 1990 soll nach Willen der Bundesregierung die Öffentlichkeit ebenfalls nichts erfahren dürfen. So werden alte MfS-Geheimnisse zu Staatsgeheimnissen der Bundesregierung.
Die Bundesregierung fürchtet eine Offenlegung der in diesen Akten und Aussagen enthaltenen Hinweise auf die Verstrickung westdeutscher Politiker und westlicher Firmen mit der DDR."
[wink]
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Sirius » 24. Mai 2012, 13:45

rafimo hat geschrieben:sag mal, karnak.....westpresse besorgt...wie ging das denn, so technisch meine ich.....gabs da getarante abos oder sowas, oder bist da dafür jeden tag in den westen gefahren?


Das steht hier:

http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?f=15&t=3264&start=50#p51000
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Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Alfred » 24. Mai 2012, 14:21

Na,

da gab es aber auch einen ganz "normalen" Weg wie Zeitungen und Zeitschriften besorgt wurden.
Es gab ka Personen die bekamen die Zeitungen komplett oder nur eine Pressemappe.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon augenzeuge » 24. Mai 2012, 16:22

Alfred hat geschrieben:Das ist doch mal eine Aussage im Text :

[b]"....Diese Vorgänge lassen die Bewertung zu, daß die Bundesregierung mit Absicht ihre schützenden
Hände über bestimmte Strukturen des ehemaligen MfS und des Bereiches KoKo hält.....


Siehst du Alfred, ich wusste doch, dass dir der Text gefällt. Mir nämlich auch. Nicht zuletzt deshalb habe ich ihn auch eingestellt. Wir wollen ja beide an der Wahrheit arbeiten, nicht wahr?
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Alfred » 24. Mai 2012, 16:35

AZ,

ich könnte zu KOKO was schreiben, werde mir dies aber verkneifen.

Es ist wie in anderen Bereichen, man könnte einiges schreiben aber man kommt eben nicht an die Akten ran.

Hier hat Frau ... mal aufgezeigt bekommen, dass es der BRD um keine SACHLICHE Aufarbeitung der Geschichte geht/ ging unabhängig davon, ob alles korrekt von ihr dargestellt wurde.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon karnak » 24. Mai 2012, 16:53

Alfred,Du und Deine Geheimnisse
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Alfred » 24. Mai 2012, 17:48

Karnak,

einfach mal den Beitrag der Dame lesen, dann sieht doch ein Blinder, dass es da ganz andere "Beschützer" gab.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon karnak » 24. Mai 2012, 17:55

Ich ahne schon das Du da recht hast,Alfred.Solche Dinge regen mich auch regelmäßig auf,weil ich diese Art Heuchelei nicht ab kann,von keiner Seite.
Ich werde mir den Beitrag bei Gelegenheit durchlesen.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Wosch » 24. Mai 2012, 18:01

Alfred hat geschrieben:Das ist doch mal eine Aussage im Text :

"Lediglich durch ein Steuerhinterziehungsverfahren eines Bochumer Gerichts ist bekanntgeworden,
daß der Geschäftsführer der SED-Parteifirma Noha ein Agent des Bundesamtes für
Verfassungsschutz war.
Diese Vorgänge lassen die Bewertung zu, daß die Bundesregierung mit Absicht ihre schützenden
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Inzwischen hat auch die ZERV wiederholt vor der Gefahr dieser Entwicklung gewarnt. Mit Sorge
beobachtet diese Ermittlungsgruppe, daß die Spuren heute fast vollständig verwischt wurden und
sagt voraus, daß bei weiterer Untätigkeit der politisch Verantwortlichen in wenigen Jahren
kriminelle, mafia-ähnliche Einflußnetze in den neuen und alten Bundesländern entstanden sein werden, die dann nur noch schwer zu kontrollieren sind.
Bundesregierung setzt Konspiration fort
Westdeutsche Geheimdienste horten noch immer ihre Erkenntnisse über die DDR und das MfS als Staatsgeheimnisse in ihren Panzerschränken. Dies gilt u.a. für die Erkenntnisse der BND-Mitarbeiter oder Überläufer aus dem Bereich KoKo, die dem Untersuchungsausschuß nur eingestuft und unvollständig oder gar nicht übergeben werden.
Über die dem BND und dem BfV gelieferten Informationen der zahlreichen MfS-Überläufer ab 1990 soll nach Willen der Bundesregierung die Öffentlichkeit ebenfalls nichts erfahren dürfen. So werden alte MfS-Geheimnisse zu Staatsgeheimnissen der Bundesregierung.
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Ach @Alfred, wenn es denn so ist wieso werden denn diese Akten nicht analog Eurem Gehabe einfach in den Reißwolf "verschnipselt" . Du hälst doch "Unsere" nicht dämlicher als Eure, oder doch?
So, nun kannste wieder mit mir schimpfen und mir "Null Ahnung" anhängen, obwohl ich nie behauptet hatte aß ich Ahnung hätte.
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
Ich bin stolz darauf, noch nie den "Melde-Button" benutzt zu haben!
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon karnak » 24. Mai 2012, 18:13

Wosch!
Wenn ich ehrlich bin,"Eure"sind ja nun jetzt"Unsere"! Aber das nur nebenbei.
Ansonsten glaube und befürchte ich,Geheimdienste leben in dem merkwürdigen Wahn es geht nicht zuende und es kommt nie so richtig raus was sie eigentlich tun.
ABER,man kann sich da manchmal täuschen,wie wir mittlerweile wissen.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Alfred » 24. Mai 2012, 18:29

Wosch hat geschrieben:
Alfred hat geschrieben:Das ist doch mal eine Aussage im Text :

"Lediglich durch ein Steuerhinterziehungsverfahren eines Bochumer Gerichts ist bekanntgeworden,
daß der Geschäftsführer der SED-Parteifirma Noha ein Agent des Bundesamtes für
Verfassungsschutz war.
Diese Vorgänge lassen die Bewertung zu, daß die Bundesregierung mit Absicht ihre schützenden
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Ach @Alfred, wenn es denn so ist wieso werden denn diese Akten nicht analog Eurem Gehabe einfach in den Reißwolf "verschnipselt" . Du hälst doch "Unsere" nicht dämlicher als Eure, oder doch?
So, nun kannste wieder mit mir schimpfen und mir "Null Ahnung" anhängen, obwohl ich nie behauptet hatte aß ich Ahnung hätte.
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Wosch, aus welchen Grund soll man denn die Ákten in den Reisswolf werfen, wenn diese ohnehin nicht zugänglich sind ?
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Wosch » 24. Mai 2012, 18:33

Alfred hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben:
Alfred hat geschrieben:Das ist doch mal eine Aussage im Text :

"Lediglich durch ein Steuerhinterziehungsverfahren eines Bochumer Gerichts ist bekanntgeworden,
daß der Geschäftsführer der SED-Parteifirma Noha ein Agent des Bundesamtes für
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Ach @Alfred, wenn es denn so ist wieso werden denn diese Akten nicht analog Eurem Gehabe einfach in den Reißwolf "verschnipselt" . Du hälst doch "Unsere" nicht dämlicher als Eure, oder doch?
So, nun kannste wieder mit mir schimpfen und mir "Null Ahnung" anhängen, obwohl ich nie behauptet hatte aß ich Ahnung hätte.
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Wosch, aus welchen Grund soll man denn die Ákten in den Reisswolf werfen, wenn diese ohnehin nicht zugänglich sind ?



Alfred, Du bist ein echter Tausendsassa, man kann sich Deiner Logik nur schwer entziehen. Aber wieso nicht, Ihr hattet es doch auch vorsorglich versucht, wenn auch teilweise etwas zu spät! [flash]
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Alfred » 24. Mai 2012, 18:36

Wosch,

diese Diskussion mit einem ...ist mir zu blöd.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon rafimo » 24. Mai 2012, 19:46

man alfred...schon wieder alles käse........
das nimmt aber auch immer den gleichen verlauf mit dir..... [peinlich]
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Alfred » 24. Mai 2012, 21:31

rafimo hat geschrieben:man alfred...schon wieder alles käse........
das nimmt aber auch immer den gleichen verlauf mit dir..... [peinlich]


Hallo,

es gibt Personen mit denen kann Mann/ Frau diskutieren aber es gibt auch Personen mit denen geht nichts.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon rafimo » 24. Mai 2012, 21:38

ja alfred, da haste recht.....
aber mal ehrlich..nennst du deine zumeist ein oder zweizeiligen posts denn "diskutieren"?
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Mike59 » 4. Juni 2012, 17:18

Schon im Herbst 1982, so Strauß in seinen «Erinnerungen», «ist ein Hinweis an mich herangetragen worden, dass die Regierung der DDR den Wunsch habe, einen DM-Kredit aufzunehmen». Hinter diesem steif formulierten Satz steckt nichts anderes als ein Trick seines Freundes Josef März: Bei einer Feier auf «Gut Spöck» erzählt der «Wurstkönig» dem Ministerpräsidenten, der DDR-Staatssekretär Alexander Schalck-Golodkowski wolle ihn, Strauß, unbedingt kennen lernen. Schalck ist seit langem ein guter Geschäftspartner des international agierenden Fleischhändlers. März sagt nicht, dass er umgekehrt dem DDR-Devisenbeschaffer Schalck gesteckt hat, Strauß habe großes Interesse an einem Treffen mit ihm. März wirft zwei dicke Köder aus, und die großen Fische beißen sofort zu.
Helmut Kohl hat nach der Wahl vom März 1983, vor kaum zwei Monaten, einen «historischen Neuanfang» versprochen, sogar eine grundlegende «geistig-moralische Wende». In weiten Teilen hat er allerdings das Programm des Kanzlerkandidaten Strauß vom Jahre 198o übernommen. Nur in der Ost- und Deutschlandpolitik wollen Kohl und Genscher den Kurs der sozialliberalen Koalition fortsetzen. Die einzige unabdingbare Forderung, die Strauß in diesem Zusammenhang erhebt, ist die Rücknahme der noch von Helmut Schmidt ausgesprochenen Einladung Erich Honeckers — man dürfe niemals so weit gehen, diese «blutige Hand» zu schütteln.
Der Deal, den Strauß und Schalck jetzt im Gästehaus von «Gut
Spöck» einzufädeln beginnen, ist folgender: Die DDR braucht Geld, sehr dringend, und sehr viel. Hunderte von Millionen, am besten eine Milliarde D-Mark. Strauß formuliert eine erste Gegenleistung, die von der DDR zu erbringen wäre: «Sie sollen unsere Bürger an der Grenze so behandeln wie die Polizei in Frankreich, in Italien, Dänemark oder Schweden deutsche Bürger behandelt, wenn sie einreisen. Genau so. Das Verhalten Ihrer Grenzorgane steht im scharfen Gegensatz zum Grundlagenvertrag — oben die schönen Worte, unten die brutale Praxis», sagt Strauß zu Schalck-Golodkowski. «Die Unfreundlichkeit, das Geschrei, der Kasernenhofton beim Grenzübergang müssen aufhören.»
Beim nächsten konspirativen Treffen bringt Schalck einen Brief Honeckers mit, in dem dieser, wie Strauß später schreibt, die Bereitschaft erklärt, für einen Kredit in Höhe von einer Milliarde DM die folgenden Gegenleistungen zu erbringen: «Beseitigung der Selbstschussanlagen vom kommenden Herbst (1983) an, Änderung in Art und Ton der Grenzabfertigungen, erleichterte Familienzusammenführungen und weitere Punkte.» Strauß, der immer begeistert «große Politik» gemacht hat, selbst mit ideologischen Gegnern, ist entzückt und stimmt zu — im Namen eines Konsortiums deutscher Banken, die in dem Kredit zu Recht das große Geschäft wittern.
Am 29. Juni 1983 ist es so weit: Die Bundesregierung beschließt, gegenüber den Banken die Bürgschaft für diesen Kredit zu übernehmen, der wiederum durch Abtretungserklärungen der DDR abgesichert wird.

Quelle: Werner Biedermann, "Strauß - Aufstieg und Fall einer Familie"
Seite 282 /283


Also vollkommen unbekannt war die Koko wohl nicht im Westen.

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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon rafimo » 4. Juni 2012, 17:25

es mag durchaus sein, dass ein einigen publikationen mal etwas über die koko geschrieben war, ich denke hier vor allem an den spiegel...
aber besonders bekannt war das nicht im westen....alle die ich kenne haben erst nach der wende davon erfahren....durch die berichterstattung über deren chef..
rafimo
 

Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon icke46 » 4. Juni 2012, 17:28

Was mir im Zusammenhang mit dem Milliardenkredit gerade einfällt: Was ist aus dem am Ende eigentlich geworden? Ich meine damit, der Kredit wurde gewährt, und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass er in den 6 Jahren, die die DDR noch bestand, vollständig zurückgezahlt wurde. Die logische Schlussfolgerung wäre ja, dass der Kredit dann auf Gesamtdeutschland übergegangen ist.

Allerdings kann ich mich nicht entsinnen, darüber jemals etwas gelesen zu haben.

Gruss

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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Alfred » 4. Juni 2012, 17:32

rafimo hat geschrieben:es mag durchaus sein, dass ein einigen publikationen mal etwas über die koko geschrieben war, ich denke hier vor allem an den spiegel...
aber besonders bekannt war das nicht im westen....alle die ich kenne haben erst nach der wende davon erfahren....durch die berichterstattung über deren chef..


Rafimo,

nicht alles steht im "Spiegel" ...
Man wusste im "Westen" schon mit wem man seine Verhandlungen führte. Auch wenn man dies heute nicht immer zugeben möchte. Aus welchen Gründen auch immer.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon rafimo » 4. Juni 2012, 17:33

icke46 hat geschrieben:Was mir im Zusammenhang mit dem Milliardenkredit gerade einfällt: Was ist aus dem am Ende eigentlich geworden? Ich meine damit, der Kredit wurde gewährt, und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass er in den 6 Jahren, die die DDR noch bestand, vollständig zurückgezahlt wurde. Die logische Schlussfolgerung wäre ja, dass der Kredit dann auf Gesamtdeutschland übergegangen ist.

Allerdings kann ich mich nicht entsinnen, darüber jemals etwas gelesen zu haben.

Gruss

icke


ich weis es zwar nicht positiv, aber ich denke so wird es gewesen sein, gesamtdeutschland war am ende der schuldner der kreditgebenden gläubiger-banken und von dort wurde das dann zurück gezahlt, das wäre jedenfalls logisch
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon rafimo » 4. Juni 2012, 17:38

ja sicher, es gab sogar ein ministerium für gesamtdeutsche fragen in bonn, dass man dort über die existenz einer koko informiert war, würde ich schon annehmen wollen, aber so in der breiten öffentlichkeit war davon aber nichts bekannt.

und da der spiegel damals eine politisch investigativsten publikationen war würde mir nur der als quelle für eine info darüber einfallen.

mein großvater lebt leider lange ncht mehr. er war vor den nazis mitglied der kpd und seit dem ende der 20er jahre strammer gewerkschaftler....der las den spiegel immer von vorne bis hinten und das jede woche....(war dann später spd-mitglied)..der würde das sicher wissen ob davon was im spiegel stand damals ...

aber wie gesagt, ich habe da bis nach der wende nichts von gelesen oder gehört. und so wird es auch vielen anderen ergangen sein
Zuletzt geändert von rafimo am 4. Juni 2012, 17:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon Mike59 » 4. Juni 2012, 17:38

icke46 hat geschrieben:Was mir im Zusammenhang mit dem Milliardenkredit gerade einfällt: Was ist aus dem am Ende eigentlich geworden? Ich meine damit, der Kredit wurde gewährt, und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass er in den 6 Jahren, die die DDR noch bestand, vollständig zurückgezahlt wurde. Die logische Schlussfolgerung wäre ja, dass der Kredit dann auf Gesamtdeutschland übergegangen ist.

Allerdings kann ich mich nicht entsinnen, darüber jemals etwas gelesen zu haben.

Gruss

icke

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Ich ziehe das noch einmal raus. Ich denke das es da kaum Verluste gegeben hatte. Das Geschrei hätte man bestimmt gehört. Zumal angeblich im Keller der KoKo so um die 20 Tonnen Gold gelagert wurden (Nicht die Goldreserve der Staatsbank!)
Ich gehe davon aus das es keine Verluste gab. Ist natürlich spekulativ.

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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon icke46 » 4. Juni 2012, 17:49

rafimo hat geschrieben:ja sicher, es gab sogar ein ministerium für gesamtdeutsche fragen in bonn, ...


Nur um der Genauigkeit willen: Ein Ministerium für gesamtdeutsche Fragen gab es von 1949 bis 1969, seit 1969 war es das Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen.

Gruss

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Re: Was wusste der Westen über KOKO?

Beitragvon rafimo » 4. Juni 2012, 18:01

icke46 hat geschrieben:
rafimo hat geschrieben:ja sicher, es gab sogar ein ministerium für gesamtdeutsche fragen in bonn, ...


Nur um der Genauigkeit willen: Ein Ministerium für gesamtdeutsche Fragen gab es von 1949 bis 1969, seit 1969 war es das Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen.

Gruss

icke


ok, egal wie das kind hieß, auf jeden fall gab es sonen laden auf der ebene eines bundesministeriums, das sich um die ganzen sachen zwischen den beiden deutschen staaten kümmerte. das hatte in den 80er jahren seinen sitz an der adenauer allee in bonn, direkt neben dem juridicum (juristische fakultät) und die hielten einen riesigen lesesaal bereit, wo man umfangreiche publikationen zur gematdeutschen problematik lesen konnte.
rafimo
 

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