Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Huf » 19. Juni 2017, 19:09

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Ich habe OFT geschrieben und nicht pauschaliert!
Desweiteren frage ich nach Deinem Kenntnisstand zu mir: Woher willst Du denn wissen, was ich wann wo in Einzelfällen für Einsichten hatte? Wen ich persönlich kenne.... Ich rede auch von Originalakteneinsicht. Da ich selbst schon einige Fakten zu verschiedenen Ereignissen kenne, erlaubte ich mir zu schreiben, dass OFT verbrecherisch gehandelt wurde.
Merkur., Du bist keineswegs der Allwissende.

Gruß Volker


Du hast mit "OFT" verallgemeinert und nichts konkretes benannt, also letztlich pauschalisiert.
Ich betrachte mich gewiss nicht als "der Allwissende" aber ein wenig Ahnung habe ich von der Materie schon. Und dadurch bin ich durchaus in der Lage Trivialgeschwafel und Spekulationen von Fakten zu unterscheiden.



Hallo Merkur, nur sollte man eine Nichtbeteiligung am "Geschwafel" nicht als absolute Unkenntnis herabwürdigen, weil,

vor allem ehem. Angehörige des MfS der DDR niemals ihre Kenntnisse und damit mit aufklärende Erläuterungen preisgeben würden, das ist inzwischen wie eine parareligiöse "Zweckgemeinschaft", und

weil damals unfreiwillig eingebundene und zwangsverpflichtet zum Schweigen verdonnerte Leute, denen man heute durch Eure Vorwürfe der Ahnungslosigkeit prinzipielle Unglaubwürdigkeit anbiedert... usw. und sofort...

Ich selbst war als Arzt der DMH an der Feststellung des (unnatürlichen) Todes eines ausländischen Bürgers beteiligt...Das MfS war dominant, mal freundlich ausgedrückt. Es war zweifelsfrei Mord, was daraus wurde, ist mir nicht bekannt.

Ich selbst bleibe dabei, auch wenn sich mancher hier getroffen fühlen mag, das MfS der ehem. DDR war ein Machtinstrument der herrschenden SED und hatte jenseits jederRechtsprechung und geltenden Gesetze zugebilligte Freiheiten zu jedweder vermuteten kritischen Einstellung zur DDR.
Ihre Anführer waren Volksterroristen, angeführt von einem Polizistenmörder.

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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Merkur » 19. Juni 2017, 19:23

augenzeuge hat geschrieben:Kannst du denn erklären, was der Tsokos bemängelt? Kannst du das nachvollziehen?
AZ


Ohne die Fotos natürlich nicht. Wer kann "blind" Aussagen zu Strangfurche, Tränen-oder Speichelfluss, möglicherweise Selbstrettungsspuren, Anschlagspuren, Strangwerkzeug usw. treffen???
Vielmehr Bedeutung als die Interpretation von Fotos haben für mich die Befunde der Leichenbesichtigung von innen. Dazu werden die Obduzenten des GMI doch sicher Aussagen gemacht haben.
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon augenzeuge » 19. Juni 2017, 20:15

Eigentlich kann das Problem nur zwischen Tsokos und den damaligen als auch aktiven Rechtsmedizinern erklärt werden. Ich gehe aber davon aus, dass sich ein Tsokos nicht allein wegen ein paar Bilder weit aus dem Fenster hängt. Das Schweigen anderer Rechtsmediziner kann auch als Zustimmung gewertet werden. Das Verhalten der damaligen MfS Mitarbeiter ebenfalls.

AZ
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Merkur » 19. Juni 2017, 20:35

augenzeuge hat geschrieben: Ich gehe aber davon aus, dass sich ein Tsokos nicht allein wegen ein paar Bilder weit aus dem Fenster hängt.
AZ


Der Genannte hat sich in der Vergangenheit bereits weit aus dem Fenster gelehnt und sich damit keinen Gefallen getan. Die Fachleute schmunzeln noch heute über die Wasserleiche aus seinem Keller.
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon andr.k » 19. Juni 2017, 21:28

augenzeuge hat geschrieben:Eigentlich kann das Problem nur zwischen Tsokos und den damaligen als auch aktiven Rechtsmedizinern erklärt werden. Ich gehe aber davon aus, dass sich ein Tsokos nicht allein wegen ein paar Bilder weit aus dem Fenster hängt. Das Schweigen anderer Rechtsmediziner kann auch als Zustimmung gewertet werden. Das Verhalten der damaligen MfS Mitarbeiter ebenfalls.

AZ


Bei der Sektion von Matthias Domaschk waren damals Kriminaltechniker der VP, ein Staatsanwalt und MA des MfS anwesend.
#2860(Minus "automatische Löschfunktion")

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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon andr.k » 19. Juni 2017, 21:30

Merkur hat geschrieben:Hoffentlich hatte der Prof wenigstens die richtigen Fotos und keine Phantome ala Rosa Luxemburg.


Bei Tsokos Fettwachsleiche, die ohne DNA-Beweis, spricht ja heute noch vieles dafür und nichts dagegen … [flash]
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon augenzeuge » 19. Juni 2017, 21:33

andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Eigentlich kann das Problem nur zwischen Tsokos und den damaligen als auch aktiven Rechtsmedizinern erklärt werden. Ich gehe aber davon aus, dass sich ein Tsokos nicht allein wegen ein paar Bilder weit aus dem Fenster hängt. Das Schweigen anderer Rechtsmediziner kann auch als Zustimmung gewertet werden. Das Verhalten der damaligen MfS Mitarbeiter ebenfalls.

AZ


Bei der Sektion von Matthias Domaschk waren damals Kriminaltechniker der VP, ein Staatsanwalt und MA des MfS anwesend.


Also kein Rechtsmediziner? Wer soll von denen vertrauenswürdig sein? Sowohl die VP als auch der Staatsanwalt wurden doch vom MfS geführt...indirekt. Oder nicht?

AZ
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon augenzeuge » 19. Juni 2017, 21:36

Ich würde mich über Tsokos nicht lustig machen...der Ahnungsloseste ist er nun wirklich nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Tsokos

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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon andr.k » 19. Juni 2017, 21:41

Das hier zwei Rechtsmediziner anwesend waren wurde doch schon geklärt, oder? Auch der "originale Obduktionsbericht" aus den Ermittlungsakten wurde mit dem im Archiv des Institutes archivierten Durchschlag verglichen. Die Echtheit des Originals bestätigte sich dabei.
#2860(Minus "automatische Löschfunktion")

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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon andr.k » 19. Juni 2017, 21:44

augenzeuge hat geschrieben:Ich würde mich über Tsokos nicht lustig machen...der Ahnungsloseste ist er nun wirklich nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Tsokos

AZ


Naja. Schau mal in seine Bücher rein. [shocked]
#2860(Minus "automatische Löschfunktion")

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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon augenzeuge » 20. Juni 2017, 07:30

andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Ich würde mich über Tsokos nicht lustig machen...der Ahnungsloseste ist er nun wirklich nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Tsokos

AZ


Naja. Schau mal in seine Bücher rein. [shocked]


Und seine Auszeichnungen alle nur ein Witz? Na wers glaubt.

AZ
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon karnak » 20. Juni 2017, 09:30

Was will man denn nun zu der Geschichte eigentlich gerne und am Liebsten beweisen, dass man den Mann faktisch hingerichtet hat, ähnlich wie das Leute zu den Toten der RAF in Stammheim gerne beweisen wollen, man will mit diesem Beweis doch eigentlich das MfS "ins rechte Licht rücken", dass ist doch der wahre Hintergrund der "Ermittlungen" die man zu dem Fall führt und dieses Hinrichten glaube ich nun einfach nicht und diese hintenrum vermuteten"Ermittlungsergebnisse" stören mich, nur darum geht es mir. Ich glaube und halte es hingegen durchaus für möglich, dass ein überforderter oder durchgeknallter Wachmann im Fall der Person in irgendeiner Form überreagiert hat und dadurch der Tod eingetreten ist und das man das vertuscht hat. Das wäre dann das was ich glaube und was ich nicht glaube. Wie auch immer, es bleibt beim Glauben und das sollte festgehalten sein, alles andere ist die übliche billige Propaganda.
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Kumpel » 20. Juni 2017, 09:41

Diesen seltsamen Zeilen möchte ich ein Zitat von Roland Jahn entgegen halten.

„Heute wird gestritten, ob Mord oder Selbstmord. Das ist nicht die entscheidende Frage.
Ein junger Mann von 23 Jahren wird von der Stasi festgenommen und eingesperrt und am
Ende kommt er nur tot aus dem Gefängnis. Das ist die Schuld der Stasi. Das ist die
Verantwortung, die auch die Menschen tragen, die daran beteiligt waren. Und dieser
Verantwortung müssen sie sich stellen, auch heute, nach so vielen Jahren.“
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Interessierter » 20. Juni 2017, 10:29

Das ist eine treffende Formulierung von Roland Jahn. Den nachstehenden Text kopiere ich noch einmal hinein und empfehle dem Kristian vorher genau zu lesen, zu welchen Folgerungen die Arbeitsgemeinschaft gekommen ist.

AG Domaschk: Erste Bilanz deutet auf "Unfall" mit Todesfolge hin

Im April 2016 zog die Arbeitsgruppe erste Bilanz. Im Zwischenbericht heißt es: "Die Fakten deuten eher auf einen 'Unfall' mit Todesfolge und nachgestelltem Suizid oder auf eine 'ungewollte' Gewalthandlung durch MfS-Mitarbeiter hin". Der Historiker Pietzsch sagte, er gehe nicht davon aus, dass die Staatssicherheit den Tod Domaschks plante. Welchen Anlass sollte sie dazu gehabt haben? Jedoch sah Pietzsch Ungereimtheiten in den Unterlagen der Stasi. So, wie die Abläufe im Fall Domaschk geschildert wurden, können sie nicht stattgefunden haben, meinte er. Möglicherweise habe es doch einen Unfall gegeben, den die Stasi vertuschen wollte. Diese Widersprüche in den Akten hätte die Staatsanwaltschaft in den 90er Jahren aufdecken müssen.


Kristian, wie du dann zu deiner Behauptung kommst, man wolle nachweisen, dass Domaschk hingerichtet wurde, ist wohl lediglich deinem unseligen Trieb der verklärenden Schönrederei geschuldet. Ich finde das genauso peinlich und lächerlich, wie die Aussage eines ehemaligen VP, dass die Untersuchungsergebnisse durch die Anwesenheit von Volkspolizisten eben glaubwürdig seien.. [flash]
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Ari@D187 » 20. Juni 2017, 10:40

Kumpel hat geschrieben:Diesen seltsamen Zeilen möchte ich ein Zitat von Roland Jahn entgegen halten.

[...]

Selbstmorde in U-Haft waren und sind auch im bundesdeutschen Strafvollzug nichts Außergewöhnliches.
Laut Herr Jahn sind an diesen Suiziden dann die Polizei bzw. die Ermittlungsbehörden schuld.

Daher ist die Aussage Jahns als ein politisches Statement einzuordnen.

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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Interessierter » 20. Juni 2017, 11:57

In Deutschland werden Oppositionelle aus dem Zug geholt und eingesperrt, weil sie ja evtl. mit einer Demo stören könnten? Und diese begehen dann wenige Augenblicke vor ihrer Entlassung auch noch Selbstmord? [flash]
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Merkur » 20. Juni 2017, 12:25

Interessierter hat geschrieben:Das ist eine treffende Formulierung von Roland Jahn. Den nachstehenden Text kopiere ich noch einmal hinein und empfehle dem Kristian vorher genau zu lesen, zu welchen Folgerungen die Arbeitsgemeinschaft gekommen ist.

AG Domaschk: Erste Bilanz deutet auf "Unfall" mit Todesfolge hin

Im April 2016 zog die Arbeitsgruppe erste Bilanz. Im Zwischenbericht heißt es: "Die Fakten deuten eher auf einen 'Unfall' mit Todesfolge und nachgestelltem Suizid oder auf eine 'ungewollte' Gewalthandlung durch MfS-Mitarbeiter hin". Der Historiker Pietzsch sagte, er gehe nicht davon aus, dass die Staatssicherheit den Tod Domaschks plante. Welchen Anlass sollte sie dazu gehabt haben? Jedoch sah Pietzsch Ungereimtheiten in den Unterlagen der Stasi. So, wie die Abläufe im Fall Domaschk geschildert wurden, können sie nicht stattgefunden haben, meinte er. Möglicherweise habe es doch einen Unfall gegeben, den die Stasi vertuschen wollte. Diese Widersprüche in den Akten hätte die Staatsanwaltschaft in den 90er Jahren aufdecken müssen.



Warum benennt man denn die Fakten, von denen man redet, nicht einmal konkret und nachvollziehbar?
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon karnak » 20. Juni 2017, 13:52

Interessierter hat geschrieben:
Kristian, wie du dann zu deiner Behauptung kommst, man wolle nachweisen, dass Domaschk hingerichtet wurde, ist wohl lediglich deinem unseligen Trieb der verklärenden Schönrederei geschuldet.

Ich komme zu dieser ganz schweren Vermutung, noch nicht mal Behauptung, weil man dann wieder die Beweisführung fordern würde, die ich natürlich logisch nicht leisten kann und das weiß man auch ganz genau und ist sicher froh darüber, sonst würde es nämlich richtig eng, weil ich immer wieder mit Geschichten wie den berühmt berüchtigten Gefangenentransporter, der Leichenhalle, der Verstrahlung von Regimegegnern, abenteuerlichen Geschichten zum Prozedere an Grenzübergangsstellen, Geheimgangsystemen in Größenordnungen mit völlig verrücktem Hintergrund, flächendeckenden Versorgungssystemen über diverse Sonderläden für SED und MfS-Kader und ähnlichem konfrontiert werde, die allesamt bei näherer Betrachtung schlichtweg aus den Fingern gesogen sind, man sich das offensichtlich einfach zusammenspinnt, gegen jede Logik und gesunden Menschenverstand auf Teufel komm raus verteidigt, man sich jeder noch so vernünftiger Argumentation dagegen verweigert. Dass alles aus einem einzigen Grund, eine andere Erklärung gibt es nicht.Dieser zur alleinigen Wahrheit erhobene Grund, der seinen Ursprung in dem eigenen bornierten Geschichtsbild, ohne die Fähigkeit zu differenzieren oder nach links oder rechts zu schauen hat, ein Bedürfnis nach Inquisition die man als Aufarbeitung tarnt, der und das stört mich , DASS ist der Grund warum ich mich gegen solches Zeug wende, nicht ein Bedürfnis nach"verklärender Schönrederei" oder Vertuschung, dass will man mir nur immer wieder mal gerne anhängen wenn man nicht mehr so richtig weiter weiß. Jeder der hier zusammenhängend mit liest stellt das natürlich auch fest, gehe also davon aus, dass Du mit Deiner Argumentation nicht wirklich punktest.
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Interessierter » 20. Juni 2017, 14:31

Moin Kristian,
auf deine Vermutungen / Behauptungen ohne jegliche Beweise, die du aber permanent von anderen forderst, gehe ich zwischenzeitlich schon gar nicht mehr ein. Daher wünsche ich dir aufrichtig, dass du mit den Gängen in Marienborn nun endlich einmal richtig liegst, nach deinen vielen Bauchlandungen bei anderen Themen..... [wink]
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon karnak » 20. Juni 2017, 14:52

Interessierter hat geschrieben:Moin Kristian,
auf deine Vermutungen / Behauptungen ohne jegliche Beweise, die du aber permanent von anderen forderst, gehe ich zwischenzeitlich schon gar nicht mehr ein. Daher wünsche ich dir aufrichtig, dass du mit den Gängen in Marienborn nun endlich einmal richtig liegst, nach deinen vielen Bauchlandungen bei anderen Themen..... [wink]

[grin] Ich fordere nie Beweise, ich stelle im Fall der Fälle höchstens fest, dass es keine gibt, man trotzdem so tut als gebe es die zweifelsfrei. Und bei der Marienborn Geschichte ahnst Du nun natürlich, dass es eng werden könnte und versuchst schon mal vorbeugend zu retten was zu retten ist, in der Not mit ein kleines bisschen Vorführen. Das sei Dir zugestanden, aber natürlich wird das nicht so richtig aufgehen, also lass Dir noch was einfallen, etwas Zeit ist ja noch. [flash]
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon augenzeuge » 20. Juni 2017, 16:10

karnak hat geschrieben:Ich glaube und halte es hingegen durchaus für möglich, dass ein überforderter oder durchgeknallter Wachmann im Fall der Person in irgendeiner Form überreagiert hat und dadurch der Tod eingetreten ist und das man das vertuscht hat.


Ja, das halte ich auch für ziemlich wahrscheinlich. Zumindest passierte etwas, was dem MfS absolut peinlich war.

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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Interessierter » 20. Juni 2017, 17:18

Zitat karnak:
[grin] Ich fordere nie Beweise, ich stelle im Fall der Fälle höchstens fest, dass es keine gibt, man trotzdem so tut als gebe es die zweifelsfrei.


Ich schüttel mich gerade vor lauter lachen über diese wahrheitswidrige Aussage von Dir. Dann war es wohl dein Geist, der Beweise von mir darüber verlangte, dass die Drewitzer Kollegen wegen Unregelmäßigkeiten gefeuert wurden .... [laugh] Selbst die Festellungen des MfS hast du bestritten.

Ein ehemaliger " MfS - Abschöpfer " widerspricht sich selber..... [denken]
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon andr.k » 20. Juni 2017, 19:43

Interessierter hat geschrieben:Beweise von mir darüber verlangte, dass die Drewitzer Kollegen wegen Unregelmäßigkeiten gefeuert wurden


Welche Beweise? Etwa die, die du nicht offenlegst? [laugh]
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Wosch » 20. Juni 2017, 20:13

In sozialistischen Strafvollzugsanstalten wie der in Cottbus wurde es mit der Fuersorge Gefangener gegenueber erwiesener maassen nicht all zu Ernst genommen. "Roter Terror" und "Arafat" pruegelten auf Gedeih und Verderb auf die sich nicht dagegen wehren Koennenden und das ganz besonders auf Diejenigen denen man zeigen wollte, wer der "Herr" im Hause sei.
Zeitzeugenberichte dieser Art fuehrten nach der Wende zu rechtmaessigen Verurteilungen dieser beiden "Herren" und Ich bin ueberzeugt davon dass deren Unwesen auch bei ihren Vorgesetzten bekannt war und sogar geduldet und gefoerdert wurde. Zu DDR -Zeiten wurde das natuerlich nie wahrheitsgemaess wiedergegeben, die "Taeter" wurden mit Orden und den dazu gehoerenden Geldpraemien "belohnt" und auch bei uns im Forum gab es schon Zeitzeugenbeispiele von koerperlicher Gewalt lm sozialistischen Strafvollzug und wie verlogen man von DDR-Seite damit umgegangen war.
Nein, ich glaube nicht den angebich beweisenden Akten der Stasi-kontrollierten Selbstmordtheorien, da fuer Sind wir zu viel von ihnen belogen worden.

Wosch.
Ich bin stolz darauf, noch nie den "Melde-Button" benutzt zu haben!
Mecklenburger sind nicht nachtragend, aber vergessen tun sie auch nicht!
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Dr. 213 » 20. Juni 2017, 21:56

Genau Wosch, bei der Vertuschung von solchen "Unfällen" waren die Sicherheitsorgane der DDR damals
fleißig und nach Außen unverdächtig. Den ganzen Wahnsinn dahinter hat die Masse erst nach 1989 erfahren.
Alle diese Umdeutungen von den an der Grenze Ertrunkenen, von Minen und Sturmgewehren zerfetzten Menschen,
die Nötigung zu Trauerfeiern im engsten Kreis, die Spitzelfürsorge nach so einem Ereignis und und und.

Im hier besprochenen Fall darf man großzügig hochrechnen, von der Freiheitsberaubung, die auch damals
schon für jeden juristischen Laien klar erkennbar völlig unverhältnißmäsig zu dem Vorwurf stand, über die
verbal gewalttätige Verhörkultur der Stasi, bis hin zum Extrem der Ausarbeitung von Mordplänen gegen
Feinde des Sozialismus. Erinnert sei an den "Neuerervorschlag" Hammermord in Westberlin oder an
den Fall Welsch, wo die menschenliebende Stasi den Tod der Tochter billigend mit in Kauf nahm.

Das die Stasi im Werkzeugkasten der Zersetzungsmaßnahmen auch das Treiben in den Selbstmord
hatte und es als Erfolg betrachtete wenn der Zersetzte kurz davor war, das ist heute aus den Akten bekannt.

Wenn ich die Meinungen von den DDR- freundlichen Schreibern hier im Forum lese, muß ich sofort
an Herrn Kierstein denken, der ehemalige Stasi- Ermittler mit seiner pseudorechtfertigenden Schreibkunst.
Ich möchte garnicht wissen, wie vielen Opfern dieser Mann während seiner Dienstzeit den Tag versaut hat.

Er sollte übrigens, so wie bei diesen Kochbüchern wo die Nudeln gleich im Set dabei sind, seinen eigenen
Machwerken auch etwas passendes beilegen. Eine Hand voll Nebelkerzen wären dafür wohl gut geeignet.

Und Karnak, Du stützt dich wieder nur zu sehr auf den eigenen Wissensstand. Bei den vielen Sachen die
Du als Märchen hinstellst ist die Wahrscheinlichkeit daneben zu liegen schon mathematisch bedingt sehr groß.
Beschränke dich doch auf dein Fachgebiet, meinetwegen auf diese Geheimtunnel.
Bei Gefängnistransportern halte ich mich lieber an so Zeitzeugen wie Herrn Röllig, Welsch oder unsern Sparta hier.

Das sind die damaligen Kunden der Stasi die es wohl am besten wissen dürften, die uns aus erster Hand
von diesem Kaffee- und Kuchenverein als Zeitzeugen im allerengsten Sinne wahrheitsgem. berichten können.

Herzlichst
Dr. 213
Sie lügen, sie lügen und wir müssen uns barmherzig zeigen, denen gegenüber, die lügen. (Colonel Kurtz)
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon karnak » 21. Juni 2017, 08:36

Interessierter hat geschrieben:
Ich schüttel mich gerade vor lauter lachen über diese wahrheitswidrige Aussage von Dir. Dann war es wohl dein Geist, der Beweise von mir darüber verlangte, dass die Drewitzer Kollegen wegen Unregelmäßigkeiten gefeuert wurden .... [laugh] Selbst die Festellungen des MfS hast du bestritten.

Ein ehemaliger " MfS - Abschöpfer " widerspricht sich selber..... [denken]

[flash] Also die Geschichte hat es Dir wirklich angetan. Machen wir es doch einfach so, da Du keinen Scanner hast mit der Du die 56 Seiten übermitteln kannst, einen Bleistift und ein Blatt Papier wirst Du doch wohl haben. Schreibst Du den betreffenden Textabschnitt einfach ab und dann setzt Du Dich an die Tastatur und hackst die paar Sätze hier rein. Soviel Text zum Thema Drewitz kann es doch bald nicht sein.
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon karnak » 21. Juni 2017, 08:49

Dr. 213 hat geschrieben:
Und Karnak, Du stützt dich wieder nur zu sehr auf den eigenen Wissensstand. Bei den vielen Sachen die
Du als Märchen hinstellst ist die Wahrscheinlichkeit daneben zu liegen schon mathematisch bedingt sehr groß.
Beschränke dich doch auf dein Fachgebiet, meinetwegen auf diese Geheimtunnel.
Bei Gefängnistransportern halte ich mich lieber an so Zeitzeugen wie Herrn Röllig, Welsch oder unsern Sparta hier.


Nun bin ich aber auch hier um meinen Wissensstand zu erweitern und ich stelle gar nichts einfach als Märchen hin. Ich stelle nur ab und an fest, dass man einfach Geschichten erzählt die zumindest Fragen aufwerfen, diese Fragen stelle ich , erkläre auch warum ich diese habe und würde mich über eine einleuchtende und logische Antwort freuen. Irgendwelche Pauschalbeurteilungen sind da etwas wenig. Und natürlich kannst Du Dich lieber an Dir genehme Zeitzeugen halten, ich bin aber auch einer und so stelle ich meine Sicht der Dinge und meine Erlebnisse zum Thema ein, dass muss doch wohl auch legitim sein. Warum Du nun meine Beschreibungen anzweifelst und die der Anderen auf keinen Fall, dass müsstest Du dann noch erklären.
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Volker Zottmann » 21. Juni 2017, 08:54

Ich finde das Verhalten hier so manchen Users mehr als interessant.
Auf des Dr.´s 213 Zeilen einzugehen, wäre wohl einer echten Diskussion förderlicher. Nein, da wird lieber wieder zuerst des Interessierten berechtigte Feststellung zu Drewitz hervorgekramt, obwohl schon länger bekannt ist, dass es diese Verfehlungen gab. Ablenken also!!!

Ich schrieb schon vor dem Dr.213, (19. Juni 2017, 18:25) dass ich niemals irgendwelchen Stasigehilfen glauben würde. Nicht mal im Nachhinein den Obduzenten von Stasileichen. Warum? Weil die Wahrscheinlichkeit, weiter in die Irre geführt zu werden, groß bleibt.

Interessant auch, dass sofort, als ich meine Sicht darlegte, ein Merkur versuchte, mich lächerlich zu machen. (Obwohl er vermutlich weiß, dass wir, ob nun Wosch, Dr.213 oder ich der Wahrheit näher sind, als es die Stasi jemals war.) Sie bleibt auch nach Störfeuern und Beschönigungen eine kriminelle Menschen unterdrückende Terrorzelle der DDR.
Hat denn der @Merkur dem @Dr.213 gar nichts entgegen zu setzen? Ist es nicht furchtbar für ihn, wenn jemand es so gezielt auf den Punkt bringt, wie unser User DR.213?

Gruß Volker
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Die Weite Deines Horizonts ist Frage Deiner Sicht.
Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Dr. 213 » 21. Juni 2017, 10:03

Mit den genehmen Zeitzeugen hast du insofern recht, daß das menschliche Gehirn bei der Einlagerung
von Wissen besonders gut arbeitet, wenn man bei der Aufnahme Empathie empfindet.
Wenn ich ein Ex- Stasi wäre (Die Bezeichnung "Ehemalige" ist ja oft doch nicht zutreffend) würde ich
auch begeistert den Veröffentlichungen der Kierstein- Kirche glauben.

Ich bin aber den Opfern näher und darum zieht es mich mehr an z.B. die Orte des Gedenkens.
So wie zuletzt am 30. April zu der Gedenkveranstaltung am Gartenschläger- Eck.
Auch hier kam gleich wieder ein Querschuss und die freche Behauptung, ich könne ja überhaupt nicht
dort gewesen sein. Angeblich würde es sich nicht mit meinen sonstigen Beiträgen decken.

Alles hier im Forum nachzulesen, zusammen mit meinen eigenen Fotos davon. [grins]

Karnak, Du hast doch meine Flucht auch angezweifelt und dich dann eher widerwillg auf so etwas
wie den 6er mit Zusatzzahl gerettet. Damit hast Du den Lackmustest nicht bestanden, denn ich weiß
in dem Fall die Wahrheit, und die habe ich sehr ausführlich und in hoher Detailtiefe hier geschildert.
Du wirst verstehen, daß mein Gehirn darum bei deinen Wahrheiten fortan anders gewichten mußte.
Menschlich heißt das jedoch nicht, daß ich deine Person ablehne oder sogar hasse.
Dazu ist der ganze Quatsch nun doch schon zu lange her und der Faktor Altersmilde wird stärker.

Gruß
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Re: Keine Sühne eines gewaltsamen Todes?

Beitragvon Dr. 213 » 21. Juni 2017, 10:24

Ja Volker, man weiß heute wie selbstverständlich und schamlos Totenscheine gefälscht wurden.
Wie man durch Eigenbeschuss getötete Grenzer auf das Konto der Tunnelbuddler lavierte.
Ich behaupte sogar, daß es in vielen Fällen nicht einmal einer besonderen Anweisung dazu bedurfte.
Es waren genug linientreue Genossen an den Schaltstellen installiert, damit diese Diktatur rund lief.
Vorauseilender Gehorsam wurde von jedem Genossen erwartet und mit viel Rotlicht ständig dazu angeleitet.

Gruß
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