Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Themen über die Gesundheitssysteme in beiden deutschen Staaten

Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Nostalgiker » 14. Mai 2016, 16:45

Augenzeuge, wie immer schwafelst du im "Expertenmodus" ---> fing es mit den Trupps zur Antennenverdrehung an? .......sowas von dir! Wo du doch immer wieder betonst das du alles weißt und den totalen Durchblick hast .....
Traurig, traurig denn was Antennenverdrehen mit Geschlechtskrankheiten gemein hat wirst auch nur du wissen oder eher doch nicht
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.

Eindeutigkeit der Absicht wurde bei ihm zur Zweideutigkeit des Handelns
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon AkkuGK1 » 14. Mai 2016, 16:54

der Zusammenhang ist doch eindeutig: da kein Westfernsehen mehr zu sehen war, lange Weile - mehr Sex, mehr Gefahr sich anzustecken!
Ich bin zu schön, als das man auf mich wütend sein könnte!*

*aus Mr. Sunshine
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon augenzeuge » 14. Mai 2016, 17:11

Thoth hat geschrieben:...denn was Antennenverdrehen mit Geschlechtskrankheiten gemein hat wirst auch nur du wissen oder eher doch nicht


Jetzt sag nur, das ist für dich zu kompliziert? Lies den letzten Satz, überlege welche Dinge dem Staat alles "unmündig" erschienen, dann weißt du es.
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon karnak » 14. Mai 2016, 17:55

AkkuGK1 hat geschrieben:der Zusammenhang ist doch eindeutig: da kein Westfernsehen mehr zu sehen war, lange Weile - mehr Sex, mehr Gefahr sich anzustecken!

[flash] Na bitte,jetzt haben wir es.Kondomknappheit wäre noch eine Variante.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon steffen52-1 » 14. Mai 2016, 18:39

karnak hat geschrieben:
AkkuGK1 hat geschrieben:der Zusammenhang ist doch eindeutig: da kein Westfernsehen mehr zu sehen war, lange Weile - mehr Sex, mehr Gefahr sich anzustecken!

[flash] Na bitte,jetzt haben wir es.Kondomknappheit wäre noch eine Variante.

Kondome gab es immer, dank Erich Kästner!!! Diskreter Versand!!!! [laugh]
Grüsse steffen52-1
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon karnak » 14. Mai 2016, 18:44

Wollte ich auch erwähnen,der Name ist mir nicht mehr eingefallen,Danke.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon icke46 » 14. Mai 2016, 22:06

Also, wenn schon: Erich Kästner war ein Schriftsteller - hat so Sachen geschrieben wie "Emil und die Detektive" und ähnliche "Schundliteratur" [mad] .

Richtig ist, dass Erich Kästner aus Dresden stammt, und dass es zu DDR-Zeiten in Dresden einen Familienbetrieb H. Kästner gab, der einen Kondomversand betrieb und wohl in allen DDR-Zeitungen inserierte. Der hatte aber, soweit ich weiss, nichts mit dem Schriftsteller zu tun.

Gruss

icke

PS: Wer sich denn mal informieren möchte - hier ein Artikel in der ZEIT [grins] - Beate Uhse war stärker [laugh] : http://www.zeit.de/1998/13/Diskreter_Gl ... rktaetigen

Aber der ist mittlerweile auch die Luft ausgegangen - heutzutage spielt man halt nur noch an Smartphones, und dafür braucht man nicht unbedingt Kondome.
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon steffen52-1 » 14. Mai 2016, 23:10

icke46 hat geschrieben:Also, wenn schon: Erich Kästner war ein Schriftsteller - hat so Sachen geschrieben wie "Emil und die Detektive" und ähnliche "Schundliteratur" [mad] .

Richtig ist, dass Erich Kästner aus Dresden stammt, und dass es zu DDR-Zeiten in Dresden einen Familienbetrieb H. Kästner gab, der einen Kondomversand betrieb und wohl in allen DDR-Zeitungen inserierte. Der hatte aber, soweit ich weiss, nichts mit dem Schriftsteller zu tun.

Gruss

icke

PS: Wer sich denn mal informieren möchte - hier ein Artikel in der ZEIT [grins] - Beate Uhse war stärker [laugh] : http://www.zeit.de/1998/13/Diskreter_Gl ... rktaetigen

Aber der ist mittlerweile auch die Luft ausgegangen - heutzutage spielt man halt nur noch an Smartphones, und dafür braucht man nicht unbedingt Kondome.

Okay, Vorname falsch! Der Rest stimmt!
Grüsse steffen52-1
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Volker Zottmann » 15. Mai 2016, 08:51

Na Steffen 52-1, da war wohl nicht nur der Vorname falsch.
Wer Erich Kästner für einen Kondomfabrikanten hält, hat wohl nie ein Kinderbuch gelesen.... [flash]

Gruß Volker
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Volker Zottmann » 15. Mai 2016, 09:09

Der Erfinder der Kondome und der -Automaten war der polnische Jude Julius Fromm, der in Köpenik 1923 eine gläserne Fabrik baute und betrieb, sowie zwei weitere Werke anderen Orts.
1938 wurde er von den Nazis enteignet und überlebte im Exil. Nach 1945 musste er ein zweites Mal eine Enteignung erleben. Diemal waren die Kommunisten die Täter.
Bei uns hießen die Kondome einfach nur Pariser oder eben schlicht Fromms oder Frommser. Eine gute Verhütung für 50 Fpennige! Darum auch Gummi-Fuffziger genannt. In Quedlinburg aber verhüteten die christlichen Mädchen mit 50-Pfennig-Alu-Stücken.
Solange die zwischen den Knien gepresst verharrten, konnte auch nichts passieren... [laugh]

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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon pentium » 15. Mai 2016, 09:17

Volker Zottmann hat geschrieben:Der Erfinder der Kondome und der -Automaten war der polnische Jude Julius Fromm, der in Köpenik 1923 eine gläserne Fabrik baute und betrieb, sowie zwei weitere Werke anderen Orts.
1938 wurde er von den Nazis enteignet und überlebte im Exil. Nach 1945 musste er ein zweites Mal eine Enteignung erleben. Diemal waren die Kommunisten die Täter.
Bei uns hießen die Kondome einfach nur Pariser oder eben schlicht Fromms oder Frommser. Eine gute Verhütung für 50 Fpennige! Darum auch Gummi-Fuffziger genannt. In Quedlinburg aber verhüteten die christlichen Mädchen mit 50-Pfennig-Alu-Stücken.
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Der Erfinder der Kondome? 1839 machte Charles Goodyear eine bahnbrechende Erfindung: die Vulkanisierung von Kautschuk. Damit war es möglich, Gummi herzustellen, das wasserfest, wärme- und kältefest sowie bruchstabil war. 1855 stellte dieser das erste Gummi-Kondom her, das 1870 mit zwei Millimeter Dicke und vernäht serienmäßig produziert wurde.

Die ersten Kondome wurden aus gewebtem Stoff gefertigt. Sie waren nicht besonders wirksam bei der Empfängnisverhütung. Die ersten wirkungsvollen Kondome wurden aus Schafsdärmen oder anderen tierischen Membranen hergestellt. Solche Formen und sind auch heutzutage noch erhältlich. Sie gelten bei manchen vielleicht als sinnlicher, fühlen sich dank weniger Elastizität und Slip-Stick anders an, sind jedoch nicht so wirkungsvoll wie künstlich hergestellte Kondome bei der Verhütung von Schwangerschaften sowie sexuell übertragbarer Krankheiten (beispielsweise HIV, Hepatitis B). Bereits Casanova benutzte solche Kondome, die im 18. Jahrhundert English Overcoats genannt wurden, um sich vor der gefürchteten Syphilis zu schützen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kondom

Wobei wir langsam vom eigentlichen Thema abtreiben....

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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Volker Zottmann » 15. Mai 2016, 09:27

Ich rede von Latxkondomen, dann lies mal hier:

http://www.badische-zeitung.de/panorama ... 06054.html

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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Interessierter » 25. Oktober 2017, 12:43

DDR-Kliniken
"Für mich war es jeden Tag eine Vergewaltigung"


Das Grauen liegt Jahrzehnte zurück: In der DDR wurden Tausende Frauen wegen angeblicher Geschlechtskrankheiten in Kliniken gesperrt und gequält. Viele waren gar nicht krank. Eine Betroffene erzählt von ihrem Leid, das bis heute dauert.


BERLIN. Das ehemalige DDR-Klinikgelände ist heute eine schicke Wohnsiedlung. Doch Barbara Ost erinnert sich noch ganz genau, welche Qualen sie vor Jahrzehnten hier erlebte. Hinter Gitterstäben, dicken Milchglasfenstern und Stahltüren war sie vier Monate lang gefangen.

Barbara Ost war Insassin einer geschlossenen Station für Geschlechtskranke in Berlin-Buch, ganz im Norden der Hauptstadt. Ohne eine Erklärung zu bekommen, wurde sie dort mit 16 Jahren abgeliefert. Geschlechtskrank sei sie nie gewesen, sagt sie.

Was die heute 59-Jährige erlebte, hatte in der DDR System. Bis zur Wende 1989/90 wurden in den sogenannten geschlossenen venerologischen Stationen Tausende Frauen wegen angeblicher Krankheiten eingesperrt.


In nahezu allen größeren Städten gab es die Abteilungen: in Halle, Leipzig, Erfurt, Gera, Dresden, Rostock, Schwerin, Frankfurt (Oder) und eben Berlin. Nur jede dritte eingewiesene Frau war wirklich krank. Das schrieben DDR-Ärzte schon in den 70er Jahren in einer Fachpublikation.

Barbara Ost war auf der Flucht vor dem Stiefvater, der sie missbrauchte, und vor ihrer prügelnden Mutter, als Polizisten sie aufgriffen. Sie bekam etwas zu trinken und wachte auf der Wache wieder auf. Vergewaltigt, sagt sie. Von dort ging es direkt nach Buch.

Erst wähnte sie sich noch in einem gewöhnlichen Krankenhaus. "Als ich die Treppe hochgekommen bin, hab‘ ich ja noch ganz normale Patienten gesehen", sagt sie. "Und dann mussten wir nach links." Von da an war nichts mehr normal.

In einem Zimmer hieß es: Ausziehen! Vor den Augen zweier Schwestern, zweier Ärzte und zweier Polizisten. Ost bekam den Kittel der Station. "Und dann kam der große Schock." Ihre sonst durchdringende Stimme wird leise. Sie knetet ihre Finger, deren Nägel bunt lackiert sind. "Die Tür. Die Stahltür. Und ich wusste, hier kommst du nie wieder raus. Kein Mensch fragt, wo du bist. Kein Mensch weiß, wo du bist. Und ich weiß nicht, warum ich hier bin."

Barbara Ost verlor in der Station ihr Zeitgefühl. "Außer Schmerzen geht nichts mehr in den Kopf rein", sagt sie. "Für mich war es jeden Tag eine Vergewaltigung, mich da auf diesen Stuhl draufzusetzen."

Was treibt einen Staat dazu, massenhaft gesunde Mädchen und Frauen wochenlang in Stationen für Geschlechtskranke zu sperren? Der Medizinhistoriker Florian Steger hat mit Dutzenden Zeitzeugen gesprochen und zwei Bücher zum Thema veröffentlicht. Sein Ergebnis: "Es ging darum, Frauen, die nicht das Idealbild der DDR erfüllten, mit einem sehr restriktiven Reglement, was Belohnung und Bestrafung kannte, zu disziplinieren."

In manchen Stationen standen die Strafen sogar in der Hausordnung. In Halle an der Saale beispielsweise mussten Frauen, die nicht gehorchten, die Nacht auf einem Hocker im Flur verbringen. Sie wurden allein in eine Zelle gesperrt oder bekamen nichts zu essen.

Im DDR-weiten Schnitt waren die Eingewiesenen 22 Jahre alt, die jüngsten waren 12. Obwohl viele keine Krankheit hatten, mussten sie tägliche gynäkologische Untersuchungen über sich ergehen lassen. Diese wurden oft mit Absicht grob durchgeführt - zu Erziehungszwecken. Die Frauen bekamen Medikamente, ohne zu wissen, wogegen. Auf eine Entschädigung warten die meisten Insassinnen noch heute.

Dass streng gegen Geschlechtskrankheiten vorgegangen wurde, war in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg nichts Ungewöhnliches. Die Angst vor Gonorrhö und Syphilis, die unbehandelt zu Lähmungen führen kann, saß tief. Die Besatzungsmächte ergriffen daher überall in Deutschland Maßnahmen, um die Ansteckungen einzudämmen.

In der Sowjetischen Zone und der späteren DDR sollten geschlossene Abteilungen das allerletzte Mittel sein - zum Beispiel für Kranke, die eine Behandlung verweigerten. Doch die Gesetze wurden regelmäßig gebrochen, sagt Steger in seinem Büro am Institut für Medizingeschichte in Ulm, wo er lehrt.

Transportpolizisten griffen Jugendliche auf, die an öffentlichen Orten herumhingen, sogenannte Arbeitsbummelantinnen oder Herumtreiberinnen. Überforderte Eltern lieferten ihre Töchter in den Stationen ab. Jugendliche wurden gebracht, wenn man in den Jugendwerkhöfen, den DDR-Erziehungsheimen, nicht mehr mit ihnen zurechtkam. Und Frauen wurden als "HwG-Personen" denunziert - als Personen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern - und eingewiesen.

Barbara Ost musste in Berlin Buch nicht nur die sinnlosen Untersuchungen erleiden. Auf dem Rücken der Insassinnen wurden auch Lippenstifte und Kajalstifte getestet. "Man hat sich totgekratzt, Ausschlag bekommen, oh Gott", sagt Ost. "Wir waren ihre Versuchskaninchen."

Aus Verzweiflung schlug Ost in zweiwöchiger Arbeit mit einer Klobürste ein kleines Loch in eines der Milchglasfenster. Die Mitinsassinnen standen Schlange, um frische Luft zu atmen. Ein anderes Mal wollten Ost und ihre Zimmergenossinnen ihre Betten anzünden. "Bis wir gemerkt haben: Das bringt nix. Die finden uns hier nicht", sagt sie. Die Station wurde nicht durchgehend beaufsichtigt.

Schließlich wurde Barbara Ost aus der venerologischen Station entlassen und im Jugendwerkhof untergebracht. "Der Staat, der uns helfen sollte, der uns hätte auffangen müssen und uns beschützen, der hat uns weggesperrt und uns noch mal zusätzlich gequält", sagt sie.

Dass heute öffentlich über dieses lange vergessene Kapitel diskutiert wird, ist vor allem einer zu Frau verdanken: Heidi Bohley, der Schwägerin der DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley. Sie leitet den Verein "Zeitgeschichte(n)" in Halle. Sie war es, die 2000 der Leidensgeschichte einer Betroffenen Glauben schenkte.

Auch weil die Lokalpresse über die Geschehnisse in der Klinik berichtete, meldeten sich nach und nach mehr Frauen bei Bohley und bei der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Birgit Neumann-Becker. "Das Kapitel war gar nicht beachtet", sagt Neumann-Becker. 2013 stieß sie die Forschung durch Florian Steger an.

Wie viele Frauen genau in venerologische Stationen eingeliefert wurden, kann der Medizinhistoriker nicht sagen. Doch allein im Jahr 1968 kamen DDR-weit 2763 Frauen in solche Abteilungen. Das belegt ein damaliger Fachartikel. Manche Kliniken verzichteten mit der Zeit auf Zwangseinweisungen. Andere hielten bis zur Wende daran fest.

Auch im Westen gab es zwar geschlossene Stationen für Geschlechtskranke, wie Steger berichtet, beispielsweise in Frankfurt und Hamburg. Aber diese seien weit entfernt gewesen von den "totalen Institutionen" der DDR. Ein genauer Ost-West-Vergleich stehe noch aus.

Stegers Aufklärung hat bereits einiges bewirkt: Den Insassinnen der "Tripperburg" in Halle wurde im Herbst 2015 eine Gedenktafel gewidmet. Der Bundestag befasste sich im vergangenen Sommer mit den venerologischen Stationen - auf eine Kleine Anfrage der Grünen hin.

Und die Frauen haben es nun einfacher vor Gericht, ihr Leid zu belegen. Zwei Betroffene erstritten 2016 eine Rehabilitierung. Das heißt: Der Freiheitsentzug ist als rechtsstaatswidrig anerkannt, erklärt Birgit Neumann-Becker. Daraus ergibt sich ein Anspruch auf Entschädigung.

Bleiben die körperlichen und seelischen Spätfolgen. Dafür Entschädigung zu bekommen, wird sehr schwer. Die heutigen Probleme müssen genau auf die Zeit auf der Station zurückgeführt werden.

Barbara Ost ist überzeugt, dass ihre Erlebnisse in Buch bis heute nachwirken: Sie fürchtet sich vor Ärzten und bekommt Panik in geschlossenen Räumen. Andere Frauen verloren jedes Interesse an Sex, sind inkontinent oder konnten keine enge Beziehung zu ihren Kindern oder Männern aufbauen.

Verbittert ist Ost nicht. "Weil es früher so war, versuche ich heute, intensiver zu leben, was mir natürlich nicht immer gelingt", sagt sie. Ihr Markenzeichen: immer mindestens ein pinkes Kleidungsstück - weil in ihrer Jugend alles so grau war. Heute sind es rosa Socken.

Ost schreibt zwei Bücher. Und mit einer Bekannten, die ebenfalls in Buch gefangen war, will sie ein Theaterstück über ihre Leidenszeit auf die Beine stellen. Aufführungsort: auf dem ehemaligen Klinikgelände. "Ich will nicht, dass das vergessen wird", sagt sie.

https://www.aerztezeitung.de/panorama/a ... igung.html

Wenn ich mir einige vorherige Beiträge von Usern in Erinnerung rufe, dann kann ich nur den Kopf schütteln, wie man bei dieser Faktenlage noch versucht das Geschehene klein- oder schönzureden.... [denken]
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Interessierter » 23. August 2018, 18:10

Eingesperrt in DDR-Kliniken : „Für mich war es jeden Tag eine Vergewaltigung“

Das Grauen liegt Jahrzehnte zurück: In der DDR wurden Tausende Frauen wegen angeblicher Geschlechtskrankheiten in Kliniken gesperrt und gequält. Viele waren gar nicht krank. Zwei Opfer erzählen von ihrem Leid, das bis heute dauert.

Diese Fenster waren es, da ist sich Martina Blankenfeld sicher. Hinter diesen Fenstern war sie vor fast 40 Jahren eingesperrt. Hier wurde die damals 15-Jährige in einer DDR-Klinik drei Wochen von Ärzten und Schwestern erniedrigt. Dickes Milchglas und Stahlgitter schirmten sie von der Außenwelt ab.

Martina Blankenfeld, heute 54 Jahre alt, steht vor der ehemaligen geschlossenen Station für Geschlechtskranke in Berlin-Buch im Norden der Hauptstadt. Sie erinnert sich: Als Mädchen hatte sie versucht, sich umzubringen. Sie kam ins Kinderkrankenhaus. Von dort brachten Mitarbeiter des Jugendamts sie nach Buch, ohne dass sie wusste, was mit ihr geschah. Geschlechtskrank sei sie nie gewesen, sagt sie.

Was Martina Blankenfeld 1978 erlebte, hatte in der DDR System. Bis zur Wende 1989/90 wurden in den sogenannten geschlossenen venerologischen Stationen Tausende Mädchen und Frauen wegen angeblicher Geschlechtskrankheiten eingesperrt.

In nahezu allen größeren Städten gab es die Abteilungen: in Halle, Leipzig, Erfurt, Gera, Dresden, Rostock, Schwerin, Frankfurt an der Oder und eben Berlin. Nur jede dritte eingewiesene Frau war wirklich krank. Das schrieben behandelnde Ärzte schon in den 70er Jahren in einer Fachpublikation.

Bild
Die Zeitzeugin Martina Blankenfeld besichtigt das ehemalige Gelände des städtischen Klinikums Buch in Berlin, im früheren Haus 114C befand sich die geschlossene venerologische Station.

Täglich Demütigungen auf dem gynäkologischen Stuhl


Blankenfeld - lange schwarze Haare mit weißen Strähnen in der Stirn, tiefe Raucherstimme - macht es heute nichts mehr aus, nach Buch zurückzukehren. Mit ihrem Hund Max steht sie auf dem ehemaligen Klinikareal. In den herrschaftlichen ehemaligen Krankenhausgebäuden wohnen Familien. Kinder spielen auf den breiten Alleen. An die Scheiben der früheren geschlossenen Abteilung in Haus 14 hat jemand Eisblumen aus Papier geklebt.

Auch wenn an diesem Ort nichts mehr von ihrem Leid zeugt: Blankenfeld erinnert sich genau. An das Eingepfercht-Sein im Sechsbett-Zimmer, an die festgeschraubten Betten, an die tägliche Demütigung auf dem gynäkologischen Stuhl. „Du bist stets in so einer Bedrohung, du kannst nicht nein sagen, du musst das irgendwie aushalten“, sagt sie.

Jeden Tag um sechs Uhr hieß es aufstellen zur Untersuchung. Gesunden wie Kranken wurden vor den Augen der anderen Abstriche entnommen - eine Praxis, die auch schon nach damaligem Wissensstand unsinnig war. „Ich habe nichts und weiß auch nicht, woher!“, habe sie den Schwestern damals gesagt. Ihre Einwände wurden ignoriert. Das Jugendamt schrieb über sie: „Es bestehen häufig wechselnde sexuelle Kontakte.“ Und das, obwohl sie damals noch nie mit einem Freund geschlafen hatte, wie Martina Blankenfeld erzählt. Der Stiefvater allerdings hatte sie als Kind missbraucht.

Zur Strafe auf dem Hocker schlafen


Was treibt einen Staat dazu, massenhaft Mädchen und Frauen wochenlang und auch ohne medizinischen Grund in Stationen für Geschlechtskranke zu sperren? Der Medizinhistoriker Florian Steger hat die Abteilungen erforscht, mit Dutzenden Betroffenen gesprochen und zwei Bücher zum Thema veröffentlicht. Sein Ergebnis: „Es ging darum, Frauen, die nicht das Idealbild der DDR erfüllten, mit einem sehr restriktiven Reglement, was Belohnung und Bestrafung kannte, zu disziplinieren.“

In manchen Stationen standen die Strafen sogar in der Hausordnung. In Halle an der Saale beispielsweise mussten Frauen, die nicht gehorchten, die Nacht auf einem Hocker im Flur verbringen. Sie wurden allein in eine Zelle gesperrt oder bekamen nichts zu essen.

Im DDR-weiten Schnitt waren die Eingewiesenen 22 Jahre alt, die jüngsten waren 12. Die täglichen gynäkologischen Untersuchungen wurden häufig mit Absicht grob durchgeführt. Zu Erziehungszwecken.

Die Frauen bekamen Medikamente, ohne zu wissen, wogegen. Auf eine Entschädigung warten die meisten Insassinnen noch heute.

https://www.svz.de/deutschland-welt/pan ... 85776.html
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon augenzeuge » 23. August 2018, 18:34

„Es ging darum, Frauen, die nicht das Idealbild der DDR erfüllten, mit einem sehr restriktiven Reglement, was Belohnung und Bestrafung kannte, zu disziplinieren.“


Gib solchen Typen mit niederen Instinkten Macht.... [angst]

Andererseits gab man sich immer viel Mühe, z.B. in der gesamten Bildung, bei den jungen Menschen das Idealbild zu fördern.
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Nostalgiker » 23. August 2018, 18:48

Fazit dieser vom Interessierten eingestellten Schauergeschichten; es gab keine Geschlechtskrankheiten in der DDR.
Alles unschuldige Jungfrauen welche da "eingesperrt" wurden.

Noch eine Überlegung; wieso nur Frauen? Was war mit den Männern? Gehören nicht immer Zwei zum GV? Oder haben es die Frauen nur miteinander getrieben? Oder waren/sind heterosexuelle Männer resistent gegenüber ansteckenden Geschlechtskrankheiten?

Das wären doch Fragen welche ich mir stellen würde bevor ich solche sensationsheischenden Links hier einstelle.
Aber wie immer geht es nur um das Eine .......
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon augenzeuge » 23. August 2018, 18:54

Nostalgiker, zweifelst du das wirklich alles an?

Die Beweise sind erdrückend.
In der DDR wurden Tausende Frauen wegen angeblicher Geschlechtskrankheiten in Kliniken gesperrt und gequält. Viele waren gar nicht krank.

https://www.aerztezeitung.de/panorama/a ... igung.html
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Nostalgiker » 23. August 2018, 19:41

Ach Augenzeuge, was steht nicht alles in den Zeitungen, im Internet usw.?
Glaubst du das alles?
Aber wenn es gegen die DDR geht kennt die Niederträchtigkeit und Spekulation keine Grenzen.

Oder glaubst du etwa das die 'alte' BRD frei von Geschlechtskrankenheiten war?
Klaro, in keinem anderen Land dieser Welt (Ostblock mal ausgenommen) wurden Frauen wegen angeblicher Geschlechtskrankheiten gequält, Kinder und Jugendliche in staatlicher Obhut gefoltert und sexuell Missbraucht usw.
Wie borniert bist du in deinem Denken?

Bevor du wieder palaverst, ich habe ne ganze Zeit in einem Nebenjob im Gaststättengewerbe der DDR gearbeitet. Da kam ich mit solchen 'Damen' auch in Kontakt. Rein Arbeitsmäßig. Waren alles nette Frauen.
Ob sie Geschlechtskrank waren weiß ich natürlich nicht aber das glaube ich kaum den sonst hätten sie ihrem Hobby in einem Nobelhotel der DDR nicht nachgehen können.
Bevor du fragst, auch Männer waren dort "unterwegs".
Ich fand das damals als Anfang 20 jähriger sehr aufregend und spannend.

Ach so, bevor du mir damit kommst das dies nicht typisch sei; eine kleine Geschichte von mir
In einem Kino, Film weiß ich nicht mehr, saß neben mir ein junges Mädel. Das Kino war ausverkauft, also muß ein Film vom 'Klassenfeind' gelaufen sein. Ich glaube irgendeine E.Wallace Verfilmung von Anfang der 70ger.

Jedenfalls gelang es dem Mädel, welches neben mir saß, durch geschickte Aktionen meine Aufmerksamkeit vom Film auf sie zu ziehen.
Lange Rede, kurzer Sinn, weil es die Spätvorstellung war und wir noch Lust hatten uns bei einem Getränk zu unterhalten gingen wir in die Mitropa vom Hauptbahnhof ....
Gerammelt voll, ich spendierte der Dame meines Herzen ein Bier und ihre Aufmerksamkeit schwenke etwas später zu potenteren, prolligen Typen an unserem Tisch.
Ach ja, ich sagte ihr das sie nicht bei mi übernachten könne ....

Das Highlight dieses Abends war jedoch das nach der Ausweiskontrolle und 'Aufenthaltsberechtigung' in der Mitropa nach 24 Uhr durch die Trapo im Windfang ein mitgenommener Mann sich plötzlich übergeben mußte und er kotze den ahnungslosen Schäferhund voll.
Der Hund schüttelte sich heftig und verteilte so die Kotze gleichmäßig auf die Zwei von der Trapo und den Verursacher ......
Das anwesende Volk jubelte verhalten und ich machte mich aus dem Staub nachdem mir ein netter Tischnachbar Schläge androhte wenn ich die "Dame" weiter belästige ....

Ja was war das für ein Mädel?
Ich weiß es nicht aber was ich bemerkte sie fühlte sich im polligen Niveau sichtlich wohl.
Nicht zu vergleichen mit den netten Damen welche am Abend ins Tanzkaffee vom Hotel kamen um eventuell einen Mann kennen zulernen .....

Diese Frauen, nicht die aus dem Hotel, sind bestimmt nicht unschuldig in solchen wie in den Links beschriebenen Einrichtungen gelandet.
Das betraf, wenn überhaupt, mehr die Rumtreiber ......
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Volker Zottmann » 23. August 2018, 19:57

Wie ich Deine Geschichte lese und verstehe, hat sich das Mädchen offenbar bei/mit Dir gelangweilt. Mit denen ich im Kino war, war der Film eigentlich egal, die wollten eher selbst schnell zur Sache kommen. Zumindest wir hatten damals keine Angst vor Geschlechtskrankheiten, Aids war nämlich noch nicht "erfunden".
Ich denke mal die holde Dame wollte was, was Du ihr nicht bieten konntest.
Was das aber mit den Tripperburggeschichten zu tun hat? Verstehe ich nicht.
Fakt ist, dass hin und wieder auch mal von Geschlechtskrankheiten zu hören war. Wenns doch aber um die Hallenser Tripperburg im Artikel ging, kann ja kaum zum Westen geschrieben werden.
Und DDR schlecht machen? Wozu? Es reichte uns doch so schon, wie sie war...

Gruß Volker
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon AkkuGK1 » 23. August 2018, 20:04

Sorry, du bist doch voll Panne. Was schreibst du da eigentlich? Nur weil du nicht bei der Dorfpomeranze landen konntest, darf sie mitgenommen werden? Mit welcher Begründung? Du verdienst die DDR auf Lebenszeit.
Ich bin zu schön, als das man auf mich wütend sein könnte!*

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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon manudave » 23. August 2018, 20:05

Es hat sich also nix geändert. Wenn ein Staat Mädchen, und mögen sie noch so notgeil gewesen sein, einfach mal deswegen einkassiert, dann ist das schon in Ordnung. Und jemand, der das anprangert, will der DDR nur was Schlechtes... gähn...
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Nostalgiker » 23. August 2018, 20:08

Ich wußte doch Volker Zottmann da du in deiner Jugend der Stecher vor dem Herrn warst.
Noch Fragen?

Ach so, die "Dame" wollte eine Übernachtung welche ich ihr nicht bieten konnte. Du weißt noch Anfang der 70ger, verfallende Häuser und extrem beengte Wohnverhältnisse ...
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Nostalgiker » 23. August 2018, 20:10

AkkuDK1, wie oft soll ich noch schreiben; Du irrst....
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon zonenhasser » 23. August 2018, 20:11

Ich war vor 4 Jahren zur Leipziger Buchmesse zur Präsentation des Buchs „Disziplinierung durch Medizin“ https://www.mz-web.de/halle-saale/zwang ... te-3470970

Die Autoren, Prof. Dr. Florian Steger https://www.uni-ulm.de/med/med-medgesch ... v-prof-dr/ und Dr. rer. pol. Maximilian Schochow https://www.uni-ulm.de/med/med-medgesch ... milian-dr/ machten auf mich einen überaus seriösen Eindruck. Es berichtete auch eine Betroffene.
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Nostalgiker » 23. August 2018, 20:19

manudave, einmal "notgeil" führte bestimmt nicht dazu das man weggeschlossen wurde.
Deine Erinnerungen an die DDR sind sehr getrübt.
Wie alt warst du als dich deine Mutter nach Prag schleppte? 9 Jahre? Na klar da bist du da auch ein profunder Experte gerade was sexuelle Aktivitäten und Geschlechtskrankheiten angeht.
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Nostalgiker » 23. August 2018, 20:22

AkkuGK1 hat geschrieben:Sorry, du bist doch voll Panne. Was schreibst du da eigentlich? Nur weil du nicht bei der Dorfpomeranze landen konntest, darf sie mitgenommen werden? Mit welcher Begründung? Du verdienst die DDR auf Lebenszeit.


Und du Cuba oder wahlweise Mongolei?
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon manudave » 23. August 2018, 20:27

Nun ja, nur weil man in bestimmten Zeiträumen gelebt hat, muss man noch lang kein Experte sein - Alter ist keine Leistung. Ich habe mittlerweile mit so ziemlich allem Kontakt gehabt, was in der DDR so passieren konnte. Von amüsanten Dingen, über knallharte Folter, zu unglaublichen Liebesgeschichten bis hin zu erbärmlichsten Lebensläufen. Ich sprach mit Frauen, die in Gefängnissen von Rollkomandos vergewaltigt wurden und kurz danach erzählten mir Damen, mit denen wir über solche Erlebnisse sprachen, dass die Mädels bestimmt für eine Kippe im Knast die Beine breit gemacht haben. Und daran fühlte ich mich gerade in deinem Text erinnern... Eine Verharmlosung, dass einem fast die Luft weg bleibt
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Nostalgiker » 23. August 2018, 20:41

manudave, wie schön für dich das du du mit so fast allen Kontakt gehabt hast.
Besonders die Formulierung von dir, "knallharte Folter" finde ich beeindruckend. Kannst du dazu detaillierte Aufführungen machen?
Aber bitte nicht nach dem Motto der Zeitzeuge hat gehört das ein Zeitzeuge davon erzählt hat der es wiederum von einem anderen Zeitzeugen gehört hat.

"Rollkomandos", wie kam eine motorisierte Militär- oder Polizeistreife der NS Zeit in ein DDR Gefängnis?
Das werden dir diese Damen bestimmt erläutert haben.

Glaub mal weiter fein daran was dir in dieser Richtung über die DDR erzählt wird.
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon augenzeuge » 23. August 2018, 20:58

Nosti, du bringst ja einen Lacher nach dem anderen. [grins]

Letztlich vereinsamt deine Basis auf einem kleinen Nenner.

Alle haben keine Ahnung, aber du mit deiner schlüpfrigen Lebenserfahrung meinst hier der Master aller Dinge zu sein.

Derjenige, der alles in Zweifel ziehen kann, der permanent alle diskreditiert, indem diverse User mit unglaublichen Frechheiten benetzt werden, dass man sich am Ende über deine wahnsinnige Vergewaltigung der Realität nur kopfschüttelnd abwenden kann.

So wirds nix, Nosti. [muede]

AZ
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Re: Disziplinierung in der "Tripperburg". Poliklinik Mitte in Halle

Beitragvon Volker Zottmann » 23. August 2018, 21:07

Mit größter Wahrscheinlichkeit wird Manudave durch seine Tätigkeit an der Gedenkstätte Point Alpha mehr Kenntnisse von Opfern erlangt haben, als Du Nostalgiker je von den Tätern.
Du darfst gern raten, wem mehr geglaubt wird, wem man mehr wahrhaftiges Interesse an Aufarbeitung zutraut.
Das Alter spielt dabei überhaupt keine Rolle!
Du weißt ja auch alles über Deinen Karl Marx und den kleinen Lenin und den großen Stalin. Und alle sind schon lange vor Deinem Berufsleben verblichen... Ich freu mich nur, auch das lese ich heraus, dass es wohl mehr User gibt, die Deine steten Verharmlosungen satt haben.

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