Karl Marx

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Beitragvon augenzeuge » 5. Oktober 2017, 21:46

Vor 150 Jahren erschien „Das Kapital“, Karl Marx’ wissenschaftliches Hauptwerk. Seine zentralen Vorhersagen lagen daneben. Und wie Kommunismus praktisch funktionieren sollte, darüber hatte er so gut wie nichts zu sagen.

Die kommunistische Wirtschaftsweise ist überall da, wo sie ausprobiert wurde, opferreich gescheitert. Kann man dafür Marx verantwortlich machen?

„Das Kapital“ ist keine einfache Lektüre. Millionen Leser, die das Buch freiwillig oder gezwungenermaßen im Marxismus-Unterricht studierten, fragen sich wohl verzweifelt, was Marx wirklich gemeint hat. Er selbst beklagte viele Missverständnisse unter seinen Anhängern.

Zu Marx’ größten Fehlprognosen zählt seine Vorhersage einer wachsenden Verelendung der Arbeiterschaft im Kapitalismus.

Die Verhältnisse (um 1850 in Manchester) waren in der Tat unerträglich und schienen sich von Jahr zu Jahr zu verschlechtern. Sie (Marx+ Engels) behaupteten, eine Abwärtsspirale werde immer weitergehen. Wirtschaftshistoriker haben dagegen gezeigt, dass die zur Mitte des 19. Jahrhunderts sinkenden Reallöhne eng mit dem starken Bevölkerungswachstum zusammenhingen. Die Einwohnerzahl Großbritanniens hat sich von 1800 bis 1850 verdoppelt. Dass diese rasant wachsende Bevölkerung, die vom Land in die Städte drückte, überhaupt ernährt werden konnte (zunächst mehr schlecht als recht), lag an den neuen industriellen Beschäftigungsmöglichkeiten. Ohne die kapitalistische Produktionsausweitung wäre die malthusianische Falle zugeschnappt mit der Folge einer Existenzkrise.

Wo Marx wieder falsch lag, war sein Bild des Unternehmers, des „Kapitalisten“: Dieser erscheint als Getriebener, nicht als Vorantreibender.

Noch nach dem Zusammenbruch des Kommunismus 1989/1990 wurde Marx von Anhängern zugute gehalten, dass er – trotz des real-sozialistischen Scheiterns, das viel Leid gebracht hatte – im Grunde ein großer Humanist gewesen sei. Wirklich? Aus Marx’ Schriften und Briefen spricht oft unbändiger Hass und scharfes Ressentiment, ein verbitterter Mann, der nicht nur kapitalistische „Klassenfeinde“ entmenschlicht, sondern auch politische Gegner und konkurrierende Linke beschimpft. Marx sprach ganzen Völkern die Existenzberechtigung ab. Die Osteuropäer, besonders die Polen, bezeichnete er als „Völkerabfälle“. Gegen Juden hat Marx (obwohl selbst einer jüdischen Familie entstammend) gern und oft gehetzt. Außereuropäer, ob Chinesen oder Afrikaner, verachtete er.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... ageIndex_1

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Re: Karl Marx

Beitragvon Spartacus » 6. Oktober 2017, 17:00

Ja, ja die FAZ. [flash]

Zu Marx’ größten Fehlprognosen zählt seine Vorhersage einer wachsenden Verelendung der Arbeiterschaft im Kapitalismus.


Nun was erleben wir dann gerade ganz aktuell?

Hier mal zum Ausgleich die StN:

Zutreffend war in jedem Fall Marx’ Prognose, wonach der Kapitalismus zur Konzentration neigt, zur Herausbildung einiger weniger weltumspannender Unternehmen.


http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 90c6c.html

Das Kapital werde ich lesen, wenn ich in Rente bin. Vorher langt einfach die Zeit nicht aus. [flash]

LG

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Re: Karl Marx

Beitragvon augenzeuge » 6. Oktober 2017, 18:01

Spartacus hat geschrieben:Nun was erleben wir dann gerade ganz aktuell?
Sparta


Wir erleben, dass es einer großen Masse von AN bisher nicht besser gegangen ist. Wenn Marx das doch nur erkennen könnte.....natürlich ist das mit Manchester des Jahres 1860 nicht zu vergleichen...

Am Beispiel China ist der Unterschied zwischen kommunist. System und freier Marktwirtschaft am krassesten. Wie vielen Bürgern geht es dort jetzt besser?

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Re: Karl Marx

Beitragvon augenzeuge » 5. Januar 2018, 18:07

Marx in der DDR - über die Schwierigkeiten des Zurückblickens, politische Legitimation durch Bilder und Debatten in der Nische. Eine Reise ins Jahr 1983.

Wie also war das damals mit diesem Karl Marx? Wo fängt man an auf der Suche nach ihm in der DDR? Bei den Bildern? Es gehört zur Tragik des realsozialistischen Scheiterns, dass es für dessen nachträgliche Illustration so viel Material gleichsam schon auf Vorrat produzierte und damit eine Ästhetik des Erinnern, in dem schon der abfällige Lacher steckt. Zum Beispiel die lange Schlange der auf knappe Waren Wartenden vor einem Geschäft für Obst und Gemüse in Weimar, in dessen Schaufenster anlässlich des Marx-Jahres 1983 über Pyramiden von Einweckgläsern ein Konterfei des »Begründers des wissenschaftlichen Sozialismus« mit den Worten prangt: »Karl Marx lebt in uns und unseren Taten.« Jaja, spricht da sogleich das verallgemeinerte Urteil über die DDR im Kopf, einen der größten Ökonomen aller Zeiten abfeiern, aber nicht aus der Mangelwirtschaft herauskommen!

Bild Foto v. Uwe Gerig

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https://marx200.org/blog/groesster-sohn ... erhoeschen
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Re: Karl Marx

Beitragvon AkkuGK1 » 5. Januar 2018, 21:15

und in einem Briefwechsel betonte Marx: in einer neuen Weltordnung haben solche Untervölker wie Basken oder die schottischen Highlander nichts verloren. Nein Danke Herr Murks. Das Kapitalismus nicht schön ist, dürfte klar sein, doch Kommunismus - das ist das Allerletzte.
Eine soziale Marktwirtschaft, kein ungehemmter Kapitalismus.
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Re: Karl Marx

Beitragvon Bahndamm 68 » 6. Januar 2018, 20:14

....................................Philosoph, Nationalökonom und Journalist
1818
5. Mai:
Karl Marx wird als drittes von neun Kindern des Rechtsanwalts Heinrich Marx (bis 1808: Hirsch Mordechai) und dessen Frau Henriette (geb. Pressburg) in Trier geboren. Sowohl väterlicher wie auch mütterlicherseits stammt die Familie Marx von Rabbinerfamilien ab. Kurz vor Karls Geburt war sein Vater zum Protestantismus übergetreten, um seinen Beruf als Rechtsanwalt weiter ausüben zu können.

1824
Marx wird zusammen mit seinen Geschwistern getauft.

1830-1835
Besuch des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Trier.

1835
Studium der Rechtswissenschaften in Bonn.

1836
Heimliche Verlobung mit Jenny von Westphalen, die er von Kindesbeinen an kennt, da ihre Väter eng befreundet sind.

1836-1841
Studium der Rechtswissenschaften und Philosophie in Berlin. Dort nähert er sich dem Kreis der "Junghegelianer" an.

1841
Promotion in absentia an der Universität Jena. Seine Dissertation mit dem Titel "Differenz der demokritischen und epikureischen Naturphilosophie" widmet er seinem Mentor und künftigen Schwiegervater, dem preußischen Regierungsrat Ludwig von Westphalen (1770-1842).
Marx bemüht sich vergeblich, in die Hochschullaufbahn übernommen zu werden.

1842-1843
Redakteur, ab Oktober Chefredakteur der liberalen "Rheinischen Zeitung für Politik, Handel und Gewerbe" in Köln.

1843
Obwohl Marx wenige Tage vor dem offiziellen Verbot der Zeitung die Chefredaktion niederlegt, kann er die Einstellung der Rheinischen Zeitung nicht verhindern. Die letzte Ausgabe erscheint am 31. März 1843.
19. Juni:
Heirat mit seiner Jugendliebe Jenny von Westphalen in Bad Kreuznach. Aus der Ehe gehen sieben Kinder hervor. Zeit ihres Lebens unterstützt sie Marx bei seiner wissenschaftlichen und publizistischen Tätigkeit, indem sie ihm bei Korrespondenzen hilft, seine Werke abschreibt und seine kaum lesbare Schrift für den Drucker "übersetzt".
Oktober:
Marx geht mit seiner Frau nach Paris, wo er sich unter anderem mit dem deutschen Dichter Heinrich Heine (1797-1856) anfreundet.

1844
Gemeinsam mit Arnold Ruge (1802-1880) Herausgeber der Zeitschrift "Deutsch-Französische Jahrbücher".
Beginn der lebenslangen Freundschaft und Zusammenarbeit mit dem Fabrikantensohn Friedrich Engels, dem Marx 1842 in Köln erstmalig begegnet war.

1845
Auf Betreiben der preußischen Regierung wird Marx aus Paris ausgewiesen.
Seine preußische Staatsangehörigkeit gibt er auf und bleibt Zeit seines Lebens staatenlos.
Umzug nach Brüssel.

1847
Marx und Engels erhalten von dem mittlerweile in "Bund der Kommunisten" umbenannten "Bund der Gerechten" den Auftrag, eine programmatische Schrift für die Reorganisation des Bundes zu verfassen.
Gemeinsam mit Engels gründet er in Brüssel den "Deutschen Arbeiterverein".

1848
Februar:
In London wird das von Marx und Engels gemeinsam verfasste "Manifest der Kommunistischen Partei" veröffentlicht, das mit den Worten "Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus" beginnt und mit dem Aufruf "Proletarier aller Länder vereinigt euch!" schließt. Bis heute sind rund 1.200 Nachdrucke in nahezu allen Schriftsprachen der Welt erschienen.
1848/49
Während der Revolutionsjahre nach Köln zurückgekehrt, gibt er dort die "Neue Rheinische Zeitung" heraus, die dem linken Flügel der Demokraten nahe steht und in der er eine einheitliche deutsche Republik und den gemeinsamen Kampf der deutschen Staaten gegen das reaktionäre Russland fordert.

1849
16. Mai:
Ausweisung aus Deutschland.
24. August:
Ankunft in London, wo er bis zu seinem Tod seinen Wohnsitz behält. Er arbeitet für verschiedene internationale Zeitungen, u.a. die "New York Daily Tribune", die Londoner "The Peoples Paper" und die Breslauer "Neue Oder-Zeitung". Gelegentliche Zuwendungen seines Freundes Engels sowie Erbschaften seiner Frau Jenny helfen die teilweise katastrophale finanzielle Notlage zu überbrücken. Vier seiner sieben Kinder sterben, bevor sie das zehnte Lebensjahr erreichen.

1850
Herausgeber der "Neuen Rheinischen Zeitung. Politisch-ökonomische Revue" (Hamburg-New York).
Beginn der Beziehung mit seiner Haushälterin Helena Demuth (1823-1890), mit der er einen gemeinsamen Sohn hat.

1852
Das Resultat seiner Aufarbeitung des Scheiterns der Revolutionen von 1848 mündet in der Artikelserie "Der achtzehnte Brumaire des Louis Napoleon", die zuerst in der Zeitschrift "Die Revolution" in New York erscheint und 1869 in Hamburg publiziert wird. .

1859
Veröffentlichung der "Kritik der politischen Ökonomie", in der Marx die Produktionsverhältnisse einer Gesellschaft in ihren Wirkungen auf die allgemeinen gesellschaftlichen Verhältnisse genauer zu analysieren versucht.
Mit seinen zahlreichen Veröffentlichungen wird Marx zusammen mit Engels einer der Führer der neuen Bewegung des Sozialismus.

1861
Reise nach Deutschland.
Treffen mit Ferdinand Lassalle in Berlin.
Bis 1862 Mitarbeiter der Wiener Zeitung "Die Presse".

1863
Mit dem Tod der Mutter tritt Marx das väterliche Erbe an, wodurch sich die finanzielle Situation der Familie erheblich verbessert.

1864
Maßgebliche Beteiligung an der Gründung der "Internationalen Arbeiterassoziation", auch "Erste Internationale" genannt, in London, für die er eine Inauguraladresse und die Statuten verfasst.

1865
Bruch mit dem 1863 von Lassalle gegründeten "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein".

1866
Auf dem ersten Kongress der Internationalen Arbeiter-Assoziation in Genf wird Marx in Abwesenheit in den Generalrat gewählt.

1867
Veröffentlichung des ersten Buches von Marx Hauptwerk "Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie". Die Bücher II und III in drei Bänden werden nach seinem Tod von Engels herausgegeben.

Ab 1868
Engels übernimmt die gesamte Finanzierung des Marxschen Haushalts und kommt für alle Schulden auf. Marx ist es dadurch möglich, sich ganz seiner wissenschaftlichen Arbeit zu widmen.

Ab 1871
Mitarbeiter der Leipziger Zeitung "Der Volksstaat. Organ der sozial-demokratischen Arbeiterpartei und der Internationalen Gewerkschaftsgenossenschaften".
Mit der sich rasch entwickelnden deutschen Arbeiterbewegung steht Marx über persönliche und briefliche Kontakte in Verbindung; die Entwicklung der ersten deutschen Arbeiterpartei zur Sozialdemokratie und ihr Gothaer Programm von 1875 kritisiert er durch seine "Randglossen zum Gothaer Programm".
Marx gibt mit seinen theoretischen Arbeiten der Sozialismusbewegung eine wissenschaftliche Grundlage, die in unterschiedlicher Auslegung von den überall entstehenden sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien als ideologisches Fundament übernommen wird.

1872
8. April:
Der erste Band des gesellschaftstheoretischen Werks "Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie" von Karl Marx erscheint in russischer Sprache. Damit liegt die erste Übersetzung des 1867 erschienen Werkes vor.

1881
2. Dezember:
Tod seiner Frau Jenny.

1882
Reisen in die Schweiz, Frankreich und Algier.

1883
14. März:
Karl Marx stirbt in London.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Karl Marx

Beitragvon augenzeuge » 6. Januar 2018, 22:51

Wenn er so schlau war, anderen mitteilte, wer welches Geld bekommen sollte, warum konnte er sein Wissen dann bei sich nie anwenden? Er war eigentlich Zeit seines Lebens ein Fall für den Gerichtsvollzieher, bei den Schulden. Oder wendete er es doch an, in dem er den reichen Fabrikantensohn aus dem Bergischen Land schröpfte? [flash]

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Re: Karl Marx

Beitragvon Interessierter » 27. April 2018, 09:43

Opfer des Stalinismus und Verfolgte sowie Gegner des Kommunismus protestieren gegen die Würdigung von
Karl Marx in Trier


Die Stadt Trier will zum 200. Geburtstag von Karl Marx eine chinesische Statue aufstellen. Jetzt erntet sie dafür Kritik der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft.
Der Bundesvorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, Dieter Dombrowski, hat die Stadt Trier für das geplante Aufstellen einer chinesischen Karl-Marx-Statue kritisiert. „Es verwundert, dass Marx in ehemaligen sozialistischen Ländern überwunden wurde und hier im Westen wieder aufersteht“, sagte er am Montagabend bei einer Podiumsdiskussion in Trier. Eine solche Statue hinzustellen, sei eine Ehrung, für die er „kein Verständnis“ habe.

Der Trierer Stadtrat hatte im März 2017 grundsätzlich zugestimmt, eine Marx-Statue als Geschenk von China zu dessen 200. Geburtstag anzunehmen. Trier würdigt Marx (1818-1883) in diesem Jahr mit rund 300 Veranstaltungen. Die Bronzeskulptur inklusive Sockel hat eine Gesamthöhe von 5,50 Meter. Am 5. Mai soll sie an ihrem Standort, dem Simeonstiftsplatz, enthüllt werden.

„Karl Marx ist nicht missverstanden worden“, unterstrich Dombrowski. Diktatoren hätten das realisiert, was Marx aufgeschrieben habe. Zudem sei er ein Antisemit gewesen. „Die Opfer des Kommunismus warten vergeblich auf ein Mahnmal“, sagte der brandenburgische CDU-Landtagsabgeordnete. Die Gewichte seien ungleich verteilt.


Der Stadtrat hat dem Trierer Baudezernten Andreas Ludwig (CDU) zufolge die Annahme des Geschenks nicht beschlossen, um Marx zu glorifizieren. Es gehe darum sich mit ihm und seinen Werken auseinanderzusetzen, betonte er. Es werde eine Tafel geben, die den Sachverhalt in vier Sprachen sachlich darstelle. Ludwig betonte, dass es wichtig sei, den Kontakt zu China nicht zu negieren. Jährlich kämen 50.000 chinesische Touristen nach Trier. Er setze auf Wandel durch Annäherung.

Die Präsidentin des Unabhängigen Chinesischen Pen Clubs, Tienchi Martin-Lao, widersprach: Wandel durch Annäherung sei ein Wunschtraum des Westens. Bisher sei China zwar reicher, aber auch umso totalitärer geworden. Dennoch sei Annäherung, Austausch und Handel mit China sehr wichtig, betonte die in Köln lebende Autorin. Diese Statue sei allerdings „ein Monster“, kein Kunstwerk, sondern ein Propagandainstrument, aus dem die chinesische Regierung Kapital schlagen werde.


Der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, kritisierte die Entscheidung der Stadt Trier ebenfalls. Normalerweise errichte man Gedenkstätten für die Opfer oder organisiere Ausstellungen, wenn man sich mit so einer Person auseinandersetze. „Was wir nicht machen, ist, gigantische Denkmäler zu errichten“, unterstrich er.

"Das ist wirklich bizarr"

"Ich hätte mir nie träumen lassen, dass man in dem Teil Deutschlands, der seit 1945 immer frei war, anfängt, neu Standbilder von Karl Marx aufzustellen", sagte der Bundesvorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, Dieter Dombrowski . "Das ist wirklich bizarr."

Marx sei "nicht einfach nur ein Wissenschaftler und Philosoph" gewesen, sagte der brandenburgische CDU-Landtagsabgeordnete. Marx habe die geistigen Grundlagen für die kommenden kommunistischen Diktaturen verschiedenster Färbungen gelegt.


http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r ... 05120&pg=1
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Re: Karl Marx

Beitragvon Danny_1000 » 27. April 2018, 11:20

3000 Kilo Kommunismus

...Es gibt gute Gründe dafür, Karl Marx in Trier mit einer Statue zu würdigen. …..Denk dir Rousseau, Voltaire, Lessing, Heine und Hegel in einer Person vereinigt - so hast du Dr. Marx", schrieb der Philosoph Moses Hess schon 1841 über den ganz jungen Marx.

http://www.sueddeutsche.de/politik/marx-kilo-kommunismus-1.3937101
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Re: Karl Marx

Beitragvon AkkuGK1 » 27. April 2018, 11:52

es gibt auch Menschen, die halten Nietzsche für einen großen Philosophen...
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Re: Karl Marx

Beitragvon Volker Zottmann » 27. April 2018, 12:14

AZ müsste es wissen.
Carl Marx lebte in Halle an der Saale und vorrangig in Dessau und war Maler!


Gruß Volker
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Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Karl Marx

Beitragvon Danny_1000 » 27. April 2018, 12:36

AkkuGK1 hat geschrieben:es gibt auch Menschen, die halten Nietzsche für einen großen Philosophen...

Ja, ich übrigens auch. Allerdings versuche ich sein Wirken in seiner Zeit zu verstehen und urteile nicht mit dem Wissen von heute.

Karl Marx heute für die Verbrechen, die im Namen des „Kommunismus“ begangen wurden verantwortlich zu machen, ist genau so dumm, wie Oppenheimer den Abwurf der ersten Atombombe anzudichten.

Danny
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Re: Karl Marx

Beitragvon AkkuGK1 » 27. April 2018, 13:12

das der ne ziemliche Macke hatte und dies auch zu seiner Zeit, sollte Dir schon bewusst sein :P und versuch mal ohne Beleidigungen hier weiter zu schreiben. Den IQ anderer Menschen zu bewerten steht dir nicht zu.
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Re: Karl Marx

Beitragvon karnak » 27. April 2018, 17:27

Der Bundesvorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, Dieter Dombrowski, hat die Stadt Trier für das geplante Aufstellen einer chinesischen Karl-Marx-Statue kritisiert. „Es verwundert, dass Marx in ehemaligen sozialistischen Ländern überwunden wurde und hier im Westen wieder aufersteht“, sagte er am Montagabend bei einer Podiumsdiskussion in Trier.

Was für ein dummes Zeug. Allerdings weiß ich aus persönlichen Erleben, dass der Mensch auch zu den Wunderlichen in diesem Land gehört. [flash] Ab und an tagt er mit seiner Truppe bei mir gegenüber und man nutzt die Gelegenheit die wildesten Thesen aufzustellen, da kommt er schon gerne mal in Häftlingskleidung.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Karl Marx

Beitragvon Spartacus » 29. April 2018, 17:31

Die Thesen von Marx wurden missbraucht, was aber nichts an seiner geistigen Leistung ändert, denn dafür gebührt ihm Respekt. [hallo]

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Re: Karl Marx

Beitragvon augenzeuge » 29. April 2018, 17:57

Ein richtig guter Text....

Marx und das Ende des Kapitalismus

Was kann uns Karl Marx heute noch sagen? Vor allem dass es sich lohnt, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Denn der Kapitalismus scheint gerade zugrunde zu gehen - ganz ohne Revolution.

In gewisser Weise war Karl Marx ein Bewunderer des Kapitalismus. Dieses Wirtschaftssystem habe "massenhaftere und kolossalere Produktionskräfte geschaffen, als alle vergangenen Generationen zusammen", schrieb er. "Unterjochung der Naturkräfte, Maschinerie, Anwendung der Chemie auf Industrie und Ackerbau, Dampfschiffahrt, Eisenbahnen, elektrische Telegraphen, Urbarmachung ganzer Welttheile, Schiffbarmachung der Flüsse, ganze aus dem Boden hervorgestampfte Bevölkerungen - welch früheres Jahrhundert ahnte, daß solche Produktionskräfte im Schooß der gesellschaftlichen Arbeit schlummerten".

In der Folge hat der Marxismus geholfen, nicht nur den jämmerlichen realexistierenden Sozialismus hervorzubringen - den man Marx selbst posthum nicht ankreiden kann -, sondern auch den Kapitalismus zu reformieren. In Deutschland lauteten die Antworten: Sozialstaat (seit Otto von Bismarck) und Ordnungspolitik (popularisiert durch Ludwig Erhard).

Durch die Digitalisierung wird Wissen zunehmend unabhängig vom Menschen verfüg-, kopier- und verbreitbar. Woher aber kommen künftig die Einkommen, wenn Wissen und Können dank Digitalisierung frei verfügbar sind? Um was machen die Leute, die durch den Wandel zum immateriellen Kapitalismus ihren Job verlieren?

http://www.manager-magazin.de/politik/w ... 05389.html

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Re: Karl Marx

Beitragvon steffen52 » 29. April 2018, 18:03

augenzeuge hat geschrieben:
Was kann uns Karl Marx heute noch sagen?

AZ

Also AZ ich habe ihn gefragt in der Brückenstr. in Chemnitz, wo sein großer Kopf(Nischel) steht, er hat mir nicht geantwortet!!!! [laugh] Kleiner Scherz zum Abend. [hallo]
Gruß steffen52
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Re: Karl Marx

Beitragvon augenzeuge » 29. April 2018, 18:06

steffen52 hat geschrieben:er hat mir nicht geantwortet!!!!
Gruß steffen52


Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob es vielleicht an deiner Fragestellung doch lag..... [denken]

AZ
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Re: Karl Marx

Beitragvon pentium » 29. April 2018, 18:09

augenzeuge hat geschrieben:
steffen52 hat geschrieben:er hat mir nicht geantwortet!!!!
Gruß steffen52


Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob es vielleicht an deiner Fragestellung doch lag..... [denken]

AZ


Weniger an der Fragestellung, ich vermute es lag eher an der Urzeit?

...
Immer zu zweit sie sind. Keiner mehr, keiner weniger. Ein Meister und ein Schüler.
(Yoda)

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
http://www.freundeskreis-hubertusburg.de
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Re: Karl Marx

Beitragvon Grenzwolf62 » 29. April 2018, 18:32

Wenn der und seine Familie sich fast ständig von von kapitalistischer Ausbeutung generierten Geld ernährt haben, hätten die sich nicht tagtäglich davon übergeben müssen?
Sex und Golf können Spaß machen auch wenn man davon nicht viel Ahnung hat.
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Re: Karl Marx

Beitragvon augenzeuge » 29. April 2018, 18:38

Grenzwolf62 hat geschrieben:Wenn der und seine Familie sich fast ständig von von kapitalistischer Ausbeutung generierten Geld ernährt haben, hätten die sich nicht tagtäglich davon übergeben müssen?


Wo sollte das Geld denn sonst herkommen?
AZ
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Re: Karl Marx

Beitragvon steffen52 » 29. April 2018, 18:50

augenzeuge hat geschrieben:
Grenzwolf62 hat geschrieben:Wenn der und seine Familie sich fast ständig von von kapitalistischer Ausbeutung generierten Geld ernährt haben, hätten die sich nicht tagtäglich davon übergeben müssen?


Wo sollte das Geld denn sonst herkommen?
AZ

Eben von den bösen Kapitalisten, die er verteufelte!!! [wink]
Gruß steffen52
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Re: Karl Marx

Beitragvon augenzeuge » 1. Mai 2018, 15:49

Heute abend im ZDF.
Doku-Drama über Karl Marx

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-jo ... x-100.html

Heute bei NTV:
200 Jahre Karl Marx - die Linke feiert, die Rechte wütet, die Mitte würdigt den Intellektuellen. Doch jenseits politischer Fragen war Marx als Mensch ein reichlich übler Charakter, der selbst mit seiner Familie regelrecht brutal umging.

Jenseits der politischen Debatte ist nun aber auch der Privatmensch Karl Marx näher ausrecherchiert worden. Das Bild, das dabei zutage kommt, ist freilich denkbar düster. Denn die Forschung zeigt, dass Marx nicht nur ein Mann mit chronischen Geldproblemen war, der sich als aggressiver Schmarotzer auf Kosten von Familie und Freunden undankbar durchs Leben schlug und selbst seiner armen Mutter rücksichtslos das letzte Witwengeld entriss.

So schildert Uwe Wittstock in seiner brillanten Biografie "Karl Marx beim Barbier" minutiös die Alltagstragödien der Familie Marx.

Aus den Briefen und Artikeln geht auch hervor, dass Marx ein ausgeprägter Antisemit und Rassist war. An seinen politischen Freund Arnold Ruge schrieb er, wie "widerlich" ihm "der israelitische Glaube" sei. Sein Text "Zur Judenfrage" (1843) legt den geistigen Grundstein für blanken antisemitischen Hass: "Welches ist der weltliche Grund des Judenthums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld." Die Passagen von Marx über Juden lesen sich zuweilen wie Originaltexte von Nazis.

Seine Briefe entlarven Marx auch als Rassisten. So wird Ferdinand Lassalle, der Gründer des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins und politischer Konkurrent von Marx, wegen seiner jüdischen Herkunft erst als Jüdel Braun, Ephraim Gescheit und Itzig verunglimpft. Nachdem Lasalle ihn 1862 in London besucht hatte, beschimpft Marx ihn als "jüdischen Nigger Lasalle" und schreibt: "Es ist mir jetzt völlig klar, dass er, wie auch seiner Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen. Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft."
https://www.n-tv.de/politik/politik_per ... 13046.html

AZ
Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nichtgebrauch dahinschwindet. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zu Kompromiß und überhaupt zu Zusammenleben.
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Re: Karl Marx

Beitragvon pentium » 1. Mai 2018, 16:30

Heute Abend ist Champions League im ZDF...mal das Programm updaten...

...
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Re: Karl Marx

Beitragvon Volker Zottmann » 1. Mai 2018, 17:03

pentium hat geschrieben:Heute Abend ist Champions League im ZDF...mal das Programm updaten...

...

Bitte sofort verschieben. Fußball hat nichts mit Marx zu tun. [laugh]

Gruß Volker
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Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Karl Marx

Beitragvon Interessierter » 5. Mai 2018, 11:05

UOKG

Presseerklärung 3. Mai 2018

Trier ab sofort Karl-Marx-Stadt



Am 5. Mai 2018 wird Karl-Marx 200 Jahre alt. Trier nimmt

dies zum Anlass, ihn als größten Sohn der Stadt zu ehren!

Neben unzähligen Veranstaltungen wird am Samstag eine

über 5 Meter große Karl-Marx-Statue enthüllt. Sie ist ein

Geschenk der kommunistischen Partei Chinas. Die Stadt

hatte dieses trotz massiver Proteste angenommen.

Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der UOKG:

„Karl Marx wird von seinen 'Freunden' vor allem als

Philosoph und Person der Zeitgeschichte beschrieben. Eine

Person der Zeitgeschichte ist er ohne Zweifel. Karl Marx hat

aber nicht Lyrik, sondern in seinen Werken das Kochbuch für

alle kommunistischen Diktaturen geschrieben.“

„Marx“, so Dombrwoski, „ist weder missverstanden noch

missbraucht worden. Die kommunistischen Diktatoren

haben sich wortgetreu seine Leitsätze, wie die gewaltsame

Beseitigung der Klassenunterschiede, die Abschaffung der

Gewaltenteilung, die Abschaffung des Privateigentums und

die Unterordnung allen staatlichen Handels unter das Diktat

des Proletariats, sowie seinen bösartigen Antisemitismus zu

eigen gemacht.“

Dombrowski weiter: „Bei den Lobreden auf Karl Marx wird

regelmäßig nicht erwähnt, dass er in seinen Schriften von

'Jüdischen Niggern' und vom 'Schacher des Juden' als

Hauptmerkmal geschrieben hat. Marx war überzeugt davon,

dass im Kommunismus das Judentum überflüssig wird.“

Abschließend sagt Dombrowski: „Eine Auseinandersetzung

mit Marx ja, Verehrung nein!“

presse@uokg.de
Auch aus Steinen die einem in den Weg
gelegt werden,
kann man was schönes bauen
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Re: Karl Marx

Beitragvon Grenzwolf62 » 5. Mai 2018, 12:52

Falls die Wessis in Trier wirklich eines Tages per Votum für Karl-Marx-Stadt wären, würde ich mich vor Lachen nicht mehr einkriegen.
Ich glaube die Lufthüte im Wessiland würden das hinbekommen.
[grins]
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Re: Karl Marx

Beitragvon karnak » 5. Mai 2018, 13:24

[flash] Das mit Karl- Marx-Stadt wäre vielleicht wirklich etwas übertrieben, aber wenn man schon zu DDR -Zeiten so eine Dumpfbacke wie dieser CDU-Vorsitzende aus Brandenburg war erzählt man auch 28 Jahre danach noch dummes Zeug. Nichts gelernt und davon noch die Hälfte vergessen.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Karl Marx

Beitragvon Grenzwolf62 » 5. Mai 2018, 14:57

Na vor Vergesslichkeit sind wir alle nicht gefeit.
Wollten die Westdeutschen Schauspieler sich nicht mal unseren Nischl ausborgen zu so einer sinnlosen Ausstellung?
Sex und Golf können Spaß machen auch wenn man davon nicht viel Ahnung hat.
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Re: Karl Marx

Beitragvon karnak » 5. Mai 2018, 15:43

Er zählt nun mal zu den anerkannten deutschen Philosophen , Ökonomen und Gesellschaftswissenschaftlern und es ist sein 200. Geburtstag, warum soll man dem nicht ein Gedenken widmen, mit Verehrung hat das gar nichts zu tun, schon gar nicht mit der Verehrung eines Staatssozialismus mit diktatorischer Ausprägung. Man hat seine Denkmodelle und Theorien für alles Mögliche vorgeschoben ohne das man das was er geschrieben hat je wirklich gelesen, geschweige denn begriffen hat. Man hat seine Theorien einfach in eine starre Weltanschauung eingebaut die man wissenschaftlich nannte und damit zur unfehlbaren Heilslehre erhoben mit der man meinte den Sieg im Geschichtsverlauf zwangsläufig erringen zu müssen. Man hat damit eine politische Diktatur gerechtfertigt und begründet. Für all das konnte ein Marx nicht, diese Zukunft konnte er überhaupt nicht übersehen und das war auch nicht sein Ziel und Anspruch in eine solche Zukunft zu gehen.
Und so ist es sowas von blöde und primitiv über alles herzufallen was auch nur einmal die Definition Sozialismus oder Kommunismus in den Mund genommen hat. Die das Tun belegen damit nur auf welchen intellektuellen Level sie sich in Wahrheit bewegen und wessen Geistes Kind sie sind.
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