Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon pentium » 11. Juni 2015, 14:55

karnak hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Bleibt also die Frage was nun mit der DDR Staatsbürgerschaft war, durfte es die geben oder war die dann eine Anmaßung?


Falsche Frage, @Karnak. Wozu, ist eigentlich die richtige Frage? Was hätte uns als DDR-Bürger verändert, wenn wir auch nach 1967 noch „Staatsangehörigkeit: Deutsch“ in den Ausweisen stehen gehabt hätten?

mfg
pentium

[flash] Ich fass es nicht, heute könnte und ist es mir eigentlich wurst egal, aber eine derartige bundesdeutsche Arroganz ist fast nicht zu überbieten. So eine Erklärung sollten wir damals als richtig und logisch und einsehbar akzeptieren und hinnehmen? Und damit meine ich nicht unbedingt nur die 80 000 Stasi Hansel und 2,5 Millionen SED-Mitglieder.


Akzebtieren, hinnehmen, das Problem ist doch ein völlig anderes, @Karnak. Ob nun in dem Reisepaß als Staatsangehörigkei: Deutsch steht oder DDR oder Buwani-Burandi ist doch völlig egal, wenn man es mal frei von einer ideologischen Betrachtung sieht. Wieviele Leute haben mehrere Päße und mehrere Staatsbürgerschaften? Gut, so viele Bürger mit Reisepäßen gab es in der DDR nicht, auch nicht so viele Leute mit mehreren Staatsbürgerschaften. Das Problem ist oder war eben diese deutsche Zeistaatlichkeit. Hier Deutsche, jenseits der Grenze auch Deutsche, bis zum Ende des zweiten WK verbunden durch eine lange gemeinsame Geschichte, Kultur, Sprache....Ich will nicht alles aufzählen!
Und dann schreiben die im Westen auch noch in ihr Grundgesetz diesen Art 116! Und die im Osten machen die Grenze dicht! Es war egal, was man in der DDR für eine Staatszugehörigkeit in die Ausweise oder Päße geschrieben hätte, ob nun "Deutsch" wie bis 1967 oder "DDR", spätestens im Somer/ Herbst 1989 hatte sich das erledigt!

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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon karnak » 11. Juni 2015, 15:11

Heute schon, damals eher weniger und ich persönlich halte die Verflachung der Bedeutung einer Staatbürgerschaft durch die leichtfertige Vergabe mehrerer sowieso für falsch,ein unnötiger Beitrag zu einer Fast Food Gesellschaft in der Werte immer weniger gelten,in der man viel eher beliebig sein kann als sich zu entscheiden. Aber das ist ein anderes Thema und hat nichts mit dem Damals zu tun, dem Fakt das ein Land auf diesem Planeten für ein einziges und anderes Land eine Sonderreglung geschaffen hat und das als für alle anderen zu geltendes Recht dekliniert hat,einschließlich für das Land,für das diese Sonderregelung geschaffen wurde.
" Denn sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andere Meinung, zu der er sich bekennt,sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen. Was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind."
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon pentium » 11. Juni 2015, 15:34

karnak hat geschrieben:Heute schon, damals eher weniger und ich persönlich halte die Verflachung der Bedeutung einer Staatbürgerschaft durch die leichtfertige Vergabe mehrerer sowieso für falsch,ein unnötiger Beitrag zu einer Fast Food Gesellschaft in der Werte immer weniger gelten,in der man viel eher beliebig sein kann als sich zu entscheiden. Aber das ist ein anderes Thema und hat nichts mit dem Damals zu tun, dem Fakt das ein Land auf diesem Planeten für ein einziges und anderes Land eine Sonderreglung geschaffen hat und das als für alle anderen zu geltendes Recht dekliniert hat,einschließlich für das Land,für das diese Sonderregelung geschaffen wurde.


Dieser Artikel 116 im Grundgesetz wurde doch nicht nur für die DDR geschaffen! Es gab oder gibt heute noch Leute in den ehemaligen deutschen Ostgebieten (mir ist nichts besseres eingefallen) welche sich auf diesen Artikel berufen, genauso wie die vielen Flüchtlinge nach 1945! Außerdem sollte man sich langsam mal mit den interessanten Ausführungen des Gen. Ulbricht in diesem Gespräch mit dem Spiegel beschäftigen.

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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon karnak » 11. Juni 2015, 15:44

[quote="pentium"]

Dieser Artikel 116 im Grundgesetz wurde doch nicht nur für die DDR geschaffen! [/quote)
Das macht die bundesdeutsche Arroganz aber nicht besser,eher schlimmer. Und was hat der Ulbricht nochmal gesagt? [flash]
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon augenzeuge » 11. Juni 2015, 15:51

karnak hat geschrieben: Ich fass es nicht, heute könnte und ist es mir eigentlich wurst egal, aber eine derartige bundesdeutsche Arroganz ist fast nicht zu überbieten.


Für mich ist das keine Arroganz, wenn man denen, die es wollen und unterdrückt werden, eine mögliche Brücke baut, die sie beschreiten können aber nicht müssen.
Für mich ist es arrogant, wenn man sich als nicht ehrlich und frei gewähltes Parlament hinstellt und das Volk als leibeigen betrachtet, das man ideologisch ständig prüfen muss, dass man mit jährlichem Millionenaufwand einsperren darf und dem man vorschreiben darf, was es wann zu tun hat, wohin es fahren darf, mit wem es sich zu treffen hat, wenn es beerdigen darf, ob man studieren darf....welches Land auf der Erde nahm sich 1989 eigentlich diese Arroganz noch heraus?

AZ
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon karnak » 11. Juni 2015, 16:04

augenzeuge hat geschrieben:Für mich ist es arrogant, wenn man sich als nicht ehrlich und frei gewähltes Parlament hinstellt und das Volk als leibeigen betrachtet, das man ideologisch ständig prüfen muss, dass man mit jährlichem Millionenaufwand einsperren darf und dem man vorschreiben darf, was es wann zu tun hat, wohin es fahren darf, mit wem es sich zu treffen hat, wenn es beerdigen darf, ob man studieren darf....welches Land auf der Erde nahm sich 1989 eigentlich diese Arroganz noch heraus?

AZ

Das mag schon stimmen und das habe ich auch nicht in Abrede gestellt,dass hat aber nichts mit meiner Einlassung zu tun. So gesehen ist diese Argumentation dazu etwas"unglücklich". [grin]
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon pentium » 11. Juni 2015, 16:33

Vielleicht sollte man mal einen Blick zurück werfen?

In den westlichen Besatzungszonen fanden am 14. August 1949 Wahlen zum ersten Deutschen Bundestag statt.
Schon Mitte September hatte der gerade gewählte neue Bundeskanzler Konrad Adenauer öffentlich klargestellt, dass eine Anerkennung des in der Sowjetzone errichteten kommunistischen Regimes nicht in Frage komme. Er lehnte jegliche Bestrebungen ab, die DDR auch nur de facto als Staat zu respektieren, was zudem den Status seiner Regierung geschmälert hätte. Unter Hinweis auf die Bundestagswahl verlangte er freie Wahlen in der sowjetischen Besatzungszone und beharrte auf die Zugehörigkeit der Gebiete jenseits der Oder-Neiße-Linie zu Deutschland.
...
Die Krux bundesdeutscher Wiedervereinigungspolitik lag darin, dass die Bundesregierung einerseits jeden Direktkontakt mit der DDR-Regierung vermied, der als De-facto-Anerkennung der "Ostzonenrepublik" gedeutet werden könnte; andererseits war sie aber auf Druck der Westmächte, insbesondere der Regierung in Washington, gezwungen, am 8. Oktober 1949, also nur einen Tag nach der Staatsgründung der DDR, mit der Regierung in Ost-Berlin das Abkommen über den Interzonenhandel abzuschließen, das der westdeutschen Industrie Exporte eröffnete und die Lage der Menschen im anderen Teil Deutschlands verbesserte.

Allerdings stand auch die DDR-Regierung unter Druck. Sie befürchtete, die Bundesregierung könnte wegen der Staatsgründung der DDR möglicherweise den Abschluss des Abkommens verweigern. Die Bundesregierung wollte unter keinen Umständen der DDR Gelegenheit bieten, das Abkommen als Hebel zur staatsrechtlichen Anerkennung zu nutzen. Eine stillschweigend zustande gekommene De-facto-Anerkennung hätte unabsehbare Konsequenzen für die Deutschlandpolitik. Die Unterschrift des Bundesministers für Wirtschaft unter das Abkommen hätte West-Berlin außen vor gelassen, da es nicht zum Bundesgebiet gehörte, was die Bundesregierung nicht verantworten konnte. Weniger verfänglich war es, wenn die Verhandlungsführer als Vertreter der obersten Wirtschaftsorgane der Währungsgebiete der DM-West und DM-Ost das Abkommen unterzeichneten. Dieser Kompromiss kam beiden Vertragsparteien entgegen.
Denn auch die DDR hatte kein Interesse, mit der Bundesrepublik ein Abkommen zu schließen, mit dem sie ihrerseits möglicherweise die Bundesrepublik anerkannte...

quelle: konrad-adenauer.de

Gut ich war beim damaligen Klassenfeind. Aber man sollte sich die damaligen politischen Entwicklungen vor Auge halten, bei solchen Betrachtungen, wie man sie hier anstellt im Thema!

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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Nostalgiker » 11. Juni 2015, 17:24

Wenn dieses wie pentium schreibt:"Hier Deutsche, jenseits der Grenze auch Deutsche, bis zum Ende des zweiten WK verbunden durch eine lange gemeinsame Geschichte, Kultur, Sprache...., also diese "Verbundenheit" schon etwas Mystisches hat, so Volksgemeinschaftsähnlich, frage ich mich warum sich im Jahr 1945 die Bewohner Deutschlands in den Westgebieten ihre durch eine lange gemeinsame Geschichte, Kultur und Sprache so nahen Landsleute nicht freudig und mit offenen Armen aufgenommen haben. Waren doch alles Deutsche.

Bis zum Mauerfall waren die DDR Bürger im offiziellen Sprachgebrauch auch die armen Brüder und Schwestern, wobei die Betonung wohl auf 'arm lag welche man sicher verwahrt hinter einer fast unüberwindbaren Mauer und Stacheldraht wußte. In dieser trügerischen Sicherheit, auf der anderen Seite konnte man an bestimmten Jahres- und Gedenktagen große Krokodilstränen weinen und wehklagen und die Vereinigung heraufbeschwörend innerlich denkend; hoffentlich kommt die arme, abgerissene Verwandtschaft nicht wirklich. Zum Glück haben sie sich eingemauert.
Als sie dann doch kam, wurde sie erstmal von der schon reichen Verwandtschaft nach allen Regeln der Kunst über den Tisch gezogen, nachdem der Schock vorbei war dass das Unmögliche eingetreten ist; und nach 25 Jahren sind die im östlichen Teil lebenden immer noch die "Neuen Bundesbürger" in den neuen Bundesländern und das sie vor 25 Jahren eine durch viele Umstände bedingte niedere Arbeitsproduktivität hatten wird auch 25 Jahre später davon ausgegangen das sie immer noch nicht richtig arbeiten können; soweit sie welche haben; und ihnen wird mit dieser Begründung immer noch ein geringerer Lohn gezahlt und auf den Lohn werden ihnen auf vom Wert her geringere Rentenpunkte angerechnet damit sie bis ans Ende der ihrer Tage wissen, sie sind nur die widerwillig geduldeten armen Brüder und Schwestern die niemand in dem satten und zufriedenen Land wirklich haben wollte.

Um die arme geschundene Seele doch ein wenig zu streicheln wird das Thema von der 'einen' schon immer bestehenden Nation bis zum letzten ausgequetscht so das sich auch wirklich jeder der sich für Deutsch hält als direkter Nachfahre von Otto I auftritt. Oder doch das Heilige römische Reich deutscher Nation, gegründet um 800 n. C.
Dumm nur das dieses Reich vor allem ein vor- und übernationales Gebilde, ein Lehnsreich und Personenverbandsstaat, der sich niemals zu einem Nationalstaat wie etwa Frankreich oder Großbritannien entwickelte war.

Die Schweiz wurde unter anderem 1499 durch den Frieden von Basel in die politische Unabhängigkeit entlassen und dieses "Deutsche Reich" war dann auch 1806 Geschichte.

Die Neugründung erfolgte dann 1871 von oben und unter Ausschluss von Österreich, darum wurde es dann später vom GRÖFAZ, 1938, heim ins Reich geholt .......

Also, das mit der deutschen Nation und wir waren/sind doch alles Deutsche ist schon ein wenig schwierig.



Thoth
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon steffen52-1 » 11. Juni 2015, 17:50

Meister Thoth, was Du schreibst meinst Du doch nicht etwa ernst? Wenn Du das alles so siehst, wie im ersten Teil Deines Artikels von Dir beschrieben, dann gibt es für mich nur 2 Annahmen: Erstens ist Dir das so wieder fahren oder zweitens ist es einfach Nachtrauern eines vergangenen Staates! Das es Abzocker und Scharlatane in der Wendezeit gab, die die Gutmütigkeit und Unwissenheit der Ex-DDR-Bürger ausnutzten, da gebe ich Dir voll recht! Dazu kam ja auch noch, das sich die wenigsten DDR-Bürger mit den echten Kapitalismus aus einander gesetzt haben! Sie sahen halt nur was es da alles zukaufen gab und das reicht für die Meisten!
Das ist ja das was einige am Anfang dachten, das Gute von der DDR und das Gute von der BRD! So ging es nun mal nicht und da brauchten viele sehr lange bis sie es begriffen, manch einer begreift es heute noch nicht und deshalb das nachtrauern der Untergegangenen!!! [flash]
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Edelknabe » 11. Juni 2015, 18:01

Sag mal steffen, warst du ein Deutscher, in der alten DDR? Echt jetzt, das interessiert den Rainer? Hast du dich somit erst für einen Deutschen und dann erst siehe DDR-Bürger und so?

Rainer-Maria
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon steffen52-1 » 11. Juni 2015, 18:12

Edelknabe hat geschrieben:Sag mal steffen, warst du ein Deutscher, in der alten DDR? Echt jetzt, das interessiert den Rainer? Hast du dich somit erst für einen Deutschen und dann erst siehe DDR-Bürger und so?

Rainer-Maria

Willst mich wohl etwas locken, edler Knabe? Denkst doch nicht etwa, das jeder auf der Wurstbrühe schwimmt, wie Einige? [laugh]
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Jago » 11. Juni 2015, 18:13

Edelknabe hat geschrieben:Sag mal steffen, warst du ein Deutscher, in der alten DDR? Echt jetzt, das interessiert den Rainer? Hast du dich somit erst für einen Deutschen und dann erst siehe DDR-Bürger und so?

Rainer-Maria



entschuldige Reiner-Maria . Die Frage war zwar an Steffen gerichtet . Aber weil man ja auch mitliest . Kann mir keinen Reim machen was du zum Ausdruck bringen willst

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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Volker Zottmann » 11. Juni 2015, 18:14

Rainer,
ich bin zwar nicht Steffen, aber die Frage stellte sich doch so gar nicht.
Zumindest mir nicht!
Das liegt aber nicht so an mir, sondern mehr an äußeren Einflüssen. Ich habe weder diesbezüglich West noch Ost gedacht. Ich war immer nur Deutscher.
Und da sind wir wieder beim Beispiel:
Eine Katze bleibt auch eine Katze, selbst wenn sie im Fischladen steht.

Gruß Volker
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Der Große sieht ihn breiter, der Kleine leider nicht.
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon SkinnyTrucky » 11. Juni 2015, 18:20

pentium hat geschrieben:Wieviele Leute haben mehrere Päße und mehrere Staatsbürgerschaften? Gut, so viele Bürger mit Reisepäßen gab es in der DDR nicht, auch nicht so viele Leute mit mehreren Staatsbürgerschaften.


Nanana, wir waren doch alle zweistaatlich....DDR-Staatsbürger und zudem auch noch BRD-Staatsbürger....wenn man mal im Westen war, konnte man sich ratzfatz ein Bundipass holen und weiterreisen in andere Länder.... [wink] [super]


groetjes

Mara
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Edelknabe » 11. Juni 2015, 18:36

Lass die Katzen beiseite Volker. Damals, in dieser DDR....eventuelle Betonung auf Deutscher? Vergiss es, vergiss es ganz schnell weil, das war sowas von unwichtig, unwichtiger geht es eigentlich gar nicht. Was das gut? "Deutsch" erinnerte mich damals immer an den ganzen Kram, was Adolf und Konsorten vor 45 von Deutschland aus veranstaltet haben. Stand genug im Geschichtsbuch von.Wurde uns ganz gut vermittelt.Fast zuviel.

Rainer-Maria und ja das geht doch in Ordnung, jeder hatte ne andere Sicht. Das war jedenfalls meine....in der DDR, damals.

War das ne korrekte Aussage Jago, der du eben die Zone(Ostzone) gesehen hattest, jeden Tag vor Augen?
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon pentium » 11. Juni 2015, 18:43

Edelknabe hat geschrieben:Lass die Katzen beiseite Volker. Damals, in dieser DDR....eventuelle Betonung auf Deutscher? Vergiss es, vergiss es ganz schnell weil, das war sowas von unwichtig, unwichtiger geht es eigentlich gar nicht. Was das gut? "Deutsch" erinnerte mich damals immer an den ganzen Kram, was Adolf und Konsorten vor 45 von Deutschland aus veranstaltet haben. Stand genug im Geschichtsbuch von.Wurde uns ganz gut vermittelt.Fast zuviel.

Rainer-Maria und ja das geht doch in Ordnung, jeder hatte ne andere Sicht. Das war jedenfalls meine....in der DDR, damals.

War das ne korrekte Aussage Jago, der du eben die Zone(Ostzone) gesehen hattest, jeden Tag vor Augen?


Aber deutsch geschrieben und gesprochen hast du wohl, Rainer-Maria? Und du bist auch in die Deutsche Bücherei gegangen und hast dabei an Adolf den Schrecklichen gedacht?
Na ja dein Geschichtsbuch, in dem hat bestimmt auch Thoth gelesen? Ist aber eine andere Baustelle und würde den Thread hier sprengen!

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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon steffen52-1 » 11. Juni 2015, 18:49

pentium hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Lass die Katzen beiseite Volker. Damals, in dieser DDR....eventuelle Betonung auf Deutscher? Vergiss es, vergiss es ganz schnell weil, das war sowas von unwichtig, unwichtiger geht es eigentlich gar nicht. Was das gut? "Deutsch" erinnerte mich damals immer an den ganzen Kram, was Adolf und Konsorten vor 45 von Deutschland aus veranstaltet haben. Stand genug im Geschichtsbuch von.Wurde uns ganz gut vermittelt.Fast zuviel.

Rainer-Maria und ja das geht doch in Ordnung, jeder hatte ne andere Sicht. Das war jedenfalls meine....in der DDR, damals.

War das ne korrekte Aussage Jago, der du eben die Zone(Ostzone) gesehen hattest, jeden Tag vor Augen?


Aber deutsch geschrieben und gesprochen hast du wohl, Rainer-Maria? Und du bist auch in die Deutsche Bücherei gegangen und hast dabei an Adolf den Schrecklichen gedacht?
Na ja dein Geschichtsbuch, in dem hat bestimmt auch Thoth gelesen? Ist aber eine andere Baustelle und würde den Thread hier sprengen!

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Vielleicht sprach er nur russisch und heute klappt es noch nicht so richtig mit dem Deutsch! [laugh]
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Edelknabe » 11. Juni 2015, 18:57

Das geht doch auch in Ordnung Pentium, deutsch geschrieben, gelesen und DBücherei nur eben war da nun die Betonung darauf,das Hauptaugenmerk, die sowas von Wichtigkeit usw. ne entschuldige ich weiß gar nicht wie man das heute noch vermitteln sollte? Echt jetzt, das war sinngemäß ne gefühlte Sache, die eben nix Deutsches fühlte.

Was war gleich nochmal Wiedervereinigung, was war ....das war sowas von ...und ne entschuldigt, ich möchte ja niemanden beleidigen so die Landsmannschaften etc.

Rainer-Maria dessen Mutter Volksdeutsche, Vater Leipziger. Also meine Mutter wohnte, lebte, liebte, und erzog ihre Kinder dann zu mindestens 101% in Leipzig. Muss ich das noch näher....ich denke nicht.
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Jago » 11. Juni 2015, 19:11

Edelknabe hat geschrieben:Lass die Katzen beiseite Volker. Damals, in dieser DDR....eventuelle Betonung auf Deutscher? Vergiss es, vergiss es ganz schnell weil, das war sowas von unwichtig, unwichtiger geht es eigentlich gar nicht. Was das gut? "Deutsch" erinnerte mich damals immer an den ganzen Kram, was Adolf und Konsorten vor 45 von Deutschland aus veranstaltet haben. Stand genug im Geschichtsbuch von.Wurde uns ganz gut vermittelt.Fast zuviel.

Rainer-Maria und ja das geht doch in Ordnung, jeder hatte ne andere Sicht. Das war jedenfalls meine....in der DDR, damals.

War das ne korrekte Aussage Jago, der du eben die Zone(Ostzone) gesehen hattest, jeden Tag vor Augen?



na ja Reiner - Maria es war wieder ein Kauderwelsch . Aber gut du meinst es nur gut mit uns und willst uns alte Männer zum überlegen anregen . Es passiert natürlich vielleicht dann ganz schnell daß man denkt " Du mich auch "


gruß Jago
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon pentium » 11. Juni 2015, 19:33

Edelknabe hat geschrieben:Das geht doch auch in Ordnung Pentium, deutsch geschrieben, gelesen und DBücherei nur eben war da nun die Betonung darauf,das Hauptaugenmerk, die sowas von Wichtigkeit usw. ne entschuldige ich weiß gar nicht wie man das heute noch vermitteln sollte? Echt jetzt, das war sinngemäß ne gefühlte Sache, die eben nix Deutsches fühlte.

Was war gleich nochmal Wiedervereinigung, was war ....das war sowas von ...und ne entschuldigt, ich möchte ja niemanden beleidigen so die Landsmannschaften etc.

Rainer-Maria dessen Mutter Volksdeutsche, Vater Leipziger. Also meine Mutter wohnte, lebte, liebte, und erzog ihre Kinder dann zu mindestens 101% in Leipzig. Muss ich das noch näher....ich denke nicht.


Ja Rainer-Maria, ich vergesse es immer wieder. Von der Wende nichts mitbekommen, von der Grenzöffnung auch nicht und bumms bist du plötzlich früh aufgewacht und es gab keine DDR mehr! Weil es gab ja wichtigeres! Und nun musstes du auch noch plötzlich etwas "Deutsches" fühlen.

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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Rei » 11. Juni 2015, 19:38

steffen52-1 hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Sag mal steffen, warst du ein Deutscher, in der alten DDR? Echt jetzt, das interessiert den Rainer? Hast du dich somit erst für einen Deutschen und dann erst siehe DDR-Bürger und so?

Rainer-Maria

Willst mich wohl etwas locken, edler Knabe? Denkst doch nicht etwa, das jeder auf der Wurstbrühe schwimmt, wie Einige? [laugh]
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Oh,Oh,Steffen!
Wie viel Pässe haste denn in der Schublade?
Jetzt musste nachweisen,wo DU geboren bist?
mfg reiner [laugh]
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Wosch » 11. Juni 2015, 19:54

pentium hat geschrieben:
Ja Rainer-Maria, ich vergesse es immer wieder. Von der Wende nichts mitbekommen, von der Grenzöffnung auch nicht und bumms bist du plötzlich früh aufgewacht und es gab keine DDR mehr! Weil es gab ja wichtigeres! Und nun musstes du auch noch plötzlich etwas "Deutsches" fühlen.

mfg
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Ja @Pentium, dafür gab es auch ein paar Millionen, die sich nach dem Aufwachen die fassungslosen Augen rieben und vor Glück nicht wußten was sie zuerst tun sollten rüberfahren und gleich da bleiben oder erst mal abwarten und "Tee trinken"?
Ich hatte diesen Tag frühmorgens in Berlin erlebt, nachts auf der Fahrt durchs Ruhrgebiet kamen mir die ersten "Ossi´s" entgegen.
Gegen 7.00 Uhr stand ich auf der Panzermauer vor dem Brandenburger Tor und etwas später um mir ein großer Teil meiner ostdeutschen Verwandtschaft, danach gemeinsam auf den Kurfürstendamm und all die Jahre waren auf einmal vergessen.
Die überall flatternen"schwarzrotgoldenen" Fahnen, ohne Ährenkranz, schrieen förmlich in die Welt hinaus:"Wir sind Deutsch, richtige Deutsche und endlich fühlen wir uns frei!"


Wosch.
Zuletzt geändert von Wosch am 11. Juni 2015, 20:09, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin stolz darauf, noch nie den "Melde-Button" benutzt zu haben!
Mecklenburger sind nicht nachtragend, aber vergessen tun sie auch nicht!
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon steffen52-1 » 11. Juni 2015, 20:03

Reiner, ich hatte in meinen Leben nur einen Pass und zwei Personalausweise! Einen in den ich DDR-Bürger(Perso) war und heute zwei(Pass und Perso) wo ich Bürger der Bundesrepublik Deutschland bin! Nur mal so, um den Humor oder auch des Ernstes vom edlen Knabe weiter zu spinnen! [zunge] Aber egal wie viele, Deutscher bin ich immer gewesen! Auch damals wurde man im sozialistischen Ausland gefragt: Du Deutscher,
wenn man ja sagte, kam leider die Frage Ost oder West! Bei Ost winkten die Brüder schon ab! Gut nun . sprengt den Thread! [mundzu]
Grüsse steffen52-1
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Rei » 11. Juni 2015, 20:25

steffen52-1 hat geschrieben:Reiner, ich hatte in meinen Leben nur einen Pass und zwei Personalausweise! Einen in den ich DDR-Bürger(Perso) war und heute zwei(Pass und Perso) wo ich Bürger der Bundesrepublik Deutschland bin! Nur mal so, um den Humor oder auch des Ernstes vom edlen Knabe weiter zu spinnen! [zunge] Aber egal wie viele, Deutscher bin ich immer gewesen! Auch damals wurde man im sozialistischen Ausland gefragt: Du Deutscher,
wenn man ja sagte, kam leider die Frage Ost oder West! Bei Ost winkten die Brüder schon ab! Gut nun . sprengt den Thread! [mundzu]
Grüsse steffen52-1

Steffen,ist es nicht schön,wie manche ticken,sonst haben wir hier nicht zu lachen.
Gruß Rei [hallo]
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon augenzeuge » 11. Juni 2015, 21:43

Edelknabe hat geschrieben: Hast du dich somit erst für einen Deutschen und dann erst siehe DDR-Bürger und so?


Gehalten, fehlt, glaub ich. [grins]

Weißt du Rainer, die Frage stellt nur einer, der nicht viel verreist ist. Sonst hättest du erfahren, wie viel besser es sein kann, wenn er Deutscher sagt.

DDR-Bürger? Das hat kein Mensch auf der Welt so gesehen. Deutscher, German, Nemnetzkie...so nannte man uns zuerst. Nie DDR Bürger. Das kam erst dann ins Spiel, wenn man zwischen Ost und West trennen musste, also die andere Seite dabei war. Aber selbst dann sagte man meist Ostdeutscher, Westdeutscher....

Denkst du ein Amerikaner, Japaner oder Afrikaner hätte auch nur gewusst, wo du herkommst, wenn du Citizen of the GDR (Bürger der DDR) gesagt hättest? Gut, in Angola und Mosambique gabs welche, die das verstanden....

Selbst in Ungarn, dem Paradies für DDR Bürger war es besser, wenn man eine Bleibe suchte und sich zunächst als Deutscher vorstellte. Wer mit dem Trabbi vorfuhr bekam doch nix auf die Schnelle. Ich habe selbst für Leute 1988 so eine Bleibe gefunden. Ok, die guckten dann doof, hatten auf DM gehofft....am Ende haben wir gelacht.

Ich bewerte es schon schlimm, wenn man vergisst, dass man Deutscher ist, und einem DDR Bürger wichtiger ist. Es zeigt mir wie stark man indoktriniert wurde....
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Volker Zottmann » 11. Juni 2015, 22:38

Wie, frage ich mich , kann jemand sich selbst freiwillig nur solch ein Armutszeugnis ausstellen?
So finster war doch nicht mal der Leipziger Osten! [flash] [frown]

Gruß Volker (amüsieren oder weinen?)
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Dille » 11. Juni 2015, 23:17

Will ich auch noch ein paar Worte zu sagen : ich schrieb anderswo schon deutlich, ich war immer (unpathetischer) Deutscher ! Ich bin auch zu DDR- Zeiten als Student im soz. Ausland immer mit einem schwarz-rot-goldenen Fähnchen getrampt, ohne irgendwas darin. Das war immer in Zinnwald oder Schmilka im Schlafsack eingewickelt, und in der CSSR aktiviert bis Bulgarien oder so. Hab' mir damit auch Rüffel eingefangen von ein paar Trabant-/ Wartburg- Fahrern mit DDR- Herkunft mit gefestigtem Klassenstandpunkt, wenn ich so Klassenstandpunkts- falsch ("unter "falscher" Flagge) unterwegs war.

Dann verwundert mich ja @Karnaks verbissene Verteidigung dieser 2- Staaten Realität etwas --- ich glaub' @AZ schrieb ja auch schon zuvor, daß "die" deutsche Staatsangehörigkeit mit dem grünen Paß ein Angebot war, das niemandem aufgedrängt oder gar aufgezwungen wurde (auch Hr. Honecker ist ja wieder heil als DDR- Bürger zurückgekommen), wer es aber nutzen wollte, war willkommen. Und wie locker das gemeint war kann man ja auch daran sehen, daß jeder DDR- Besucher mit seinem DDR- Paß auf den Gemeindeämtern sein Begrüßungsgeld bekam, er mußte sich dafür nicht verbiegen, hätte auch nach Beantragung des grünen Passes nicht mehr bekommen..

Und noch eines : natürlich bieten heute auch noch Staaten problemlos Staatsbürgerschaft und Paß an, sofern man eine gewisse Summe dort investiert, beispielsweise haben reiche Russen davon auf Zypern Gebrauch gemacht. Der Vergleich zur Ex- bundesdeutschen Praxis hinkt zwar etwas, ist so falsch aber auch wieder nicht : denn brings'te was ein (deutsche Nationalität oder eben Geld), has'te ein Anrecht (Staatsangehörigkeit, Paß) --- und auch Zypern ist es sch....egal, was Rußland oder sonstwer zu dieser Praxis meint !

Gute Nacht, Dille
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Edelknabe » 12. Juni 2015, 07:28

Das fiel mir heute früh auf, denn ich glaube dieser Satz von gestern,(aus meinem Text) der kam ja völlig falsch herüber mit:

"Was war gleich nochmal Wiedervereinigung, was war ....das war sowas von ...und ne entschuldigt, ich möchte ja niemanden beleidigen so die Landsmannschaften etc."
Textauszug ende

Gemeint war natürliche die tiefste DDR-Zeit. Da glaubte doch kein Mensch (außer unserem Volker), das dies mal wieder etwas werden könnte.Ich habe es also heute früh nochmal bemüht, sonst könnte wohl Einer denken, ich hätte etwas gegen die Wiedervereinigung.Habe ich natürlich nicht.

Das mit die Landsmannschaften Westdeutsch, da hatte ich damals immer den Eindruck, die wollen doch allen Ernstes ihre alten Gebiete wieder haben. Mit welchem Eifer das von Denen betrieben wurde, Wahnsinn eigentlich.

Rainer-Maria

Und einen guten Tag allen ins Forum
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Volker Zottmann » 12. Juni 2015, 08:11

Edelknabe hat geschrieben:Das fiel mir heute früh auf, denn ich glaube dieser Satz von gestern,(aus meinem Text) der kam ja völlig falsch herüber mit:

"Was war gleich nochmal Wiedervereinigung, was war ....das war sowas von ...und ne entschuldigt, ich möchte ja niemanden beleidigen so die Landsmannschaften etc."
Textauszug ende

Gemeint war natürliche die tiefste DDR-Zeit. Da glaubte doch kein Mensch (außer unserem Volker), das dies mal wieder etwas werden könnte.Ich habe es also heute früh nochmal bemüht, sonst könnte wohl Einer denken, ich hätte etwas gegen die Wiedervereinigung.Habe ich natürlich nicht.

Das mit die Landsmannschaften Westdeutsch, da hatte ich damals immer den Eindruck, die wollen doch allen Ernstes ihre alten Gebiete wieder haben. Mit welchem Eifer das von Denen betrieben wurde, Wahnsinn eigentlich.

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Ich habe weder was geglaubt noch gewusst. Als Kind aber schon prägten mich Menschen von beiden Seiten der Demarkationslinie, die an eine dauerhafte Teilung nie glaubten. Dass Du im Leipziger Osten "isoliert" und desinteressiert aufgewachsen bist, habe ich nicht zu verantworten.

Gruß Volker
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Re: Ulbricht zu den Bedingungen für gesamtdeutsche Wahlen

Beitragvon Nostalgiker » 12. Juni 2015, 08:15

Volker Zottmann hat geschrieben:

Ich habe weder was geglaubt noch gewusst.

Gruß Volker


Den letzten Teil deines Satzes glaube ich dir gerne!


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