SED bot Sicherheit und Entmündigung

Alles zum Thema Parteien in der BRD und der DDR

SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon augenzeuge » 2. März 2016, 18:04

Birgit Siegmann, früher Geschichtslehrerin in der DDR und heute Referentin im Stasimuseum Normannenstraße, sprach am Montagabend über ihre Erfahrungen in der DDR. Und sie gab eine Erklärung für den heute offen zutage tretenden Fremdenhass.

Dass sie als Lehrerin in der DDR und Funktionärstochter zur privilegierten Schicht gehörte, gab Birgit Siegmann unumwunden zu. 1988 wurde sie aus dem Schuldienst gemobbt, weil sie ihre Gesinnung geändert hatte und heute den Kernsatz „Es war nicht alles schlecht in der DDR“ in Vorträgen und Diskussionen vehement bekämpft.

„Die Prägung der SED sieht man noch heute in Sachsen.“ Die SED-Diktatur habe Sicherheit und Entmündigung geboten. Kontakt mit ausländischen Arbeitern, die es in der DDR auch gab, wurde weitestgehend unterbunden. Viele hätten 1989 erwartet, dass der gleiche materielle Standard zur Verfügung gestellt wird, den sich der Westen 40 Jahre lang selbst erarbeitet habe. Diese Enttäuschung führte zu großem Gejammer, das bis heute anhalte.

http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-War ... muendigung

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Nostalgiker » 2. März 2016, 18:34

Sie wurde erst Ende der Neunziger aus dem Schuldienst "gemobbt" aber 1988 in Verbindung mit Diktatur und DDR klingt einfach grusliger ......
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon augenzeuge » 2. März 2016, 18:47

Und ich dachte, mit dem Lesen klappts jetzt.... [denken]

Thoth hat geschrieben:Sie wurde erst Ende der Neunziger aus dem Schuldienst "gemobbt" aber 1988 in Verbindung mit Diktatur und DDR klingt einfach grusliger ......


1988 wurde sie aus dem Schuldienst gemobbt


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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Nostalgiker » 2. März 2016, 18:54

Steht in dem von dir eingestellten Bericht dieser Provinzeitung!

Nun stehen in diversen Spiegel und Focus Artikeln zur Situation an Schulen in Thüringen etwas andere Sachen zu dieser Frau.

Warum sollte sie nach zwei Jahren am Ort nach der Wende wieder in den Schuldienst zurückkehren wenn an den Schulen immer noch die gleichen Lehrer agieren welche sie erst vor kurzem mobbten?
Augenzeuge auch dafür hast du eine einleuchtende Erklärung, da bin ich mir sehr sicher.
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Spartacus » 2. März 2016, 18:56

Thoth hat geschrieben:Sie wurde erst Ende der Neunziger aus dem Schuldienst "gemobbt" aber 1988 in Verbindung mit Diktatur und DDR klingt einfach grusliger ......


Wo du Recht hast, hast du recht.

Und aus der Staatsbürgerkundelehrerin und überzeugten Genossin, die noch 1997 im Dienst war, wurde nun eine Geschichtslehrerin. [flash]

Siegmann macht keinen Hehl aus ihrer DDR-Vergangenheit. "Ich stamme aus einer echten Funktionärsfamilie, bin mit 19 in die Partei eingetreten und habe als Staatsbürgerkundelehrerin die Ideale des Sozialismus gepredigt."


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8751618.html

Für mich ist die Frau ein typischer Wendehals, die sich jetzt mit einem nicht vorhandenem Widerstand schmückt und in ihrer Euphorie den eigenen Lebenslauf fälscht?

Kann natürlich auch sein, dass unsere heutigen Hochglanzjournalisten, mal wieder nix verstanden haben. Nun wie auch immer, ich glaube, ich werde der Frau mal am Wochenende
ein paar nette Zeilen senden, denn wenn wir eins nicht brauchen, dann solche Gestalten.

AZ, den Artikel lesen. [hallo]

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon augenzeuge » 2. März 2016, 19:00

Ich habe in dem Link nur 1988 gelesen. [blush]

Aber ein wenig Licht ins Dunkel bringt vielleicht dieser Artikel des Spiegel. Ich habe von diesen Zuständen damals gehört....
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8751618.html

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Spartacus » 2. März 2016, 19:06

augenzeuge hat geschrieben:Ich habe in dem Link nur 1988 gelesen. [blush]

Aber ein wenig Licht ins Dunkel bringt vielleicht dieser Artikel des Spiegel. Ich habe von diesen Zuständen damals gehört....
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8751618.html

AZ


Den Link hatte ich doch gerade eingestellt AZ. [grins]

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Nostalgiker » 2. März 2016, 19:11

Da hast du auch richtig gelesen Augenzeuge wenn du den Artikel aus dem Provinzblättchen meinst.

Auch wie Spartacus nehme ich dieser Frau die rasante Wandlung vom Saulus zum Paulus, inklusive ihres "Erweckungserlebnisses" nicht so richtig ab.
Rumgezickt hat sie erst nachdem sie Frau Klier und diese politische Autistin kennenlernete um unter anderem diesen Häkelkreis zu gründen ......
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon augenzeuge » 2. März 2016, 19:23

Thoth hat geschrieben:Rumgezickt hat sie erst nachdem sie Frau Klier und diese politische Autistin kennenlernete um unter anderem diesen Häkelkreis zu gründen ......


Unabhängig mal davon, mir haben wirklich Lehrer erzählt, dass diese Ereignisse passierten. Es wundert mich auch nicht, wenn man sieht, wie viele Lehrer aus dem Dienst entfernt wurden, und wieviel früher "überzeugt" waren. Nun soll man ihr wegen ihre Bekanntenkreises nicht glauben? Oder weil sie ihren Hals gewendet hat? Das ist mir zu dünn.
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Spartacus » 2. März 2016, 19:37

Mir ging es in erster Linie darum, dass sich die beiden Artikel so eklatant widersprechen AZ.

In dem neuen Artikel wird ja suggeriert, dass sie im Widerstand war. ( 1988 wurde sie aus dem Schuldienst gemobbt, weil sie ihre Gesinnung geändert hatte)

Und wie soll das ausgesehen haben, 1988 in der DDR mit dem Mobbing? Und hat sie dann gekündigt, oder wie, oder was?

Wenn sie tatsächlich 1988 ihre Gesinnung geändert und das deutlich gesagt hätte, dann wäre sie achtkantig rausgeflogen. Das wissen wir doch alle. [hallo]

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon augenzeuge » 2. März 2016, 19:47

Spartacus hat geschrieben:Und wie soll das ausgesehen haben, 1988 in der DDR mit dem Mobbing?
Sparta


Auch wenn es hier nicht passt, Mobbing gab es. Stell dir nur vor, du hast einen Ausreiseantrag gestellt, was glaubst du was da für Mobbing abging....bzw. abgehen konnte.
Da kündigten manche freiwillig. Ich gebe zu, dass man da kein Lehrer blieb...

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Nostalgiker » 2. März 2016, 21:18

Einfach nochmal genau lesen Augenzeuge.
Ihre "Erweckung" kam nach den Ereignissen in Peking im Juni 1989 und danach fuhr sie sofort; im Oktober 1989?; nach Berlin um dem Neuen Forum beizutreten.
Wie kann sie dann bereits 1988 wegen ihrer offenbar konträren Haltung zur DDR aus dem Schuldienst gemobbt worden sein?
Den Widerspruch erklär mir doch bitte mal.

Und Sparta hat schon recht, eine Lehrerin, zumal noch Staatsbürgerkundelehrerin, die offiziell gegen die DDR aufmuckt, wäre so schnell von der Schule geflogen da hätte sie noch nicht einmal Zeit gehabt ihre Tasche zu packen ......

also versucht sich diese Frau hier im Nachgang noch als DDR Opfer darzustellen .....
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon augenzeuge » 2. März 2016, 22:16

Ja, Thoth, du hast recht, die Aussagen in den Zeitungen weichen voneinander ab. Daher kann ich dir das auch nicht erklären. Vorhin war sie Geschichtslehrerin, jetzt Staatsbürgerkunde?

Ich kann mir aus meiner Sicht auch nur schwer vorstellen, dass man in der DDR zulies, dass eine Staatsbürgerkundelehrerin gemobbt wurde. Das Mobbing später kann ich nachvollziehen. Vielleicht wird/wurde es auch auf der anderen Seite von der bekannten Vergangenheit der Mutter ausgelöst. Hier liegt einiges im Argen, das ist Fakt.

AZ
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Kumpel » 3. März 2016, 07:32

Es ist immer wieder interessant zu lesen wie sich Außenstehende mittels mehr oder minder schlecht recherchierter Artikel anmaßen Urteile über ihnen völlig Unbekannte zu fällen.
Man ist sich völlig sicher in seinem vernichtenden Urteil und Ferndiagnosen.
Ein Sinneswandel vollzieht sich selten abrupt sondern beginnt mit Unmut und Zweifeln die mit der Zeit größer werden und daher liegt es durchaus im Möglichen , dass diese Frau bereits 1988 durch etwaige
kritische Äußerungen auffiel aber eben nicht sofort achtkantig raus flog wie das hier von den Experten in Sachen DDR Repression behauptet wird.
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon ratata » 3. März 2016, 08:16

„Die Prägung der SED sieht man noch heute in Sachsen.“ Die SED-Diktatur habe Sicherheit und Entmündigung geboten. Kontakt mit ausländischen Arbeitern, die es in der DDR auch gab, wurde weitestgehend unterbunden. Viele hätten 1989 erwartet, dass der gleiche materielle Standard zur Verfügung gestellt wird, den sich der Westen 40 Jahre lang selbst erarbeitet habe. Diese Enttäuschung führte zu großem Gejammer, das bis heute anhalte.

Kontakt mit ausländischen Arbeitern, die es in der DDR auch gab, wurde weitestgehend unterbunden. Schon wieder solch ein Mist , wir hatten Kubaner , Mosambikaner über Jahre zur Ausbildung im Betrieb .
Zu der russischen Bevölkerung die in den Kasernen wohnten hatten wir keinen Kontakt. ratata
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon AkkuGK1 » 3. März 2016, 16:03

Es soll auch Lehrer gegeben haben, die mehr als nur ein Fach gegeben haben ihr Dödel.
König von Deutschland, das kann ich mir richtig vorstellen, die Gefängnisse wären voll mit Gesperrten - ich bin raus.
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Spartacus » 3. März 2016, 18:15

AkkuGK1 hat geschrieben:Es soll auch Lehrer gegeben haben, die mehr als nur ein Fach gegeben haben ihr Dödel.


Kennst du die Dame persönlich Akku und wenn es so war, wo war das Problem das so zu schreiben?

Sie war Geschichts - und Staatsbürgerkundelehrerin. Fertig.

Nee, da stimmt so einiges nicht und gerade im Sinne unseres Forums, wäre es gut das klarzustellen.

Wie gesagt, ich werde ihr am Wochenende schreiben und die Widersprüche hinterfragen, also falls ich ihre Email Adresse rausbekomme.

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Spartacus » 5. März 2016, 14:27

So Email ging gerade raus, nun bin ich mal auf die Antwort gespannt. [hallo]

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Kumpel » 5. März 2016, 15:29

Darf man den Wortlaut dieser Mail erfahren oder ist der geheim?
Ich meine ja bloß wo Du doch im Sinne des Forums schreibst.
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Spartacus » 5. März 2016, 15:35

Nun ich habe einfach die Widersprüche in der Vita der Dame hinterfragt und um eine Erklärung gebeten.

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Spartacus » 7. März 2016, 18:10

Noch keine Antwort. [hallo]

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Spartacus » 8. März 2016, 18:22

Noch keine Antwort. [hallo]

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon augenzeuge » 8. März 2016, 19:12

Jetzt bitte nicht täglich diesen Beitrag.... [grins]

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Kumpel » 9. März 2016, 18:32

Eine Antwort hängt wohl auch sehr vom Wortlaut der Anfrage ab.
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Spartacus » 10. März 2016, 18:31

Kumpel hat geschrieben:Eine Antwort hängt wohl auch sehr vom Wortlaut der Anfrage ab.


Freundlich, wie immer, aber " Metaluna IV antwortet nicht". [flash]

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Jago » 10. März 2016, 18:37

Spartacus hat geschrieben:
Kumpel hat geschrieben:Eine Antwort hängt wohl auch sehr vom Wortlaut der Anfrage ab.


Freundlich, wie immer, aber " Metaluna IV antwortet nicht". [flash]

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Interessierter » 4. Februar 2019, 09:54

Die zweite Parteikonferenz der SED - Geschichte aktuell: Mit Volldampf in die Krise

In der Geschichte unseres Volkes begann ein neues Kapitel, als am 9. Juli 1952 die zweite Parteikonferenz der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zusammenkam. An diesem Tag berichtete der Generalsekretär der Partei, Walter Ulbricht, den Delegierten über das bisher Vollbrachte und zeichnete dem Volk den Weg ins Künftige vor.

Walter Ulbricht: In Übereinstimmung mit den Vorschlägen aus der Arbeiterklasse, aus der werktätigen Bauernschaft, aus anderen Kreisen der Werktätigen hat das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands beschlossen, der zweiten Parteikonferenz vorzuschlagen, dass in der Deutschen Demokratischen Republik der Sozialismus planmäßig aufgebaut wird.

In dem Jubel der Parteikonferenz über diesen Beschluss kam das unerschütterliche Vertrauen des werktätigen Volkes zu seiner Partei zum Ausdruck, an deren Spitze so bewährte Genossen wie Wilhelm Pieck, Otto Grotewohl und Walter ULbricht stehen.

Ein Ausschnitt aus dem DEFA-Propagandafilm „Baumeister des Sozialismus“, der eigentlich zu Ehren des 60. Geburtstages von SED-Generalsekretär Walter Ulbricht am 30. Juni 1953 in die Kinos kommen sollte. Der Jubelstreifen blieb jedoch bis zum Ende der DDR im Archiv – zwei Wochen nach dem Arbeiteraufstand des 17. Juni wäre es gefährlich gewesen, die Bevölkerung mit derartigem Personenkult noch weiter zu provozieren – ebenso wie mit Reminiszenzen an die 2. Parteikonferenz der SED, die vom 9.-12. Juli 1952 in der Werner-Seelenbinder-Halle über die Bühne gegangen war und auf der Ulbricht den planmäßigen „Aufbau des Sozialismus“ in der DDR „vorgeschlagen“, d.h. dekretiert hatte. Eine Entscheidung, die die DDR in ihre größte Krise bis zum Wendejahr 1989 reißen sollte. Das knappe Jahr zwischen dem Ende der Parteikonferenz und der Erhebung des 17.Juni wurde zum „annus horribilis“ der DDR schlechthin.

Schon im ersten Halbjahr 1952 hatte es beunruhigende Anzeichen für die bevorstehenden Entwicklungen gegeben: Offiziell als Reaktion auf die Unterzeichnung des Deutschlandvertrages durch die Bundesrepublik kappte die DDR-Regierung am 26. Mai 1952 alle Telefonverbindungen nach West-Berlin und richtete eine 5 km-Sperrzone mit einem 10 Meter breiten Kontrollstreifen entlang der Demarkationslinie zur Bundesrepublik ein. In Paragraph 4 der betreffenden Verordnung hieß es:

Personen, die versuchen, den Kontrollstreifen in Richtung der Deutschen Demokratischen Republik oder Westdeutschland zu überschreiten, werden von den Grenzkontrollstellen festgenommen. Bei Nichtbefolgung der Anordnung der Grenzstreifen wird von der Waffe Gebrauch gemacht.

Etwa 11.000 Menschen wurden quasi über Nacht aus dem Sperrgebiet zwangsumgesiedelt – und dabei von den Organen der eigenen Regierung oftmals wie Verbrecher behandelt. Reisegenehmigungen gen Westen wurden fortan so gut wie gar nicht mehr erteilt. In Wirklichkeit war die Entscheidung über das neue Grenzregime schon fast zwei Monate vor der Unterzeichnung des Deutschlandvertrages getroffen worden – in Moskau. Dort war am 31. März eine SED-Delegation, geführt von Wilhelm Pieck, Otto Grotewohl und Walter Ulbricht eingetroffen, die am 1. und 7. April mit Stalin und der Spitze der KPDSU-Führung konferierte. Die erst nach der Wende bekannt gewordenenen Notizen, die sich Staatspräsident Pieck bei diesen Unterredungen machte, belegen, wie sich die Sowjetführung die weitere Entwicklung in der DDR vorstellte:

Volksarmee schaffen – ohne Geschrei Demarkationslinie gefährliche Grenze. 1. Linie deutsche Soldaten, dahinter Sowjetsoldaten FDJ muss Schießen lernen Jugenddienst – vormilitärische Erziehung Pazifistische Periode ist vorbei 9 – 10 Armeekorps – 30 Divisionen – 300 000 Mann

Am 10. April 1952 reiste die SED-Delegation aus Moskau ab. Einen Tag zuvor hatte die Sowjetunion die zweite so genannte Stalin-Note zur Frage der deutschen Wiedervereinigung an die Westmächte gesandt. Bis heute streiten sich die Historiker darüber, wie ernst die diesbezüglichen sowjetischen Vorschläge zur deutschen Einheit zu nehmen gewesen seien. Wilhelm Piecks Notizen jedenfalls lassen darauf schließen, dass man sich im Kreml zu diesem Zeitpunkt in realiter längst davon verabschiedet hatte.

Weiter geht es hier:
https://www.deutschlandfunk.de/geschich ... e_id=97395
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon augenzeuge » 4. Februar 2019, 18:06

Sehr aufschlussreich.

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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon Nostalgiker » 4. Februar 2019, 18:24

Wer sich ernsthaft mit der Geschichte der DDR beschäftigt, und dazu war in den letzten 30 Jahren ausreichend Zeit, dem sind die Fakten und einiges mehr aus dieser Aufbereitung für den Stammtisch vom Deutschlandfunk bereits seit langem bekannt.
Aber wie gesagt, da muß Interesse dafür da sein mehr zu erfahren als aufbereitete Häppchen zu konsumieren.
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Re: SED bot Sicherheit und Entmündigung

Beitragvon augenzeuge » 4. Februar 2019, 19:16

Nostalgiker hat geschrieben:Wer sich ernsthaft mit der Geschichte der DDR beschäftigt, und dazu war in den letzten 30 Jahren ausreichend Zeit, dem sind die Fakten und einiges mehr aus dieser Aufbereitung für den Stammtisch vom Deutschlandfunk bereits seit langem bekannt.


Klar, die Fakten waren bekannt und die Historiker streiten heute noch darüber. [flash]
Nein, das mit Piecks Notizen war mir vor 30 Jahren nicht bekannt. Ich bezweifle auch, dass es Nostalgiker wusste. Aber er war besser informiert. Ohne Zweifel.

Etwas irre:
Es war ja damals so, dass in den volkseigenen Betrieben, wo ehemalige Privatbetriebe angegliedert wurden, überhaupt nicht mit Mitleid zur Kenntnis genommen wurde, dass diese Unternehmer auch mit ihren besten technischen Leuten dann in die Bundesrepublik geflüchtet waren. Die sollten weg, man wollte sie auch nicht in die volkseigenen Betriebe als Fachkräfte integrieren. Das waren Stänker, das waren Kapitalisten: Wir können das selber besser, wir machen jetzt den Sozialismus aus eigener Kraft.


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